20.1.05

Bzzzz

Ich bin, wie jeder weiß, der mich etwas kennt, ein Verkäufer aus Leidenschaft. Eben weil ich wirklich gerne verkaufe. Und weil Verkaufen nicht nur das ist, was ich kann, sondern auch das, was sich durch meinen gesamten Lebenslauf zieht.

Umso mehr ärgert es mich, wenn nicht ehrliches Verkaufen passiert, sondern ein Kampf gegen mögliche Kunden geführt wird, wie es viele klassische Ansätze im Marketing tun, die ja auch nicht umsonst sich der militärischen Sprache bedienen. Die Galle kommt mir auch hoch, wenn die an sich grandiose Idee des viralen Marketing - also die Idee, dass nichts so sinnvoll und effektiv ist, wie wenn Menschen über mein Produkt reden und es sich gegenseitig empfehlen, jetzt mal sehr holzschnittartig und verkürzt - kaputt gemacht wird durch verdeckte Aktionen. Markus Breuer beschreibt es (wieder einmal) ausführlich und kompetent - auch, was das Problem damit ist.

Was ich nicht verstehe: Wieso es immer noch Menschen gibt, die glauben, mit so einem Konzept heute noch wirklich durch zu kommen. Klar - die Faszination in Zeiten der Massenindividualisierung für Ansätze, in denen Menschen (ohne zu sagen, dass sie dazu beautragt sind) ihren Freunden Produkte empfehlen, kann ich verstehen. Aber einmal mehr nachdenken und einmal so etwas mit der eigenen Haltung zu vergleichen, das kann schon helfen. Und wer so was dann nicht aus Gedankenlosigkeit gut findet, sondern ernsthaft der Meinung ist, mit verdeckten Operationen und Lügen sinnvoll agieren zu sollen, kann mir mal den Buckel runter rutschen...

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