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    "der Haltungsturner"
    (Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach)
    arbeitet bei Achtung Kommunikation.
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    25.2.10

    Elternfortbildung, erster Aufschlag 

    Gegen die politischen Zensur- und vermeintlichen Jugendschutzbegehren gegen das Internetz gibt es meiner Meinung nach nur ein Mittel (also neben der politischen Arbeit): Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung. Das war einer der Gründe, warum ich im Januar die Facebook-Gruppe und Initiative digital dads gegründet hatte. Nun habe ich die erste Elternfortbildung durchgeführt - an Primus' Schule bei uns draußen. Hier die Präsentation, mit der ich durch den Abend geführt habe:



    Mein erstes Fazit:

    Es war super spannend, mit anderen Eltern, die ganz überwiegend sehr anders mit dem Internet leben und umgehen als ich, über diese Fragen zu sprechen. Ich hatte mehr Protest dagegen erwartet, dass ich die Botschaft hatte, sich das einmal vorurteilsfrei anzusehen - und dass ich der Meinung bin, dass für unsere Kinder auch sehr vieles sehr viel besser wird durch die Art, wie sie das Internet nutzen. Dieser Protest ist vollständig ausgeblieben, sondern die über 150 Eltern waren ernsthaft interessiert und bereit, sich darauf einzulassen. Vielleicht sind nur bestimmte Eltern bereit, zu so einer Fortbildung zu kommen - aber die, die da waren, teilten meine Einschätzung, dass es nicht darum geht, die Kinder beispielsweise an SchuelerVZ oder Facebook zu hindern, sondern eher, ihnen Hilfestellung zu geben, wie sie es sinnvoll und gefahrloser nutzen können.

    Über zwei Punkte war ich überrascht, die ich etwas anders eingeschätzt hätte: Nur drei oder vier der Eltern, die dort waren, haben ein eigenes Facebook-Profil (oder es zumindest zugegeben). Aber bestimmt zwei Drittel haben in ihren Wohnungen oder Häusern WLAN.

    Mir hat es Spaß gemacht und es hat mich gefreut, dass ich auch positive Rückmeldung bekam von vielen Eltern, die dabei waren. Es war mit Sicherheit nicht das letzte Mal, dass ich diesen Vortrag und diese Diskussion geführt habe (und ich komme auch gerne woanders vorbei, Kontaktdaten sollten zu finden sein).

    Hier findet ihr übrigens die Facebookgruppe digital dads....

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    24.2.10

    Es geht nun mal nicht anders - zu Käßmanns Rücktritt 

    Dass Margot Käßmann von ihren Ämtern zurück tritt und nun nur noch normale Pastorin sein wird, ist richtig und notwendig. Ich persönlich habe schon bei ihrer Trennung von ihrem Mann gesagt, dass sie als Bischöfin hätte zurück treten sollen, aber damit war ich recht allein. Den Anlass damals fand ich sehr viel dramatischer als jetzt die Wein-Fahrt.

    Aber es sagt einiges über den Zustand unserer Gesellschaft und unserer Medien, dass eine alkoholisierte Fahrt mehr Erregungspotenzial hat als eine Trennung, die an sich nach allen internen Regeln der Kirche das dramatischere und einschneidendere Ereignis gewesen ist.

    Ich mochte sie dennoch. Und weder meine Meinung damals noch jetzt ändern etwas an meiner Wertschätzung für sie, die aus den persönlichen Begegnungen kommt.

    Später mehr dazu, jetzt muss ich ins Flugzeug.

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    der Haltungsturner

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    18.2.10

    Sieben Jahre 

    Fast hätte ich es vergessen, dabei ist doch heute auch der Todestag Martin Luthers und der Geburtstag eines Freundes: Heute vor sieben Jahren habe ich die ersten unbeholfenen Sätze in dieses Blog geschrieben, damals auch schon bei blogger.com, damals auch schon unter dem Titel Haltungsturnen, aber noch anonym, um erstmal zu üben.

    Einige Monate vorher hatte ich zum ersten Mal ausführlicher von Blogs gehört und mich nach einem (kostenlosen) Service dafür umgeschaut, den ich als DAU bedienen könnte. Antville hat keine Leute mehr aufgenommen damals, blogger.de kam erst kurz später, blogg,de ebenfalls - und so bin ich beim "Urservice" Blogger.com gelandet, ich weiß gar nicht, ob der damals schon zu Google gehörte oder erst kurz danach gekauft wurde (was irgendwie fast allen Dingens passierte, die ich nach und nach ausprobierte). Flickr hatte ich schon genutzt, aber auch nicht lange.

    18. Februar 2003 - das ist verdammt lange her. Und es war eine schwierige Zeit für mich, persönlich (meine Mutter kam ins Heim) und beruflich (ich wollte innerhalb der Firma was anderes machen), da passte das Blog irgendwie rein, beides scheint auch immer noch durch bei den allerersten Posts (die einzigen Posts, die vor dem 18.2.2003 liegen im Archiv, kamen später dazu als Impressum und Übermichseite).

    Über sieben Jahre hat mich dieses Blog begleitet. Irgendwann, als ich verstanden hatte, wie das geht, habe ich es mit meiner haltungsturnen.de-Domain verknüpft. Aber ich bin nie umgezogen oder auf einen eigenen Server gewechselt oder so (und das, obwohl ich im richtigen Leben in der Zwischenzeit ja nicht nur drei Mal den Arbeitgeber gewechselt habe, sondern bald zum zweiten Mal umziehen werde), war erst nicht sicher, dass ich das könnte, dann zu faul - und inzwischen möchte ich auch nicht mehr, denn ich fühle mich irgendwie zu Hause hier.

    Haltungsturnen hab ich es damals übrigens genannt, weil ich überlegte, eine Art Wirtschafts-Ethik-Beratung aufzumachen und dafür Haltungsturnen der richtige Name gewesen wäre. Das Blog (und die URL) also sozusagen die Keimzelle dafür hätten werden können, ich hab sogar mal ein Manifest für eine Gruppe geschrieben, die "die Haltungsturner" heißen sollte.

    Alles kam anders und das ist gut so. Nur das Blog, das gibt es noch. Und wird es noch lange geben, da bin ich mir sicher. Und es ist und bleibt der Mittelpunkt meines Onlinelebens, auch wenn das inzwischen altmodisch und voll retro ist.

    Auf die nächsten sieben Jahre. Prost.

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    der Haltungsturner

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    10.2.10

    Wer das Internet für überwiegend schädlich hält, muss ein Menschenfeind sein 

    Christian Stöcker von Spiegel Online hat vorgestern einen großartigen, knackigen und allgemein verständlichen Vortrag gehalten, dessen 13 min sich jede und jeder einmal kurz antun sollte. No further comment. Full ACK.



    (via Carta, gefunden über buzz, ist es also doch zu was gut, dieses neue Googleding)

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    der Haltungsturner

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    5.2.10

    Das ist miese Verantwortungsverweigerung / Mike's Fault! 

    english summary below

    Vielleicht liege ich völlig falsch, glaube ich aber nicht nach dem, was bisher sichtbar ist. Ein minderjähriger Praktikant bei Techcrunch hat richtig Scheiße gebaut. Er schreibt darüber auch in seinem eigenen Blog. So weit so schlecht.

    Das, was Daniel gemacht hat, geht gar nicht. Egal ob er aktiv um eine Bestechung gebeten hat oder sie nur angenommen - Techrunch will Journalismus sein, also ist es nicht einfach nur "eine Linie überschritten", sondern - eben - Scheiße.

    Aber die eigentliche Scheiße haben hier andere gebaut: Mike, dass er den 17-jährigen in diesem - ja, das ist es für viele in meiner Umgebung - Leitmedium hat schreiben lassen, ohne dass es eine echte Qualitätskontrolle gab. Und diejenigen, die Daniel bestochen haben, denn wer in der Kommunikation arbeitet, weiß, dass das nicht geht. Und noch mal Mike, der sich seiner Verantwortung entzieht und wohlfeil und selbstgerecht reagiert. Ich kenne ihn nicht persönlich - aber das ist Arschlochverhalten.

    In Deutschland hatten wir gerade die Diskussion um den Umgang von PR mit Amateuren, angestoßen durch ein Geheimpapier eines Branchenverbandsorgandingens. Hier zeigt sich nun, was imho wirklich das Thema sein sollte:

    Wer dieses Kind bestochen hat, gehört gefeuert.

    Wir Profis - also PR-Leute oder Unternehmer - haben die verdammte Pflicht, die Amateure vor sich selbst zu schützen. Und das meine ich ernst. Wenn ein Amateur über mich oder eine Aktion, in der ich ihn einbinde, schreibt, ohne offenzulegen, wie wir zusammen gearbeitet haben, dann ist das mein Fehler. Punkt. Niemandes sonst. Das ist der eigentliche Skandal.

    Maybe I am wrong, but from what I see now in the Techcrunch brouhaha, not only an underage kid failed, as he says in his own blog as well, but more so did the adults around him.

    Not to be misunderstood: What Daniel did is more than bad and this is not just "crossing a line". This is something that must not happen in journalism.

    But I think some others really have failed: First of all Mike, who runs a piece of journalism that is lead media for a lot of people in my crowd, and lets a kid write in this blog without any (or at least enough) control and quality control. Bad. And the guys who bribed the kid. Anyone working in communications knows that this is not allowed and unethical. And Mike again, who skips his responsibility and writes a completely self righteous post. I don't know Mike personally - but this is the behavior of an asshole I would call it in Germany (I know in the US this might be difficult for legal reasons).

    Over here (in Germany) we had some strange discussions lately about how to behave as PR pros when working with bloggers etc. I think this case makes my point: Whoever bribed the kid has to be fired!

    We professionals are responsible for what amateurs are doing. And if an amateur does not disclose properly, it's our fault and we have to be blamed. That's it.

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    der Haltungsturner

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    4.2.10

    So macht man das 

    3.2.10

    Ich verstoße jetzt mal gegen Gassner's Law 

    Jaja, ich weiß: die größten Kritiker der Elche und so weiter. Und ja, ich weiß: Wer etwas für "typisch deutsch" erklärt, hat per se unrecht (das in etwa ist ja Gassner's Law). Trotzdem frage ich mich, warum es (1) quasi keine guten deutschen Rants gibt und (2) die Rantversuche solche Irritationen auslösen oder Menschen böse machen.

    Ob es wirklich nur daran liegt, was Sebastian Keil, der es immerhin hin und wieder mit handzahmen Rants versucht, vermutet?


    Mal ehrlich: Wenn man ein abgewogenes, zahmes Lüftchen wie das neulich von Nico Lumma über den Unsinn der ewig gleichen Diskussionen mit den ewig gleichen Diskutanten auf den ewig gleichen Klassentreffen als weit vorlehnen bezeichnet, was soll ich dann an Streitkultur erwarten?

    Mit Sicherheit gibt es auch in diesem Land und in dieser Sprache Leute, gegen die ich ranten kann und trotzdem mit ihnen befreundet bleiben. Mark Pohlmann ist so einer, mit dem es geht, das böse Streiten verbunden mit gegenseitigem Respekt und Zuneigung. Aber wenn ich ansonsten immer Angst haben müsste, nicht mehr zum Captain's Dinner eingeladen zu werden, ein zerschnittenes Tischtuch zu hinterlassen oder einen Besen zu brauchen - dann macht Ranten einfach auch nicht mehr so viel Spaß. Denn wir sind ja alle die Guten. Und lieb. Das ist echt zum gegen Gassner's Law verstoßen.

    Ja, Mimosen gibt es überall, auch in anderen Kulturen. Die haben eventuell Pech. Oder ich muss damit leben, dass sie mimotisch reagieren. Aber trotzdem würde ich mir manchmal - sagte ich ja schon öfter - ein lautes, beleidigendes, spaßiges, übertriebenes, karikierendes Ranten im Stil eines Loren Feldman wünschen. Und nicht immer nur diese Piep-piep-piep, was sind wir alle lieb Konsenskakke.

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    der Haltungsturner

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    1.2.10

    Endlich aus dem Quark 

    Manchmal war ich dicht am Verzweifeln, wenn ich sah, wie intensiv die Gegner der Schulreform in Hamburg sich organisierten, wie einfach es andererseits vor Ort in den Schulen meiner Kinder war, die Gegner der Reform zu isolieren oder zumindest argumentativ zu neutralisieren. Nur dass ich immer der einzige war, der das ausdrücken konnte, wofür ich dann von vielen, vielen anderen Eltern (übrigens auch am Gymnasium) positive Rückmeldungen und Unterstützung bekam.

    Auch in den (Online-) Gremien der Grünen war es komischerweise lange ein kleines bis unwichtiges Thema.

    Das hat sich geändert. Und mit Chancen für Alle hat sich endlich das Bündnis zusammen gefunden, das ich mir schon im Frühjahr letztes Jahr gewünscht hätte. So einen - professionellen - Film mag ich, weil er an einem kleinen Beispiel deutlich macht, warum die Schulreform so wichtig ist.



    Ich denke ja auch, dass die Gegner ihren Zenit überschritten haben. Denn mehr als die Unterstützung, die sie mit den Unterschriften hatten, kann ich nicht erkennen - und das ist weit weg von der Mehrheit. Darum bin ich auch weiter für die Verhandlungen des Senats mit den Contras: Jede Sitzung decouvriert die Gegner mehr, führt zu mehr negativer Presse der eigentlich so unterstützenden Regionalmedien, zeigt, dass es ihnen eben nicht um die Kinder und die Schule geht, sondern darum, die FDP an die Macht zu bringen.

    Drei kleine Erlebnisse von gestern dazu noch.
  • Wir waren Reiten mit unseren Freunden, er stammt aus Island, seine Schwester lebt in Belgien, er ist unverdächtig ein linker Aufständischer zu sein - und sagte fassungslos (sein Sohn steht zum Schulwechsel an im Sommer): "Das deutsche Schulsystem ist ja total antiquiert, das ist ja wie in der Kaiser- oder Nazizeit, das ist doch krank"
  • Unser früheres Au Pair, aus Südamerika, war gestern zu Besuch - und fragte fassungslos, ob es wirklich stimme, dass die Kinder mit zehn Jahren auf verschiedene Schulen sortiert würden. Das habe sie gerade gehört und es komme ihr so absurd vor, da sei ja ihr Dritte-Welt-Land weiter und besser.
  • Meine Großeltern waren - ebenfalls gestern - zum Kaffee bei uns. Und mein Opa, ganz klassisch aufrechter, rechter Sozi, gefühlt ganz unausgebeutet (was waren das für Diskussionen damals in meiner marxistischen Zeit, aber das ist eine andere Geschichte), schüttelte nur den Kopf und war sich mehr als sicher, dass die Gegner nie eine Abstimmung gewinnen könnten. "Die haben doch im Einkaufszentrum ganz gezielt so alte Knacker wie mich angesprochen mit der Frage, ob wir für gute Schulen wären." Er hat nicht unterschrieben, logo, er hat die professionellen Unterschriftensammler durchschaut. Aber war immer noch zorning darauf, wie die vorgegangen sind.
  • Ich bin auch aus inhaltlichen Gründen für die Reform und erlebe mit einem auf dem Gymnasium, einem auf der Gesamtschule und einem auf der Grundschule, wie sich Schule ändert (und wo - Gymnasium - leider noch zu wenig), wie sie sich weiter entwickelt. Und Tertius geht wieder gern zur Schule, seit er im Förderunterricht mithelfen darf, denen Sachen zu erklären, denen Lesen oder Rechnen nicht so leicht fällt.

    Hoffentlich kommt es nicht zu einem faulen Kompromiss, sondern entweder zur Reform jetzt oder zur Abstimmung, wo die Gegner mit fliegenden Fahnen untergehen werden, wenn sich die SPD durchgerungen haben wird, sich doch nicht vor den Karren von durchgedrehten Elbvorortlern spannen zu lassen. Nix gegen Elbvorortler übrigens, einige meiner besten Freunde sind welche....

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    27.1.10

    Arbeitsschuhe 

    So ändern sich Zeiten. Traditionell hätte man ja wohl Schuhe, die bei diesem Wetter angemessen sind und Halt geben und so weiter, solche groben stiefelartigen Dings also als Arbeitsschuhe bezeichnet. Und für viele sind sie es such noch.




    Aber als ich heute nach 20 Minuten Rutschpartie über vereiste Wege und Straßen zu Fuß im Kindergaren ankam, krähte Quarta, wir seien sehr gerutscht und Papa sei ein paar Mal fast hingefallen. "Weil er heute seine Arbeitsschuhe anhat", verkündete sie.





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    26.1.10

    Wie Ruuuud und Twitter meine Podcastaufnahme platzen ließen 

    Da saß ich gemütlich in meinem Gästehauszimmer in Aachen und war dabei, mit Alex eine neue Folge für den Brouhaha-Podcast aufzunehmen (endlich!), als mich dieser Tweed Twitterdings meines Freundes KP völlig aus dem Konzept brachte:
    "Ruud van Nistelrooy zum HSV? http://bit.ly/6lB3xg"
    Der Link ging dann ja auf den Blogbeitrag von Dieter Matz (übrigens bei aller Schelte für das Abendblatt: das ist ein klasse Blog), den KP wenige Minuten nach Onlinegehen vertwittert hatte. Ich musste die Aufnahme abbrechen, man kann es im Mitschnitt hören, etwa ab Minute 37, ebenso dass Alex das sehr lustig fand:
    Download MP3 (39:01, 35,7 MB)






    Die Meldung von Matz machte dann sehr schnell die Runde, vor allem auf Twitter, logo - irritierend für fast alle, die noch wach waren, war dabei, dass niemand außer Matz was dazu sagte. Offenbar, das ist meine Interpretation, schliefen die um 23.00 Uhr schon. Und die Zeitungen waren schon im Druck. So war es also eine ganze Nacht und einen halben weiteren Tag nur dieses eine Blog, das nicht vermutete, sondern bestätigte, nur die #nurderhsv Twitterer, die es ventilierten. Eine tolle Nacht.

    ...ein paar Tage vorher haben wir übrigens live gepodcastet aus den Räumen unserer Agentur, ist inzwischen auch als Konserve online - Download MP3 (1:16:36, 35,1 MB)




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    16.1.10

    Mir geht es gut 

    Das muss ich mir noch mal sagen. Ich habe eine tolle Familie (ja, trotz zweier Jungs in der Pubertät), wunderbare Großeltern, klasse Schwiegereltern, an denen ich sehr hänge. Und dass ich mit einer großartigen Frau unlösbar verheiratet bin, macht es perfekt.

    Trotzdem wirft es mich wenigstens kurz aus der Bahn, wenn etwas zerbricht. Wenn sich wieder einmal rausstellt, dass ich zu blauäugig war. Dass ich an das Gute geglaubt habe, wo es nicht (mehr) ist.

    Das ist traurig. Ich muss und werde daraus konkret auch Konsequenzen ziehen. Aber es wird, es darf auch nicht dazu führen, dass ich weniger hoffnungsvoll auf Menschen zugehe.

    Es deutete sich schon länger an, ich habe es nur nicht wahr haben wollen, denn Familie ist nun mal Familie. Aber es ist vorbei.

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    12.1.10

    Selbst in der Inszenierung authentisch 



    Niemand, der sich ein bisschen mit Kommunikation oder mit Politik beschäftigt, dürfte auf die Idee kommen, dass Bilder wie dieses Schnappschüsse aus dem "echten Leben" sind. So wie auch niemand ernsthaft geglaubt haben wird, Obama habe selbst getwittert. Trotzdem - und das bewundere ich an der Inszenierung des US-Präsidenten seit seiner Wahlkampagne - wirkt er auch in der Inszenierung authentisch und konsistent.

    Schon die Bilder mit den durchgelaufenen Schuhen aus der Wahlnacht waren großartig, aber dieses hier ist von dem, was ich bisher gesehen habe, doch der Gipfel an Emotionalität. Vor allem die Mischung aus Nähe (fist-bump) und Distanz (die Hand in der Tasche), aus Professionalität (die Mitarbeiter in gebührendem Abstand und mit Unterlagen) und Menschlichkeit (ein kurzer Moment des Innehaltens), aus unten (custodian) und oben (POTUS) - die Inszenierung ist so übertrieben, dass sie uninszeniert wirkt.

    Dies Bild schlägt unter PR-Gesichtpunkten den Plastiktruthahn von Bush Jr um Längen, oder, Frank?

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    Beim Wachsen zusehen 

    Hach, das ist schon toll, dass so ein kleiner Hund immer Begeisterungsstürme auslöst. Der größte Vorteil eines Welpen ist, dass man keine Hunde mögen muss, um ihn süß zu finden. Und so wollen immer alle mit ihm knuddeln und spielen und fragen nach ihr und so weiter.

    Dabei wächst sie soooo schnell, dass es schon fast schade ist.

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    der Haltungsturner

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    6.1.10

    Es geht voran 



    Ich hab ja lange nichts mehr zum Bau gesagt - aber es geht voran. Es gibt nur noch zwei Nadelöhre: ob am Freitag trotz Frost der Estrich aufgebracht werden kann - und ob er schnell genug trocknet, damit wir Ende Februar oder in der ersten Märzwoche das Parkett verlegen lassen können.

    Auf dem Bild übrigens das, was für uns bei diesem, immerhin unserem dritten, Bauvorhaben neu ist: Die Leitungen der Zuluft, die erwärmt in die Räume reinkommt. Und dass die Elektrik komplett vom Fußboden aus verlegt wird, finde ich auch charmant: Keine Leitungen, die man mit seiner Spaxschraube treffen könnte, wenn ich mal wieder mit dem Akkuschrauber im Haus wüten werde. :)

    Wir freuen uns jedenfalls, dass es langsam Formen annimmt....


    der Haltungsturner

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    5.1.10

    Wir sind "digital dads" 

    Mit dem einen oder anderen habe ich immer wieder drüber geredet. Die meisten Leute in meinem Umfeld mit Kindern, vor allem solchen, die schon zur Schule gehen oder sogar schon Teens sind, wie meine beiden Großen, erleben es fast täglich: Es gibt nicht nur eine Kluft zwischen Onlinern und Nonlinern - sondern ähnlich wie schon eine Generation vorher mit dem Thema Videospiele (da war doch was) koppelt sich eine Generation von Eltern und Lehrenden zunehmend von der jungen Generation ab. Das ist schlecht.

    Und weil es nicht nur mir so geht, dass ich oft der einzige im weiteren Umfeld meiner Kinder bin, der seine Kinder dabei ohne Angst aber mit einigermaßen Sachverstand begleiten kann, ihren Weg ins Web zu finden, finde ich, ist es an der Zeit, dass wir uns locker zusammen schließen und austauschen. Mir ist es heute aufgefallen, als ich eine Elternfortbildung konzipierte und plante, die am Gymnasium stattfinden wird, auf das Primus geht - und die ich als Referent bestreiten werde. Titel: "Was machen meine Kinder eigentlich da im Internet?"

    Mir geht es dabei nicht um die Konfrontation mit ängstlichen Eltern und inkompetenten Lehrenden - sondern um Aufklärung und Verstehen. Damit meine beiden jüngeren Kinder nicht mehr von ihren Lehrerinnen aufgefordert werden, für Referate doch einfach "Bilder von Google zu nehmen" (kein Witz!).

    Ich habe darum eine Facebook-Gruppe mit dem Namen "digital dads" gegründet. Vielleicht kann sie der Ort sein, an dem wir unsere Erfahrungen teilen, Ideen ventilieren, Thesen formulieren, uns gemeinsam mit Argumenten und Links versorgen. Was denkt ihr?

    Und: Ich habe einen ersten Entwurf für ein Selbstverständnis von digital dads geschrieben, den ich dort zur Diskussion stelle. Nein, kein Manifest, ich mag keine Manifeste. Aber ein paar Sätze, die versuchen, verständlich zu formulieren, was es ist, das mich und andere umtreibt:

    ____________________

    Wir sind digital dads

    Wir nutzen das Internet täglich mehrere Stunden - für die Arbeit, für Unterhaltungen und zur Unterhaltung. Wir sind digital pioneers, für die das Internet ein Lebensraum ist, in dem wir uns oft wohlfühlen - wie für unsere Kinder.

    Wir finden, dass Lehrerinnen und Lehrer und Eltern sich mit sozialen Netzwerken, Instant Messaging und Onlinespielen beschäftigen sollen. Nicht jeder muss es mögen oder können, aber kennen.

    Wir denken, dass Netzwerke und andere Onlinedingens zur Lebenswelt unserer Kinder gehören, ob frühere Generationen das gut finden oder nicht. Sich darin zu bewegen, ist eine Kulturtechnik. Sie zu lernen, Bestandteil der Medienerziehung.

    Wir sehen, dass Lehrerinnen und Lehrer viel Unsinn über das Internet verbreiten und dass viele Eltern die Augen vor dem verschließen, was ihre Kinder online tun. Beides zu ändern, wollen wir unseren Beitrag leisten.

    ____________________

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    25.12.09

    Frohe Weihnachten / Merry Christmas 



    (english summary below)

    Weihnachten ist da und wir haben es wieder einmal nicht geschafft, unseren Jahresbrief, den wir einer guten Familientradition gemäß immer um diese Zeit an die weite Verwandtschaft und ein paar alte Freunde verschicken, rechtzeitig fertig zu bekommen. Immerhin aber haben wir schließlich unser "offizielles" Weihnachts-Kinder-Foto noch hinbekommen.

    Allen euch draußen ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein bisschen Frieden in der Familie und alles Gute.

    Christmas is here and again we have not been able to send our yearly update letter in time - a nice tradition we share with our family. But we already did our "official" Christmas-children-photo.

    So we wish you a merry Christmas, hopefully some peace and quality time with your family and all the best.

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    der Haltungsturner

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    21.12.09

    Location and Gaming 

    It's not that often that I think there is something really smart coming around that will be the next big thing. But when it comes to Foursquare I said this from the first day I saw it, some months back, long before they have been active in any city I am normally in. So I signed up pretending I was in Amsterdam. Then I moved virtually to Berlin - and some weeks ago it finally came to Hamburg and other cities I visit more often.

    Just to tell you: I am convinced that Foursquare will be the next big thing. There are some more localizing services like Gowalla - that e.g. some of my German friends like better than Foursquare - but imho 4sq (as its shorturl on twitter is) is today not only the by far best but in trend setting cities by far most popular service.

    Some things about 4sq in this interview with the founder:



    Why am I convinced it will fly - and why am I as a digital communications strategist so excited about it?

    Just because it's so damn easy to use and so much fun - and because they have a smart business model that is extremely attractive for a lot of businesses: You can target and offer special offers to people that are just around the corner of your shop, restaurant or any other venue.

    You can bring people to play and compete and to become "Mayor" (visit a place more often than anyone else) of your venue, the first shops have special discounts for Mayors or battles. Just see the battle that is going on between a colleague and me on who will be mayor of our office (I will beat her, b/c she is on holiday now, ha!). Think about what will be possible next year.

    One cute example from Germany - and I have to admit: chapeau for bringing the first client to forquare to the executing agency - is right now Vodafone. Take a look at the Hamburg example, they do this in some other cities as well.

    I would not call 4sq kind of "Twitter 2.0" - but a real smart social game and business tool that uses twitter (and other realtime web services) to get some speed. As I use to say: It's not about twitter as a company or service but as a new infrastructure for social interacting. Fourquare is just the first hot example of how to use this new layer of communications for something cool, that works.

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    der Haltungsturner

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    15.12.09

    Ich hab nichts gegen Paid Content 

    Um das ganz klar zu sagen: Ich habe nichts gegen so genannten Paid Content einzuwenden, wenn er seinen Markt hat, wenn er denen, die ihn kaufen, ihr Geld wert ist und so weiter. Dass es zu verkaufende Inhalte online gibt, die funktionieren, wird niemand, der halbwegs beieinander ist, bestreiten, im Massenmarkt ist die Stiftung Warentest sicher das bekannteste Beispiel neben der Pornografie.

    Aber wenn heute die Regionalzeitung, die ich (noch) abonniert habe, ankündigt, die Inhalte, die ihr Profil ausmachen, nicht mehr frei zugänglich im Web zu haben, halte ich das für einen Fehler. Und die Begründung für entweder dumm oder eine Lüge. Ich weiß nicht, was ich schlimmer fände.

    Denn einerseits finde ich es charmant, dass Iken, der stellvertretende Chefredakteur, offensiv und auch recht offen auf das Thema zumarschiert. Aber die Argumente sind einfach irreführend (alle Zitate aus dem oben verlinkten Artikel im Abendblatt):
    Qualitätsjournalismus ist per se eben nicht kostenlos, sondern kostenintensiv. Wer Qualitätsjournalismus zum Nulltarif will, will keinen Qualitätsjournalismus.
    Ja, aber voll am Thema vorbei, Herr Iken. Setzen, sechs. Denn auch bei einer Papierzeitung zahle ich eben NICHT für den “Content” oder den Journalismus, sondern ich zahle einen Teil der Distributionskosten. Druck und Auslieferung und Zustellung kosten in der Regel mehr als mein Abo oder der Einzelverkaufspreis. Journalismus an sich ist historisch betrachtet noch nie von den Konsumenten der journalistischen Erzeugnisse bezahlt worden. Warum also sollte das im Web anders sein? Hier übernehmen schon heute die Lesenden einen großen Teil der Distributionskosten - die Kosten, die ihnen durch das Aufrufen der Seiten entstehen. OK, das ist nicht mehr viel. Aber die Kosten für die Distribution sind es nun mal auch nicht mehr.

    Ich wüsste nicht, dass die Lesenden daran schuld wären, dass es den Verlagen nicht gelungen ist, ein Refinanzierungsmodell zu entwickeln, das ähnlich profitabel wäre wie die Werbung auf bedrucktem Papier. Vielleicht, ich weiß es nicht, liegt es daran, dass der Voodoo, der bei linearen Medien und Papier noch funktioniert, nicht mehr geht, weil eben wirklich und echt gemessen werden kann, was der Versuch bewirkt, klassische Werbung im Internet zu zeigen. Aber niemand hat die Verlage gezwungen, sich einen ruinösen Preiskampf bei der Onlinevermarktung zu geben. Und niemand hat sie gezwungen, so sehr mit selbstzerstörerischen Werbeformaten zu experimentieren, dass sie sich ihren Werbemarkt und die Akzeptanz der Lesenden für Werbung vollständig zerstört haben.
    Als das Internet aufkam, war die Begeisterung für die neue Technik lange größer als der Sachverstand. Berauscht von den Möglichkeiten des weltweiten Webs vergaß man das Naheliegende, nämlich Geld zu verdienen. Ein schwerer Webfehler im Netz, der sich rächen sollte.
    Das ist ja nun mal grotesker Unsinn. Siehe oben, siehe all die Unternehmen, die mit und im Web Geld verdienen, die rund um ihre Shops journalistische Produkte bauen (DAS wäre aus meiner Sicht die eigentliche Gefahr für die Verlage gewesen, aber wahrscheinlich kennen sie diese Angebote nicht einmal, weil sie so sehr fixiert sind auf ihre bisherigen Wettbewerber im Papiermarkt).

    Niemand, den ich kenne, bestreitet, dass Journalismus Geld kostet. Niemand, der bei Verstand ist, will den Verlagen verbieten, im Internetz Geld zu verdienen. Und niemand, den ich mir vorstellen kann, wird ernsthaft in Erwägung ziehen, für die kampagnenartige Lokalberichterstattung des Hamburger Abendblattes Geld zu bezahlen.

    Was mich ärgert: Mit fadenscheinigen Argumenten, die falsch sind, einen Versuch zu begründen, ob Menschen online für etwas bezahlen wollen, was sie offline nicht bezahlen würden. Schräg, aber denkbar, warum nicht. Ich bin gespannt auf den Ausgang des Experiments. Nur eines weiß ich jetzt schon sicher: Meine Jungs, die gerade an die Kulturtechnik Zeitungslesen herangeführt werden, indem sie den Sportteil durchblättern, wird das Abendblatt so nicht gewinnen, wenn es mal so weit sein wird.

    PS:
    Andere dazu:
    Stefan Niggemeier
    Erik Hauth
    im weitesten Sinne Thomas Knüwer

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    der Haltungsturner

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    13.12.09

    RIP Perla 

    Wir haben so viele schöne Erinnerungen an unser Islandpferd Perla. Heute mussten wir sie nach einer schlimmen Verletzung einschläfern lassen. Wir vermissen sie.

    We have had a lot of wonderful moments with our Islandic horse Perla. Today we had to put her down due a serious injury. We miss her.





    der Haltungsturner

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    10.12.09

    Es bleibt der schönste Termin des Jahres 



    Zumindest im Schulalltag. Das jährliche Weihnachtskonzert. Ich bin vor allem froh, dass Primus mich mitgenommen und dran erinnert hat.

    Als ich in der Eröffnungsrede hörte, dass es nun seit 30 Jahren in der Kirche um die Ecke stattfindet, die ich übrigens wunderschön finde, musste ich erstmal rechnen - denn mein erstes Konzert da war 1980, als ich als Schüler an die Schule kam. Neun Jahre habe ich dann mitgemacht, erst im Unterstufenchor und in der Flötengruppe, beides bei Frau Madlung, die gestern auch im Publikum saß. Dann Gemischter Chor (weiterhin bei ihr) und Orchester bei Herrn Marcks, der später auch mein Tutor wurde und noch später mein Freund - und der heute noch am Pult steht und der Treiber hinter den Konzerten ist. Und ganz am Schluss kam dann noch die Big Band dazu, zu der zwei Freunde und ich den neuen Musiklehrer überredet hatten - und die nun die Spanischlehrerin meines Großen leitet.

    Es bleibt irgendwie skurril, dass die ganzen "alten" Lehrerinnen da sind, mein Mathelehrer, mein Lateinlehrer Wüstmann, den ich weiterhin verehre, auch weil er so schräg war und ist und so irrwitzig, dass er lateinische Stehgreifreden halten konnte. Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit.

    Und andererseits mein Großer und seine Freunde, die anderen Mitglieder des Elternrates, die anderen Eltern, die ich über meine Kinder kenne.

    Es mischen sich auf eine gleichzeitig irritierende und beglückende Art die Lebenswelten, die Zeiten. Vor ein paar Jahren konnte ich es darum nicht ertragen, aber inzwischen bin ich wohl alt genug, es zu genießen.

    Für mich bleibt dieses Weihnachtskonzert der schönste Schultermin des Jahres. Auch mit den schrägen Tönen, die Schülerensembles nun mal mit sich bringen.

    Es war schön.


    der Haltungsturner

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    9.12.09

    Echtzeit und Longtail 

    Gestern früh fragte Sachar Kriwoj: "Ist das Real-Time-Web eigentlich das Ende des Long Tail?" Und es entspann sich eine erst spannende, dann zunehmend unergiebige Diskussion zwischen Sachar, Björn Eichstädt und mir auf Twitter über diese Frage. Und dann war da noch der mehr oder weniger verwandte Blogbeitrag von Klaus Eck zum Thema Echtzeitweb und PR, der mich geärgert hat, bis Tapio Liller (guter Mann!) darauf richtig und erschöpfend geantwortet hat. So weit zum Kontext.

    Der größere Kontext ist, dass Google am Tag vorher einige neue Instrumente vorgestellt hat - zunächst nur für die US-Version -, die das "Echtzeitweb" (dazu gleich mehr) für den "gemeinen User" erschließbar machen, indem es besser in die normale Google-Suche integriert wird.

    Ändert sich nun alles, wie die Apologeten des Hype unterstellen (siehe Klaus' Beitrag)? Oder bedeutet es, dass aus Nischen auf einmal der Mainstream wird (wie ich Sachars Frage interpretiere)?

    Meine Meinung: Nein. Und Nein.

    Sicher - das Echtzeitweb, das in der Vulgärdiskussion meistens irgendwie mit Twitter enggeführt wird, wird durch die Integration in die großen Suchmaschinen im Prinzip für jeden sichtbar, also auch für die, die es selbst nicht nutzen. Aber was ändert das in der Praxis? Was ändert das für Menschen, die in Organisationen für die Kommunikation zuständig sind, was ändert das für die Organisation? Ich denke: Zunächst nichts. Denn zum einen sind wichtige Multiplikatoren (wie Journalisten, ja wirklich, oder reichweitenstarke Blogger oder Rednerinnen) ohnehin bereits jetzt aktiv im Echtzeitweb - und das Ignorieren dieses Phänomens ist schon mindestens ein Jahr lang fahrlässig. Und zum anderen bedeutet die Integration des Echtzeitweb in den - nennen wir es mal so - Web-Mainstream noch lange nicht, dass die volatilen Gespräche und Inhalte tatsächlich stärker wahrgenommen werden.

    Und das hängt damit zusammen, dass ich jedem widerspreche, der die Mainstreamisierung des Echtzeitweb (und ja, faktisch ist die Integration in die großen Suchmaschinen genau das, das stimme ich zu) mit einem Ende des Longtail verbindet.
    ganz kurz und etwas zu holzschnittartig, um Björn zufrieden zu stellen: Longtail meint, dass Kleinvieh auch Mist macht. Dass es jede Menge Nischen gibt, die in sich hochrelevant sind und zusammen genommen riesig. Dass Reichweite (siehe das Zeitalter der Hits und Blockbuster) abgelöst wird durch kontextuelle Relevant.
    So wie Suche, und hier insbesondere Google seit seiner Gründung 1998, der Katalysator des Websseiten-Web war und weiterhin ist (Katalysator = Beschleuniger), so ist die Integration des Echtzeitweb und des Social Web in die Suche wiederum der Katalysator des Longtail.

    An sich ist Suche bereits Longtail pur - denn obwohl das Suchen selbst Mainstream ist (fast 90% aller Onlineaktivitäten beginnen mit Suche), ist der Suchvorgang meistens Longtail, meistens sehr speziell und Nische. Und in den Nischen werden die Nischen des Echtzeitweb nun verfügbar. Ja, auch die großen Themen, aber die waren auch anders auffindbar. Das eigentlich spannende an dem, was gerade passiert, ist aber - davon bin ich überzeugt -, dass die Nischen sichtbar werden für die, die sie suchen, sich für sie interessieren. Und damit werden sie relevanter innerhalb ihrer Nischen, vielleicht auch leicht größer, aber eben noch lange nicht Mainstream.

    Das Edchtzeitweb und das Social Web gehören an dieser Stelle zusammen - wenn eben Ergebnisse meiner Suchanfragen ergänzt werden durch minutenaktuelle Diskussionen oder Statements zu diesem Thema und durch Meinungen meines Nahraums, meiner Kontakte im Social Web.

    Beides ändert nichts - aber es bildet die Realität in den Nischen, im Longtail ab.

    Und darum, ja, da stimme ich Igor Schwarzmann zu, wenn er gestern gesagt hat: "Googles Schritt ist ein game changer, weil es alles beschleunigt." Was erstmal wie ein Widerspruch klingt, wenn ich direkt vorher sage, es ändere sich nichts.

    Aber echte Game Changer sind eben oft solche, die an sich nichts ändern. Aber das ist noch mal ein anderes Thema, spätestens im Mai.

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    der Haltungsturner

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    30.11.09

    Demut und Dankbarkeit 

    Wenn nacheinander die Hälfte der Familie krank ist, wenn die Arbeit viel ist, das Haus und alles, dann fühlt es sich manchmal an wie Stress, dann ist es manchmal auch mühsam. Und dann kommt das Danken oft zu kurz. Denn bei allem Trubel darf ich, dürfen wir nicht vergessen, wie gut es uns geht.

    Dann erschrecke ich wieder, wie es dieses Jammern auf hohem Niveau geben kann, wie uns das passieren kann. Für das kranke Kind, das seit Wochen hustet und nicht zur Schule kann, ist es schrecklich, ja. Aber es hat zwei Eltern und drei Geschwister, die da sind und da bleiben.

    Im direkten Umfeld kämpft eine Frau, Mutter von zwei kleinen Kindern, Ehefrau, Schwiegertochter, mit dem Tod. So geht es seit Jahren und nun hat sie keine Chance mehr: Der gesamte Körper ist unter der Chemo- und Strahlentherapie von Krebszellen zersetzt worden, es geht nicht mehr, sie hangelt sich von Tag zu Tag und hofft für ihre Kinder auf Weihnachten, will das noch unbedingt erleben.

    Das Leid, wenn man in ihre Augen und die Augen ihrer Familie guckt, ist unbeschreiblich. Der jahrelange Kampf so grausam und am Ende so vergeblich. Die Verzweiflung der Kinder, die ihre Mutter kaum noch erkennen und Angst vor ihr haben, weil sie so anders aussieht und das Bett kaum noch verlassen kann. Die Stärke der Mannes, der das, was möglich ist, an Leben aufrecht erhält. Die himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass er sein Leben lang getrunken und geraucht hat und sie sterben muss.

    Wenn er erzählt, wie sie den Alltag oder was davon übrig ist, zu meistern versuchen, wie sie immer wieder auch einmal Kraft und Ruhe finden, und sei es für ein paar Minuten, dann beschämt mich mein Jammern, wen es zu Hause mal wieder zu wild, zu laut, zu chaotisch ist. Dann rückt das die Perspektive zurecht. Dann lehrt mich das Demut und Dankbarkeit.

    Beides kann ich nicht so gut im Alltag, weil ich unruhig bleibe und immer mehr und mehr will. Und beides ist trotzdem wichtig.

    Ich habe nach dem Schock, dass es ihr wieder und immer schlechter geht, im Gottesdienst gesessen und gebetet. Und war dankbar, ja wirklich. Und werde mich in Demut üben.

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    16.11.09

    Unser erster Besuch beim Welpen 

    Gestern haben wir unseren Hund besucht. Noch steht nicht fest, welchen wir bekommen, aber die Züchterin hat uns einen versprochen - so einen schlimmen Eindruck haben wir also nicht gemacht.



    Und heute habe ich dann mal eine Umfrage gestartet, wie das Hundebaby heißen soll. Es muss mit "K" sein, denn es ist ein K-Wurf. Und wir werden eine Hündin bekommen können dürfen. Also, bitte stimmt mit ab und sagt es weiter:


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    12.11.09

    Die Glaskugel 

    Erster!

    Ha, bevor die 2010-Vorschau-Hysterie ausbricht, durfte ich schon mal ran. Zum Einstand bei achtung haben wir ein Interview mit mir gedreht - und weil ich ein großer form-follows-function-fan bin, kam die Idee auf, das mit zwei iPhones und Bordmitteln, also iMovie und so, zu machen. Normalerweise sind die achtung-Videos ja ausgeleuchtet und mit Profifilmern, aber das ist bei diesem Thema (und mir) eher albern, oder?

    Kommt jedenfalls in den Newsletter, der wohl heute rausgeht. Hier schon mal meine Voraussagen und Tipps für die Planung von 2010 (meine persönliche Planung läuft auch schon, Umzug im März und so):

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    der Haltungsturner

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    8.11.09

    Ein ganz normaler Sonntag 

    Da ist die Lütte einmal weg und schläft auswärts - und ich muss doch früh aufstehen, denn Tertius geht schon um 9.00 Uhr zu einem Geburtstag, soll dann auch gefrühstückt haben. Und unser Paarreiten muss heute auch anders sein als sonst - ich fahre also mit dem Rad direkt vom Abgeben des Dritten zum Hof (und bin da sehr allein, die anderen schlafen wohl noch). Kaum ist meine Süße mit dem Auto dort, nehme ich es, um Secundus und seinen Freund zum Basketball zu fahren und mich in einer neuen Sportart als Bandenprolet zu versuchen (Primus muss allein zu seinem Fußballspiel, auch wenn es gegen die vorvorige Mannschaft aus Duvenstedt geht). Und ganz ehrlich: Basketball ist mir, auch wenn ich es als Schüler gerne gespielt hab, zu hoch. Allein das Mitzählen der Punkte überfordert mich schon, das gebe ich also zügig auf. Stattdessen probiere ich mal die Videofunktion des iPhone. Naja.

    video

    Dann noch Räuberessen (Bratwurst und Sauerkraut, dazu selbstgemachtes Kartoffelmus), das allerdings zum größeren Teil von meiner Süßen vorbereitet wird, wie ich zugeben muss. Noch einmal den Streit darüber schlichten, wer wann den Fernseher mit was belegen darf (erst Primus und Secundus mit der Wii, dann Tertius und Quarta mit Kika, alles klar).

    Nun noch Quarta ins Bett und die Jungs antreiben, sich fertig zu machen, während die Sauna anheizt. Ein ganz normaler Familiensonntag also.

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    4.11.09

    Richtspruch 

    Hochverehrte Versammlung!

    Kinderauflauf vorm Richten

    Nun hat der Bau sich hier erhoben,
    Nicht zu groß zwar, doch auch nicht zu klein;
    Das Werk mag seinen Meister loben,
    Ich leg den Segen noch hinein.

    Ich wünsche, dass gesegnet sei
    Der Hausherr und die Frau daneben.
    Gott möge Frieden, Lieb und Treu
    Und Glück dem ganzen Hause geben.

    Er segne ihrer Hände Fleiß
    Und erhalte den Familienkreis
    Mit einem Mädchen und drei Knaben,
    Die alle PLatz am Tische haben.
    Sie mögen alle wohlgedeihn,
    Dass sich die Eltern drüber freun.

    Auch schütze der allmächtge Gott
    Dies Haus vor Brand und Wassernot;
    Und alle, die darinnen wohnen,
    Mög er mit Krankheit stets vershconen.
    Es treffe sie kein Unglücksfall
    In Wohnung, Scheuer, Hof und Stall.

    Auch möge Gottesfurcht erblühen,
    Die Eltern stets einträchtig sein
    Und ihre Kinder gut erziehen:
    Drauf schenke ich das Glas mir ein.

    Meister Bruhn bringt den Richtspruch

    Und dass nun alles wohl gedeih',
    Dass dieser Bau ein Haus der Milde
    Und jeder schönen Tugend sei,
    Trink ich nach Brauch der Zimmergilde
    Das Glas bis auf die Neige aus.
    Der Segen Gottes ist im Haus!

    Hoch soll nunmehr der Bauherr leben
    Und seine Ehefrau daneben,
    Der Ehrenmann, der wohl durchdacht
    Zum Bau den Plan und Riss gemacht,
    Die Meister, die ihn ausgeführt
    Und denen alles Lob gebührt,

    Auch jedem, welcher immerdar
    Bei diesem Baue tätig war
    Und allen, die hier um mich steht,
    Nun an dem Bau sich satt gesehn,
    Ruf ich aus vollem Herzen jetzt
    Ein Lebehoch zu guter Letzt!

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    30.10.09

    Meine letzte Mail an die Kolleginnen 

    Ihr Lieben,

    (so habe ich die meisten Mail an alle begonnen in den letzten dreieinhalb Jahren, wenn ich nicht “liebe Kolleginnen” gesagt habe, worauf mich witzigerweise nie jemand angesprochen hat, weshalb ich es jetzt auflöse, denn ich liebe ja nicht nur Meedchenfilme, sondern bin auch umfassend in feministischer und – wie das die Generation nach mir genannt hat – Gendertheorie ausgebildet worden, wodurch ich an Stellen, an denen oft die männliche Form inkludierend gemeint ist, die weibliche eben so verwende. Und zugleich mache ich mit dieser überflüssigen Erklärung, die die meisten von euch sich ohnehin schon selbst gegeben haben, von meiner bekannten Klugscheißerart Gebrauch.)

    dies ist meine letzte @all-Mail. Und obwohl ich mich, wie ihr euch vorstellen könnt, denn sonst würde ich das ja nicht machen, sehr freue auf das, was vor mir liegt, bin ich auch ein bisschen traurig, euch alle zurück zu lassen. Denn in den gut drei Jahren bei Edelman habe ich mich fast jeden Tag wohlgefühlt. Wir haben gemeinsam so viele tolle Dinge für Kunden gemacht, noch mehr tolle Dinge für Kunden entworfen, die sie nicht machen wollten – und immer wieder auch sehr viel Spaß zusammen gehabt.

    Ich habe viel von euch gelernt. Und das sage ich ganz ohne Koketterie, denn ich war, als ich kam, ja kein “PRler” im eigentlichen Sinne.

    Dennoch ist es wirklich nur ein halbes Tschüss, denn wir sind über Facebook und Twitter (und wo immer noch zukünftig, mein Tipp: bestimmt foursquare) so eng vernetzt wie es vor einiger Zeit noch undenkbar gewesen wäre. Da ich das, was ich predige, auch lebe, werdet ihr mich über die gefühlt hundert Kanäle, die ich geöffnet habe, immer erreichen, außer an dem einen Tag in der Woche, an dem ich weitgehend offline sein werde, weiterhin, meistens. Oder so.

    Als Abschiedsgeschenk habe ich schon gestern meinen ersten echten Rant geschrieben und damit heute eine wunderbare, absurde, höllisch lustige Diskussion ausgelöst, von der alle, die sich mit Social Media beschäftigen, viel lernen können. Und die Drohungen und Beschimpfungen mit der richtigen Gelassenheit zu ertragen, ist eine der Sachen, die ich gleich im ersten halben Jahr bei Edelman gelernt habe.

    Alles Gute für euch.

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    der Haltungsturner

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    29.10.09

    Was die Welt nicht braucht 

    Ich bin nicht gut im Ranting. Denn ich bin nett. Also im Prinzip und meistens. Obwohl... naja. Egal. Deshalb weiß ich auch nicht, ob das hier wirklich ein Rant wird. Dabei würde ich so gerne ranten, wenn ich mir angucke, wofür Leute GELD bezahlen: Eine Tweet Academy (hihi)

    Bitte? Geht's noch? Oder, wie mein Freund Loren Feldman sagen würde (vielmehr: sagte angesichts einer nicht 100% aber doch prinzipisch vergleichbaren Geldschneiderei im Sommer drüben):
    What kind of fucking moron do you have to be not to understand twitter?
    Mal im Ernst: Wer braucht so was? Was soll so was? Wer kann da ernsthaft etwas lernen, was du nicht lernen könntest, wenn du einfach mal twitterst und rumfragst und liest und zuhörst und ausprobierst?

    Kinners, Twitter ist ein Tool, ein Dingens. Keine Wissenschaft. Es gibt kein richtig oder falsch, selbst wenn es immer wieder so genannte (und meistens selbst ernannte) Experten gibt, die mit irgendwelchen schwachsinnigen merkwürdigen Listen hausieren oder die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben vorgeben, die sie dann auskotzen absondern. Allein, dass sich jemand für einen Experten hält oder gar ein Buch (!) über Twitter (!!!!) schreibt, wäre schon ein Grund, den oder die niemals (in Worten: Niemals) mit irgendwas zu beauftragen. Man kann kein Experte für Twitter sein. Man kann twittern, man kann mit Twitter seine (Kommunikations-) Ziele erreichen oder auch nicht, man kann dank Twitter in Probleme kommen oder auch nicht. Aber man kann Twittern nicht lehren oder unterrichten oder konferenzen.

    Eine Tweetacademy nutzt genau einer Gruppe von Teilnehmern: denen, die von den Eintrittsgeldern etwas abbekommen. (Und ich hoffe nur, dass die Refernten wenigstens so schlau sind, richtig gute Honorare zu nehmen, das wäre der einzige Grund, nicht über sie zu lachen.)

    Ach, es ist langweilig, ich glaub, ich schreibe doch keinen Rant über so einen Kram wie ein Seminar über Twitter. Ich weise lieber auf ein Video von Loren hin, das er fünf Minuten, bevor wir zusammen essen gegangen sind, aufgenommen hat. Ihr könnt euch vorstellen, wie lustig das Essen danach war. Selbst ohne viele Guinness ;)

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    28.10.09

    Das Erdgeschoss steht 

    Ok, zurzeit ist es hier ein bisschen einseitig, aber so ein Hausbau ist ja auch ein größeres Projekt. Gestern hatte ich einen Tag frei und viel Zeit auf der Baustelle verbracht - und gleich das eine oder andere Foto davon gemacht, wie das Erdgeschoss aufgestellt und die Balkenlage angebracht wurde. Faszinierend.



    Heute wird die Verschalung gemacht, also die eigentliche Decke vom Zimmermann gebaut, das Dach ist schon geliefert worden - und morgen kommt dann das Obergeschoss, das ja noch mal ein Vollgeschoss wird, und das Dach. Freitag ist das Haus dicht, und kommende Woche feiern wir wohl Richtfest. Und dann dauert es noch laaaaaange.....

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    24.10.09

    Die Bodenplatte ist da, es geht los 

    Die Bodenplatte

    In der kommenden Woche wird das Haus aufgestellt, am Dienstag das Erdgeschoss, Donnerstag das Obergeschoss und das Dach. Und dann ist auch schon bald Richtfest.

    die hält mich!

    Lustig mal wieder: Alles gleichzeitig. Am Wochenende steht der Rohbau, kommt unser neues Au Pair und ist meine Zeit bei Edelman zu Ende.

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