16.10.06

Lebensanker

Ich bin oft froh, dass ich einen Lebensanker habe. Vor allem, dass ich ihn schon so lange habe. Menschen, die ich jederzeit anrufen kann, die mir zuhören, die für mich da sind, die mir Trost geben.

Wenn auf einmal die Tragödie, die Katastrophe in den ganz normalen und ganz normal wahnsinnigen Alltag einbricht, wenn alles entgleitet, dann bin ich dankbar für diesen Anker.

Es ist nicht nur eine Frage des Alters, dass ich noch halbwegs klar denken kann, wenn sich alles um mich herum auflöst. Nicht nur, dass ich es nicht das erste Mal erlebe, wie die Wirklichkeit brutal und unangekündigt alles aus der Bahn wirft und die Sonne nur noch durch Zufall scheint.

Sondern es hat auch damit zu tun, dass ich Trost finde. Dass mir wirklich ein erstes stilles Gebet und ein erstes leises Gespräch mit meinem Gott hilft. Dass ein erstes Gespräch mit meiner Liebsten, meinem Lebensanker, mir durchhalten hilft. Dass ich nicht orientierungslos durch das Leben schwimme.

Alles, was ich versuchen kann, ist, für andere auch so ein Anker zu werden und da zu sein. Und irgendwann die Tränen zuzulassen...

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