Endlich mal wieder was Lesenswertes vom Don Alphonso: Ein kluger und relativ unpolemischer Versuch, Popliteratur zurückzuerobern. Ob es wirklich auf Blogs passt, sei mal dahin gestellt. Aber vielleicht hat er Recht und man sollte das Pferd nehmen und reiten, anstatt es (und sich gleich mit) zu erschlagen.
Lesenswert!
10.11.04
wahre Liebe
Völlig unromantisch und dennoch, wie ein Kommentar richtig anmerkt, herzergreifend, berichtet die wunderbare Kaltmamsell über ihre Hochzeit. Und ist damit sehr dicht an dem, was ich als wahre Liebe bezeichnen würde...
9.11.04
Ärgerlich
Warum muss die Kirche voll auf den Einheitsmeinungsbrei setzen? Da macht sie ein Schwerpunktthema über Familie und Generationen und so, und dann scheint es - zunächst zumindest - doch wieder stecken zu bleiben in dem, was scheinbar niemandem weh tut. Würde nicht EKD draufstehen, hätte die Pressemitteilung von jedem anderen sein können.
Das ist doch albern:
Die Vereinbarkeit von Kinderwunsch und Berufstätigkeit darf nicht länger das Privatproblem der betroffenen Familien sein. Lasten, die Kinder mit sich bringen, sollten auf die gesamte Gesellschaft verteilt werden. Dazu gehörten zum Beispiel die Schaffung von Möglichkeiten der Kinderbetreuung und das Angebot von Teilzeitarbeitsplätzen auch für Männer.
Wieder einmal werden Menschen wie wir, die sich bewusst (und auch aus Glaubensgründen) für viele Kinder entscheiden und dafür, dass sich Beruf und Kinder eben nicht für beide vereinbaren, als die Exoten hingestellt. Dabei machen wir damit nur gute Erfahrungen und genießen es beide. Was dort oben so verständnisvoll klingt, ist eine Missachtung von Familien mit "traditionellen" Rollen und der überlegten Entscheidung dafür. Und dazu noch lebensfremd.
Gerade aus dem Glauben heraus ist es doch möglich, nicht nur fröhlich und in Demut über die Aufgaben zu sprechen, sondern auch über die große Freude, die aus Verbindlichkeit und Verantwortung und Einschränkung erwächst. Das würde ich mir wünschen: Ein klares Votum für die Zwei-Eltern-Familie und ein Angebot, als Gemeinde und Kirche die Familien auch durch mühsame und schwere Zeiten zu tragen, damit sie nicht beim ersten leichten Wind auseinanderlaufen zu müssen meinen.
Das ist doch albern:
Wieder einmal werden Menschen wie wir, die sich bewusst (und auch aus Glaubensgründen) für viele Kinder entscheiden und dafür, dass sich Beruf und Kinder eben nicht für beide vereinbaren, als die Exoten hingestellt. Dabei machen wir damit nur gute Erfahrungen und genießen es beide. Was dort oben so verständnisvoll klingt, ist eine Missachtung von Familien mit "traditionellen" Rollen und der überlegten Entscheidung dafür. Und dazu noch lebensfremd.
Gerade aus dem Glauben heraus ist es doch möglich, nicht nur fröhlich und in Demut über die Aufgaben zu sprechen, sondern auch über die große Freude, die aus Verbindlichkeit und Verantwortung und Einschränkung erwächst. Das würde ich mir wünschen: Ein klares Votum für die Zwei-Eltern-Familie und ein Angebot, als Gemeinde und Kirche die Familien auch durch mühsame und schwere Zeiten zu tragen, damit sie nicht beim ersten leichten Wind auseinanderlaufen zu müssen meinen.
Merkwürdig
Immer noch 177 Pfund. Die letzten Male habe ich immer gleich und sofort mit zugenommen...
8.11.04
RSS und Blogs im Alltag
Ich finde es wirklich spannend, über RSS (und, mit Abstrichen, weil es einfach wiederum noch seltener vorkommt, über Blogs) zu erzählen. Selbst bei den Menschen, mit denen ich im Beruf täglich zu tun habe - und die sich oft Kommunikationsprofis nennen, was immer das sein mag -, hat vielleicht einer von fünfzig schon mal von RSS gehört. Und auch nicht viel mehr von Blogs.
Da wird nicht nur im PR-Blogger die Lanze für die Idee gebrochen, dass jede vernünftige Kommunikation Blogs und RSS wenigstens kennt und eigentlich auch nutzt - und dennoch sind es verschwindend wenige. Schön einerseits, denn damit bleibt für diejenigen von uns, die es schon auf dem Radar haben, mehr vom Kuchen. Und spannend andererseits, wenn in meinen Web-Statistiken immer mehr Leser nicht nur aus der eigenen Firma auftauchen, sondern auch aus der Branche. Scheint sich ja doch was zu bewegen...
Da wird nicht nur im PR-Blogger die Lanze für die Idee gebrochen, dass jede vernünftige Kommunikation Blogs und RSS wenigstens kennt und eigentlich auch nutzt - und dennoch sind es verschwindend wenige. Schön einerseits, denn damit bleibt für diejenigen von uns, die es schon auf dem Radar haben, mehr vom Kuchen. Und spannend andererseits, wenn in meinen Web-Statistiken immer mehr Leser nicht nur aus der eigenen Firma auftauchen, sondern auch aus der Branche. Scheint sich ja doch was zu bewegen...
5.11.04
haarscharf
Wieder einmal ist er so haarscharf am Infarkt vorbei geschrammt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich erleichtert sein soll oder entsetzt. Er hat es gespürt. Obwohl das Belastungs-EKG gut war und nichts dafür sprach. Wahrscheinlich ist er für sein Alter und seinen Gesundheitszustand einfach zu gut in Form.
Jedenfalls hat er darauf bestanden, dass sie reingucken. Und bei der Untersuchung wurde der Arzt immer stiller. Bis er schließlich abbrach, ihm ein Medikament einflößte und zur Operation schritt. Die war dann sogar relativ aufwändig - und der Druck, der nötig war, um den Kalk aus der Arterie zu blasen, ist unvorstellbar, wenn man damit nicht täglich zu tun hat. Nun, da keine unmittelbare Gefahr mehr besteht, fasziniert es mich, dass er es so deutlich spürt. So war es beim letzten Mal auch, trotz scheinbar guter Werte in den Untersuchungen. Und inzwischen hört er nicht nur auf diese Signale, sondern tritt auch sofort kürzer.
Hoffentlich wird mir das auch gelingen, wenn ich so weit bin.
Jedenfalls hat er darauf bestanden, dass sie reingucken. Und bei der Untersuchung wurde der Arzt immer stiller. Bis er schließlich abbrach, ihm ein Medikament einflößte und zur Operation schritt. Die war dann sogar relativ aufwändig - und der Druck, der nötig war, um den Kalk aus der Arterie zu blasen, ist unvorstellbar, wenn man damit nicht täglich zu tun hat. Nun, da keine unmittelbare Gefahr mehr besteht, fasziniert es mich, dass er es so deutlich spürt. So war es beim letzten Mal auch, trotz scheinbar guter Werte in den Untersuchungen. Und inzwischen hört er nicht nur auf diese Signale, sondern tritt auch sofort kürzer.
Hoffentlich wird mir das auch gelingen, wenn ich so weit bin.
3.11.04
irgendwie egal
Nicht, dass es mir wirklich egal wäre. Aber irgendwie betrifft es mich auch nicht. Die Zeit, die morgen erscheint, titelt Warum wieder er?, der Leitartikel vom klugen und nun wirklich nicht liberalismusverdächtigen Joffe ist überschrieben mit Der ungeliebte Sieger. Das einzige, was ich spannend finde, ist, dass auf einmal in der europäischen Linken die Diskussion ums alte Europa wieder aufflammt. In meiner Partei fragen die ersten an der Basis (!), ob nicht ein starkes Europa gerade bei so einem Präsidenten wichtig wäre.
Die Hysterie angesichts einer teilweise sicher grotesk anmutenden, aber doch wenigstens festen Gläubigkeit bei Bush teile ich jedenfalls nicht. In ethischen Fragen bin ich persönlich ja sogar in vielen Punkten mit ihm einig (nur nicht darin, dass das auch für alle gelten solle). Ich finde es eher schade, dass sich dieses tolle Land so an eine kleine Clique korrupter Arschlöcher ausliefert, die - anders als der liberale Teil der Finanzaristokratie - der Meinung ist, das Land sei ihr etwas schuldig.
Neben dieser bigotten Führung ist mir die andere Spielart des imperialen Verfalls, die wir in Europa außerhalb Italiens erleben weit lieber: Die Dekadenz, die ich so liebe, und die wenigstens in ihrer Lethargie großartige kulturelle Leistungen hervorzubringen in der Lage ist. Und vielleicht ist schläfrige Wertelosigkeit und Lotterheit auch die richtige Antwort auf markige Bigotterie. Unter beiden wächst ja doch im Schatten der Macht die Zivilgesellschaft heran. Noch als Projekt der Eliten, aber sicher irgendwann mit Ausstrahlung.
Die Hysterie angesichts einer teilweise sicher grotesk anmutenden, aber doch wenigstens festen Gläubigkeit bei Bush teile ich jedenfalls nicht. In ethischen Fragen bin ich persönlich ja sogar in vielen Punkten mit ihm einig (nur nicht darin, dass das auch für alle gelten solle). Ich finde es eher schade, dass sich dieses tolle Land so an eine kleine Clique korrupter Arschlöcher ausliefert, die - anders als der liberale Teil der Finanzaristokratie - der Meinung ist, das Land sei ihr etwas schuldig.
Neben dieser bigotten Führung ist mir die andere Spielart des imperialen Verfalls, die wir in Europa außerhalb Italiens erleben weit lieber: Die Dekadenz, die ich so liebe, und die wenigstens in ihrer Lethargie großartige kulturelle Leistungen hervorzubringen in der Lage ist. Und vielleicht ist schläfrige Wertelosigkeit und Lotterheit auch die richtige Antwort auf markige Bigotterie. Unter beiden wächst ja doch im Schatten der Macht die Zivilgesellschaft heran. Noch als Projekt der Eliten, aber sicher irgendwann mit Ausstrahlung.
2.11.04
Erinnerung
Es gehört zu den schönsten Erinnerungen aus meiner Kindheit: Beim Geburtstag meiner ziemlich jungen Großeltern gab es nach dem Kaffeetrinken (und nachdem meine Schwester und ich auf dem großen Spielplatz auf der anderen Straßenseite waren, der heute so runter gekommen ist, weil das Slum sich inzwischen bis vor die Haustür geschlichen hat) ein Abendbrot am runden Tisch in der Küche. Die war immer schon so groß, wie man heute wieder in Mietswohnungen welche baut, frühe 50er eben - und meine Mutter hat dort auch ihr Bett gehabt und ihren Schrank, als sie Kind und Jugendliche war (kein Wunder, dass sie so früh es ging ausgezogen ist).
Wir saßen jedenfalls um diesen Tisch, mein Opa auf einem Hocker, weil sie nicht genug Stühle hatten, und der bog sich unter so tollen Sachen wie Beefsteakhack und Schwedenhappen und Krabbensalat und fingerdick geschnittenem Emmentaler. Das Brot war dafür so dünn geschnitten, dass man durchgucken konnte. Was für eine wundervolle Umkehrung der üblichen Gewohnheiten.
Wenn wir wegfuhren, standen sie am Küchenfenster oben im dritten Stock und winkten, bis wir um die letzte Ecke waren und sie uns nicht mehr sehen konnten. Irgendwann wurde dann auf der Brache ein weiteres Mietshaus mit Sozialwohnungen gebaut (in das meine Frau und ich dann für drei (?) Jahre einzogen), so dass man das Auto nicht mehr so lange sehen konnte.
Heute können sie es nicht mehr, sagen sie, und laden in eni Restaurant ein, obwohl es ihnen da nicht mal wirklich schmeckt. Die Erinnerung aber wird immer bleiben, und ich spüre sogar so etwas wie den Geschmack und Geruch.
Wir saßen jedenfalls um diesen Tisch, mein Opa auf einem Hocker, weil sie nicht genug Stühle hatten, und der bog sich unter so tollen Sachen wie Beefsteakhack und Schwedenhappen und Krabbensalat und fingerdick geschnittenem Emmentaler. Das Brot war dafür so dünn geschnitten, dass man durchgucken konnte. Was für eine wundervolle Umkehrung der üblichen Gewohnheiten.
Wenn wir wegfuhren, standen sie am Küchenfenster oben im dritten Stock und winkten, bis wir um die letzte Ecke waren und sie uns nicht mehr sehen konnten. Irgendwann wurde dann auf der Brache ein weiteres Mietshaus mit Sozialwohnungen gebaut (in das meine Frau und ich dann für drei (?) Jahre einzogen), so dass man das Auto nicht mehr so lange sehen konnte.
Heute können sie es nicht mehr, sagen sie, und laden in eni Restaurant ein, obwohl es ihnen da nicht mal wirklich schmeckt. Die Erinnerung aber wird immer bleiben, und ich spüre sogar so etwas wie den Geschmack und Geruch.
1.11.04
Meine Beiträge in anderen Blogs
PR 2.0
Ich bin Gastgeber im Edelman-Blog PR 2.0, in dem unsere Führungsetage schreiben wird und später sicher auch der eine oder die andere von unseren Kunden.
sixtysecondview.com
11.04.2007: Gastbeitrag über die neue Welt Online
MSV 95
Im Blog zur Fußballmannschaft meines Großen, das ich führe...
Medienforum-Blog 2006
Das Blog zum 18. Medienforum NRW im Mai 2006 habe ich organisiert und gemeinsam mit Felix und Mario befüllt...
PR-Blogger
18.11.2004: Live vom Kommunikationskongress
19.11.2004: Schwankende Qulität
19.11.2004: Doch Blogs auf dem Kommunikationskongress
26.11.2004: Ausgewählte PR-Inhalte nicht nur für Blogs
10.12.2004: Können CEOs überhaupt bloggen?
14.12.2004: Jamba: PR-Krise durch Blogs? - der erste Artikel über den Jamba-Fall.
14.12.2004: Jamba II: Krisen-Handling
27.12.2004: Online-Kommunikation
11.01.2005: Mainstream - über fischerAppelts plötzliche Positionierung im Bereich Blogs.
24.01.2005: Ketchum, Blogger und die fehlende Krisenkommunikation
31.01.2005: Blog Sponsoring
18.03.2005: Über Blog-Statistiken und den nicht vorhandenen Einfluss von Blogs
21.03.2005: Thesen zu Blog-Seminaren
29.03.2005: Werbung in Blogs?
02.09.2005: Newsreader2go
02.10.2005: Preview auf das OpenBC-Blog (Auszug aus meinem Newsletter)
Wahlblog
02.06.2005: Die "Wir"-Gesellschaft? Woher denn?
03.06.2005: Wollt ihr den totalen Wulffbeust?
05.06.2005: Diesseits der Schubladen
07.06.2005: Nichtangriffspakt aus Geldnot
09.06.2005: Neuwahlen wahrscheinlicher
10.06.2005: Grüne positionieren sich zu Softwarepatenten
12.06.2005: Wen soll ich als Vater mit Familie wählen?
14.06.2005: Der Links-Konservatismus ist reaktionär
21.06.2005: Wahlprogrammentwurf der Grünen liegt vor
22.06.2005: Diskussionen an der grünen Basis
27.06.2005: Ich bin für eine höhere Mehrwertsteuer!
28.06.2005: Wo stehen die Parteien im Wertekanon?
01.07.2005: Aufstand der Neoliberalen
18.07.2005: Ironie der Gechichte
31.07.2005: www.gruene-aktion.de funktioniert
11.08.2005: Weimar und anderes Parallelgeschrei
11.08.2005: Voll unter (Öko-) Strom: das grüne "Spitzenblog"
15.08.2005: Realitäts-Check: Meine Großeltern
29.08.2005: Parteiprogramme als Podcasts
31.08.2005: Warum das mit Kirchhof und Pierer Quark ist
02.09.2005: Die Wirkungen der Neocons
07.09.2005: Was Hetze bewirkt
13.09.2005: Immer noch unsicher...
14.09.2005: Warum Kirchhof nicht Minister werden darf
18.09.2005: Keine Gewinne für Schwarzgelb
20.09.2005: Was trotz meiner kulturellen Bedenken für Jamaika spricht
01.11.2005: Endlich mal wieder Respekt vor der alten Tante
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01.11.2005: Endlich mal wieder Respekt vor der alten Tante
zurück
Es gehört dazu, wenn man zurück kehrt: Dass auf einmal hier und dort bekannte Gesichter auftauchen. Mein Problem ist dabei, dass ich mich recht gut an Gesichter erinnern kann - aber oft nicht mehr die Verknüpfung hinbekomme, woher ich die kenne und wer das sein mag.
Dabei ist es an sich ja ein uns schon aus dem letzten "Dorf" bekanntes Phänomen, dass eine ungewöhnlich große Anzahl von Menschen zum Nestbau an den Ort ihrer Jugend zurück kehren. Meine Güte hat es gedauert, bis wir damals rausbekommen hatten, wer alles mit wem verwandt ist....
Da sitzt mir beim Elternabend eine Frau gegenüber, die ich kenne. Und später stellt sich heraus, es ist die damals beste Freundin meiner ersten Großen Liebe. Wir waren sogar mal zusammen im Kino und so. Da bin ich mir sicher, die eine Mutter beim Fußball schon mal gesehen zu haben. Und tatsächlich: Ihr Vater ist ein Urgestein des Vereins und sie hier aufgewachsen. Den (neuen) Schulleiter meiner Kinder kanne ich noch aus der Rebellion gegen den konservativen Parteichef des Ortsvereins, als er der Anführer im Hintergrund war. Und am örtlichen Gymnasium ist mein alter Deutschlehrer jetzt Schulleiter.
Den einen oder die andere mag so etwas grausen. Und noch vor ein paar Jahren hatte ich auf dem Weg nach Hause immer gehofft, niemanden von früher in der U-Bahn zu treffen. Aber man wird ja doch irgendwie erwachsen...
Dabei ist es an sich ja ein uns schon aus dem letzten "Dorf" bekanntes Phänomen, dass eine ungewöhnlich große Anzahl von Menschen zum Nestbau an den Ort ihrer Jugend zurück kehren. Meine Güte hat es gedauert, bis wir damals rausbekommen hatten, wer alles mit wem verwandt ist....
Da sitzt mir beim Elternabend eine Frau gegenüber, die ich kenne. Und später stellt sich heraus, es ist die damals beste Freundin meiner ersten Großen Liebe. Wir waren sogar mal zusammen im Kino und so. Da bin ich mir sicher, die eine Mutter beim Fußball schon mal gesehen zu haben. Und tatsächlich: Ihr Vater ist ein Urgestein des Vereins und sie hier aufgewachsen. Den (neuen) Schulleiter meiner Kinder kanne ich noch aus der Rebellion gegen den konservativen Parteichef des Ortsvereins, als er der Anführer im Hintergrund war. Und am örtlichen Gymnasium ist mein alter Deutschlehrer jetzt Schulleiter.
Den einen oder die andere mag so etwas grausen. Und noch vor ein paar Jahren hatte ich auf dem Weg nach Hause immer gehofft, niemanden von früher in der U-Bahn zu treffen. Aber man wird ja doch irgendwie erwachsen...
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