Während meines Studiums hatte die große Freude, zweimal an Sommerakademien der Studienstiftung teilzunehmen. Von beiden Themen und dem Arbeiten mit absoluten Top-Leuten profitiere ich noch heute, was sicher auch daran liegt, dass es jeweils ein Thema war, das sich zwanzig Studierende aller möglichen Fachrichtungen für die Ferien selbst ausgesucht hatten. Bei mir war es einmal meine allererste Beschäftigung mit Wirtschaftsethik. Und ein anderes Mal ging es um Visionen für Städte, Architektur und so weiter. Beim Leiter der damals aktuellen IBA und bei einem der tollsten Architekturhistoriker überhaupt. Neben meiner sehr kontroversen Liebe für Architektur und Städtebau der 50er habe ich von ihm vor allem gelernt, warum so irre viele Architekten (ich glaube, da gab es quasi keine Frauen in der Gruppe Speer, oder) Faschismus großartig fanden und finden.
Und das ist ja auch logisch und der gleiche Grund, wieso so viele Milliardäre und Großunternehmen dieses Jahr innerhalb von weniger als sechs Monaten vollständig auf Faschismus gesetzt haben. Warum so viele von ihnen finden, dass Faschismus toll sei.
