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4.1.24

Im Regen

Ja, ich weiß, dass diese Form von Regen und Überschwemmungen nicht überraschend oder unvorhergesehen kommt. Alles, was es zum Wasser in Norddeutschland zu wissen gibt, hat Lars Fischer ja aufgeschrieben. Wir haben auch auf zwei unserer Weiden jedes Jahr jeweils einen See. Die nutzen wir darum im Winter nicht.

Aber so ein irrer Tag im strammen Dauerregen ist dennoch selten bei uns. Vor allem nach einer Phase, in der ohnehin schon sehr viel Wasser da war. Interessanterweise war es gar nicht so übertrieben viel Regen, "nur" 33mm in 24 Stunden. Klingt mittelviel, wobei der letzte, nasse Monat auch nur insgesamt knapp 50mm gebracht hatte. Aber das Wasser fließt nicht ab. Und das, obwohl weiter unten ein gutes Stück des Flusses, zu dem der Bach, der durch unsere Weiden fließt, der Quellfluss ist, mit neuen alten Auen versehen und renaturiert wurde. Wir sind also relativ gesehen gut dran. 

13.6.23

Kein Regen

Letztes Jahr waren wir wetterbegünstigt hier bei uns in Ostholstein. Wir beispielsweise hatten Heu und Gras ohne Ende, viele unserer Landwirt*innen gute Ernten. Das war weiß Gott nicht überall so. Es gab Gegenden, in denen das Getreide vor der Ernte zu Staub zerfiel. Und wo die Pferdeleute kein Heu hatten. 

Dieses Jahr sind wir schlecht dran. Nachdem das Frühjahr zumindest für uns Weidewirt*innen gut anlief und wir ordentlich Gras hatten, hörte der Regen auf. Die direkte Folge des Klimawandels bei uns ist ja nicht etwa in erster Linie ein Temperaturanstieg – sondern die Stabilität der Wetterlagen. Und das ist ein Problem. Entweder haben wir wochenlang zu viel Wasser, oder wie zurzeit wochenlang keines. Entstehen vor allem im Regenwinter große Seen auf den Weiden, die ihnen zu schaffen machen. Und im Sommer Wüsten. 

4.5.23

Morgengang

Ich mag jede Jahreszeit. Seit ich aber mit Klima, Wetter und dem Land lebe, seit ich jeden Morgen nicht nur die Tiere versorge, sondern die Herden kontrolliere, seit mein Morgengang drei Kilometer über die Wiesen ist - seitdem liebe ich am Frühling, dass jeder Morgen anders ist. 

Den einen Tag beginne ich mit einer Sonne, die schon Kraft hat. Den nächsten mit Wolken vorm Mund und eisigen Fingern. Am einen Morgen zieht der Nebel durchs Moor. Den anderen liegen die Junghengste entspannt auf dem Heu. Und am dritten sind die Weiden weiß vor Raureif. Da ist der Tag, an dem es Bindfäden regnet und nicht richtig hell ist. Und der, an dem es nach Sommer riecht. 

Und an der Senke, wo sich dieser natürliche Teich bildet, riecht es immer nach Fuchs. Wie gut, dass die Hühner eine Wohngemeinschaft mit den Ziegen bilden. 

Unsere Weiden im Morgennebel


20.4.23

Solidarität

Ich gehöre ja noch zu einer Generation, in der Solidarität wichtig war. Politisch heißt das, auch solidarisch zu sein, wenn ich persönlich beispielsweise eine Protestform nicht richtig finde oder – weit häufiger – nicht selbst machen würde. So wird es von mir keine "Distanzierungen" von robusteren Gruppen in solchen widerständigen Demonstrationen geben, deren Anliegen ich teile. Oder aktuell von der Letzten Generation. 

Wobei das sogar ein Grenzfall für diese Haltung ist, weil ich etliche der Protestformen dieser Gruppe für sinnvoll und zielführend halte, aber darum soll es jetzt gerade einmal nicht gehen von mir aus. Sondern darum, dass ich dadurch sehr schlecht beurteilen kann, ob sie in dem, wie sie erklären, was sie tun, gut sind oder nicht. 

So ging es mir gestern früh mit dem Interview mit Clara Hinrichs im Deutschlandfunk (ich wollte das hier einbetten, aber entweder da geht nicht mehr beim DLF oder ich bin zu blöd, den Einbettcode zu finden, müsst ihr also dem Link folgen, falls ihr es hören wollt). Mich haben das, wie Hinrichs da argumentiert, und die Emotionalität bei den persönlichen Fragen beeindruckt. Das fand ich überzeugend, und da waren auch für mich gute Argumente für kommende Diskussionen über die Letzte Generation.

Aber was ich mich frage: Geht das auch Menschen so, dass die Aktionsformen der Letzten Generation deutlich kritischer sehen oder ablehnen? Ich erlebe ja durchaus, wie Menschen, die auch politisch für Klimapolitik einstehen, auch für "richtige" Klimapolitik, dennoch mehr als irritiert sind von der Letzten Generation. Also nicht die, die aggressiv werden oder mit Tritten und Schlägen und Knast drohen, sondern "unsere" Leute, die das ablehnen. Überzeugt euch das Interview? Oder findet ihr es zumindest bedenkenswert? Oder abstrus?

Politisch bin ich in dieser Frage ja eher bei Friedemann Karig und seiner Einschätzung, dass es kommunikativ hilfreich ist, wie und was die Letzte Generation macht. Und darum auch überproportional offen für ihre Argumente. Und ohnehin solidarisch. Wie geht euch das?

1.11.22

Protest

Ich bin bei den Klimaprotesten und vor allem den Aktionen der letzten Zeit, die Kunst so derangieren wie meine Generation das Klima und die Erde derangiert, unentschieden. Eigentlich. Aber die Reaktion der meisten, auch vieler, die ich sehr schätze, lässt mich inzwischen in die „leuchtet mir ein“ Ecke tendieren. Warum? 

Es ist wie bei den London Riots damals: Tone policing und „könnt ihr nicht friedlich demonstrieren“ geht leider grundsätzlich fehlt. Hallo? Was machen die denn bitte seit Jahren? Wie war der Effekt? Was diese Aktionen zumindest deutlich machen, ist genau das, was nach dem, was ich darüber gelesen habe, auch das ist, was sie deutlich machen sollten aus Sicht der Aktivist*innen: dass „uns“ Kunst wichtiger ist als Zukunft. 

Wenn „wir“ so hart reagieren würden auf Menschen und Unternehmen und Regierungen und Parlamente, die die Natur zerstören, wie auf die, die Kunst zerstören, wäre sehr viel gewonnen. So wie zum ersten Mal auf die jungen Leute gehört wurde, als sie Geschäfte plünderten - nachdem sie vorher wochenlang ungehört demonstriert hatten. Es ist eben gerade NICHT absurd, einen Aufstand als nächste Stufe nach Demonstrationen zu sehen. 

Ich persönlich würde das nicht machen, bin aber auch mehrfach privilegiert und finde auch Gehör. Davon muss ich aber imho absehen, wenn ich darüber nachdenke, ob es politisch „sinnvoll“ ist, was hier passiert (was nichts über Legalität sagt). Immerhin, und das leuchtet mir in seiner Symbolik ein, „trifft“ es etwas, das Menschen wichtig ist (und ihre Reaktion zeigt ja, dass es ihnen wichtig ist), die etwas gegen den Klimawandel tun könnten. Durch ihre Wahl und durch ihr Verwaltungs- und Wirtschaftshandeln. Es trifft vor allem solche aus dem liberalen Bürger*innentum, die sehr oft sehr zustimmend nicken und reden zu den Forderungen rund um Klimaschutz – aber bei denen ganz überwiegend außer auf persönlicher Verhaltensebene nichts folgt. Politisch. 

Was wir nicht wissen, weil es dazu m.W. bisher keine Daten gibt (erste sprechen aber offenbar eher dafür als dagegen), ist, ob es dem Anliegen nutzt. Ich kann es trotzdem Kakke finden, was die da machen. Ich persönlich finde es auch falsch. Aber das heißt nicht, dass es politisch falsch ist.

4.3.19

Aber doch nicht so!!1!11

Feminismus wäre voll super. Wenn die Feministinnen nicht so aggressiv wären. 

Euren Erfahrungen von Ausgrenzung könnte ich bestimmt zuhören. Wenn ihr nicht immer sagen würdet, dass das was mit Rassismus zu tun hätte. 

Dass ihr euch gegen den Klimawandel engagiert, ist voll cool. Aber nur, wenn ihr das Sonnabends tut. 

Voice Policing ist eine besondere Art des Derailing. Und eine besonders blöde. Denn es lenkt nicht nur ab, sondern verweigert auch noch jede Auseinandersetzung. Zu verlangen, jemand solle gefälligst ruhig und besonnen sein, ist außerdem eine glasklare Täterinperspektive. Denn ruhig und gelassen und freundlich auf ein Problem hinzuweisen, muss sich jemand auch erstmal leisten können.

Tatsächlich ist ja nicht von der Hand zu weisen, dass die Art, wie meine Generation, die gerade überall in Unternehmen, Medien und Politik "am Ruder" ist, mit dem Klimawandel umgeht, für die Generation meiner Kinder beängstigend ist. Und dass es sinnfrei erscheint, sich voll auf eine Zukunft vorzubereiten, die massiv in Frage steht.

Ok, auch für Menschen in meinem Alter gab es eine Zukunft, auch wenn wir eine Zeit lang in den 80ern nicht dachten, dass das so sein wird. Und ja, zumindest für die privilegierten unter den Kindern wird es wahrscheinlich auch eine Zukunft geben, weil erst andere Gegenden und Menschen dran glauben werden müssen. Aber das Argument, dass die Kinder – anders als die Generation ihrer Eltern – ihre Hausaufgaben gemacht haben, ist einfach wahr.

Wow, was für eine Generation

Mich beeindruckt, wie, in welcher Geschwindigkeit und mit welcher Qualität die Kinder sich organisieren und ihre Argumente zusammen bekommen. Wie souverän sie in Radioberichten klingen, wie klar ihre Botschaften und wie einheitlich ihre Argumente sind. Kein Wunder, dass es für die Kanzlerin, bis sie jetzt zurück ruderte, zunächst fast wie von einer geheimnisvollen Macht gesteuert aussah. Kein Wunder, dass sich so rasant in Dark Social organisierende Gruppen für viele in meiner Generation wie eine Bot-Armee wirken.

Was ich erlebe – am Esstisch, in Gesprächen mit anderen Eltern, in Erzählungen von Kindern –, ist, wie die Kinder untereinander diskutieren, wie sie die kritisieren, die tatsächlich nur auf einen Tag schulfrei setzen, wie sie über Klassenstufen und Schulen hinweg die besten Tage für Aktionen in ihren (Klein-) Städten herausfinden. In hunderten von mehr oder weniger kleinen Gruppen in Messengern und anderem Dark Social. Selbstständig, ohne uns.

Sorgen ernst nehmen

Was würde ich mir wünschen, wenn auf die Kinder von der Politik und im Management von Unternehmen so positiv reagiert würde, wie es die letzten Jahre war, wenn andere Menschen, die sagten, sie seien besorgt, Laut gaben und pöbelnd durch die Straßen des Ostens zogen. Wenn meine Generation wenigstens versuchen würde, zu sagen, wieso ihnen der Klimawandel nicht so wichtig ist wie anderes.

Stattdessen: Voice Policing. Ablenken, ausweichen, nichts sagen.

Ich freue mich total darauf, dass diese Generation bei der nächsten Bundestagswahl ganz überwiegend wahlberechtigt wird. Denn ähnlich wie die sogenannten "Besorgten Bürger" werden sie (als ebenso wie jene bisher nicht Wählende) eine Stimme haben und eine Stimme suchen.

Konsequenzen 

Vor allem ärgert mich das Voice Policing so sehr, weil es billige Selbstverständlichkeiten postuliert. Selbstverständlich bekommen die Kinder dafür unentschuldigte Fehlstunden. Selbstverständlich werden im Wiederholungsfall die Eltern informiert. Selbstverständlich kann das auch Verweise oder andere Konsequenzen haben.

Na und? Hat uns das damals davon abgehalten, gegen die Schulentwicklungsplanung (SEPL) zu streiken oder gegen Blut für Öl auf die Straße zu gehen? Es ist ja nicht so, als wären die Kinder dumm und würden es nicht wissen. Ganz ehrlich, ihr Besorgten Bürger, ihr Journalistinnen und konservative Politikerinnen – das müsst ihr ihnen nicht sagen. Oder wenigstens danach mit ihnen auch inhaltlich sprechen. Oder besser noch: mal euren Hintern hochbekommen und entweder offen zugeben, dass euch der Klimawandel nicht wichtig genug ist und ihr nicht glaubt, dass sie Kinder Recht haben. Oder eben tatsächlich was tun und die richtigen Entscheidungen treffen.

Politisch und persönlich

Denn es ist beides. Ich kann, auch wenn es in den letzten Jahrzehnten sehr populär war, das zu tun, nicht einfach das Klimaproblem in den persönlichen Bereich delegieren. Ja, auch da kann und muss ich, muss meine Generation was tun. Und viele von uns tun da auch was. Sei es, dass wir vor längerer Zeit unseren Stromanbieter gewechselt haben. Sei es, dass wir als Unternehmerinnen Reisen vermeiden. Sei es, dass wir als Entscheiderinnen die Dienstwagenflotte unserer Unternehmen auf Elektroautos umstellen. Sei es, dass wir Plastik vermeiden.

Aber wo meine Generation versagt, ist, die Rahmensetzung so radikal zu ändern, dass die Generation meiner Kinder eine reale Chance auf eine Zukunft hat. Und das ist politisch.

Wie toll, dass die Generation meiner Kinder nun politisch wird und nicht nur persönlich bleibt.

7.7.07

Just because today is Live Earth

Interesting: A lot of Americans I spoke to the last weeks think, Al Gore will be their president after the 08 election. They say he will start his campaign if Hillary, who is much too controversial will not be able to convince her huge amount of enemies.


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25.5.07

Schein und sein

Ich hatte irgendwann mal nur sparsam irritiert geguckt, als mich jemand, nachdem ich gesagt hatte, dass ich endlich zu sauberem Strom gewechselt sei, fragte, ob ich zu diesen Heftigwerbern mit dem lekkeren Strom gegangen sei. Und nun reden wir gerade über gute Menschen und so und da sagt jemand, dass Nuon ja Ökostrom sei. Konnte ich mir nicht vorstellen, weil ich das noch nie gehört hatte. Und tatsächlich: Sie verzichten auf Atomkraft, aber das war's. 60% kommen aus ganz normalen CO2-Schleudern. Besser als Vattenfall also (unser lokaler Quasi-Monopolist), aber eben seeehr weit weg von Ökostrom.



(Nur mal als Vergleich, was mein Stromanbieter macht: 100% erneuerbare Energien)



Spannend also: Die massive Werbung führt bei überdurchschnittlich intelligenten Menschen mit einem ethischen Anspruch (so welche waren das, mit denen ich sprach) zu einem völlig verzerrten Bild dessen, was sie tun. Denn lecker finde ich deren Strom nun wirklich nicht.



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18.3.07

Warum Atomkraft völliger Blödsinn ist

Da nun ja das Thema Klima im Mainstream angekommen ist, versucht auch die Atomlobby mal wieder, Morgenluft zu schnuppern, und hofft, dass neben Teilen der CDU auch andere Leute kurz genug denken, um ihr zu glauben. Dennoch ist es völliger Humbug, Atomkraft zum Klimaschutz einsetzen zu wollen. Warum? Darum:

1. Unter den Energieträgern ist Atomkraft nahezu irrelevant. Schon in Deutschland sind gerade mal 6% unseres Energiebedarfs zurzeit aus Atomkraft gedeckt, weltweit noch nicht mal die Hälfte davon. Zum Thema CO2-Reduktion ist Atomkraft also noch nicht mal ein Scheinriese...

2. 20% der Emissionen entstehen durch den Straßenverkehr. Dort muss man ansetzen, wenn es um Klimaschutz geht.

3. Schon sehr bald ist Atomstrom völlig überflüssig. Sowohl durch erneuerbare Energien als auch - und noch viel stärker - durch Energiesparen lässt sich Atomkraft mehr als kompensieren. Auch der Import von Atomstrom aus dem Ausland ist schon jetzt überflüssig und ausschließlich politisch motiviert.

4. Atomkraft ist nicht zukunftsfähig, denn die weltweiten Uranvorräte reichen schon für die zurzeit betriebenen Atomkraftwerke nur noch für ungefähr 65 Jahre. Neue bauen? Absurd!

5. Bis heute haben allein in Deutschland die Atomkraftwerke rund 5.500 Tonnen extrem radioaktiven Müll produziert. Niemand weiß, wo der hin soll und keiner hat auch nur den Schimmer einer Idee, wie der die einige Millionen Jahre sicher gelagert werden könnte, die er strahlt....

6. Das meiner Meinung nach absurdeste Märchen rund um die Atomkraft ist ihre angebliche Wirtschaftlichkeit. Milliardensubventionen haben sie überhaupt erst ermöglicht. Und die Risiken sind, obwohl die Kraftwerke privatwirtschaftlich betrieben werden, nicht im mindesten kalkuliert, sondern vollständig vergesellschaftet. Ebenso die Gesundheits- und Umweltfolgen. Verglichen damit, sind sogar heute schon die allermeisten erneuerbaren Energien hochwirtschaftich....

7. Wer behauptet, dass Atomkraft heute sicherer sei als beispielsweise vor 20 oder 30 Jahren, sollte noch mal nachdenken oder sich schämen. Forsmark im letzten Jahr hat das noch einmal eindrucksvoll deutlich gemacht. Und dass dieser Staat an allen Ecken und Enden Placebopolitik rund um die Sicherheit macht und die Freiheitsrechte massiv einschränkt und gleichzeitig die 17 Atombomben am Boden auch noch fördern und gutheißen sollte, verstehe ich alles nicht.

Ich werfe der Atomlobby nicht vor, dass sie es versucht. Das soll sie ruhig und das macht sie handwerklich teilweise sogar sehr professionell. Aber das ist kein Grund, ihr zu glauben....

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17.3.07

1:0 gegen den Schweinehund: endlich richtiger Strom

Man darf das ja gar nicht laut sagen, aber ich habe es wirklich erst jetzt eben gerade geschafft, den Stromanbieter zu wechseln. Seit wir umgezogen waren, hatte ich mir das fest vorgenommen, extra einen Vertrag beim exmonopolierenden Atomanbieter mit kurzen Kündigungsfristen abgeschlossen. Und heute hab ich es getan.

B ist beim Reiten, die Kinder halbwegs beschäftigt, ich bin über Markus' Blog (eigentlich über seinen Twitter-Eintrag, wenn ich ehrlich bin) auf das Tchibo-Angebot mit dem Stromanbieter meiner Wahl (Lichtblick) gekommen - und hab gleich bestellt. Hurra!

(Gerade neulich haben wir über das Thema Wechselwilligkeit und Bereitschaft geredet und ich musste beichten, dass ich motiviert und willig bin und es seit zwei Jahren nicht getan hab. Was für eine Erleichterung....)



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23.1.07

Climate Change

Eines der Dinge, die mich bereits bei der Einladung zum DLD sofort gepackt hatten, ist der starke Fokus auf Climate Change. James Murdoch von BSkyB hat eine spannende Einführung gehalten über die Schritte, die sein Unternehmen, das wir ja nicht eben als "guten Bürger" oder so etwas kennen, unternommen hat und noch unternimmt, um MItarbeiter, Zuschauer und andere zu Veränderungen zu bewegen - und mit welchem überraschend großem Erfolg.

Oder David de Rothschild und sein Projekt Adventure Ecology - guter Hinweis auf das Milleniumproblem der IT, in das 300 Milliarden Dollar investiert wurden. Wie wäre es, fragt er, wenn wir die gleiche Summe in ein Climate Change Datum 2010 investieren?

Kurz ein paar Gedanken aus den letzten Wochen, die mir vor allem in den Gesprächen mit Taxifahrern gekommen waren:

Was an dem gerade aktuell für alle sichtbaren Climate Change die Chance ist? Dass die üblichen Idioten (nur als Beispiel die Clowns der guten Achse), die die letzten Jahre unter anderem so intensiv bestritten haben, dass ein Problem auf uns zukommt, verstummt sind. Dass jeder sehen kann, was gerade passiert.

Das Panel, das gerade läuft hier auf dem DLD ist anders als die üblichen ohgottwirdallesschlimm-Sessions: Eher die Ideen, was jeder und jedes Unternehmen tun kann. Gerade Ernst Ulrich von Weizsäcker ist wieder einmal spannend mit seinem Thema Effizienz.

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