18.9.06

Da werden manche ganz schön hibbelig...

Wenn ich bedenke, wie sehr viele Medienhäuser gerade das Thema Video im Web (und in der Konsequenz vor allem auch Video für mobile Anwendungen, das ist ja das eigentlich spannende mittelfristig) beobachten, wie sehr sie intern damit experimentieren, wie stark es die Diskussion intern und mit ihren Kommunikatoren bestimmt, wird der eine oder die andere mit Sicherheit nervös und hibbelig angesichts dieser Lonelygirl15-Euphorie.

Was mich daran bewegt - mal abgesehen von meinem unbeholfenen Versuch heute vor zwei Wochen, mitzuspekulieren, was da dran sein mag (ja, auch ich lag daneben, klar) -, ist vor allem die enorme Begeisterung, die die Menschen entwickelt haben, die ihre Videos mochten (in unserem PR-Sprech: das engagement der community). Wenn man den MTV-Interviews der Macher glaubt (und dagegen spricht nichts), wurden sie selbst auch überrollt vom Erfolg.

Das Experiment des gemeinsamen Geschichtenerzählens und der Feedbacks der Fans, die Idee, dieses Feedback einzubauen, daraus die Geschichte weiterzuentwickeln - das ist schon toll. Und so radikal eben erst über diesen neumodischen Krams mit den Videoplattformen und so möglich. Wer will oder braucht da noch eine klassische Telenovela?

Von Anfang an beeindruckt (und deshalb auch meine anfängliche Fehleinschätzung, es könne wirklich Marketing sein) war ich von dem Fokus auf dieses Mädchen und seine Augen - im Grunde vom Kindchen- oder Lolita-Schema, das sofort diesen Beschützerinstinkt auslöst. Sehr schön schon letzte Woche zusammengefasst von Nils Jacobsen.

Meine Meinung dazu:
Hier haben wir wirklich und live beobachten können, wie das komische Web_2.0 Medien verändert (hat). An dieser Geschichte werde ich neue, "innovative" TV-Formate messen...

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