... blicken dafür die Österreicher auf uns Deutsche. Und endlich wird klar, warum alles so ist, wie es ist. Und warum sie uns lieben.
via diestimmeausdemhintergrund
25.6.04
24.6.04
Ach ja
Es ist eine wirklich gute Idee von der Zeit, den Politikteil durchgängig mit Fußball zu bebildern: Merkel, Rau, Clinton jeweils mit Bällen oder Trikots. Lustig - und angesichts der Tatsache, dass sie ausgerechnet heute erscheint, auch nicht frei von Ironie...
Mein Großer, achteinhalb, hat sich unglaublich aufgeregt und Schneider und den Schiedsrichter beschimpft. Das war schon fast unheimlich, aber Fußball ist nun mal sein Leben. Sehr spannend, ihn zu erleben, wie er mit seiner besten Freundin, neuneinhalb, auf dem Sessel saß und ihr das Spiel erklärt hat und was da gerade schief läuft. Er war so frustriert am Ende, dass er ganz außer sich war. Und sehr, sehr böse auf mich, weil ich mich für die Tschechen gefreut habe - wo doch klar ist, dass die im Finaledie Engländer wegputzen werden. Update 25.6.: die Schweden verhauen werden. Hrmpf. Update 27.6. OK, ich werde mich zu diesem Thema nun weiterer Hinweise enthalten. Wird irgendwie doch nix. Also außer dass Tschechien Europameister wird, aber das habe ich ja schon vorher gesagt. Ja, ja.
Mein Großer, achteinhalb, hat sich unglaublich aufgeregt und Schneider und den Schiedsrichter beschimpft. Das war schon fast unheimlich, aber Fußball ist nun mal sein Leben. Sehr spannend, ihn zu erleben, wie er mit seiner besten Freundin, neuneinhalb, auf dem Sessel saß und ihr das Spiel erklärt hat und was da gerade schief läuft. Er war so frustriert am Ende, dass er ganz außer sich war. Und sehr, sehr böse auf mich, weil ich mich für die Tschechen gefreut habe - wo doch klar ist, dass die im Finale
23.6.04
Alpenländer
Wo wir schon bei den Alpenländern sind: Die Österreicher liebe ich ja sehr. Nicht nur ihrer Kultur wegen und ihrer Lässigkeit (jedenfalls bei denen, die ich kenne), oder weil so viele meiner Lieblingsbücher in Wien spielen. Auch Comedy hört sich anders an, wenn sie auf diese spezielle Art gemacht ist. Durch Zufall hörte ich heute vom Ö3 Mikromann. Die Frage, wie denn das Spiel Holland gegen die Niederlande ausgehen wird, ist ja an sich schon wunderbar. Aber dabei nebenbei zu lernen, dass Amsterdam in Hamburg liegt und das wiederum in Deutschland, weshalb die da also - messerscharf geschlossen - hochdeutsch sprechen: Himmlisch. Als mp3 ist es knapp 600k groß und liegt hier.
22.6.04
Schweiz
Was ich besonders faszinierend in der Schweiz finde, ist, daß ich zwar niemanden verstehe, mich aber jeder. Das ist ein ganz eigenartiges Gefühl. In Ländern mit slawischer Sprache ist es beidseitig. In Skandinavien verstehe ich ein bisschen was, mich aber keiner. Und ähnlich ist es in vielen Ländern, in denen ich mit meinen profunden Ex-Latein-Kenntnissen weiter komme.
Nur hier in der Schweiz ist es so komisch. Ich fühle mich nicht verloren, weil ich jedes Schild lesen kann und die Menschen mit mir Hochdeutsch sprechen, wenn ich sie was frage. Aber zuerst rauscht alles an mir vorbei. Sehr lustig war auch das Fußballgucken gestern abend: Das Spiel ging, da sprach der Kommentator hochdeutsch. Aber wenn dann die so genannten Experten kommen... Der Beckenbauer Franz ist ja schon schwer genug zu verstehen, oder?
heute noch in Zürich
Nur hier in der Schweiz ist es so komisch. Ich fühle mich nicht verloren, weil ich jedes Schild lesen kann und die Menschen mit mir Hochdeutsch sprechen, wenn ich sie was frage. Aber zuerst rauscht alles an mir vorbei. Sehr lustig war auch das Fußballgucken gestern abend: Das Spiel ging, da sprach der Kommentator hochdeutsch. Aber wenn dann die so genannten Experten kommen... Der Beckenbauer Franz ist ja schon schwer genug zu verstehen, oder?
heute noch in Zürich
20.6.04
zuletzt
Langsam geht es los damit, dass sich die Dinge häufen, die ein letztes Mal passieren. Das letzte Turnier in dieser Mannschaft, der letzte Schultag in dieser Schule, der letzte Gottesdienst in dieser Kirche, das letzte Mal auf dieser Terrasse saufen und grillen.
Auch wenn es noch fast sechs Wochen dauert: Manchmal passiert es jetzt schon...
Auch wenn es noch fast sechs Wochen dauert: Manchmal passiert es jetzt schon...
18.6.04
De profundis
Heute erst die Lyrikmail von Dienstag gelesen. Und wieder einmal gedacht, dass Trakl wunderbar ist, voller Leben und Depression. Mein Lieblingsdichter des Expresionismus und sehr dicht am Starkdeutsch. Es passt in die Stimmung, die ich auch in dem Buch von Ekman so liebe, das ich gerade lese. (Schade, dass es sich so sehr dem Ende zuneigt. Ist immer wieder eine große Traurigkeit. Vielleicht passt deshalb Trakl gerade?)
De profundis
Es ist ein Stoppelfeld, in das ein schwarzer Regen fällt.
Es ist ein brauner Baum, der einsam dasteht.
Es ist ein Zischelwind, der leere Hütten umkreist.
Wie traurig dieser Abend.
Am Weiler vorbei
Sammelt die sanfte Waise noch spärliche Ähren ein.
Ihre Augen weiden rund und goldig in der Dämmerung
Und ihr Schoß harrt des himmlischen Bräutigams.
Bei der Heimkehr
Fanden die Hirten den süßen Leib
Verwest im Dornenbusch.
Ein Schatten bin ich ferne finsteren Dörfern.
Gottes Schweigen
Trank ich aus dem Brunnen des Hains.
Auf meine Stirne tritt kaltes Metall
Spinnen suchen mein Herz.
Es ist ein Licht, das in meinem Mund erlöscht.
Nachts fand ich mich auf einer Heide,
Starrend von Unrat und Staub der Sterne.
Im Haselgebüsch
Klangen wieder kristallne Engel.
Georg Trakl
(1887-1914)
via Lyrikmail
De profundis
Es ist ein Stoppelfeld, in das ein schwarzer Regen fällt.
Es ist ein brauner Baum, der einsam dasteht.
Es ist ein Zischelwind, der leere Hütten umkreist.
Wie traurig dieser Abend.
Am Weiler vorbei
Sammelt die sanfte Waise noch spärliche Ähren ein.
Ihre Augen weiden rund und goldig in der Dämmerung
Und ihr Schoß harrt des himmlischen Bräutigams.
Bei der Heimkehr
Fanden die Hirten den süßen Leib
Verwest im Dornenbusch.
Ein Schatten bin ich ferne finsteren Dörfern.
Gottes Schweigen
Trank ich aus dem Brunnen des Hains.
Auf meine Stirne tritt kaltes Metall
Spinnen suchen mein Herz.
Es ist ein Licht, das in meinem Mund erlöscht.
Nachts fand ich mich auf einer Heide,
Starrend von Unrat und Staub der Sterne.
Im Haselgebüsch
Klangen wieder kristallne Engel.
Georg Trakl
(1887-1914)
via Lyrikmail
17.6.04
Puh!
Es war ein hartes Stück Arbeit. Die Moderation war so anstrengend wie noch nie - vor allem, alles halbwegs zusammen zu halten. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben. Jaja.
16.6.04
Provinz
Ich bin jedesmal wieder psotiv überrascht, wenn ich in der Provinz unterwegs bin mit meinen Vorträgen: Die Menschen, die sich angemeldet haben, kommen! Das kennt man aus Hamburg, München oder Berlin gar nicht mehr. Und wenn sie nicht kommen, dann sagen sie ab. Sie fragen höflich, ob sie sich von den Getränken, die sauber auf dem Tisch aufgereiht sind, eines nehmen dürfen. Und sie lesen sich die Broschüren durch, die wir hingelegt haben.
Und nur um Missverständnisse zu vermeiden: Das meine ich Ernst. Irgendwie bin ich gerne unterwegs in Städten, die ich noch nicht kannte. Die Hotels sind für den gleichen Preis bedeutend besser und nicht solche Standard-Bettenburgen (ok, das habe ich auch schon anders erlebt, ganz voller grässlicher Vertriebsklone). Gleich geht es weiter nach München. Da bin ich trotz allem auch gerne.
heute in Bayreuth
Und nur um Missverständnisse zu vermeiden: Das meine ich Ernst. Irgendwie bin ich gerne unterwegs in Städten, die ich noch nicht kannte. Die Hotels sind für den gleichen Preis bedeutend besser und nicht solche Standard-Bettenburgen (ok, das habe ich auch schon anders erlebt, ganz voller grässlicher Vertriebsklone). Gleich geht es weiter nach München. Da bin ich trotz allem auch gerne.
heute in Bayreuth
11.6.04
Pubertär
Ja, die Art der Diskussion ist latent pubertär, da hat Thomas Gigold Recht, finde ich. Wobei ich die Position von Moe zu Wahlen eigentlich für noch pubertärer halte. Naja, muss jeder wissen, ob er ein Meckerbolzen sein will oder, wenn ihm alles so stinkt, lieber mal was tun.
Den Grundfrust kann ich ja sogar ein bisschen verstehen - nach meinen kurzen und erfolglosen Überlegungen, mich selbst zu bewerben. Aber die Bauschundbogen-Attitüde nervt mich dann doch. Hat es schon immer. Pseudolinks.
Den Grundfrust kann ich ja sogar ein bisschen verstehen - nach meinen kurzen und erfolglosen Überlegungen, mich selbst zu bewerben. Aber die Bauschundbogen-Attitüde nervt mich dann doch. Hat es schon immer. Pseudolinks.
10.6.04
Bot-Net
Meine Adressen scheinen bisher davon verschont worden zu sein, aber Sp-on berichtet, dass seit heute 2 Uhr die Faschos massiven Propaganda-Spam über gekaperte Rechner verschicken. Brrrr.
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