28.12.06

die Weihnachtsgeschichte

Wir waren Heiligabend im vielleicht schönsten Weihnachtsgottesdienst seit Jahren. Und das gerade weil es nicht wirklich besinnlich war. Aber wer will bei vier Kindern schon besinnliche Weihnachten auch nur vermuten....

Also sind wir auf den Dulsberg gefahren, aus familiären Gründen. Die Kirche, in der schon mein Vater übrigens konfirmiert wurde und mein Großvater als einziger Akademiker jahrelang im Kirchenvorstand war (er lebte als einziger Arzt seiner Zeit dort, wo die anderen nur praktizierten, mitten unter den Armen). Heute ist der Dulsberg einer der mit Abstand ärmsten Stadtteile, wenn auch weitgehend friedlich.

Es war toll und bewegend, wie die Kinder und die Konfirmanden gemeinsam ein Krippenspiel auf die Beine brachten, das so bunt war, wie die Botschaft von Weihnachten: Vom erwachsenen Afghanen , der Taufunterricht nimmt, über die schwarzen Kinder der Pastorin bis zu Mädchen aus Südeuropa und Lateinamerika waren ichweißnichtwieviele Nationen vertreten, die gemeinsam mit großer Ernsthaftigkeit und Klarheit die Texte sprachen die die Bilder stellten. Im Kirchenschiff genauso bunt, dazu eine Menge jüngerer Leute bis in unser Alter, die mit ihren alten Eltern gekommen waren, in deren Kirche und zurück an den Ort, den sie hinter sich gelassen hatten.

Selten ist für mich in den letzten Jahren Weihnachten so deutlich und klar geworden wie in dieser Stunde an diesem Ort. Ich habe beim Oh du fröhliche geheult vor Freude.

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