Schill
Eigentlich ist es ja zu blöd, sich überhaupt mit diesem Suppenkasper abzugeben. Wenn, ja wenn er jetzt nicht Wand an Wand mit meinem Vater wohnen würde. Kurzzeitig hat der spekuliert, ob er sich ne Knarre kaufen sollte, aber irgendwie hat er ihn noch nie zu Gesicht bekommen (wohl aber seine Putzfrau, die neulich mit strahlenden Augen und immer noch wie betäubt erzählte, sie sei mit Schill im Fahrstuhl gefahren).
Aber der Witz ist doch eigentlich, dass einer, der Ole wegen dessen Homosexualität erpressen wollte (oder was immer da los war), nun ausgerechnet in dem Haus wohnt, das in Hamburg den wunderschönen Spitznamen Tuntenbunker hat.
So kanns manchmal gehn...
9.12.03
8.12.03
Meinung
Ich bin ja so einer, der bei jeder Meinungsumfrage mitmacht. Sozusagen als Demokrat die Macht der kleinen Leute voll auskosten. Klar, dass ich so oft es geht bei den Befragungen des emnid-epanels mitmache.
Jetzt war ich aber zum ersten Mal bei so einem kuhlen Fokusgruppengespräch. Surreal und nicht mal schön: Schon der Anfang, gleich in einen verrauchten Flur mit versifftem Teppich in Hamburgs heruntergekommenster Einkaufsstraße (klar: südlich der Elbe). Und da sollten wir, die wir entweder IT-Entscheider waren oder spielten, rein?
Naja. Für den Auftraggeber wars wohl ein Flopp. Er wollte testen, wie seine Ideen für ein tolles neues Gerät ankommen, das Handy und PDA ist und außerdem browsen kann und alles, was man so will. Wollte nur keiner von uns. Hat mich echt überrascht. Aber den anderen ging es auch so: Alle wollten lieber einen etwas grüßeren PDA, der fast schon ein kleines Notebook ist, und dazu ein reduziertes und handliches Handy. Wer hätte das gedacht.
Ich bin ja so einer, der bei jeder Meinungsumfrage mitmacht. Sozusagen als Demokrat die Macht der kleinen Leute voll auskosten. Klar, dass ich so oft es geht bei den Befragungen des emnid-epanels mitmache.
Jetzt war ich aber zum ersten Mal bei so einem kuhlen Fokusgruppengespräch. Surreal und nicht mal schön: Schon der Anfang, gleich in einen verrauchten Flur mit versifftem Teppich in Hamburgs heruntergekommenster Einkaufsstraße (klar: südlich der Elbe). Und da sollten wir, die wir entweder IT-Entscheider waren oder spielten, rein?
Naja. Für den Auftraggeber wars wohl ein Flopp. Er wollte testen, wie seine Ideen für ein tolles neues Gerät ankommen, das Handy und PDA ist und außerdem browsen kann und alles, was man so will. Wollte nur keiner von uns. Hat mich echt überrascht. Aber den anderen ging es auch so: Alle wollten lieber einen etwas grüßeren PDA, der fast schon ein kleines Notebook ist, und dazu ein reduziertes und handliches Handy. Wer hätte das gedacht.
Wozu noch Kabel?
Also damit ist ja wohl alles klar: Der letzte Grund, Sat.1 auf der Fernbedienung zu lassen und Kabelfernsehen zu haben, ist vorbei.
Die beste politische Sendung im deutschen Fernsehen wird nächstes Jahr nicht weiter gehen. Das ist ja wohl unerhört. Ich bin ernsthaft vergrätzt. Und echt sauer.
Also damit ist ja wohl alles klar: Der letzte Grund, Sat.1 auf der Fernbedienung zu lassen und Kabelfernsehen zu haben, ist vorbei.
Die beste politische Sendung im deutschen Fernsehen wird nächstes Jahr nicht weiter gehen. Das ist ja wohl unerhört. Ich bin ernsthaft vergrätzt. Und echt sauer.
7.12.03
ganz heiß
Das wird Ines aber freuen. Und ich bin fast aus dem Bett gefallen, kopfüber um genau zu sein, weil das Heft auf dem Boden lag und ich mich drüberbeugte, aber das ist eine andere Geschichte.
Heißt doch der griechische Sklave, der A. und O. in Die Lorbeeren des Cäsar den Tipp gibt, sich bei Tifus zu verkaufen, in der deutschen Version KALTMAMSELLOS. Unglaublich. Vor allem, wo doch eigentlich keiner diesen Scherz versteht. Bei Comedix kommt er zwar nicht bei den Anspielungen vor - aber immerhin wird er erklärt und erwähnt.
Das wird Ines aber freuen. Und ich bin fast aus dem Bett gefallen, kopfüber um genau zu sein, weil das Heft auf dem Boden lag und ich mich drüberbeugte, aber das ist eine andere Geschichte.
Heißt doch der griechische Sklave, der A. und O. in Die Lorbeeren des Cäsar den Tipp gibt, sich bei Tifus zu verkaufen, in der deutschen Version KALTMAMSELLOS. Unglaublich. Vor allem, wo doch eigentlich keiner diesen Scherz versteht. Bei Comedix kommt er zwar nicht bei den Anspielungen vor - aber immerhin wird er erklärt und erwähnt.
5.12.03
4.12.03
Quizzilla
Oft ist es ja doof, was da kommt.
Manchmal aber auch witzig.
*schnipp*

You are Form 1, Goddess: The Creator.
"And The Goddess planted the acorn of life. She cried a single tear and shed a single drop of blood upon the earth where she buried it. From her blood and tear, the acorn grew into the world."
As a member of Form 1, you are a charismatic individual and people are drawn to you. Although sometimes you may seem emotionally distant, you are deeply in tune with other people's feelings and have tremendous empathy. Sometimes you have a tendency to neglect your own self. Goddesses are the best friends to have because they're always willing to help.
Which Mythological Form Are You?
brought to you by Quizilla
*schnapp*
Oft ist es ja doof, was da kommt.
Manchmal aber auch witzig.
*schnipp*
You are Form 1, Goddess: The Creator.
"And The Goddess planted the acorn of life. She cried a single tear and shed a single drop of blood upon the earth where she buried it. From her blood and tear, the acorn grew into the world."
As a member of Form 1, you are a charismatic individual and people are drawn to you. Although sometimes you may seem emotionally distant, you are deeply in tune with other people's feelings and have tremendous empathy. Sometimes you have a tendency to neglect your own self. Goddesses are the best friends to have because they're always willing to help.
Which Mythological Form Are You?
brought to you by Quizilla
*schnapp*
3.12.03
Freiheit
Im Grunde war es das Thema, warum ich damals aus der SPD ausgetreten und zu den Grünen gegangen bin. Freiheit. Mit dieser obrigkeitlichen Idee von Bürokratie und Fürsorge konnte ich nie etwas anfangen. In der aktuellen Zeit hab ich heute einen hübschen Artikel über Cypherpunks gelesen - im Grunde die Anarchisten der heutigen Zeit. Und der Anarchismus ist ja doch die einzige echte Weiterentwicklung des Liberalismus, oder?
Hat mich noch mal über das große Thema Open Source nachdenken lassen, das mich jenseits von Software interessiert. Da es nun ans "Verkaufen" meines Buches geht, ist ja schon die Frage, ob es denkbar ist, sich in diesem Bereich irgendwie auf die GPL (oder auf deutsch) zu beziehen - und trotzdem auch ein paar Euro damit zu verdienen.
Hmmm.
Im Grunde war es das Thema, warum ich damals aus der SPD ausgetreten und zu den Grünen gegangen bin. Freiheit. Mit dieser obrigkeitlichen Idee von Bürokratie und Fürsorge konnte ich nie etwas anfangen. In der aktuellen Zeit hab ich heute einen hübschen Artikel über Cypherpunks gelesen - im Grunde die Anarchisten der heutigen Zeit. Und der Anarchismus ist ja doch die einzige echte Weiterentwicklung des Liberalismus, oder?
Hat mich noch mal über das große Thema Open Source nachdenken lassen, das mich jenseits von Software interessiert. Da es nun ans "Verkaufen" meines Buches geht, ist ja schon die Frage, ob es denkbar ist, sich in diesem Bereich irgendwie auf die GPL (oder auf deutsch) zu beziehen - und trotzdem auch ein paar Euro damit zu verdienen.
Hmmm.
2.12.03
Bohème
Neulich saß ich mit einem mit lieben Freund gemütlich vorm Kamin bei einem guten Glas Rotwein und etwas Käse. Wir plauderten und diskutierten über dies und das (wir gehören beide zu der aussterbenden Spezies, die sich in Fragen der Lebensführung und Familie auf latent traditionelle Muster verständigen kann).
Meine These, dass wir uns ein einer dekadent-romantischen Zeit befänden, ist ihm immer noch befremdlich. Und schließlich ließ ich mich zu dem Satz hinreißen:
Am liebsten wäre ich ein Bohème.
Worauf er nur trocken entgegnete:
Ich hasse Bohèmes (ist das der richtige Plural?)
Oups. Das saß. Und knabbert immer noch an mir, weil mir sein Urteil wichtig ist.
B meint, dass das auch Quatsch ist und ich eigentlich gar kein Bohème sein will. Hat sie auch wieder Recht. Vor allem, wenn man sich Definitionen, etwas besser in der englischen Version, ansieht.
Aber diese Zeit, Fin de siècle, ist einfach so wunderbar. Und diese eigentlich durch und durch spießige Unbeschwertheit des scheinbaren Protests erst recht.
Neulich saß ich mit einem mit lieben Freund gemütlich vorm Kamin bei einem guten Glas Rotwein und etwas Käse. Wir plauderten und diskutierten über dies und das (wir gehören beide zu der aussterbenden Spezies, die sich in Fragen der Lebensführung und Familie auf latent traditionelle Muster verständigen kann).
Meine These, dass wir uns ein einer dekadent-romantischen Zeit befänden, ist ihm immer noch befremdlich. Und schließlich ließ ich mich zu dem Satz hinreißen:
Am liebsten wäre ich ein Bohème.
Worauf er nur trocken entgegnete:
Ich hasse Bohèmes (ist das der richtige Plural?)
Oups. Das saß. Und knabbert immer noch an mir, weil mir sein Urteil wichtig ist.
B meint, dass das auch Quatsch ist und ich eigentlich gar kein Bohème sein will. Hat sie auch wieder Recht. Vor allem, wenn man sich Definitionen, etwas besser in der englischen Version, ansieht.
Aber diese Zeit, Fin de siècle, ist einfach so wunderbar. Und diese eigentlich durch und durch spießige Unbeschwertheit des scheinbaren Protests erst recht.
1.12.03
Letzte Blüten
Noch eine Ros' am kahlen Strauch
Fand im Advent ich aufgeblüht,
Noch eines Liedes zarter Hauch
Klang mir verstohlen im Gemüt.
Der Rose Blätter taumeln hin,
Da ich sie kaum berührt, ins Beet,
Das Liedchen schwand mir aus dem Sinn -
Für Sommerkinder ist's zu spät!
Paul Heyse
(1830-1914)
über lyrikmail.de, die mir viel Freude mit den täglichen Gedichten machen.
Noch eine Ros' am kahlen Strauch
Fand im Advent ich aufgeblüht,
Noch eines Liedes zarter Hauch
Klang mir verstohlen im Gemüt.
Der Rose Blätter taumeln hin,
Da ich sie kaum berührt, ins Beet,
Das Liedchen schwand mir aus dem Sinn -
Für Sommerkinder ist's zu spät!
Paul Heyse
(1830-1914)
über lyrikmail.de, die mir viel Freude mit den täglichen Gedichten machen.
Abonnieren
Posts (Atom)