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27.4.23

Zwischen den Welten

Ich würde nie so weit gehen zu behaupten, dass ich mich mit Digitalisierung auskenne. Mit digitaler Kommunikation bis zu einem gewissen Grad wahrscheinlich ja. Damit, was ein digitaler Lebensstil und eine Freude an digitalem Experimentieren und Erzählen für Kreativität bringt, sicher. Aber auch ohne Digitales wirklich zu verstehen, empfinde ich eine fast kindliche Freude, wenn meine verschiedenen Lebenswelten zusammenfinden: Mein Faible für Digitales, mein jahrzehntelanges Eintreten für die Energiewende – und mein ländliches Leben und Arbeiten als (inzwischen nebenberuflicher und nicht nur Hobby-) Landwirt und Pferdezüchter. 

Gerade rund um neue Energien kommt da viel zusammen. Seien es virtuelle Kraftwerke, mit denen ich mich beruflich beschäftige. Das Verstehen von Strom und Speichern durch jetzt jahrelange Erfahrung mit E-Mobilität. Oder die Planungs- und Rahmensetzungsfragen, mit denen ich in der Gemeindevertretung meiner Dörfer konfrontiert bin. Besonders faszinierend finde ich, wie immer mehr Sensorik und Internet-of-Things-Dinge bei meinen Nachbar*innen in ihren Alltag als Landwirt*innen einziehen. Oder wie immer mehr Nachbar*innen "Landwirtschaft" anders verstehen, nicht mehr nur als Lebensmittelproduktion, sondern auch als Klimaresilienzarbeit und als Energieernte. 

große Landmaschine (Mähdrescher) unter Solaranlage auf Stelzen

Mit denen kann ich über so tolle Ideen wie Agrivoltaic sprechen. Und sie verstehen sofort alle Teile davon, mehr als ich. Guckt euch das mal an, was ich da verlinkt hab, super. Ja, so weit sind wir hier noch nicht, vor allem des Baurechts wegen (wovon ich im Außenbereich ein Lied singen kann), aber wegen so was macht es Spaß, auf dem Land politisch aktiv zu sein. Da kannste wirklich noch was ändern und bewegen. 

22.4.23

Ich verstehe es wirklich nicht

Auf einmal, zum ersten Mal, versucht Politik zur CO2-Reduktion etwas, das ganz direkt mit Menschen und ihrem Leben zu tun hat. Insofern kann ich taktisch nachvollziehen, wieso die Opposition innerhalb der Regierung hier eine Kampagne begonnen hat. Und nenne es naiv, dass andere davon überrascht wurden. So weit, so klar. 

Was ich nicht verstehe – und ich bin mit allgemeiner Medienschelte eher nicht so schnell –, ist, wieso es fast allen Medien so schwer fällt, von dieser Kampagne wieder zurück zur faktenbasierten Kommentierung zu kommen. Verstehe ich wirklich nicht. 

Morgens bei der Hofarbeit höre ich ja meistens Deutschlandfunk. Und finde die Presseschau total hilfreich. Erschreckt hat mich, als diese Woche immer wieder (und ja, es kann natürlich sein, dass es an den Redakteur*innen des DLF lag, die nur so was rausgesucht hatten) die gleichen Fakesorgen wiederholt wurden, die in der Zwischenzeit von Handwerksinnungen, -kammern und so weiter widerlegt worden waren. 

Sehr lustige Interviews dazu gab es auch, wo die Moderatorin davon ausging, dass ihr Gesprächspartner aus Handwerk oder Industrie ihr sagen wird, dass das alles gar nicht geht mit den Wärmepumpen – und das nicht passierte. Ähnlich wie, ebenfalls diese Woche, als der Betriebsratschef der größten Stahlherstellerin partout nicht sagen wollte, dass das Ende der Atomkraft ein Problem sei. 

Wie kommt diese unglaubliche Lust am vorauseilenden Scheitern? Oder diese falschen Behauptungen auch jenseits der Hetzmedien, worum es beim Gebäudeenergiegesetz geht? Was ist so schwer daran zu verstehen, dass nach asbesthaltigen Heizungen jetzt eben rein fossile Heizungen nicht mehr angeschafft werden dürfen?

Wie kommt diese unglaubliche Lust am faktenaversen Horror? Wie die wahrheitswidrige Behauptung, Heizungsanlagen müssten komplett umgebaut werden? Es könnten die alten Anlagen mit hoher Vorlauftemperatur nicht mit Wärmepumpen genutzt werden? Das stimmt einfach nicht, guckt mal nach Schweden oder Norwegen. 

Vielleicht mal ein Beispiel aus unserer Planung: wir bewohnen ja ein Bauernhaus von vor 1900. Seit wir einen Teil umbauten, haben wir für den Teil eine Isolierung, die Standard für Um- und Neubau ist, aber das Haus wurde nie energetisch saniert. Es hat eine klassische Heizungsanlage mit einer so genannten Feststoffheizung und Pufferspeichern aus Ende der 90er. Wir verbrennen also Holz. Nicht geil. 

Die Planung sieht nun genau das vor, was auch vor GEG angestrebt wird: eine Mischung. Also für die meisten Tage eine Wärmepumpe (für maximal 60 Grad Vorlauf, eher etwas weniger). Und für die wenigen Tage, die richtig kalt sind, eine Unterstützung durch die bestehende Holzscheitheizung. Alternativ hätten wir auch mit zwei Wärmepumpen arbeiten können. Aber das könnten wir nicht wirklich bezahlen. Vor allem aber können wir – wie quasi alle – die alten Leitungen und Heizkörper weiter nutzen. Dämmung wäre irgendwann sinnvoll, ist aber keine Voraussetzung für irgendwas. Die CO2-Reduktion ist deutlich größer, wenn wir erst die Heizung umstellen und später dämmen als andersrum. War uns auch nicht klar. 

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass es nicht halb so kompliziert ist, wie die meisten denken. Und ob wir eine Wärmepumpe wollen oder eine andere Leistung unseres Handwerksbetriebs, macht keinen Unterschied. Zeit haben die so oder so nicht sofort. 

6.9.16

Sehr geehrter Herr Höttges,

ich bin im Prinzip ein großes Fan der Telekom, nachdem ich damals zu den ersten gehörte, die weg gingen - ich komme immer wieder. Das liegt vor allem an zwei Dingen: zum einen an der Stabilität der Services und dem eher konservativen Leistungsversprechen, das die Telekom jeweils gibt. Und zum anderen am Kundenservice.

Tatsächlich habe ich auch in meinen aktuellen Fall am Kundenservice selbst nichts auszusetzen - die vielen, vielen Stunden, mit denen sich der Kundenservice mit großer Geduld mit mir um die Frage gekümmert hat, wie ich halbwegs akzeptables Internet auf dem Land bekomme, finde ich beeindruckend. Gemeinsam mit dem Kundenservice bin ich aber nun an eine Grenze gestoßen, die wahrscheinlich nur von Ihnen und Ihrer Kollegin und Ihren Kollegen im Vorstand gelöst werden kann.

Dieses ist das Problem:
Im Grunde haben Sie eine ganz gute Lösung für den ländlichen Raum entwickelt – das Hybridinternet, bei dem eine (digitale) Leitung mit LTE kombiniert wird zu einem Produkt, das allen Anforderungen an eine normale Internetnutzung genügt (wir wollen gar nichts Besonderes). Einzige Voraussetzung dafür ist, dass eine ganz, ganz kleine DSL-Leitung liegt und dass die mit Annex J ausgestattet ist, also ein IP-Anschluss ist.

Und hier kommt unser Problem: von den beiden Leitungen, die in unseren Hof führen, ist eine kaputt (von einem Baum zerstört, wenn wir den Techniker, der das gemessen hat, richtig verstanden haben). Und die andere noch analog. Und weder die Planungsabteilung noch die Technikabteilung bei uns in Schleswig-Holstein scheinen die digital machen zu wollen. Wobei wir da immer wieder widersprüchliche Aussagen bekommen - mal heißt es, die Leitung sei zu lang (die Dämpfung zu groß - obwohl genau das ja mit Annex J "bekämpft" werden soll), mal heißt es, es sei im Verteiler kein Port mehr frei, um die die Annex J Karte zu stecken. Either way: wir bekommen keinen digitalen Anschluss.

Uns ist dabei bewusst, dass unsere Leitung grenzwertig lang ist, weil die Telekom den letzten Verteiler in unserem Dorf beim intensiven Ausbau in unserer Region (wir sind nahe Eutin) ausgelassen hat und nicht plant, ihn einzubeziehen. Und uns ist bewusst, dass die Telekom zögert, eine lange Leitung IP-fähig zu machen, weil darunter die Verlässlichkeit und Qualität von Telefonie leiden könnte. So weit unser Verständnis.

Nun haben wir aber echt viele Vorschläge gemacht. Von einer Flatrate für LTE (wir probieren gerade mit dem 30GB-LTE-Internet rum, aber das ist echt gar nichts. Nach zwei bis vier Tagen ist das verbraucht, obwohl wir den Kindern Video und 3D-Games gesperrt haben) bis hin zum Angebot, Ihnen rechtssicher zu versichern, dass wir nicht telefonieren werden (denn hey, wir wollen nur Internet, wer braucht heute schon noch Festnetz?). Alles ginge nicht, letzteres nicht, weil sich die Telekom an ihre AGB gebunden sieht.

Wir sind echt keine Exoten, glaube ich. Ich arbeite hin und wieder von zu Hause, leite als Geschäftsführer eine Agentur. Meine Frau ist Lehrerin, nur noch zwei unserer vier Kinder sind zu Hause, die wollen zwar gerne das Internet so nutzen wie ihre Freundinnen und Freunde, sind aber bereit, auf ein normales Leben zu verzichten, wenn wir irgendwie halbwegs normales Internet bekämen. Aber selbst mit diesem Verzicht reicht das maximale LTE-Paket vorne und hinten nicht.

Ja, es ist unsere eigene Entscheidung gewesen, aufs Land zu ziehen. Allerdings haben wir bei Ihnen vor dem Kauf des Hofes nachgefragt, welche Internetoptionen es konkret an dieser Adresse gibt - und uns wurde Hybrid fest zugesagt. Ob wir den Hof sonst gekauft hätten, bin ich mir nicht ganz sicher.

Können Sie uns helfen, ein normales Leben zu führen? Und uns Internet geben, das uns nicht 8 EUR am Tag kostet?

Herzlichen Dank und freundliche Grüße

Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach

(PS: der Versuch, Ihnen dieses per E-Mail zuzuschicken, ist bisher gescheitert, das hätte ich sonst sehr gerne gemacht)

4.11.09

Richtspruch

Hochverehrte Versammlung!

Kinderauflauf vorm Richten

Nun hat der Bau sich hier erhoben,
Nicht zu groß zwar, doch auch nicht zu klein;
Das Werk mag seinen Meister loben,
Ich leg den Segen noch hinein.

Ich wünsche, dass gesegnet sei
Der Hausherr und die Frau daneben.
Gott möge Frieden, Lieb und Treu
Und Glück dem ganzen Hause geben.

Er segne ihrer Hände Fleiß
Und erhalte den Familienkreis
Mit einem Mädchen und drei Knaben,
Die alle PLatz am Tische haben.
Sie mögen alle wohlgedeihn,
Dass sich die Eltern drüber freun.

Auch schütze der allmächtge Gott
Dies Haus vor Brand und Wassernot;
Und alle, die darinnen wohnen,
Mög er mit Krankheit stets vershconen.
Es treffe sie kein Unglücksfall
In Wohnung, Scheuer, Hof und Stall.

Auch möge Gottesfurcht erblühen,
Die Eltern stets einträchtig sein
Und ihre Kinder gut erziehen:
Drauf schenke ich das Glas mir ein.

Meister Bruhn bringt den Richtspruch

Und dass nun alles wohl gedeih',
Dass dieser Bau ein Haus der Milde
Und jeder schönen Tugend sei,
Trink ich nach Brauch der Zimmergilde
Das Glas bis auf die Neige aus.
Der Segen Gottes ist im Haus!

Hoch soll nunmehr der Bauherr leben
Und seine Ehefrau daneben,
Der Ehrenmann, der wohl durchdacht
Zum Bau den Plan und Riss gemacht,
Die Meister, die ihn ausgeführt
Und denen alles Lob gebührt,

Auch jedem, welcher immerdar
Bei diesem Baue tätig war
Und allen, die hier um mich steht,
Nun an dem Bau sich satt gesehn,
Ruf ich aus vollem Herzen jetzt
Ein Lebehoch zu guter Letzt!

28.10.09

Das Erdgeschoss steht

Ok, zurzeit ist es hier ein bisschen einseitig, aber so ein Hausbau ist ja auch ein größeres Projekt. Gestern hatte ich einen Tag frei und viel Zeit auf der Baustelle verbracht - und gleich das eine oder andere Foto davon gemacht, wie das Erdgeschoss aufgestellt und die Balkenlage angebracht wurde. Faszinierend.



Heute wird die Verschalung gemacht, also die eigentliche Decke vom Zimmermann gebaut, das Dach ist schon geliefert worden - und morgen kommt dann das Obergeschoss, das ja noch mal ein Vollgeschoss wird, und das Dach. Freitag ist das Haus dicht, und kommende Woche feiern wir wohl Richtfest. Und dann dauert es noch laaaaaange.....

24.10.09

Die Bodenplatte ist da, es geht los

Die Bodenplatte

In der kommenden Woche wird das Haus aufgestellt, am Dienstag das Erdgeschoss, Donnerstag das Obergeschoss und das Dach. Und dann ist auch schon bald Richtfest.

die hält mich!

Lustig mal wieder: Alles gleichzeitig. Am Wochenende steht der Rohbau, kommt unser neues Au Pair und ist meine Zeit bei Edelman zu Ende.

21.9.09

Was mach ich bloß mit TV?

Und das mir, wo ich doch immer so stolz bin, dass ich quasi nicht mehr fernsehe, außer hin und wieder bei Wahlberichterstattung und bei Sport. Aber ich lebe ja nicht allein, und darum stellt sich nun, da die Detailplanungen zum neuen Haus weit fortgeschritten sind, eine wichtige Infrastrukturfrage: Wie organisieren wir, dass bei uns TV möglich ist?

Mal die Rahmendaten:
  • teilweise sehen drei Leute gleichzeitig in verschiedenen Räumen fern (hey, ich hab zwei jugendliche Kinder und ein Au Pair).
  • parallel sollen mindestens drei Leute breitbandig im Web unterwegs sein können und beispielsweise MMOG spielen.
  • zwei Telefonleitungen und fünf Nummern sind Pflicht.
Und nun? Wen lasse ich die letzten Meter von der Straßenkante in mein Haus ein Kabel verlegen? Nur die Telekom, so dass ich alles drei über IP mache? Oder nur Kabel Deutschland? Oder beide? Oder doch eine Schüssel aufs Dach?

Gefühlt tendiere ich zu IPTV von der Telekom - aber ich weiß darüber zu wenig und im Telekomladen im AEZ war nur ein Nichtsmerker, der mir mit seiner Privatempirie kam, als ich ihn fragte, was denn passiert, wenn drei Leute parallel verschiedene Sendungen gucken, vor allem mit der Internetverbindung. Und was ich denn an Bandbreite real habe bei uns da draußen.

Meine Überlegungen sind zzt so:
  • Kabel für TV hat den Vorteil, dass ich kein Gerät brauche, das ich zwischen den Fernseher und das Kabel schalte - wenn es noch analoges Kabel gibt. Kann man das noch neu kaufen überhaupt? Und dann fallen neben den Installationskosten (mehrere hundert Euro) noch monatliche Kosten an. Internet über Kabel klingt ok, aber Telefon irgendwie nicht.
  • Satellit mag ich nicht, ich weiß auch nicht, wie ich das gestalten muss, so dass in jedem Zimmer eine Buchse wäre aber nur ein Receiver? Oder brauche ich überall einen? Und wie schließe ich die an die Schüssel an? Gibt es da Grenzen? Immerhin hat es keine Folgekosten...
  • IPTV finde ich charmant, ich brauche kein Koaxialkabel im Haus, sondern nur LAN-Kabel, die ich ohnehin verlegen will. Aber ich brauche zu jedem Fernseher einen Decoder. Und frisst das dann meine ganze Bandbreite auf? Gibt es da Grenzen? Kann mir das mal einer so erklären, dass ich es verstehe? Wie finde ich raus, ob das überhaupt geht, ob also die Bandbreite, die die Telekom anliefert bei uns, reicht für das, was ich in der Praxis will? Und wie werden die realen Kosten sein?
Irgendwer eine Idee? Oder eine Meinung?

14.8.09

Aufregende Zeiten

Wieder einmal liege ich wach und überlege, warum wir so sind, wie wir sind. Ob es uns nicht gelingen kann, einmal ein ruhiges Jahr zu haben, wenigstens mal ein ruhiges halbes Jahr? Oder ob es nun einmal so ist, wenn wir nicht nur viele sind, sondern auch lebhaft, wach, voller Pläne und Ideen.

Und so stehen wieder einmal große Veränderungen an, die wichtigste sicher, dass wir in ein paar Wochen nun wirklich beginnen werden, hier unser neues, eigenes Haus zu bauen:


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Warum wir dann gleichzeitig auch alle anderen Punkte unseres Lebens (jetzt bis auf unser gemeinsames Leben, das steht ja glücklicherweise schon mal gar nicht und grundsätzlich nicht und freudig nicht zur Disposition) überdenken, planen, durchrütteln - das weiß ich auch nicht. Vielleicht, weil es Zeit ist. Vielleicht, weil uns das gefällt. Vielleicht, weil wir nicht anders können und nach einiger Zeit immer unruhig werden.

Andererseits kann es mich nicht schocken, wenn alles in Fluß gerät, denn es ist ja nie alles. Dass es diese wunderbare und beglückende, immer noch nach über 16 Jahren jeden Tag richtige Konstante gibt, diese Stabilität in dem, was wirklich wichtig ist, das Vertrauen und das Wissen, gemeinsam zu gehen, egal was kommt und wohin der Weg führt - dass es dies gibt, macht es leicht und macht mich wirklich, wirklich glücklich.

Und dankbar.

29.1.08

Brutale Betonarchitektur, wundervoll

Ich glaube, ich hab schon häufiger gesagt, dass ich den Flughafen Bonn gerne mag. Zumindest den alten Teil (und bis sie dieses superalberne neue Pictogramsystem eingeführt hatten). Wahrscheinlich gehöre ich zu den ein oder zwei Leuten in meiner Generation, denen das so geht.

Flughafen Köln I

Aber ich bin nun mal ein Freund dieser wunderbaren Betonarchitektur, für die ich irgendwann einmal die Stilbezeichnung Brutalism gelesen habe (keine Ahnung, ob das eine korrekte Bezeichnung ist). Schon das Detail da oben, die Waben in der Deckenkontruktion, haben es mir immer wieder angetan. Heute war ich erstmals in der Lufthansa-Lounge:

Flughafen Köln III

Sie liegt recht weit oben unter dem Dach, mit mehreren (Beton-) Treppen auf die höhere Ebene. Der nackte Beton rückt einem richtig nahe, die Glaselemente in den Waben im Dach geben ein diffuses Licht. Und die Säulen persiflieren die Funktion eines Flughafens, indem sie noch mehr fast als die Deckenkontruktion die sakralbauten der Gotik ironisch zitieren:

Flughafen Köln II

Für mich ein Kunstwerk unter den quasi öffentlichen Bauten der Nachkriegszeit. Da bin ich immer wieder gerne. Und weil die anderen Airlines vom gräßlichen, gesichts- und geschichtslosen Neubauterminal fliegen, fast ein Grund, Germanwings oder Lufthansa zu wählen, finde ich...

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