Und außerdem werde ich in vier Wochen auf einem Podium sitzen, wo ein von mir sehr geschätzter prominenter Altvorderer die These vertreten wird, dass gerade im Informationsüberfluss die Qualitätsmedien mit ihren Qualitätsjournalisten eine wichtige bis unverzichtbare Gatekeeperfunktion haben. Also Medien wie das Handelsblatt oder der Spiegel oder die Süddeutsche oder oder oder.
Und ich könnte dann genüßlich auf die oben (ja, da eben gerade) verlinkten Entschuldigungen verweisen oder auf die Selbstoutung des Scherzbolds, der es den Herren Gatekeepern eingebrockt hat, dass ihre Qualitätsmethoden auffliegen.
Oder ich lasse es und freue mich im Stillen. Mal sehen.
Wenn nicht noch was passiert in der gleichen Richtung. Wie beispielsweise die Sache mit dem vielleicht wünschenswerten (was weiß denn ich und was interessiert's mich) aber eben nicht stattfindenden Kuranyi-Rauswurf. Oups!
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12.2.09
10.2.09
60 Jahre DDR, aktuelle Berichterstattung
Gefunden bei Henning Schürig:
Sehr hübsch. Und irgendwie beklemmend zugleich.
60 Jahre DDR - wenn alles anders gekommen wäre, dann hätte es dieser Tage vielleicht folgende Ausgabe der “Aktuellen Kamera” gegeben. Oder ist es tatsächlich anders gekommen?
60 Jahre DDR - Aktuelle Kamera (Video) » henningschuerig.de/blog
Sehr hübsch. Und irgendwie beklemmend zugleich.
5.7.08
Neville Hobson presents: Marshall Manson in "Baseball for Dummies"
And here is - great you did it, Neville - Marshall explaining baseball to me and Neville as I already teased last week. It was fun. And yes, I think, I got the basics finally. :-)
27.9.07
Ole von Beust hält mich für dumm
Ich habe einen Brief (pdf, 44 kb) von dem Privatmann Ole von Beust bekommen, der angeblich genau im selben Haus wohnt wie die Hamburger CDU. Lustig oder?
Und in diesem sagt er sinngemäß:

Ich habe mir die Mühe gemacht, einmal nachzurechnen, ob das stimmt. Denn Oles Argument ist zwar schon demokratietheoretischer - tschuldigung - Schwachsinn (denn wer sich enthält, ist einverstanden, dass die Mehrheit entscheidet und im Gesetzentwurf der Initiative für mehr Demokratie wird selbstverständlich auch weiterhin vorausgesetzt, dass zwei Drittel die Verfassung ändern können und nicht weniger). Aber darüber hinaus auch noch falsch. Gerade er als Jurist sollte vorsichtig sein, finde ich, bevor er mit "Argumenten" kommt, die verdammt dicht an einer Lüge sind...
Also: Wie ist es zurzeit?
Zwei Drittel der Abgeordneten im Parlament können die Verfassung ändern. Das ist auch gut so, denn er verhindert, dass mit einfacher Mehrheit an der Verfassung rumgespielt wird. Wenn wir uns angucken, was zwei Drittel der Abgeordneten bedeuten, dann zeigt sich dieses Bild:
CDU und Grüne haben zusammen fast genau zwei Drittel aller Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft. Die haben sie mit zusammen 490.397 Stimmen bei der letzten Wahl erreicht. Bei dieser Wahl gab es 1.214.935 Wahlberechtigte. Eine verfassungsändernde Mehrheit wird also mit 40,3% aller Wahlberechtigten erreicht. Das ist natürlich, lieber Ole, signifikant anders als die 35%, die der Volksentscheid vorschlägt. Super.
Und wenn man dann noch die Zahl in den Raum wirft, mit der völlig unseriös die CDU und ihr Frontmann Ole operieren - die 1.750.000 Menschen, die in Hamburg leben, dann bleiben sogar nur noch 28% übrig.
Lieber Ole, wenn du mir wirklich erzählen willst, dass es "demokratischer" sei, wenn die von 28% aller Hamburger gewählten Abgeordneten die Verfassung ändern, als wenn das zwei Drittel der Wähler tun, die sich an der Wahl beteiligen, wenn diese zwei Drittel mindestens 35% der Wahlberechtigten sind - dann hältst du mich entweder für dumm. Oder bist es selbst.
Und in diesem sagt er sinngemäß:
Lieber Herr Haltungsturner,Die entscheidende Passage habe ich mir mal markiert:
tut mir leid, aber Sie sind echt so dumm, dass ich Ihnen einfach mal einen vom Pferd erzählen werde, denn das werden sie nicht merken.
Ihr Ole

Ich habe mir die Mühe gemacht, einmal nachzurechnen, ob das stimmt. Denn Oles Argument ist zwar schon demokratietheoretischer - tschuldigung - Schwachsinn (denn wer sich enthält, ist einverstanden, dass die Mehrheit entscheidet und im Gesetzentwurf der Initiative für mehr Demokratie wird selbstverständlich auch weiterhin vorausgesetzt, dass zwei Drittel die Verfassung ändern können und nicht weniger). Aber darüber hinaus auch noch falsch. Gerade er als Jurist sollte vorsichtig sein, finde ich, bevor er mit "Argumenten" kommt, die verdammt dicht an einer Lüge sind...
Also: Wie ist es zurzeit?
Zwei Drittel der Abgeordneten im Parlament können die Verfassung ändern. Das ist auch gut so, denn er verhindert, dass mit einfacher Mehrheit an der Verfassung rumgespielt wird. Wenn wir uns angucken, was zwei Drittel der Abgeordneten bedeuten, dann zeigt sich dieses Bild:
CDU und Grüne haben zusammen fast genau zwei Drittel aller Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft. Die haben sie mit zusammen 490.397 Stimmen bei der letzten Wahl erreicht. Bei dieser Wahl gab es 1.214.935 Wahlberechtigte. Eine verfassungsändernde Mehrheit wird also mit 40,3% aller Wahlberechtigten erreicht. Das ist natürlich, lieber Ole, signifikant anders als die 35%, die der Volksentscheid vorschlägt. Super.
Und wenn man dann noch die Zahl in den Raum wirft, mit der völlig unseriös die CDU und ihr Frontmann Ole operieren - die 1.750.000 Menschen, die in Hamburg leben, dann bleiben sogar nur noch 28% übrig.
Lieber Ole, wenn du mir wirklich erzählen willst, dass es "demokratischer" sei, wenn die von 28% aller Hamburger gewählten Abgeordneten die Verfassung ändern, als wenn das zwei Drittel der Wähler tun, die sich an der Wahl beteiligen, wenn diese zwei Drittel mindestens 35% der Wahlberechtigten sind - dann hältst du mich entweder für dumm. Oder bist es selbst.
3.9.07
Politik im TV
Eines meiner liebsten Blogs zurzeit ist Prez Vid, das den Vorwahlkampf in den USA dokumentiert mit Videos, die bei YouTube zu sehen sind. Und mich freut der Stil, den ich dort oft sehe. Beispielsweise Clintons Auftritt bei Letterman:
So was wäre bei uns doch in dieser sehr leisen Art von Selbstironie ("We will finally have a president who doesn’t mind pulling over and asking for directions") bisher kaum denkbar. Das Maximum ist bisher der schenkelklopfende Klamauk der Ex-Liberalen gewesen. Aber naja, so wie Ironie ist ja auch das Internetz ist im Wahlkampf unglaublichsehr verbreitet hier.
Technorati Tags: hillary, letterman, wahlkampf
So was wäre bei uns doch in dieser sehr leisen Art von Selbstironie ("We will finally have a president who doesn’t mind pulling over and asking for directions") bisher kaum denkbar. Das Maximum ist bisher der schenkelklopfende Klamauk der Ex-Liberalen gewesen. Aber naja, so wie Ironie ist ja auch das Internetz ist im Wahlkampf unglaublichsehr verbreitet hier.
Technorati Tags: hillary, letterman, wahlkampf
22.5.07
Ein Held nicht nur meiner Jugend
Heute hat der großartige Zeichner Hergé Geburtstag. Nicht wirklich, weil er 1983 gestorben ist, aber er wird im Prinzip 100.
Ich liebe bis heute seine Tim und Struppi-Abenteuer, als sie neu übersetzt und handgelettert rauskamen, hab ich sie mir endlich schenken lassen, inklusive dem schrägen und latent rassistischen "Tim bei den Sowjets", mir feht nur noch "Tim und die Alphakunst" (warum eigentlich?)...
Meine Jungs, zumindest die beiden großen, zunehmend auch der dritte, obwohl der noch nicht lesen kann, haben mit meinen Timm und Struppis ihre ersten Leseschritte gewagt, für mich waren die Bände früher ein Hauptgrund, in die Bücherhalle zu gehnen (neben so dünnen Büchern wie Tolstois Krieg und Frieden und so). Mit ihnen habe ich Stunden bei Bs Bruder zugebracht.
Ja, ich weiß - Tim ist aus heutiger Sicht alles andere als politisch vertretbar, zumindest seine frühen Abenteuer. Tim in Afrika ist eine krude und rassistische Geschichte, die allzusehr an die Weißenromantik Karl Mays erinnert. Aber trotzdem ist es ein toller Comic, der mehr noch als Asterix meine Begeisterung für diese Literaturform geweckt hat (Ich mein, Asterix war unter uns Bildungssnobs ein Selbstgänger, die frühen Bände auch unbetritten um Klassen besser als Tim und Struppi. Aber Hergé war eben ein richtiger Comic-Autor).
Bis heute lese ich bestimmt einmal in der Woche in einem der Bände. Und ich liebe sie noch immer. Vielleicht auch wirklich immer mehr...
Ich liebe bis heute seine Tim und Struppi-Abenteuer, als sie neu übersetzt und handgelettert rauskamen, hab ich sie mir endlich schenken lassen, inklusive dem schrägen und latent rassistischen "Tim bei den Sowjets", mir feht nur noch "Tim und die Alphakunst" (warum eigentlich?)...
Meine Jungs, zumindest die beiden großen, zunehmend auch der dritte, obwohl der noch nicht lesen kann, haben mit meinen Timm und Struppis ihre ersten Leseschritte gewagt, für mich waren die Bände früher ein Hauptgrund, in die Bücherhalle zu gehnen (neben so dünnen Büchern wie Tolstois Krieg und Frieden und so). Mit ihnen habe ich Stunden bei Bs Bruder zugebracht.
Ja, ich weiß - Tim ist aus heutiger Sicht alles andere als politisch vertretbar, zumindest seine frühen Abenteuer. Tim in Afrika ist eine krude und rassistische Geschichte, die allzusehr an die Weißenromantik Karl Mays erinnert. Aber trotzdem ist es ein toller Comic, der mehr noch als Asterix meine Begeisterung für diese Literaturform geweckt hat (Ich mein, Asterix war unter uns Bildungssnobs ein Selbstgänger, die frühen Bände auch unbetritten um Klassen besser als Tim und Struppi. Aber Hergé war eben ein richtiger Comic-Autor).
Bis heute lese ich bestimmt einmal in der Woche in einem der Bände. Und ich liebe sie noch immer. Vielleicht auch wirklich immer mehr...
20.2.07
Sackkarre
Das Branchenblatt Horizont ist immer ein ganz netter Indikator dafür, wann Trends im Mainstream angekommen sind. Das ist nun also mit Web 2.0 der Fall, denn die aktuelle Ausgabe hat gefühlt auf jeder Seite einen Artikel zu dem Thema. Spannend finde ich in dem Zusammenhang aber vor allem, dass die Zunahme der (fach)medialen Präsenz in keiner messbaren Analogie zu Wissenszuwachs und Sicherheit im Umgang mit dem Thema steht.
Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen, sondern diesen Screenshot posten, der in der gedruckten Ausgabe noch besser zur Geltung kommt. Und offenbart, dass auch in Kaffeerösterfilialen manchmal ein wunderbarer Humor herrscht:
Aber das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen, sondern diesen Screenshot posten, der in der gedruckten Ausgabe noch besser zur Geltung kommt. Und offenbart, dass auch in Kaffeerösterfilialen manchmal ein wunderbarer Humor herrscht:
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