19.9.05

Was denken die denn?

Manchmal glaube ich ja fast, manche von den jungen Akademikern leben auf dem Mond. Eben fragt mich jemand, ob ich einen Tipp geben könnte, was so in unserer Unternehmensgruppe verdient werden könnte und so weiter. Abgesehen davon, dass ich das weder kann noch will - es stellte sich raus, es geht um eine promovierte Volkswirtin, die den Berufseinstieg sucht, eine Anzeige gesehen hatte und überlegt, sich zu berwerben.

So weit fein, ist ja nun wirklich nicht trivial zurzeit einen Einstiegsjob zu bekommen. Und dann Kontakte anzuzapfen, finde ich gut. Aber ihre Idee ist offenbar, dass sie nicht unter 5000 EUR anfangen will. Und mein Gesprächspartner, der das ungefähr genauso lächerlich fand wie ich, berichtete davon, dass dieser Realitätsverlust kein Einzelfall sei, der ihm in letzter Zeit begegnet sei. Bitte?

Naja, sie wird sicher in ein bis zwei Wochen auf dem harten Boden der Realität aufschlagen...

Kommentare:

  1. Hahaha! Bitte, bitte, behalte die Dame im Auge: Ich will wissen, ob sie ihr erstes Praktikum vor Halbjahresfrist antritt - und ob sie eines mit Bezahlung erwischt.

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  2. Das ist aber auch nicht einfach. Ist man/frau zu teuer ist man raus, klar. Ist man zu preiswert, dann werden Personaler misstrauisch. Traut die sich nicht genug zu, sucht die nur ein Sprungbrett und will egal wo unterkommen, stimmt da was im Zeugnis nicht, ist die verzweifelt?

    Und ein Praktikum erweckt auch Mißtrauen, naja, nicht eines aber mehrere. Denn dann fragt man sich, warum jemand, der doch glaubt so gut zu sein, keinen richtigen Job findet?

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  3. Ja, Marc, einerseits - aber die Vorstellungen sind schon lustig. Mal ehrlich: Als Eintiegsgehalt in den Journalimus (ohne Erfahrung!) wäre schon die Hälfte ihrer Vorstellung eher viel als wenig.

    Ich bin der letzte, der das Praktikumsunwesen gut findet, das zurzeit herrscht. Aber ich kenne kaum promovierte Menschen mit zig Jahren Berufserfahrung, die 5000 verdienen...

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  4. Ok, ich habe mich von Volkswirtin blenden lassen und nicht an eine journalistische Tätigkeit gedacht. Als "freier Journalist" mit Promotion hatte ich bei einem KMU 2000 Euro bekommen.

    Wobei das mit der Promotion schon blöde ist. Für die einen Jobs ist man fehlspezialisiert und für die anderen überqualifiziert. Oder wird für einen gehalten, der den Job "nur" als Sprungbrett nutzen will.

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  5. Anonym16.9.06

    Hat es euch Spaß gemacht für lau zu arbeiten und anderen den Arbeitsmarkt zu versauen?

    Oder hattet ihr es nicht nötig, per Gnade der frühen Geburt, Vitamin B, oder was immer?

    Jedenfalls ist Häme wyrklich nycht angebracht...

    Aloha

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