18.1.04

In kalter Absicht

Das Buch von Anne Holt ist so ziemlich der grausamste Krimi, den ich bisher gelesen habe. Und die war mal Norwegens Justizministerin? Etwas mehr als die Hälfte hab ich nun - und diese Mischung aus plätschender Beiläufigkeit und unglaublichem Grauen ist - wenn man das überhaupt formulieren darf - faszinierend.

16.1.04

schön

Der Kutter ist ein nettes Blog, über das ich gerade gestolpert bin. Vor allem der Leitspruch lohnt sich:

Verdrängung ist, was uns über Wasser hält

13.1.04

endlich eine Lizenz

Danach habe ich lange gesucht: Endlich hab ich eine Lizenz gefunden, die mir gefällt. Die Creative Commons License, unter der also nun dieses Notizbuch veröffentlicht ist.

Musste doch eine geben, die der GPL für Software ähnelt. Meine These ist ja schon lange, dass auch andere geistige Ergüsse nach dem Open Source-Prinzip handhabbar sein müssen.

12.1.04

besser und vernünftiger

Ich werde es lassen und nicht für die Bürgerschaft kandidieren. Ist besser und vernünftiger so. Es ginge einfach nicht mit Job und Familie und Hausbau und Bücherschreiben und Projekten und Freunden.

Wahrscheinlich ist Politik wirklich nix für normale Menschen (oh Gott, früher hätte ich jeden gehauen, der mich normal nennt...).

Dafür geht das RSS-Projekt voran und wird bestimmt ziemlich pfiffig. Langsam sehe ich auch selbst Land im RSS-Ozean. Es ist die kommende Kommunikations-Technologie. Gute Hinweise bei lockergnome. Auch der ältere Artikel bei Telepolis lohnt sich noch.

Ansonsten:
Das Haltungsturnen-Kapitel ist fast fertiggeschrieben.
Und wenn die Handwerker uns nicht weiter verarschen, wird auch das Haus irgendwann was.
Darauf freue ich mich soooooo.

9.1.04

6.1.04

Ich ärgere mich wirklich

Da bin (oder soll ich besser sagen: war?) ich wirklich motiviert, und dann sowas...

Schreibe ich einem Abgeordneten, wie denn so der Aufwand für ein Mandat in der Bürgerschaft wäre, immerhin ist es ein "Feierabendparlament". Und seine Antwort ist so:

Vielleicht erst einmal die Pflicht Termine als Abgeordneter.
1 x die Woche jeden Montag von 17 bis mindestens 19 Uhr ist Fraktionssitzung. Vorbereitung darauf mindestens 1 Std. erforderlich.
1 x im Monat eine einfache Bürgerschaftssitzung Mittwoch 15 Uhr bis open end. 1 x im Monat eine Doppelbürgerschaftssitzung Mittwoch ab 15 Uhr und Donnerstag ab 15 Uhr. Vorbereitungen für Bürgerschaftssitzungen ca 3-4 Std. notwendig. (je nach Ressort).
1-2 mal im Monat Ausschusssitzungen von 17 Uhr bis ca. 20 Uhr.
Tägliches Pressestudium von ca 1. Std ist notwendig.
Darüber hinaus braucht man Zeit für Pressegespräche, Networking, Erarbeitung von Initiaiven, Anträgen und parlamentarischen Anfragen.
Grundsätzlich gilt, auch wenn die Bürgerschaft offiziell nur ein Teilzeitparlament ist, ist das Arbeitspensum nicht signifikant weniger als bei einem Vollzeitparlament, nur die Zuarbeit ist wesentlich spärlicher geregelt: Es stehen einem 20 Std. an Zuarbeit von einem wissenschaftlichen Referenten zu. Vom Teilzeitparlamentariergehalt kann man keine weitere Zuarbeit finanzieren. (Nur 333 EUR Kostenpauschale und rd. 2.000 EUR Vergütung).


Ich mein, da wundert es doch keinen mehr, warum die Qualität der Politik in Hamburg so ist, wie sie ist. Wer soll sich das denn leisten können - außer er wird bei vollen Bezügen weitgehend freigestellt.

Soll ich also aufgeben?

5.1.04

endloses Theater

Warum eigentlich kann er nicht mal Glück haben? Da fing es ja nun schon echt doof an. Dann ging es zunächst beinahe beruhigend los, wurde immer absurder - und nun platzt mir langsam der Kragen: Kaum einen Tag ist die Lehrerin pünktlich, weder nach der Pause noch am Ende des Unterrichts, Methoden und Materialien, die schon zu meiner Schulzeit out waren, Gewalt und Disziplinprobleme.

Dann der neue Stundenplan - mit einem Tag ausschließlich Mathe - und dafür vier Tage lang gar keinem Mathe. Sind die da irgendwie bekloppt? Also wirklich...

langsam

geht es eigentlich ja gar nicht, wenn man Kinder hat.
Aber immerhin helfen ein paar Tage auf dem Land, um abzuschalten. Und den Verrückten aus dem Weg zu gehen, die bei uns Silvester zur Hölle machen.

2.1.04

gute Vorsätze

Ich bin sonst ja eher kein Nitzsche-Fan. Das hier aber ist doch nett:

Pessimisten-Arznei.

Du klagst, dass Nichts dir schmackhaft sei?
Noch immer, Freund, die alten Mucken?
Ich hör dich lästern, lärmen, spucken -
Geduld und Herz bricht mir dabei.

Folg mir, mein Freund! Entschliess dich frei,
Ein fettes Krötchen zu verschlucken,
Geschwind und ohne hinzugucken! -
Das hilft dir von der Dyspepsei!

Friedrich Nietzsche

1.1.04

Blogs, die ich gerne lese

Vorspeisenplatte, spitzfindige Beobachtungen der Kaltmamsell. Der Start in jeden Blog-Tag.
Letters from Rungholt von Lila: Familienleben in Israel - hat mich nicht nur weiter gebracht und mir viele neue Einsichten beschert, sondern ist auch spannend.
Lummaland, weil ich ihn und sein Blog mag.
dog food, viele gute Fundstellen von Kai Pahl.
Kritische Masse, ein inspirierenes Kultur-Blog von Martin Hufner
Behindertenparkplatz, das Blog einer Kollegin aus der dpa-Gruppe.
Artikel 20, das politische der beiden Blogs von Björn Ognibeni, das ich noch lieber lese als sein wichtiges Site-9.
Klaus Ecks PR-Blogger, der im Mittelpunkt eines weiteren Paralleluniversums steht.
Wundervolles Leben - von der wunderbaren Ober-Uschi Meike Rensch-Bergner
The Daily Scoop, was ich für das beste Businessblog halte, das ich kenne.
Irgendwas ist ja immer, meint der Sprachkünstler Dahlmann
Jamie Oliver, der durchgedrehte Koch
Generation neXt, wo Thomas Gigold immer wieder Dinge rund um RSS und Blogs ausgräbt
no SEX in the CITY, auch wenn Claudia Sanders nicht gerne hört, dass ich das als Literatur bezeichne
text on things, die Pflichtlektüre für Zwangsleser.
Zeitwissen:log, was ähnlich absurd ist.
Doc Buelle, was weiß ich denn
Nothing, ein Gemeinschaftsblog von alten Säcken wir wir über den Ekel vor dem Älterwerden.
Rebellmarkt, ja: trotz allem.Vielleicht auch, weil wir zwar selten sehr übereinstimmen, aber politisch ähnlich denken und beide etwas latent Abseitiges studiert haben?

.... und noch viel mehr, je nach Laune.