Damit ist nun alles klar für alle und für alle Zeit. Hoffentlich. Und Pech für alle, die es möglicherweise anders gemacht haben. Also vor allem die 66%, die noch keine durch DIN normierte oder spezifizierte Strategie haben. Oh-oh. Wenn das man keinen Ärger gibt. Fliegen sie jetzt aus den IHKn? Oder werden vom ULD abgemahnt?In sieben Schritten ins Web 2.0Die sieben Phasen der Web 2.0-Einführung beschreibt die DIN SPEC 91253 wie folgt:1. Sensibilisierung2. Analyse3. Strategieentwicklung4. Konzeption5. Implementierung6. Nutzung7. Controlling
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21.3.12
Glück gehabt?
Wer immer bereits Social Media in sein Unternehmen eingeführt haben sollte, muss jetzt sehr genau gucken, ob das auch richtig so war. Den das Deutsche Institut für Normung, allseits bekannt für seine Industrie- und Dingsnormen wie DIN A4 oder DIN C6 oder so, hat eine Spezifikation vorgelegt, die sich jede dringend für 48,10 EUR kaufen sollte. Endlich wird darin festgelegt, wie Social Media bombensicher gelingt und optimal und bürokratinnensicher (und Bürokratinnen gibt es in jedem Unternehmen, das ich bisher kennen lernen durfte) eingeführt werden kann. Da heißt es unter anderem (und das zitiere ich zur Sicherheit wörtlich) -
10.9.08
Relevanz
Angesichts einer zyklisch wiederkehrenden Debatte, ob das Daimlerblog (disclosure: Daimler ist ein Kunde von Edelman Deutschland und ich berate Daimler auch beim Blog) relevant sei, beginnt Matthias Schwenk, dessen Blog ich ohnehin schätze, (wieder einmal) die Diskussion um Relevanz. Genau mein Thema.
Denn die Frage nach Relevanz habe ich mir in der wissenschaftlichen Arbeit (während des Theologiestudiums) und in der politischen Arbeit (vor allem in der Zeit, in der ich mich auch intensiv mit linker Theorie und Marcuse und so beschäftigt habe, von dem ich viel lernen konnte) schon sehr viel gestellt - und spätestens seit der Geburt unseres ersten Kindes vor über zwölf Jahren begonnen, neu und anders zu beantworten.
Dieser biographische Bruch in politischen und theologischen Denken (obwohl es mehr eine schleichende Änderung war, die erst im Nachhinein als Bruch erkennbar ist) erklärt mir heute noch am besten, wieso Relevanz eben nicht objektiv bestimmbar ist.
Darum ödet es mich, mal deutlich gesagt, massiv an, wenn jemand fragt, ob etwas relevant sei - ohne zu bestimmen, was er oder sie damit meinen könnte. Der Vorwurf, etwas sei nicht relevant oder werde in soundoseiner Zeit nicht mehr relevant sein, ist die beste Ausrede, sein Hirn nicht einzuschalten. Zumal es erstmal gut und informiert klingt, egal wie bereits theoretisch und semantisch absurd es ist.
Im Beruf ist die ernsthaftere Frage, die mit der Frage nach Relevanz wohl auch meistens gemeint ist, die nach der Angemessenheit, mein Ziel zu erreichen - aber die kann erst beantwortet werden, wenn ich das Ziel kenne und so genau wie möglich als falsifizierbaren Indikativsatz in der Zukunft formuliert habe. Im privaten Rahmen ist wohl meistens gemeint, ob mich etwas in meinem Leben oder Denken betrifft, ob es Auswirkungen auf mich und meine Lieben hat - was ebenfalls meistens nicht so einfach bestimmt werden kann. Ist beispielsweise der Georgienkrieg für mich und meine Familie relevant? Wer soll das ernsthaft beantworten wollen oder gar können? (Und um diese Frage trotzdem einmal zu beantworten: Ja, er ist relevant, weil das ehemalige Au Pair von sehr guten und uns lieben Freunden, zu dem sie noch eine Freundschaft verbindet, dort lebt - und uns das betrifft)
Es mag wie Korinthenkakken aussehen, aber ich mag mich nicht mit anderen pauschal über Relevanz unterhalten. Und jemand, der mir, einem Projekt oder einer Idee vorwirft, es sei nicht relevant, ist kein Gesprächspartner für mich, bis wir geklärt haben, worüber wir eigentlich reden wollen.
Denn die Frage nach Relevanz habe ich mir in der wissenschaftlichen Arbeit (während des Theologiestudiums) und in der politischen Arbeit (vor allem in der Zeit, in der ich mich auch intensiv mit linker Theorie und Marcuse und so beschäftigt habe, von dem ich viel lernen konnte) schon sehr viel gestellt - und spätestens seit der Geburt unseres ersten Kindes vor über zwölf Jahren begonnen, neu und anders zu beantworten.
Dieser biographische Bruch in politischen und theologischen Denken (obwohl es mehr eine schleichende Änderung war, die erst im Nachhinein als Bruch erkennbar ist) erklärt mir heute noch am besten, wieso Relevanz eben nicht objektiv bestimmbar ist.
Die Bedeutsamkeit ist weit schwerer zu messen als die reine Datenmenge oder der Informationsgehalt. Nur wenn sich alle Kriterien für die Bedeutsamkeit genau angeben lassen, lässt sie sich quantifizieren – das ist im Allgemeinen aber nicht der Fall. (Wikipediaartikel)Was Theoretiker und Ideologen (und beides habe selbst durchlebt und jeweils mehr als genug enge Weggfährten gehabt, die es blieben) oft vergessen, ist eben der Kontext, in dem Relevanz entsteht. Das relevant für jemanden. Das Subjekt der Relevanz.
Darum ödet es mich, mal deutlich gesagt, massiv an, wenn jemand fragt, ob etwas relevant sei - ohne zu bestimmen, was er oder sie damit meinen könnte. Der Vorwurf, etwas sei nicht relevant oder werde in soundoseiner Zeit nicht mehr relevant sein, ist die beste Ausrede, sein Hirn nicht einzuschalten. Zumal es erstmal gut und informiert klingt, egal wie bereits theoretisch und semantisch absurd es ist.
Im Beruf ist die ernsthaftere Frage, die mit der Frage nach Relevanz wohl auch meistens gemeint ist, die nach der Angemessenheit, mein Ziel zu erreichen - aber die kann erst beantwortet werden, wenn ich das Ziel kenne und so genau wie möglich als falsifizierbaren Indikativsatz in der Zukunft formuliert habe. Im privaten Rahmen ist wohl meistens gemeint, ob mich etwas in meinem Leben oder Denken betrifft, ob es Auswirkungen auf mich und meine Lieben hat - was ebenfalls meistens nicht so einfach bestimmt werden kann. Ist beispielsweise der Georgienkrieg für mich und meine Familie relevant? Wer soll das ernsthaft beantworten wollen oder gar können? (Und um diese Frage trotzdem einmal zu beantworten: Ja, er ist relevant, weil das ehemalige Au Pair von sehr guten und uns lieben Freunden, zu dem sie noch eine Freundschaft verbindet, dort lebt - und uns das betrifft)
Es mag wie Korinthenkakken aussehen, aber ich mag mich nicht mit anderen pauschal über Relevanz unterhalten. Und jemand, der mir, einem Projekt oder einer Idee vorwirft, es sei nicht relevant, ist kein Gesprächspartner für mich, bis wir geklärt haben, worüber wir eigentlich reden wollen.
19.12.06
Wenn Kinder laufen lernen
Es gehört zu den beglückenden Momenten, wenn die eigenen Kinder selbstständig werden, laufen lernen, ganz eigene Schritte gehen. Auch im übertragenden Sinne: Wenn ein Projekt, in dem ich drinstecke, richtig läuft.
Markus bloggt so über seinen Arbeitsalltag, dass ich einen richtigen Eindruck bekomme, wie es in den Bereichen aussieht, die ich dort noch nicht gesehen habe.
Markus bloggt so über seinen Arbeitsalltag, dass ich einen richtigen Eindruck bekomme, wie es in den Bereichen aussieht, die ich dort noch nicht gesehen habe.
Wie versprochen stelle ich erstmal einen bildlichen Eindruck unserer Produktion in Minden ein.Finde ich jedenfalls spannend und freut mich.
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