13.11.07

Prioritäten. Respekt!

Ich mag den Münte. Und zwar schon immer. Er verkörpert alles, was ich an der alten Tante SPD mag:
Pflichtbewusstsein.
Bescheidenheit.
Askese.
Überzeugung.
Starrköpfigkeit.

Und ich finde ihn witzig.
Höre ihn sogar gerne reden.

Heute hat er meinen ganz besonderen Respekt verdient. Ich hab es zuerst in Nicos Twitterstrom gelesen.
(Wie so oft über twitter, ja, wirklich - es ist eine mir wichtige Nachrichtenquelle geworden, gefiltert durch Freunde bekomme ich vieles schneller mit als früher.)
Dass Münte nun wirklich seine Prioritäten neu setzt und sich - so klingt es - ganz seiner kranken Frau widmen wird, finde ich toll. Und das macht seinen Verlust für die Politik nur noch schmerzlicher.

Es ist die Tragik solcher Entscheidungen, dass fast immer die falschen sie treffen (müssen). Dass die, die man weniger vermissen würde, sich genau so in so einer Situation nicht entscheiden würden.

Viel Kraft und alles Gute, Münte.

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Kommentare:

  1. Das ist eine Chance für einen Neubeginn mit den Linken.

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  2. K. Heidtmann15.11.07

    Hast Du Dir schon einmal das Geburtsdatum von Franz Müntefering angeschaut? Der Mann hat das Rentenalter längst erreicht - da kann man auch selber anderen gut und gerne eine Rente ab 67 verordnen, zudem bei den eigenen Bezügen.

    Mag sein, dass "Münte" als das ist, was Du schreibst.

    Gleichzeitig hat er aber mit dafür gesorgt, dass der Sozialdemokratie auch die letzten Wähler aus dem Arbeitnehmerlager verlustig gingen. Der Sozialabbau, Harz IV, das sog. "Prekariat" und vieles andere, das unsere Gesellschaft weiter in Arm und Reich teilt, geht zu großen Teilen mit auf seine Kappe. Vielleicht siehst Du es auch einmal so.

    Ich weine dem Sauerländer keine Träne nach.

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  3. christian m.15.11.07

    Münte ist authentisch. Das macht sein Charisma aus. Für mich auch seine Glaubhaftigkeit sein Ego kollektiven Interessen unterzuordnen. Und die Fähigkeit auch bei den größten inhaltlichen Differenzen auf der Beziehungsebene guten Kontakt halten zu können. Ich glaube er ist auch der Einzige im Bundestag, der als seine Lieblingsmusikgruppe "Zupfgeigenhansel" angibt.

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