Ok, Kinners, macht kein Scheiß hier, ich bin mal weg. Ich mach Echofon aus, die FB App ebenso, deaktiviere Email, nehme zwei Bücher mit und eine Kiste voller Spiele, alle Kinder, Frau und Hund - und ab. *winke-winke*
30.7.10
28.7.10
19.7.10
Beust hat die richtigen Gründe, das verdient Respekt
Ich bin nun wirklich kein großer Freund von Ole von Beust, noch nie gewesen, weder als er mir im Scherz einen Job anbot, noch als er mit mir flirtete, was ich aber erst merkte, als mir das jemand sagte, in solchen Sachen bin ich etwas taub, ist auch beides schon sehr, sehr lange her, er war damals Fraktionschef in der Bürgerschaft. Aber ich kann seinen Rückzug jetzt verstehen und finde die Begründung überzeugend.
Was ich weniger verstehe, sind die Kommentare in den Medien ("Das tut man nicht", "zu viel Köhler" etc) und teilweise auf Twitter & Co. Denn erstens hat jeder das Recht, aufzuhören, wann er es will. Zweitens ist es wirklich ein guter Zeitpunkt. Und drittens finde ich es mal ganz deutlich gesagt zum Kotzen, dass immer und überall niedere Motive unterstellt werden. Kann es nicht sein, dass es wirklich stimmt, was Beust gesagt hat? Dass er wirklich keine weitere hidden agenda hat? Call me naive. (Dass er nur einen so schrägen Nachfolger aufgebaut hat, ärgert mich, aber das ist ja nicht meine Partei...)
Hinterlässt er einen Scherbenhaufen, wie nun überall zu lesen ist? Ich weiß nicht. Ja, das Kernstück der Schulreform ist leider gescheitert, obwohl es glücklicherweise dennoch zu dem Modernisierungsschub kommen wird, den vor allem die Gymnasien so dringend brauchen (was eine der großen Ironien ist am Ergebnis des Volksentscheids, dass ausgerechnet bei den Schulen, an denen sich nach dem Willen der Gegner nicht ändern sollte, gerade dadurch, dass jetzt auch die Klassen fünf und sechs weiterhin dort sein werden, besonders viel, immerhin zum Besseren, ändern wird. Aber diese Art von Treppenwitzen mag die Geschichte ja gerne). Ja, Elbphilharmonie und HSH sind ein Desaster. Aber alle drei Punkte - denen eine große Anzahl positiver Entwicklungen zur Seite stehen - hängen nicht allein an Beust.
Interessant wird sein, ob und vor allem wie schwarz-grün (von dem ich schon länger ein Anhänger bin) ohne Beust sein wird. Denn das Personal der SPD - ich sag nur: Olaf Scholz - ist auch nicht überzeugender. Und die Positionen schon gar nicht. Insofern: Wieso Neuwahlen?
Was ich weniger verstehe, sind die Kommentare in den Medien ("Das tut man nicht", "zu viel Köhler" etc) und teilweise auf Twitter & Co. Denn erstens hat jeder das Recht, aufzuhören, wann er es will. Zweitens ist es wirklich ein guter Zeitpunkt. Und drittens finde ich es mal ganz deutlich gesagt zum Kotzen, dass immer und überall niedere Motive unterstellt werden. Kann es nicht sein, dass es wirklich stimmt, was Beust gesagt hat? Dass er wirklich keine weitere hidden agenda hat? Call me naive. (Dass er nur einen so schrägen Nachfolger aufgebaut hat, ärgert mich, aber das ist ja nicht meine Partei...)
Hinterlässt er einen Scherbenhaufen, wie nun überall zu lesen ist? Ich weiß nicht. Ja, das Kernstück der Schulreform ist leider gescheitert, obwohl es glücklicherweise dennoch zu dem Modernisierungsschub kommen wird, den vor allem die Gymnasien so dringend brauchen (was eine der großen Ironien ist am Ergebnis des Volksentscheids, dass ausgerechnet bei den Schulen, an denen sich nach dem Willen der Gegner nicht ändern sollte, gerade dadurch, dass jetzt auch die Klassen fünf und sechs weiterhin dort sein werden, besonders viel, immerhin zum Besseren, ändern wird. Aber diese Art von Treppenwitzen mag die Geschichte ja gerne). Ja, Elbphilharmonie und HSH sind ein Desaster. Aber alle drei Punkte - denen eine große Anzahl positiver Entwicklungen zur Seite stehen - hängen nicht allein an Beust.
Interessant wird sein, ob und vor allem wie schwarz-grün (von dem ich schon länger ein Anhänger bin) ohne Beust sein wird. Denn das Personal der SPD - ich sag nur: Olaf Scholz - ist auch nicht überzeugender. Und die Positionen schon gar nicht. Insofern: Wieso Neuwahlen?
16.7.10
Es wird Zeit zu gehen, Maria Jepsen
Update 17:56
Meine Bischöfin ist zurückgetreten, wovor ich großen Respekt habe, wie ihr seht, wenn ihr meine Mail von heute früh an sie lest (hier unten). Hier ist ihre Rücktrittserklärung, die ich etwas schwach finde übrigens, hier die Erklärung der Kirchenleitung zu ihrem Rücktritt. Ich wünsche ihr Gottes Segen für die Zeit, die vor ihr liegt. Und ich hoffe und bete, dass alles getan wird, um diejenigen, die Verbrechen an Kindern und jungen Menschen begangen haben, dafür zur Verantwortung zu ziehen. Und dass diejenigen, die das Leid damals hätten beenden können, ihre Konsequenzen ziehen und sich zu ihrer Schuld bekennen.
Update 15.44 Uhr
dpa und mehrere andere Medien melden, Maria Jepsen werde gleich von ihrem Amt zurück treten. Das finde ich gut und es ist wichtig, dass es noch vor dem Wochenende und vor dem nächsten großen Spiegel-Artikel passiert. Ich bin dankbar, dass sie sich hat beraten lassen offenbar. Ich hoffe, sie wird stellvertretend für andere die Schuld auf sich nehmen, die nicht getilgt werden kann. Und ich hoffe noch mehr, dass ihr Beispiel anderen eine Warnung sien wird, sensibler mit Worten umzugehen - und Formulierungen wie Zuständigkeiten oder Verhältnis in solchen Zusammenhängen zu vermeiden. Vor allem für Frau Emse und Pastor H. wird es noch lange nicht vorbei sein, das ist auch gut so. Und für die Opfer ist es auch lange noch nicht vorbei, ihre zerstörten Leben können nie ganz geheilt werden.
Liebe Maria Jepsen,
Sie waren nie unumstritten in Ihrer Amtsführung, auch nicht bei Ihrer Wahl. Ich habe Sie immer unterstützt, für Sie geworben, Sie gewählt, in meiner Zeit beim Radio Ihnen oft und gerne eine Plattform gegeben. Sie haben viel für unsere Kirche getan, auch wenn ich wirklich nicht immer Ihrer Meinung war.
Aber nun schließt sich langsam das Zeitfenster, das Ihnen erlauben würde, Ihre Würde und die des Amtes zu wahren. Denn wenn der Spiegel am Wochenende den Ahrensburger Skandal auf die nächste Stufe hebt, ist es zu spät. Sie haben einen guten Sprecher, den ich seit dem Studium sehr schätze, der wird Ihnen erklären können, was ich meine - und wieso Sie ab Montag nur noch die Getriebene sein werden.
Ihre Wortwahl im Konflikt und die Ihres Kollegen Ulrich, der vor "Vorverurteilungen" warnt, wirken auf mich wie ein kommunikativer Amoklauf.
Entweder Sie werfen dem Opfer, dessen Schwester eine eidesstattliche Erklärung abgegeben hat, nun vor zu lügen. Oder Sie müssen sich an Ihren eigenen Worten im Zickenkrieg mit der damaligen Pröpstin Emse messen lassen, was heißt, dass Sie - nicht so schlimm wie diese aber doch - versagt haben damals.
Mit den Untersuchungen gegen H. ist das Verbrechen nun auch noch in Ihrem näheren Umfeld angekommen, ich bin erschüttert und leide mit seiner Frau, die ja auch zu Ihrem engsten Kreis gehörte.
Emse und H. sind nicht mehr im Amt. Ihr Bischofskollege war damals weit weg. Zwingen Sie doch diejenigen, die nichts dafür können, nicht weiter zu diesen Verrenkungen - und übernehmen Sie für Ihr Verhalten und das Ihrer Pröpstin und Pastoren die stellvertretende Verantwortung.
Bis Sonntag, wenn der Spiegel erscheint, haben Sie noch selbst das Heft in der Hand, können die Erinnerung der Menschen an Sie mitgestalten. Ich hoffe und bete, dass Sie die Kraft finden, das Richtige zu tun. Anders als damals Frau Emse. Anders als in den letzten Tagen, als Ihre Wortwahl weitere Verletzungen angerichtet hat.
Sie stehen wie kaum eine andere für die gute Tradition unserer Kirche, Buße zu tun und Verantwortung zu übernehmen. Noch nie mussten Sie das für etwas tun, was Ihnen so nahe war wie die Menschen, die sich hier so schlimm fehlverhalten haben (Emse und H.) oder Vebrechen begangen haben (K. und möglicherweise auch H.). Ich wünsche Ihnen die Kraft dazu.
Meine Bischöfin ist zurückgetreten, wovor ich großen Respekt habe, wie ihr seht, wenn ihr meine Mail von heute früh an sie lest (hier unten). Hier ist ihre Rücktrittserklärung, die ich etwas schwach finde übrigens, hier die Erklärung der Kirchenleitung zu ihrem Rücktritt. Ich wünsche ihr Gottes Segen für die Zeit, die vor ihr liegt. Und ich hoffe und bete, dass alles getan wird, um diejenigen, die Verbrechen an Kindern und jungen Menschen begangen haben, dafür zur Verantwortung zu ziehen. Und dass diejenigen, die das Leid damals hätten beenden können, ihre Konsequenzen ziehen und sich zu ihrer Schuld bekennen.
Update 15.44 Uhr
dpa und mehrere andere Medien melden, Maria Jepsen werde gleich von ihrem Amt zurück treten. Das finde ich gut und es ist wichtig, dass es noch vor dem Wochenende und vor dem nächsten großen Spiegel-Artikel passiert. Ich bin dankbar, dass sie sich hat beraten lassen offenbar. Ich hoffe, sie wird stellvertretend für andere die Schuld auf sich nehmen, die nicht getilgt werden kann. Und ich hoffe noch mehr, dass ihr Beispiel anderen eine Warnung sien wird, sensibler mit Worten umzugehen - und Formulierungen wie Zuständigkeiten oder Verhältnis in solchen Zusammenhängen zu vermeiden. Vor allem für Frau Emse und Pastor H. wird es noch lange nicht vorbei sein, das ist auch gut so. Und für die Opfer ist es auch lange noch nicht vorbei, ihre zerstörten Leben können nie ganz geheilt werden.
Liebe Maria Jepsen,
Sie waren nie unumstritten in Ihrer Amtsführung, auch nicht bei Ihrer Wahl. Ich habe Sie immer unterstützt, für Sie geworben, Sie gewählt, in meiner Zeit beim Radio Ihnen oft und gerne eine Plattform gegeben. Sie haben viel für unsere Kirche getan, auch wenn ich wirklich nicht immer Ihrer Meinung war.
Aber nun schließt sich langsam das Zeitfenster, das Ihnen erlauben würde, Ihre Würde und die des Amtes zu wahren. Denn wenn der Spiegel am Wochenende den Ahrensburger Skandal auf die nächste Stufe hebt, ist es zu spät. Sie haben einen guten Sprecher, den ich seit dem Studium sehr schätze, der wird Ihnen erklären können, was ich meine - und wieso Sie ab Montag nur noch die Getriebene sein werden.
Ihre Wortwahl im Konflikt und die Ihres Kollegen Ulrich, der vor "Vorverurteilungen" warnt, wirken auf mich wie ein kommunikativer Amoklauf.
Entweder Sie werfen dem Opfer, dessen Schwester eine eidesstattliche Erklärung abgegeben hat, nun vor zu lügen. Oder Sie müssen sich an Ihren eigenen Worten im Zickenkrieg mit der damaligen Pröpstin Emse messen lassen, was heißt, dass Sie - nicht so schlimm wie diese aber doch - versagt haben damals.
Mit den Untersuchungen gegen H. ist das Verbrechen nun auch noch in Ihrem näheren Umfeld angekommen, ich bin erschüttert und leide mit seiner Frau, die ja auch zu Ihrem engsten Kreis gehörte.
Emse und H. sind nicht mehr im Amt. Ihr Bischofskollege war damals weit weg. Zwingen Sie doch diejenigen, die nichts dafür können, nicht weiter zu diesen Verrenkungen - und übernehmen Sie für Ihr Verhalten und das Ihrer Pröpstin und Pastoren die stellvertretende Verantwortung.
Bis Sonntag, wenn der Spiegel erscheint, haben Sie noch selbst das Heft in der Hand, können die Erinnerung der Menschen an Sie mitgestalten. Ich hoffe und bete, dass Sie die Kraft finden, das Richtige zu tun. Anders als damals Frau Emse. Anders als in den letzten Tagen, als Ihre Wortwahl weitere Verletzungen angerichtet hat.
Sie stehen wie kaum eine andere für die gute Tradition unserer Kirche, Buße zu tun und Verantwortung zu übernehmen. Noch nie mussten Sie das für etwas tun, was Ihnen so nahe war wie die Menschen, die sich hier so schlimm fehlverhalten haben (Emse und H.) oder Vebrechen begangen haben (K. und möglicherweise auch H.). Ich wünsche Ihnen die Kraft dazu.
14.7.10
Die Bischöfin muss zurücktreten
Es sind in der letzten Zeit Bischöfinnen geringerer Vergehen wegen zurückgetreten. Aber jenseits der reißerischen Überschrift muss ich länger ausholen, weil ich wirklich zornig und traurig bin.
Hintergrund ist ein systematischer und - nach allem, was man zurzeit weiß - wohl jahrzehntelanger (mindestens in den 70er und 80er Jahren) Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch einen Pastor in Ahrensburg, Luftlinie 700m von meinem Haus, in meinem Kirchenkreis. Den Pastor kenne ich nicht, wohl aber seinen damaligen Kollegen im gleichen Stadtteil von Ahrensburg und die anderen Beteiligten (also seine Vorgesetzten). 1999 kam das Verbrechen zur Sprache (noch ist mir unklar, wie weit es wem damals bekannt wurde), dieses Jahr haben sich zwei der Hauptopfer dieses Verbrechers im Talar (eines davon einer seiner Stiefsöhne) an die Öffentlichkeit gewandt. 1999 wurde der Pastor aus der Gemeinde versetzt, bis 2003 war er aber wohl noch als Religionslehrer am örtlichen Gymnasium tätig.
In dieser Woche ist nun ein angesichts des Verbrechens absurder Streit entbrannt, wer wen wann worüber informiert hat. Im Mittelpunkt stehen die Kirchenverwaltung, die Bischöfin für Hamburg (Maria Jepsen) und die damalige Pröpstin, die daneben auch noch Pastorin in derselben Kirchengemeinde und Stadt wie der Kindermissbraucher* war. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass irgendwer in der Kirche angemessen reagiert hat.
Was ich meiner Bischöfin abnehme, ist, dass es sie wirklich erschüttert. Auch dass sie sich nicht sofort daran erinnern konnte, von dem Fall schon 1999 gehört zu haben, ist glaubwürdig und keine Lüge oder so was. Und ihr sehr emotionales und für sie typisches Interview mit dem Hamburger Abendblatt heute erklärt schon einiges. Vielleicht hat sie nicht an sich einen Fehler gemacht. Aber wütend - war ich übrigens schon, bevor ich das Interview las - machen mich diese Passagen am Ende, als sie sagt:
Was mich aber noch mehr erschüttert: Wenn der Kindermissbraucher jahrelang Orgien mit Schülern des örtlichen Gymnasiums im Pastorat gefeiert hat, von denen sein Stiefsohn berichtet, wenn dort Alkohol in Massen floss und Kinder missbraucht wurden - wie soll das in so einer kleinen Stadt wie Ahrensburg wirklich niemand mitbekommen haben? Wie sollen die anderen Pastoren (zu denen auch die Pröpstin gehörte) das erklären?
Kann es wirklich sein, dass die Konsequenz für diesen Kindermissbraucher die gleiche war, wie sie auch für Pastoren gezogen wird, die fremdgehen und eine Beziehung mit einer erwachsenen Frau neben der Ehe haben? Mit welchem Maß wird hier gemessen?
Ja, das übliche Vorgehen ist, die Bischöfin mündlich zu informieren (auch, wenn sie das im Interview quasi anders darstellt, was aber falsch ist), den "Fall" also mündlich zu eskalieren. Aber ich kann einfach nicht glauben und finde es ungeheuerlich, dass die Kollegin und Vorgesetzte des Verbrechers entweder nicht gewusst hat, dass es um Kinder geht, die hier Opfer waren (immerhin hat damals 1999 der "Fall" einer Frau die Versetzung ausgelöst, die 16 war, als er eine "Beziehung" mit ihr begann), oder die Augen davor verschlossen hatte. Wenn es stimmt, dass sich die Pröpstin eines Amtsvergehens schuldig gemacht hätte, hätte sie so reagiert, wie die Bischöfin es sich heute im Interview im Zuge des Schuld nach unten Weiterleitens gewünscht hätte (nämlich den Kindermissbraucher damals anzuzeigen), dann stimmt etwas nicht am System.
Wie auch immer: Die damalige Pröpstin und die Bischöfin haben damals versagt und führen heute einen absurden Zickenkrieg über die Medien. Beides macht mich wütend und verzweifelt. Beide Frauen schätze ich sehr, beide habe ich in ihre Ämter mitgewählt und unterstützt und für sie argumentiert, als sie zur Wahl standen. Mit beiden verbindet mich eine Geschichte. Beide haben mich sehr, sehr enttäuscht.
* Ich schreibe dieses sperrige und auf mich erstmal etwas euphemistisch klingende Wort nun doch, weil ich mich habe überzeugen lassen, dass das an sich drastischere Wort Kinderficker zu kurz greift: es geht nicht nur um die Vergewaltigung von Kindern, sondern auch um anderen Missbrauch.
Hintergrund ist ein systematischer und - nach allem, was man zurzeit weiß - wohl jahrzehntelanger (mindestens in den 70er und 80er Jahren) Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch einen Pastor in Ahrensburg, Luftlinie 700m von meinem Haus, in meinem Kirchenkreis. Den Pastor kenne ich nicht, wohl aber seinen damaligen Kollegen im gleichen Stadtteil von Ahrensburg und die anderen Beteiligten (also seine Vorgesetzten). 1999 kam das Verbrechen zur Sprache (noch ist mir unklar, wie weit es wem damals bekannt wurde), dieses Jahr haben sich zwei der Hauptopfer dieses Verbrechers im Talar (eines davon einer seiner Stiefsöhne) an die Öffentlichkeit gewandt. 1999 wurde der Pastor aus der Gemeinde versetzt, bis 2003 war er aber wohl noch als Religionslehrer am örtlichen Gymnasium tätig.
In dieser Woche ist nun ein angesichts des Verbrechens absurder Streit entbrannt, wer wen wann worüber informiert hat. Im Mittelpunkt stehen die Kirchenverwaltung, die Bischöfin für Hamburg (Maria Jepsen) und die damalige Pröpstin, die daneben auch noch Pastorin in derselben Kirchengemeinde und Stadt wie der Kindermissbraucher* war. Niemand kann ernsthaft behaupten, dass irgendwer in der Kirche angemessen reagiert hat.
Was ich meiner Bischöfin abnehme, ist, dass es sie wirklich erschüttert. Auch dass sie sich nicht sofort daran erinnern konnte, von dem Fall schon 1999 gehört zu haben, ist glaubwürdig und keine Lüge oder so was. Und ihr sehr emotionales und für sie typisches Interview mit dem Hamburger Abendblatt heute erklärt schon einiges. Vielleicht hat sie nicht an sich einen Fehler gemacht. Aber wütend - war ich übrigens schon, bevor ich das Interview las - machen mich diese Passagen am Ende, als sie sagt:
Bei dem Vorgang haben wir ganz klare Zuständigkeiten, ich kann mich als Bischöfin nicht in den Fall einmischen. ... Ja, ich bin hilflos. Aber ich lüge nicht und ich kneife nicht und ich halte auch durch. ... [D]a ist Traurigkeit und Schmerz, Unverständnis und Wut bei mir. Und zudem habe ich den Eindruck, dass die behauptete Vertuschung viel schlimmer bewertet wird als die Tat. Manchmal komme ich mir wie eine Kriminelle vor, obwohl ich in diesem Punkt ein reines Gewissen habe.Das kann ich nicht mehr nachvollziehen. Wie kann sie ein "reines Gewissen" haben? Mindestens ein schlechtes Gewissen, damals nicht genauer hingesehen und nachgefragt zu haben, wäre doch wohl nötig. Zumal sie laut Protokollnotizen durchaus im Kirchenamt nachgefragt hat, ob der Kindermissbraucher Beziehungen zu sehr jungen Frauen habe (was, wenn nicht dies, hätte denn weitere Alarmglocken schrillen lassen müssen?). Ich habe lange mit Menschen gesprochen, die die damalige Pröpstin und die Strukturen der Kirchenverwaltung besser kennen als ich. Ich verstehe, wie es kommt, dass die Bischöfin wenig bis nichts wusste. Aber sie muss die Konsequenzen dieses Versagens der Strukturen und ihres Nicht-Nachfragens tragen. Ich denke wirklich, dass sie stellvertretend für "die Kirche" die Buße übernehmen muss und zurücktreten sollte.
-- Maria Jepsen heute im Abendblatt, hier die Google-Suche auf das Abendblatt-Interview mit ihr (der Artikel liegt sonst hinter einer Bezahlschranke, kann so aber aufgerufen werden)
Was mich aber noch mehr erschüttert: Wenn der Kindermissbraucher jahrelang Orgien mit Schülern des örtlichen Gymnasiums im Pastorat gefeiert hat, von denen sein Stiefsohn berichtet, wenn dort Alkohol in Massen floss und Kinder missbraucht wurden - wie soll das in so einer kleinen Stadt wie Ahrensburg wirklich niemand mitbekommen haben? Wie sollen die anderen Pastoren (zu denen auch die Pröpstin gehörte) das erklären?
Kann es wirklich sein, dass die Konsequenz für diesen Kindermissbraucher die gleiche war, wie sie auch für Pastoren gezogen wird, die fremdgehen und eine Beziehung mit einer erwachsenen Frau neben der Ehe haben? Mit welchem Maß wird hier gemessen?
Ja, das übliche Vorgehen ist, die Bischöfin mündlich zu informieren (auch, wenn sie das im Interview quasi anders darstellt, was aber falsch ist), den "Fall" also mündlich zu eskalieren. Aber ich kann einfach nicht glauben und finde es ungeheuerlich, dass die Kollegin und Vorgesetzte des Verbrechers entweder nicht gewusst hat, dass es um Kinder geht, die hier Opfer waren (immerhin hat damals 1999 der "Fall" einer Frau die Versetzung ausgelöst, die 16 war, als er eine "Beziehung" mit ihr begann), oder die Augen davor verschlossen hatte. Wenn es stimmt, dass sich die Pröpstin eines Amtsvergehens schuldig gemacht hätte, hätte sie so reagiert, wie die Bischöfin es sich heute im Interview im Zuge des Schuld nach unten Weiterleitens gewünscht hätte (nämlich den Kindermissbraucher damals anzuzeigen), dann stimmt etwas nicht am System.
Wie auch immer: Die damalige Pröpstin und die Bischöfin haben damals versagt und führen heute einen absurden Zickenkrieg über die Medien. Beides macht mich wütend und verzweifelt. Beide Frauen schätze ich sehr, beide habe ich in ihre Ämter mitgewählt und unterstützt und für sie argumentiert, als sie zur Wahl standen. Mit beiden verbindet mich eine Geschichte. Beide haben mich sehr, sehr enttäuscht.
* Ich schreibe dieses sperrige und auf mich erstmal etwas euphemistisch klingende Wort nun doch, weil ich mich habe überzeugen lassen, dass das an sich drastischere Wort Kinderficker zu kurz greift: es geht nicht nur um die Vergewaltigung von Kindern, sondern auch um anderen Missbrauch.
30.6.10
Geht's noch?
Stellen wir uns mal ganz dumm.
Nehmen wir mal an, wir wären die Elite des Politikjournalismus.
Stopp, nur einmal, ganz kurz, des Spaßes wegen. OK. Also.
Nehmen wir weiter an, es stünde ein politisches Großereignis bevor. Vielleicht eine Bundespräsidentenwahl, um irgendein abwegiges Szenario zu stricken.
Nehmen wir außerdem an, es hätte etwas vergleichbares schon mal so etwa ein Jahr vorher gegeben und da sei es - okok - durch ein Missverständnis oder so vorgekommen, dass einer aus der Bundesversammlung das Wahlergebnis vorzeitig über Twitter vermeldet hätte.
Was würden wir tun?
Wahrscheinlich, denn wir sind Elitejournalisten, würden wir es machen wie die FAZ:
(screenshot durch @hhebig)
Oder?
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: "Nach unbestätigten Gerüchten im Internet" Geile Quellenlage, my ass. FAZ!
Merken die noch was?
Oder die Superbloggerin Franziskript in der Rheinischen Post: "Twitter verbreitet Falschmeldungen"
Hä? Und "das Internet" ist eine Quelle oder wie?
Mal ehrlich, FAZ: Ich bin ja nun wirklich kein Journalist mehr und hab auch nur Boulevard gemacht damals in den 90ern. Aber selbst ich wäre in der Lage, ein gutes halbes Dutzend Mitglieder der Bundesversammlung zu benennen, die twittern und vertrauenswürdig sind. Selbst ich wüsste, dass es heute wahrscheinlich 729 Spaßvögel auf Twitter geben wird, die so tun, als hätten sie Ahnung und irgendwelche Gerüchte in die Welt setzen.
Und dann kommen sie wieder, die sinn- und merkbefreiten Schlagzeilen a la RP: Twitter ist Schuld. Oder das pöse Interdings. Aber bestimmt nicht schlampig arbeitende Elitejournalisten, die Humor nicht von Journalismus unterscheiden können. Ich bin so was von wütend auf euch!
Liebe FAZ-Redaktion, ihr könnt es wieder gut machen und zurück in den Journalismus kehren: Schreibt doch mal auf, wie das passiert ist, warum, wie der Druck auf das arme Würstchen so war, das diese Fehlleistung dann rausgepustet hat, warum ihr es dann schnell wieder offline nehmt und so. DAS wäre doch wirklich ein Stück Journalismus, das sich morgen, wenn sich alle wieder beruhigt haben, in der Bahn oder im Flieger oder auf dem Klo (auf jeden Fall auf Papier) zu lesen lohnt.
Naja, wir schreiben hier ja im Irrealis. Oder Irrsinnalis oder so.
Update:
Auch der Bild ist nichts blöd genug, um nicht ein Skandälchen draus zu inszenieren, das online schon lange aufgelöst war - der Twitterdings in Frage ist ein Fake. Ach nee. Kommt mal runter, menno.
Update 2:
*Seufz* Ach, FAZ. Und wieder eine Chance verpasst. Und *plonk*
Nehmen wir mal an, wir wären die Elite des Politikjournalismus.
Stopp, nur einmal, ganz kurz, des Spaßes wegen. OK. Also.
Nehmen wir weiter an, es stünde ein politisches Großereignis bevor. Vielleicht eine Bundespräsidentenwahl, um irgendein abwegiges Szenario zu stricken.
Nehmen wir außerdem an, es hätte etwas vergleichbares schon mal so etwa ein Jahr vorher gegeben und da sei es - okok - durch ein Missverständnis oder so vorgekommen, dass einer aus der Bundesversammlung das Wahlergebnis vorzeitig über Twitter vermeldet hätte.
Was würden wir tun?
Wahrscheinlich, denn wir sind Elitejournalisten, würden wir es machen wie die FAZ:
(screenshot durch @hhebig)Oder?
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: "Nach unbestätigten Gerüchten im Internet" Geile Quellenlage, my ass. FAZ!
Merken die noch was?
Oder die Superbloggerin Franziskript in der Rheinischen Post: "Twitter verbreitet Falschmeldungen"
Hä? Und "das Internet" ist eine Quelle oder wie?
Mal ehrlich, FAZ: Ich bin ja nun wirklich kein Journalist mehr und hab auch nur Boulevard gemacht damals in den 90ern. Aber selbst ich wäre in der Lage, ein gutes halbes Dutzend Mitglieder der Bundesversammlung zu benennen, die twittern und vertrauenswürdig sind. Selbst ich wüsste, dass es heute wahrscheinlich 729 Spaßvögel auf Twitter geben wird, die so tun, als hätten sie Ahnung und irgendwelche Gerüchte in die Welt setzen.
Und dann kommen sie wieder, die sinn- und merkbefreiten Schlagzeilen a la RP: Twitter ist Schuld. Oder das pöse Interdings. Aber bestimmt nicht schlampig arbeitende Elitejournalisten, die Humor nicht von Journalismus unterscheiden können. Ich bin so was von wütend auf euch!
Liebe FAZ-Redaktion, ihr könnt es wieder gut machen und zurück in den Journalismus kehren: Schreibt doch mal auf, wie das passiert ist, warum, wie der Druck auf das arme Würstchen so war, das diese Fehlleistung dann rausgepustet hat, warum ihr es dann schnell wieder offline nehmt und so. DAS wäre doch wirklich ein Stück Journalismus, das sich morgen, wenn sich alle wieder beruhigt haben, in der Bahn oder im Flieger oder auf dem Klo (auf jeden Fall auf Papier) zu lesen lohnt.
Naja, wir schreiben hier ja im Irrealis. Oder Irrsinnalis oder so.
Update:
Auch der Bild ist nichts blöd genug, um nicht ein Skandälchen draus zu inszenieren, das online schon lange aufgelöst war - der Twitterdings in Frage ist ein Fake. Ach nee. Kommt mal runter, menno.
Update 2:
*Seufz* Ach, FAZ. Und wieder eine Chance verpasst. Und *plonk*
Die logische Fortschreibung ins mobile Internetz
Ob das Web hinter Apps verschwindet oder nicht, ist mir ja fast egal. Sowohl als Konsument als auch als Kommunikationsberater ist mir etwas anderes wichtig: Ist das, was ein Unternehmen für das mobile Web anbietet, logisch, intuitiv - und im Rahmen der Businesslogik oder Markenführung stringent. Denn eine App um der App willen (um dann doch auf das Thema zu gehen), finde ich latent albern. Das ist so wie bloggen oder twittern um des Bloggens oder Twitterns willen.
Und darum frage ich in Beratungsprozessen, was jemand eigentlich erreichen will. Und als Konsument, ob eine Anwendung mir etwas bringt (oder Spaß macht).
Drei Beispiele aus den Apps, die ich auf dem iPhone nutze, empfinde ich als in diesem Sinne besonders gelungen:
Payback
Ja, ich weiß, über Payback als Service kann man trefflich streiten. Stellen wir das aber einmal zurück, dann hat Payback eine schlaue und hilfreiche App geschaffen, die ich unter denen, die ich bisher kenne, zu den allerbesten zähle - vom Nutzungserlebnis und der Businesslogik.
Denn die App überträgt das Couponing-System von Payback (ich bekomme Rabattmarken und sammle Punkte) auf intelligente Weise auf mobile Internetgeräte, die GPS können. Mir werden, basierend auf meinem Standort, Coupons angeboten, die ich in der App aktivieren kann - und die Extrapunkte, die sie mir versprechen, werden im Hintergrund für mich aktiviert. Ich brauche also nicht mehr die Papiergutscheine mitzunehmen, die ich eh immer vergesse - und ich bekomme Hinweise (wenn ich will auch aktiv gepusht), welche Läden in meiner Umgebung gerade einen Coupon anbieten.
![]()
Was ich überzeugend finde (neben der Tatsache, dass ich als Payback-Nutzer (schlagt mich, jaja) tatsächlich damit umgehe und die App nutze), ist, dass die Anwendung komplett in der bestehenden Logik des Systems bleibt, und die Lokalisierung, die auch in Papierform über die Adresse passiert ist, radikalisiert.
Smiley's
OK, die App des Pizzalieferanten Smiley's ist nicht bahnbrechend, bietet im Grunde auch keinen besonderen Mehrwert gegenüber der Website. ABER: sie funktioniert, meine Lieferdaten etc. sind fest hinterlegt, die Zusammenstellung der Pizza ist einfach und schnell gemacht, ich kann hin- und herspringen. Und die Pizza kommt mit mir gemeinsam an der Haustür an, wenn ich aus der U-Bahn heraus bestelle für die gesamte Familie. Und da ich Pizza ohnehin immer online bestelle und nie am Telefon, weiß ich schon länger zu schätzen, was die schriftliche Interaktion bringt: Vermeidung von Missverständnissen, kein genuscheltes Antworten sprachohnmächtiger Pizzaboten, immer das aktuelle Angebot vor Augen, denn das kann ich mir eh nicht merken (ebenso wenig wie das, was ich schon bestellt hab - hey, wir sind normalerweise sieben Leute, die was haben wollen).

Was ich überzeugend finde: Die App ist exakt das, was sie sein soll, nicht mehr und nicht weniger. Einigermaßen schnell, im Alltag bewährt - und ändert wiederum für das Unternehmen keine Prozesse, denn einen Onlinebestellprozess gibt es schon.
Call a Bike
Oder, hier in Hamburg: StadtRad. Und das ist nun wirklich mal dicht an einer Killerapplikation. Ohne Ironie. Seit ich mich durchgerungen habe, mich bei Call a Bike anzumelden und die App installiert habe, nutze ich StadtRad intensiv, vor allem für kleine Fahrten in Büroumgebung oder in der City. Das Prinzip von StadtRad: ich leihe ein Rad an einer Station aus, stelle es an einer anderen wieder ab - und die ersten 30 min sind kostenfrei, was innerhalb des Ringes, in dem die Stationen hier stehen, fast immer für eine einfache Fahrt reicht. Ich habe insgesamt 18 Cent bisher ausgegeben an Zusatzkosten.
Was wirklich genial an der App ist: Der gesamte Prozess wird in der App abgebildet, ich brauche nicht mehr an die Automaten zu gehen. Ich verlasse das Büro, gucke in der App nach, an welcher der beiden Stationen ein Rad frei ist, reserviere es auf dem Weg dahin, gebe den Code am Rad ein, den mir die App vorgibt, fahre los, lasse mir von der App zeigen, wo am Zielort ein freier Platz an einer Station ist, schließe das Rad an und gebe in der App den Rückgabecode ein, den das Rad mir sagt. Das ist alles (ok, wenn ich mich einmal online angemeldet habe, das sei zugegeben).

Was ich überzeugend finde: Alle Funktionen, die mobiles Internet in einer App bietet, werden eingesetzt: Lokalisierung, Navigation, Abfrage der Radverfügbarkeit in Echtzeit etc. Einfach gut umgesetzt.
Es gibt eine Reihe weiterer Apps, die ich liebe und viel nutze (von Geocaching über Twitter und Facebook bis hin zum Gastankstellenfinder). Aber an diesen drei Anwendungen kann ich sehen, dass sie überlegt sind und in die Gesamtstrategie des Services oder Unternehmens passen. Und das ist am Ende doch das wichtigste Kriterium, als Berater gesprochen...
Und darum frage ich in Beratungsprozessen, was jemand eigentlich erreichen will. Und als Konsument, ob eine Anwendung mir etwas bringt (oder Spaß macht).
Drei Beispiele aus den Apps, die ich auf dem iPhone nutze, empfinde ich als in diesem Sinne besonders gelungen:
Payback
Ja, ich weiß, über Payback als Service kann man trefflich streiten. Stellen wir das aber einmal zurück, dann hat Payback eine schlaue und hilfreiche App geschaffen, die ich unter denen, die ich bisher kenne, zu den allerbesten zähle - vom Nutzungserlebnis und der Businesslogik.
Denn die App überträgt das Couponing-System von Payback (ich bekomme Rabattmarken und sammle Punkte) auf intelligente Weise auf mobile Internetgeräte, die GPS können. Mir werden, basierend auf meinem Standort, Coupons angeboten, die ich in der App aktivieren kann - und die Extrapunkte, die sie mir versprechen, werden im Hintergrund für mich aktiviert. Ich brauche also nicht mehr die Papiergutscheine mitzunehmen, die ich eh immer vergesse - und ich bekomme Hinweise (wenn ich will auch aktiv gepusht), welche Läden in meiner Umgebung gerade einen Coupon anbieten.
Was ich überzeugend finde (neben der Tatsache, dass ich als Payback-Nutzer (schlagt mich, jaja) tatsächlich damit umgehe und die App nutze), ist, dass die Anwendung komplett in der bestehenden Logik des Systems bleibt, und die Lokalisierung, die auch in Papierform über die Adresse passiert ist, radikalisiert.
Smiley's
OK, die App des Pizzalieferanten Smiley's ist nicht bahnbrechend, bietet im Grunde auch keinen besonderen Mehrwert gegenüber der Website. ABER: sie funktioniert, meine Lieferdaten etc. sind fest hinterlegt, die Zusammenstellung der Pizza ist einfach und schnell gemacht, ich kann hin- und herspringen. Und die Pizza kommt mit mir gemeinsam an der Haustür an, wenn ich aus der U-Bahn heraus bestelle für die gesamte Familie. Und da ich Pizza ohnehin immer online bestelle und nie am Telefon, weiß ich schon länger zu schätzen, was die schriftliche Interaktion bringt: Vermeidung von Missverständnissen, kein genuscheltes Antworten sprachohnmächtiger Pizzaboten, immer das aktuelle Angebot vor Augen, denn das kann ich mir eh nicht merken (ebenso wenig wie das, was ich schon bestellt hab - hey, wir sind normalerweise sieben Leute, die was haben wollen).
Was ich überzeugend finde: Die App ist exakt das, was sie sein soll, nicht mehr und nicht weniger. Einigermaßen schnell, im Alltag bewährt - und ändert wiederum für das Unternehmen keine Prozesse, denn einen Onlinebestellprozess gibt es schon.
Call a Bike
Oder, hier in Hamburg: StadtRad. Und das ist nun wirklich mal dicht an einer Killerapplikation. Ohne Ironie. Seit ich mich durchgerungen habe, mich bei Call a Bike anzumelden und die App installiert habe, nutze ich StadtRad intensiv, vor allem für kleine Fahrten in Büroumgebung oder in der City. Das Prinzip von StadtRad: ich leihe ein Rad an einer Station aus, stelle es an einer anderen wieder ab - und die ersten 30 min sind kostenfrei, was innerhalb des Ringes, in dem die Stationen hier stehen, fast immer für eine einfache Fahrt reicht. Ich habe insgesamt 18 Cent bisher ausgegeben an Zusatzkosten.
Was wirklich genial an der App ist: Der gesamte Prozess wird in der App abgebildet, ich brauche nicht mehr an die Automaten zu gehen. Ich verlasse das Büro, gucke in der App nach, an welcher der beiden Stationen ein Rad frei ist, reserviere es auf dem Weg dahin, gebe den Code am Rad ein, den mir die App vorgibt, fahre los, lasse mir von der App zeigen, wo am Zielort ein freier Platz an einer Station ist, schließe das Rad an und gebe in der App den Rückgabecode ein, den das Rad mir sagt. Das ist alles (ok, wenn ich mich einmal online angemeldet habe, das sei zugegeben).
Was ich überzeugend finde: Alle Funktionen, die mobiles Internet in einer App bietet, werden eingesetzt: Lokalisierung, Navigation, Abfrage der Radverfügbarkeit in Echtzeit etc. Einfach gut umgesetzt.
Es gibt eine Reihe weiterer Apps, die ich liebe und viel nutze (von Geocaching über Twitter und Facebook bis hin zum Gastankstellenfinder). Aber an diesen drei Anwendungen kann ich sehen, dass sie überlegt sind und in die Gesamtstrategie des Services oder Unternehmens passen. Und das ist am Ende doch das wichtigste Kriterium, als Berater gesprochen...
18.6.10
Ein großer Mann
english summary below
Ich hatte vor zwei Jahren die große Freude, ihn auch persönlich zu treffen und bei ihm zu Hause eingeladen zu sein: Dan Edelman, den "Erfinder" moderner PR und Gründer der Firma, in der ich einige Jahre arbeiten durfte. Er wird nun 90, er ist alt, ja - aber immer noch beeindruckend. Seine Vision, dass PR nicht am Katzentisch sitzen sollte, sondern eine zentrale beratende Funktion habe, hat er auf seine Firma übertragen - und sie wird von seinem Sohn Richard, mit dem ich auch direkt zusammen arbeiten durfte, weitergetragen.
Gerade mit dem Blick auf die neuen massenhaften Medien (Social Media) teile ich diese Haltung. Und das Wissen um und die Erfahrung mit kritikfestem Einzueins-Dialog, der ausstrahlt (sei es mit Journalisten, Meinnungsführern oder mit Kunden, wenn er in der Öffentlichkeit stattfindet), machen die Verwurzelung in der PR auch für andere Kommunikationsdisziplinen hilfreich.
AdAge hat ein persönliches Interview mit Dan geführt:
Dan Edelman ist ein großer Mann, der Generationen von Kommunikatoren inspiriert und geformt hat. Und er ist ein feiner Mensch, so wie ich ihn kennengelernt habe. 90 ist ein stolzes Alter. Herzlichen Glückwunsch, Dan.
Two years ago I had the pleasure to not only meet him but to be invited to his appartment in Chicago. Dan Edelman, founder of modern PR in a way and of a firm I was happy to work with for some years.
I still love his vision of PR being in the driver's seat - his son Richard with whom I worked and his firm share this vision and so do I. Firm roots in PR and being able to so real dialogues that stand critics are a good thing not only in social media but in all communications disciplines, I believe.
I regard Dan Edelman as a great man that inspired and formed generations of pr professionals. And he is a nice guy as far as I got to know him. He now turns 90. Happy Birthday, Dan.
Ich hatte vor zwei Jahren die große Freude, ihn auch persönlich zu treffen und bei ihm zu Hause eingeladen zu sein: Dan Edelman, den "Erfinder" moderner PR und Gründer der Firma, in der ich einige Jahre arbeiten durfte. Er wird nun 90, er ist alt, ja - aber immer noch beeindruckend. Seine Vision, dass PR nicht am Katzentisch sitzen sollte, sondern eine zentrale beratende Funktion habe, hat er auf seine Firma übertragen - und sie wird von seinem Sohn Richard, mit dem ich auch direkt zusammen arbeiten durfte, weitergetragen.
Gerade mit dem Blick auf die neuen massenhaften Medien (Social Media) teile ich diese Haltung. Und das Wissen um und die Erfahrung mit kritikfestem Einzueins-Dialog, der ausstrahlt (sei es mit Journalisten, Meinnungsführern oder mit Kunden, wenn er in der Öffentlichkeit stattfindet), machen die Verwurzelung in der PR auch für andere Kommunikationsdisziplinen hilfreich.
AdAge hat ein persönliches Interview mit Dan geführt:
Dan Edelman ist ein großer Mann, der Generationen von Kommunikatoren inspiriert und geformt hat. Und er ist ein feiner Mensch, so wie ich ihn kennengelernt habe. 90 ist ein stolzes Alter. Herzlichen Glückwunsch, Dan.
Two years ago I had the pleasure to not only meet him but to be invited to his appartment in Chicago. Dan Edelman, founder of modern PR in a way and of a firm I was happy to work with for some years.
I still love his vision of PR being in the driver's seat - his son Richard with whom I worked and his firm share this vision and so do I. Firm roots in PR and being able to so real dialogues that stand critics are a good thing not only in social media but in all communications disciplines, I believe.
I regard Dan Edelman as a great man that inspired and formed generations of pr professionals. And he is a nice guy as far as I got to know him. He now turns 90. Happy Birthday, Dan.
11.6.10
Irgendwie ist Fußball dann doch nicht egal
Ich war nie ein Fan. Jedenfalls kein richtiger. Als kleiner Junge war ich Rudi Kargus, aber auch nur, weil ich nur im Tor mitspielen durfte, wenn die sportlichen Jungs Fußball spielten. Und dann wurde ich - mit sieben - Bayern-Fan, weil der Typ in meiner Klasse, der echt Ahnung von Fußball hatte, Bayern-Fan war. Und HSV ging damals gar nicht. Trotz Kevin Keegan. Trotz Rudi Kargus. Und dann, ich war acht, war 1978. Ich kann mich an keines der Spiele erinnern, nur an die runden Karikaturen auf den Hörzuaufklebern und den Spruch "Rudi halt den Kasten sauber".
Meine erste WM war 1982. Wir waren im Schwarzwald und mein Vater und ich sind abends in die Dorfkneipe gegangen (und bei den großen Spielen ins Dorfgemeinschaftshaus in Bernau). Ich fand Uli Stielike gut. Ich sah den Betrug mit Österreich. Ich kotze über Rambo Schumacher. Ich fand Dino Zoff toll. Und habe mich irgendwie trotzdem gelangweilt.
Später war ich dann quasi St. Pauli Fan oder so. Denn HSV ging immer noch gar nicht. Die Jungs bei uns draußen in den Jeanskutten waren voll die Nazis, fanden wir. Zur WM 1986 gab es dann einen Farbfernseher bei uns zu Hause.
Von 1990 erinnere ich eigentlich fast nur das Fahnenmeer in Frankfurt. Komisch eigentlich. Aber ich war ja auch nie für Schland. Nicht dass ich Antideutsch war, aber es war mir egal. Und die haben einfach nicht gut gespielt. Ich war immer für die Dänen. Vor allem, als die Europameister wurden.
2006 war ich in Berlin, vor dem Brandenburger Tor, denn meine kleine Wohnung war fast direkt am Potsdamer Platz. Und ich war mit meinen beiden Großen in Hamburg im Stadion. Und ich war ganz sicher, dass ich das ganze nicht interessant finde. Und hab dann zum ersten Mal richtig oft Fußball geguckt. (OK, 2002, da war ich bei news aktuell, das sind die mit dem fußballverrückten Chef, da haben wir die asiatische WM immer im Büro geguckt und ich hab beim Tippspiel war gewonnen, aber andere Erinnerungen hab ich nicht daran.) War toll. Außerdem war ich da ja auch schon lange HSV-Fan. Ging inzwischen. Und Primus war schon Mitglied im HSV Kid's Club. Und es war Sommer. Und irgendwie toll. Wirklich. Viel besser als ich dachte. Da hab ich auch schon gebloggt, gibt es also Artikel zu im Archiv, muss ich mal wieder lesen.
Hab ich jetzt Lust auf die WM? Weiß nicht. Kein Twitteravater mit irgendwas für mich jedenfalls, kein Bekenntnis. Und - ganz ehrlich - finde ich es auch ok, dass Spanien Weltmeister wird und Schland spätestens im Viertelfinale ausscheidet.
Meine erste WM war 1982. Wir waren im Schwarzwald und mein Vater und ich sind abends in die Dorfkneipe gegangen (und bei den großen Spielen ins Dorfgemeinschaftshaus in Bernau). Ich fand Uli Stielike gut. Ich sah den Betrug mit Österreich. Ich kotze über Rambo Schumacher. Ich fand Dino Zoff toll. Und habe mich irgendwie trotzdem gelangweilt.
Später war ich dann quasi St. Pauli Fan oder so. Denn HSV ging immer noch gar nicht. Die Jungs bei uns draußen in den Jeanskutten waren voll die Nazis, fanden wir. Zur WM 1986 gab es dann einen Farbfernseher bei uns zu Hause.
Von 1990 erinnere ich eigentlich fast nur das Fahnenmeer in Frankfurt. Komisch eigentlich. Aber ich war ja auch nie für Schland. Nicht dass ich Antideutsch war, aber es war mir egal. Und die haben einfach nicht gut gespielt. Ich war immer für die Dänen. Vor allem, als die Europameister wurden.
2006 war ich in Berlin, vor dem Brandenburger Tor, denn meine kleine Wohnung war fast direkt am Potsdamer Platz. Und ich war mit meinen beiden Großen in Hamburg im Stadion. Und ich war ganz sicher, dass ich das ganze nicht interessant finde. Und hab dann zum ersten Mal richtig oft Fußball geguckt. (OK, 2002, da war ich bei news aktuell, das sind die mit dem fußballverrückten Chef, da haben wir die asiatische WM immer im Büro geguckt und ich hab beim Tippspiel war gewonnen, aber andere Erinnerungen hab ich nicht daran.) War toll. Außerdem war ich da ja auch schon lange HSV-Fan. Ging inzwischen. Und Primus war schon Mitglied im HSV Kid's Club. Und es war Sommer. Und irgendwie toll. Wirklich. Viel besser als ich dachte. Da hab ich auch schon gebloggt, gibt es also Artikel zu im Archiv, muss ich mal wieder lesen.
Hab ich jetzt Lust auf die WM? Weiß nicht. Kein Twitteravater mit irgendwas für mich jedenfalls, kein Bekenntnis. Und - ganz ehrlich - finde ich es auch ok, dass Spanien Weltmeister wird und Schland spätestens im Viertelfinale ausscheidet.
Oder so. Macht nix. Aber ich guck ein paar Spiele mit meinen Jungs. Und darauf freu ich mich schon. Und auf den Spaß.
28.5.10
Ich bin heute bedroht worden. Oder: Wer Geistes Kind die Contras der Schulreform sind
Ich finde es zunehmend interessant und beängstigend. Entweder die Gegner der Schulreform in Hamburg sind verzweifelt - oder sie sind wirklich sehr aggressiv. Damals im Herbst bin ich ja schon einmal von zwei Unterschriftensammlerinnen auf dem Isemarkt körperlich bedroht worden. Und nur durch Flucht konnte ich verhindern, dass sie mich verprügeln. Und jetzt schickt eine der treibenden Kräfte im Elternrat einer der Schulen, auf die meine Kinder gehen, aus Versehen die E-Mail an mich, die sie ihrem Mitstreiter schreiben wollte:
Vorausgegangen war ein Schreiben des Elternrates einer der Schulen, die am meisten von der Reform profitieren (weil sie dadurch gerettet wird), indem die Eltern vehement auffordern, gegen die Schulreform zu stimmen. Dabei, übrigens über die Klassenlehrerinnen an alle Eltern verteilt, das Propagandapapier von WWL ("Wir wollen lernen"), von dem der Elternrat schreibt, er habe mal zusammengestellt, wie die Eltern von der Behörde und den Unterstützern der Schulreform desinformiert würden.
Dagegen hatte ich protestiert, zugleich aber angeboten, dass ich für eine Diskussion in der Schule über die Schulreform zur Verfügung stehe. Die Reaktion ist sehr interessant, oder? Erinnert sehr an die "fiesen" Mitschnitte von Panorama damals, als sich wild gewordene Nienstedtener Mütter um Kopf und Kragen redeten. Meine eigene Position ist, dass Elternräte sich neutral verhalten sollten. Ich habe in "meinem" genau dafür plädiert, obwohl ich die Schulreform unterstütze. Interessanterweise hat übrigens die aggresssive Art, in der wir von M. aufgefordert wurden, uns der Ablehnung anzuschließen, dazu geführt, dass unser Elternrat neutral wurde, sogar die Schulreformgegner fanden das offenbar nicht wirklich gut. Naja.
Ich finde es schade, dass sich Eltern in den Schulkrieg reinziehen lassen, anstatt sich sachlich und inhaltlich zu beteiligen. Die scheinbare Sachlichkeit, die aus dem Tonfall des ursprünglichen Briefes sprach, wird durch die nicht für mich gedachte Mail ja sehr gut entlarvt.
Ich bin gespannt. Das, was die Frau B. in der Mail an Herrn V. (den ich kenne und sehr mag) schreibt, ist - so empfinde ich es - eine handfeste Drohung. Und ich mache sie hier öffentlich, vor allem, um mich und meine Familie zu schützen. Denn in den letzten Monaten ist es allzu oft passiert, dass Unterstützer der Schulreform massiv bedroht und eingeschüchtert wurden. Meine Süße und meine vier Kinder dieser Gefahr auszusetzen, hatte ich nicht gedacht - und auch nicht damit gerechnet, weil ich dachte, dass auch andere und nicht nur V. in diesem Elternrat zivilisiert sind.
Ich habe aus dem Elternrat heraus durchaus inzwischen gehört, dass einige dort ein sehr - hmm - anstrengendes Sozialverhalten haben, das hat mich erschreckt. Und ich hoffe, dass mich das Veröffentlichen dieser Drohnung schützt.
Hallo M.,Ich habe die Namen rausgenommen, werde sie erst öffentlich machen, falls sie ihren Drohungen Taten folgen lassen sollte.
Herr Haltungsturner hat geantwortet.
Ich habe dem Herrn lediglich freundlich zurück geschrieben, dass ich die Mail erhalten habe und dass ich sie weiterleiten werde. Ich glaube, der hat da was gründlich missverstanden. Daher werden wir ihm sicherlich antworten müssen.
Aber der ist ideologisch so verbohrt, dass ihm nicht zu helfen ist. Aber eigentlich auch nicht schlecht, da ist sein Gemüt etwas beruhigter und wir können richtig in die Vollen gehen. Der wird sich noch wundern. Alles sehr interessant.
Schönen Abend noch
LG A.
Vorausgegangen war ein Schreiben des Elternrates einer der Schulen, die am meisten von der Reform profitieren (weil sie dadurch gerettet wird), indem die Eltern vehement auffordern, gegen die Schulreform zu stimmen. Dabei, übrigens über die Klassenlehrerinnen an alle Eltern verteilt, das Propagandapapier von WWL ("Wir wollen lernen"), von dem der Elternrat schreibt, er habe mal zusammengestellt, wie die Eltern von der Behörde und den Unterstützern der Schulreform desinformiert würden.
Dagegen hatte ich protestiert, zugleich aber angeboten, dass ich für eine Diskussion in der Schule über die Schulreform zur Verfügung stehe. Die Reaktion ist sehr interessant, oder? Erinnert sehr an die "fiesen" Mitschnitte von Panorama damals, als sich wild gewordene Nienstedtener Mütter um Kopf und Kragen redeten. Meine eigene Position ist, dass Elternräte sich neutral verhalten sollten. Ich habe in "meinem" genau dafür plädiert, obwohl ich die Schulreform unterstütze. Interessanterweise hat übrigens die aggresssive Art, in der wir von M. aufgefordert wurden, uns der Ablehnung anzuschließen, dazu geführt, dass unser Elternrat neutral wurde, sogar die Schulreformgegner fanden das offenbar nicht wirklich gut. Naja.
Ich finde es schade, dass sich Eltern in den Schulkrieg reinziehen lassen, anstatt sich sachlich und inhaltlich zu beteiligen. Die scheinbare Sachlichkeit, die aus dem Tonfall des ursprünglichen Briefes sprach, wird durch die nicht für mich gedachte Mail ja sehr gut entlarvt.
Ich bin gespannt. Das, was die Frau B. in der Mail an Herrn V. (den ich kenne und sehr mag) schreibt, ist - so empfinde ich es - eine handfeste Drohung. Und ich mache sie hier öffentlich, vor allem, um mich und meine Familie zu schützen. Denn in den letzten Monaten ist es allzu oft passiert, dass Unterstützer der Schulreform massiv bedroht und eingeschüchtert wurden. Meine Süße und meine vier Kinder dieser Gefahr auszusetzen, hatte ich nicht gedacht - und auch nicht damit gerechnet, weil ich dachte, dass auch andere und nicht nur V. in diesem Elternrat zivilisiert sind.
Ich habe aus dem Elternrat heraus durchaus inzwischen gehört, dass einige dort ein sehr - hmm - anstrengendes Sozialverhalten haben, das hat mich erschreckt. Und ich hoffe, dass mich das Veröffentlichen dieser Drohnung schützt.
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