Auden
Noch ein Nachtrag zu gestern:
Eine mehr als liebenswerte und ähnlich wie ich spitzfindigkeitenliebende und enzyklopädisch veranlagte und selbsternannte Klugscheißerin wies mich auf dieses hier hin, was ich weitergeben mag:
Das W.H. Auden-Gedicht wurde eigentlich erst durch "Four Weddings and a Funeral" ein Trauergedicht. Der Drehbuch-Autor hat es sicher auch deshalb gewählt, weil Auden schwul war.
Als Literatur-Dozentin hingegen habe ich es in meinen Einführungskursen immer als Beleg verwendet, dass Autorenabsicht nichts mit der Rezeption eines Textes zu tun hat. Herr Auden hat das Gedicht nämlich mit "Blues" betitelt und beabsichtigte eine Parodie auf die in Nachtclubs üblichen Blues-Texte. Deshalb findest Du das Gedicht auch regelmäßig in englischen Antologien "Comic Verse".
Finde ich immer wieder ein nettes Detail.
Finde ich auch.
13.11.03
12.11.03
Tot
Wenn im Dorf ein Kind stirbt und einfach nach dem Mittagsschlaf nicht aufwacht und es nur ein paar Wochen älter ist als unser Kleinster.
Das Haus war dunkel, als der Martinszug dran vorbei kam. Und die anderen Frauen in der Straße haben geweint, manche auch gemeinsam und im Haus der Familie.
Es gibt bei uns ja nicht mehr diese Tradition der Trauerfrauen, wie sie manche Kulturen noch haben. Gestern dachte ich, dass das fehlt. Und ich musste beim Blick in die manche Gesichter im Martinsgottesdienst bei uns im Dorf an dieses Gedicht von W.H.Auden denken, das mich auch in Vier Hochzeiten und ein Todesfall jedesmal zum Heulen bringt.
Wenn im Dorf ein Kind stirbt und einfach nach dem Mittagsschlaf nicht aufwacht und es nur ein paar Wochen älter ist als unser Kleinster.
Das Haus war dunkel, als der Martinszug dran vorbei kam. Und die anderen Frauen in der Straße haben geweint, manche auch gemeinsam und im Haus der Familie.
Es gibt bei uns ja nicht mehr diese Tradition der Trauerfrauen, wie sie manche Kulturen noch haben. Gestern dachte ich, dass das fehlt. Und ich musste beim Blick in die manche Gesichter im Martinsgottesdienst bei uns im Dorf an dieses Gedicht von W.H.Auden denken, das mich auch in Vier Hochzeiten und ein Todesfall jedesmal zum Heulen bringt.
11.11.03
doof
Nun habe ich also Flucht ins Feenland ausgelesen. Und auch das Ende war doof. Verschenkte Aufmerksamkeit. Oder ich bin für diese triviale Fantasy einfach nicht gemacht.
Nun habe ich mir Tante Jolesch besorgt. Wenn alle davon schwärmen, sollte ich es wirklich endlich lesen. Zumal Torberg ja beispielsweise Kishon erst lesbar und witzig gemacht hat.
Nun habe ich also Flucht ins Feenland ausgelesen. Und auch das Ende war doof. Verschenkte Aufmerksamkeit. Oder ich bin für diese triviale Fantasy einfach nicht gemacht.
Nun habe ich mir Tante Jolesch besorgt. Wenn alle davon schwärmen, sollte ich es wirklich endlich lesen. Zumal Torberg ja beispielsweise Kishon erst lesbar und witzig gemacht hat.
9.11.03
Hasch
Manchmal denke ich darüber nach, ob ich ihn einfach verhauen sollte. Zumal, wo es nun schon so lange geht...
Und dann werde ich wieder zornig über die, die Hasch verharmlosen. Den Alkohol hat er offenbar wirklich zurück gefahren, und dafür den Hasch umso stärker genutzt. Er ist einfach ein kleiner, schwacher Mami-Bubi. Dass er Lehrer ist und wieder eine erste Klasse hat, ist ja dann schon schlimm genug. Dass er aber im Haus, in dem sie und die Kinder mit ihm leben, hascht, kann ich schon nicht mehr verstehen. Zumal er immer wieder in zugekifftem Zustand Aussetzer hat.
Eigentlich sollte sie ihn vor die Tür setzen, aber das will sie den Kindern nicht antun. Und er weigert sich, auch nur ein mal Rücksicht zu nehmen oder ein paar Tage mal zu verschwinden.
Vielleicht sollte ich ih wirklich mal verhauen...
Manchmal denke ich darüber nach, ob ich ihn einfach verhauen sollte. Zumal, wo es nun schon so lange geht...
Und dann werde ich wieder zornig über die, die Hasch verharmlosen. Den Alkohol hat er offenbar wirklich zurück gefahren, und dafür den Hasch umso stärker genutzt. Er ist einfach ein kleiner, schwacher Mami-Bubi. Dass er Lehrer ist und wieder eine erste Klasse hat, ist ja dann schon schlimm genug. Dass er aber im Haus, in dem sie und die Kinder mit ihm leben, hascht, kann ich schon nicht mehr verstehen. Zumal er immer wieder in zugekifftem Zustand Aussetzer hat.
Eigentlich sollte sie ihn vor die Tür setzen, aber das will sie den Kindern nicht antun. Und er weigert sich, auch nur ein mal Rücksicht zu nehmen oder ein paar Tage mal zu verschwinden.
Vielleicht sollte ich ih wirklich mal verhauen...
7.11.03
Uff
Drei Tage am Stück sind dann schon auch anstrengend. Schön - zumal mir der Vortrag wirklich Spaß macht. und jedesmal anders ist. Es geht einfach nicht (und wäre sicher auch doof), ihn einfach so abzuspulen.
Vor allem, wenn die Zuhörer dabei bleiben und auch mal zum Diskutieren aufgelegt sind.
Drei Tage am Stück sind dann schon auch anstrengend. Schön - zumal mir der Vortrag wirklich Spaß macht. und jedesmal anders ist. Es geht einfach nicht (und wäre sicher auch doof), ihn einfach so abzuspulen.
Vor allem, wenn die Zuhörer dabei bleiben und auch mal zum Diskutieren aufgelegt sind.
5.11.03
bloß wech
Jedesmal wenn ich in Frankfurt bin, denke ich, dass Berlin eine lebenswerte Stadt ist. Und ich hasse Berlin. Will also was heißen.
Aber hier ist es noch dreckiger, stinkiger und öder. Und die Menschen auf der Straße werden nur noch von Düsseldorf unterboten.
Dass ausgerechnet ich noch mal für München schwärmen würde - wer hätte das gedacht.
Aber zuhause ist es am schönsten
Sally im letzten Satz von Harry und Sally.
Jedesmal wenn ich in Frankfurt bin, denke ich, dass Berlin eine lebenswerte Stadt ist. Und ich hasse Berlin. Will also was heißen.
Aber hier ist es noch dreckiger, stinkiger und öder. Und die Menschen auf der Straße werden nur noch von Düsseldorf unterboten.
Dass ausgerechnet ich noch mal für München schwärmen würde - wer hätte das gedacht.
Aber zuhause ist es am schönsten
Sally im letzten Satz von Harry und Sally.
Ich liebe diese Bücher
Mahrendorffs erstes Buch habe ich gestern mal wieder ausgelesen - und dieses Mal direkt mit dem zweiten begonnen. Ich liebe diese Bücher, auch wenn ich sie nun zum dritten Mal lese. OK, nicht gerade Hochliteratur, aber eine herrlich dekadente Zeit, in der sie spielen, wunderbare Personen und ein eher guter und recht spannender Krimi.
Da wird der Klassiker Flucht ins Feenland mühsam - und ich muss mich zwingen, es zu Ende zu lesen. Warum war das bloß mal erfolgreich? und warum mögen es so viele? Langatmig, sperrig, gar nicht so witzig... Naja.
heute in Frankfurt
Mahrendorffs erstes Buch habe ich gestern mal wieder ausgelesen - und dieses Mal direkt mit dem zweiten begonnen. Ich liebe diese Bücher, auch wenn ich sie nun zum dritten Mal lese. OK, nicht gerade Hochliteratur, aber eine herrlich dekadente Zeit, in der sie spielen, wunderbare Personen und ein eher guter und recht spannender Krimi.
Da wird der Klassiker Flucht ins Feenland mühsam - und ich muss mich zwingen, es zu Ende zu lesen. Warum war das bloß mal erfolgreich? und warum mögen es so viele? Langatmig, sperrig, gar nicht so witzig... Naja.
heute in Frankfurt
4.11.03
Soooo neu und modern
In gewisser Weise ist es eine Mischung aus Faszination und Irritation. Jedesmal (und das ist merkwürdig oft), wenn die Diskussion auf die absurde These kommt, heute sei alles neu oder alles so viel schneller oder so - oder gar auf das Thema, dass die Welt noch so klein oder so was war - , muss ich an den polemischen Artikel über "modern" denken, den ich in einem alten Philosophielexikon fand, als ich im Studium über "moderne Theologie" schreiben wollte.
Im Kern: Es ist die Komik der Menschen, die sich modern finden, dass sie in einer langen Reihe von Leuten stehen, die sich auch immer als modern empfunden haben.
Ich denke, da geht es um die zutiefst pubertäre Wahrnehmung, der erste Mensch mit sooo einem schrecklichen Liebeskummer zu sein. Wenn wir erwachsen werden, merken wir dann irgendwann, dass es schon mal Menschen gab, denen es ählich ging.
Dass jeder immer das Rad neu zu erfinden glaubt, ist sicher auch der erschreckend geringen Bildung geschuldet.
In gewisser Weise ist es eine Mischung aus Faszination und Irritation. Jedesmal (und das ist merkwürdig oft), wenn die Diskussion auf die absurde These kommt, heute sei alles neu oder alles so viel schneller oder so - oder gar auf das Thema, dass die Welt noch so klein oder so was war - , muss ich an den polemischen Artikel über "modern" denken, den ich in einem alten Philosophielexikon fand, als ich im Studium über "moderne Theologie" schreiben wollte.
Im Kern: Es ist die Komik der Menschen, die sich modern finden, dass sie in einer langen Reihe von Leuten stehen, die sich auch immer als modern empfunden haben.
Ich denke, da geht es um die zutiefst pubertäre Wahrnehmung, der erste Mensch mit sooo einem schrecklichen Liebeskummer zu sein. Wenn wir erwachsen werden, merken wir dann irgendwann, dass es schon mal Menschen gab, denen es ählich ging.
Dass jeder immer das Rad neu zu erfinden glaubt, ist sicher auch der erschreckend geringen Bildung geschuldet.
3.11.03
Nun sind also die Verträge fürs neue Haus unterschrieben. Uff. Und etwas kribbelig. Das kommt also auch noch als - ja was eigentlich? Stress? Arbeit? Zeit? - dazu. Ein Wunder dass ich dennoch zum Lesen komme. Aber es ginge nun mal nicht ohne Buch. Endlich mal wieder Mahrendorffs Buch aus dem Wien der Jahrhundertwende, in dem Mahler, den ich so liebe eine große Rolle spielt.
Ich liebe Verschwörungstheorien...
Ich liebe Verschwörungstheorien...
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