habe ich gerade gelesen oder gehört
John Maddox Robbert: Senatus Populusque Romanus I -
John Katzenbach: Der Fotograph -
Wolfram Fleischhauer: Das Buch in dem Welt verschwand -
Constantin Floros: Gustav Mahler, Bd III Die Symphonien -
John Grisham: The Confession -
Ken Follett: Die Tore der Welt -
Thomas Nipperdey: Deutsche Geschichte 1866-1918 Bd II -
Ildefonso Falcones de Sierra: Die Pfeiler des Glaubens -
Tina Uebel: Last Exit Volksdorf -
Stephenie Meyer: Bis(s) zum Ende der Nacht -
Ken Follet: Die Säulen der Erde -
Ken Follett: Sturz der Titanen -
Ildefonso Falcones de Sierra: Die Kathedrale des Meeres -
Stephenie Meyer: Bis(s) zum Abendrot -
Wolfgang Hohlbein: Das Paulus-Evangelium -
Stephenie Meyer: Bis(s) zur Mittagsstunde -
Donna Leon: Das Mädchen seiner Träume -
Donna Leon: Schöner Schein -
Stephenie Meyer: Bis(s) zum Morgengrauen -
Robert Harris: Lustrum -
Robert Harris: The Ghost -
Frank Schätzing: Limit -
John Katzenbach: Der Täter -
Philip Pullmann: Der Goldene Kompass -
Stieg Larsson: Verblendung -
Faye Kellerman: Arglist -
Petra Oelker: Tod auf dem Jakobsweg -
Dan Brown: The Lost Symbol -
Erich Schütz: Judengold -
Frank Schätzing: Ein Zeichen der Liebe (gekürzt) -
Henning Mankell - Der Mann am Strand (gekürzt) -
Stig Larsson: Vergebung -
Cornelia Funke: Potilla -
Astrid Lindgren: Madita -
Petra Oelker: Der Klosterwald -
Astrid Lindgren: Ferien auf Saltkrokan -
Donna Leon: Feine Freunde -
John Grisham: A Time To Kill -
Taavi Soininvaara: Finnischer Tango -
Tove Nilsen: Nachtzuschlag -
Chris Anderson: Free -
Volker Kutscher: Der nasse Fisch -
Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen -
John Katzenbach: Das Rätsel -
Charlotte Thomas: Die Madonna von Murano -
John Grisham: The Associate -
Jane Austen: Emma -
Cornelia Funke: Tintentod -
Wolfgang Schorlau: Die blaue Liste -
Cornelia Funke: Tintenblut -
Arto Paasilinna: Das Jahr des Hasen -
Arto Paasilinna: Die Rache des glücklichen Mannes -
Cornelia Funke: Tintenherz -
Christopher Paolini: Eragon 3 -
Henry James: Die Aspern-Schriften -
Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes -
Philip Kerr: Dark Matter -
Charlotte Thomas: Die Lagune des Löwen -
Dan Brown: Deception Point -
Donna Leon: Wie durch ein dunkles Glas -
Walter Moers: Der Schrecksenmeister -
Max Kruse: Urmel im Vulkan -
Joan Aiken: Der Schmuck der Lady Catherine -
Max Kruse: Urmels toller Traum -
Dan Brown: Digital Fortress -
John Katzenbach: Der Patient -
Stella Blomkvist: Mord in Thingvellir -
Yrsa Sigurdardottir: Das gefrorene Licht -
Max Kruse: Urmel aus dem Eis -
John Grisham: The Summons -
Aake Edwardson: Zimmer Nr. 10 -
Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz -
Leena Lehtolainen: Im dunklen See -
John Grisham: The King of Torts -
Jane Austen: Die Abtei von Northanger -
Jane Austen: Die Liebe der Anne Elliot -
John Grisham: The Last Juror -
John Grisham: The Street Lawyer -
John Le Carree: Tinker, Tailor, Soldier, Spy -
Gabriele Keiser: Apollofalter -
Olof Franzen: Meisterdetektiv Agaton Sax -
Astrid Lindgren: Karlsson vom Dach -
Robert Harris: Pompeji -
Robert Harris: Imperium -
Christopher Paolini: Eragon 2 -
Faye Kellerman: Serpent's Tooth -
Chris Anderson: The Long Tail -
Thomas Schmid: 33 Bazi- Geschichten -
Astrid Lindgren: Wir Kinder aus Bullerbü -
Christopher Paolini: Eragon 1 -
Petra Oelker: Mit dem Teufel im Bunde -
Astrid Lindgren: Karlsson vom Dach -
Dan Brown: Angels and Demons -
Rick Levine et al.: Das Cluetrain Manifest -
Dan Brown: The Da Vinci Code -
Tanja Kinkel: Die Schatten von La Rochelle -
John Grisham: The Pelican Brief -
John Grisham: The Rainmaker -
John Grisham: The Runaway Jury -
Philip Kerr: Der Tag X -
John Grisham: The Testament -
Robert Bolt: Oblong Fitz Oblong -
John Grisham: The Broker -
John Katzenbach: Die Anstalt -
Tanja Kinkel: Venuswurf -
Ingrid Kampaas: Fein gesponnen ist die Lüge -
Hakan Nesser: Schwalbe, Katze, Tod -
Minette Walters: Das Echo -
Hakan Nesser: Der Tote vom Strand -
Hakan Nesser: Sein letzter Fall -
Henning Mankell: Die fünfte Frau -
Karl May: Winnetou II -
Petra Oelker: Der Tote im Eiskeller -
Henning Mankell: Mittsommermord -
Petra Oelker: Die englische Episode -
Karl May: Winnetou I -
Minette Walters: Das Echo -
Tim Krabbé: Das goldene Ei -
Henning Mankell: Vor dem Frost -
Viveca Lärn: Weihnachten auf Saltön -
Jane Austen: Emma -
Jane Austen: Gefühl und Verstand -
Cornelia Funke: Drachenreiter -
Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel -
Martha Grimes: Gewagtes Spiel -
Donna Leon: Verschwiegene Kanäle -
Jane Austen: Stolz und Vorurteil -
Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz -
Jonathan Safran Foer: Alles ist erleuchtet -
Heribert Prantl: Kein schöner Land -
Michael Ende: Die unendliche Geschichte -
William Goldman: Die Brautprinzessin -
Giles Blunt: Blutiges Eis -
Michael Ende: Momo -
Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt -
Karlheinz Moosig: Streiten, aber fair -
Albrecht Müller: Die Reformlüge -
Tatjana Ustinowa: Dass du nicht mehr lebst -
Mario Soldati: Briefe aus Capri -
Dietrich Dörner: Die Logik des Misslingens -
Kerstin Ekman: Die letzten Flöße -
Wolfgang E. Müller: Protestantische Ethik -
Anne Holt: Das achte Gebot -
Leena Lehtolainen: Die Todesspirale -
Dirk Olbertz: Das Blog-Buch -
Florian Illies - Anleitung zum Unschuldigsein -
Jesper Juul/ Helle Jensen: Vom Gehorsam zur Verantwortung -
Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes -
Anne Holt: In kalter Absicht -
Faye Kellerman: Das Hohelied des Todes -
Henning Mankell: Die Brandmauer -
Friedrich Torberg: Die Tante Jolesch -
C.S. Mahrendorff: Der Walzer der gefallenen Engel -
C.S. Mahrendorff: Und sie rührten an den Schlaf der Welt -
Hope Mirrlees: Flucht ins Feenland -
Steinunn Sigurdardottir: Gletschertheater -
Anna Jansson: Und die Götter schweigen -
Janko Röttgers: Mix, Burn & R.I.P. -
Jacques Berndorf: die Eifel-Krimis -
Leena Lehtolainen: Weiss wie die Unschuld -
Oswald Metzger: Einspruch! -
Zeruya Shalev: Mann und Frau -
Jens Reich: Es wird ein Mensch gemacht -
Christofer Frey: Die Ethik des Protestantismus -
Gidon Kremer: Zwischen Welten -
Aake Edwardson: Das vertauschte Gesicht -
Holger Afflerbach: Das entfesselte Meer -
Frank McCourt: Ein rundherum tolles Land -
Frank McCourt: Die Asche meiner Mutter -
Eric S. Raymond: The Cathedral and the Bazaar
meine Musik
"der Haltungsturner"
(Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach)
arbeitet bei achtung! GmbH.
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ist seine persönliche Meinung
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"der Haltungsturner"
(Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach)
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(so habe ich die meisten Mail an alle begonnen in den letzten dreieinhalb Jahren, wenn ich nicht “liebe Kolleginnen” gesagt habe, worauf mich witzigerweise nie jemand angesprochen hat, weshalb ich es jetzt auflöse, denn ich liebe ja nicht nur Meedchenfilme, sondern bin auch umfassend in feministischer und – wie das die Generation nach mir genannt hat – Gendertheorie ausgebildet worden, wodurch ich an Stellen, an denen oft die männliche Form inkludierend gemeint ist, die weibliche eben so verwende. Und zugleich mache ich mit dieser überflüssigen Erklärung, die die meisten von euch sich ohnehin schon selbst gegeben haben, von meiner bekannten Klugscheißerart Gebrauch.)
dies ist meine letzte @all-Mail. Und obwohl ich mich, wie ihr euch vorstellen könnt, denn sonst würde ich das ja nicht machen, sehr freue auf das, was vor mir liegt, bin ich auch ein bisschen traurig, euch alle zurück zu lassen. Denn in den gut drei Jahren bei Edelman habe ich mich fast jeden Tag wohlgefühlt. Wir haben gemeinsam so viele tolle Dinge für Kunden gemacht, noch mehr tolle Dinge für Kunden entworfen, die sie nicht machen wollten – und immer wieder auch sehr viel Spaß zusammen gehabt.
Ich habe viel von euch gelernt. Und das sage ich ganz ohne Koketterie, denn ich war, als ich kam, ja kein “PRler” im eigentlichen Sinne.
Dennoch ist es wirklich nur ein halbes Tschüss, denn wir sind über Facebook und Twitter (und wo immer noch zukünftig, mein Tipp: bestimmt foursquare) so eng vernetzt wie es vor einiger Zeit noch undenkbar gewesen wäre. Da ich das, was ich predige, auch lebe, werdet ihr mich über die gefühlt hundert Kanäle, die ich geöffnet habe, immer erreichen, außer an dem einen Tag in der Woche, an dem ich weitgehend offline sein werde, weiterhin, meistens. Oder so.
Als Abschiedsgeschenk habe ich schon gestern meinen ersten echten Rant geschrieben und damit heute eine wunderbare, absurde, höllisch lustige Diskussion ausgelöst, von der alle, die sich mit Social Media beschäftigen, viel lernen können. Und die Drohungen und Beschimpfungen mit der richtigen Gelassenheit zu ertragen, ist eine der Sachen, die ich gleich im ersten halben Jahr bei Edelman gelernt habe.
Ich bin nicht gut im Ranting. Denn ich bin nett. Also im Prinzip und meistens. Obwohl... naja. Egal. Deshalb weiß ich auch nicht, ob das hier wirklich ein Rant wird. Dabei würde ich so gerne ranten, wenn ich mir angucke, wofür Leute GELD bezahlen: Eine Tweet Academy (hihi)
What kind of fucking moron do you have to be not to understand twitter?
Mal im Ernst: Wer braucht so was? Was soll so was? Wer kann da ernsthaft etwas lernen, was du nicht lernen könntest, wenn du einfach mal twitterst und rumfragst und liest und zuhörst und ausprobierst?
Kinners, Twitter ist ein Tool, ein Dingens. Keine Wissenschaft. Es gibt kein richtig oder falsch, selbst wenn es immer wieder so genannte (und meistens selbst ernannte) Experten gibt, die mit irgendwelchen schwachsinnigen merkwürdigen Listen hausieren oder die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben vorgeben, die sie dann auskotzen absondern. Allein, dass sich jemand für einen Experten hält oder gar ein Buch (!) über Twitter (!!!!) schreibt, wäre schon ein Grund, den oder die niemals (in Worten: Niemals) mit irgendwas zu beauftragen. Man kann kein Experte für Twitter sein. Man kann twittern, man kann mit Twitter seine (Kommunikations-) Ziele erreichen oder auch nicht, man kann dank Twitter in Probleme kommen oder auch nicht. Aber man kann Twittern nicht lehren oder unterrichten oder konferenzen.
Eine Tweetacademy nutzt genau einer Gruppe von Teilnehmern: denen, die von den Eintrittsgeldern etwas abbekommen. (Und ich hoffe nur, dass die Refernten wenigstens so schlau sind, richtig gute Honorare zu nehmen, das wäre der einzige Grund, nicht über sie zu lachen.)
Ach, es ist langweilig, ich glaub, ich schreibe doch keinen Rant über so einen Kram wie ein Seminar über Twitter. Ich weise lieber auf ein Video von Loren hin, das er fünf Minuten, bevor wir zusammen essen gegangen sind, aufgenommen hat. Ihr könnt euch vorstellen, wie lustig das Essen danach war. Selbst ohne viele Guinness ;)
Ok, zurzeit ist es hier ein bisschen einseitig, aber so ein Hausbau ist ja auch ein größeres Projekt. Gestern hatte ich einen Tag frei und viel Zeit auf der Baustelle verbracht - und gleich das eine oder andere Foto davon gemacht, wie das Erdgeschoss aufgestellt und die Balkenlage angebracht wurde. Faszinierend.
Heute wird die Verschalung gemacht, also die eigentliche Decke vom Zimmermann gebaut, das Dach ist schon geliefert worden - und morgen kommt dann das Obergeschoss, das ja noch mal ein Vollgeschoss wird, und das Dach. Freitag ist das Haus dicht, und kommende Woche feiern wir wohl Richtfest. Und dann dauert es noch laaaaaange.....
In der kommenden Woche wird das Haus aufgestellt, am Dienstag das Erdgeschoss, Donnerstag das Obergeschoss und das Dach. Und dann ist auch schon bald Richtfest.
Lustig mal wieder: Alles gleichzeitig. Am Wochenende steht der Rohbau, kommt unser neues Au Pair und ist meine Zeit bei Edelman zu Ende.
Wie so oft sind die sozialen Implikationen gefährlicher und ansteckender Krankheiten ja fast interessanter als die Krankheit selbst und ihr Verlauf. So wie bei uns neulich mit der Pest*. Der Verlauf war, wie in den letzten Monaten wohl üblich in Deutschland, mehr als mild, der Betroffene war nach zwei Tagen wieder fit, das größte Leiden löste die gut zehntägige Einzelhaft aus, die mit der Seuche einhergeht.
Wirklich interessant aber war der Umgang des Umfeldes mit der Erkrankung.
Das begann schon damit, dass die Diagnose etwas - äh - holperig war. "Keine Sorge, nur Neue Influenza A", hieß es erst, wir haben dann aber selbst gemerkt, dass dieses ja recht eigentlich die Pest* ist. Nunja. Sehr zügig immerhin hat sich dann das Gesundheitsamt gemeldet und uns genaue Verhaltensanweisungen gegeben. Problem: Diese Anweisungen sind nur halbkompatibel mit den Bedürfnissen des Umfeldes.
Also ging das Opfer in Quarantäne. Aber eben nur das Opfer. Nicht der Rest der Familie.
Die eigentlich spannende Frage ist dann: Sollen wir es anderen sagen oder nicht? Wir entschieden uns für offene Information (hey, das propagiere ich im Beruf auch) - und können nun jede verstehen, die sich anders entscheiden.
Wir haben alles drei erlebt: Besorgte Anrufe, die sich nach dem Opfer erkundigten und ihm Mut machten, besorgte Anrufe, die sich nach dem Opfer und vor allem den anderen erkundigten und sich selbst Mut machten - und eben die Paniker, die nicht anriefen, sondern sich das Maul zerreißen.
Die Frage, ob nicht der Rest der Familie auch besser in Quarantäne sollte, kann ich verstehen - die Kritik daran, dass wir es nicht tun, nicht, schon gar nicht, wenn sie nur hinter vorgehaltener Hand geäußert wird. Wie stellen sich die Leute das vor, wenn das Gesundheitsamt dazu eine klare Position hat und also die Kinder in die Schule müssen und die Erwachsenen zur Arbeit?
Erschreckend geringe Medienkompetenz unter Akademikern führt dann teilweise dazu, dass panikverursachende Uraltmeldungen via "das Internet" die Stimmung prägen. Nicht überall, aber immer mal wieder.
Ja, es gab Leute, die klasse und verantwortungsvoll und panikvermeidend agiert und kommuniziert haben, denen haben wir das auch gesagt und uns bedankt - und es gab solche, die massiv in unsere Privatsphäre eingegriffen haben, die aus Leitungspositionen heraus Panik verstärkt und Gerüchte im Stadtteil verbreitet haben.
(Gipfel war, um das mal konkret zu fassen, dass eines der Kinder mit leicht geröteten Augen nach Hause geschickt und dann offenbar in einer anderen von unserer Familie besuchten Schule angerufen wurde, es sei der zweite Fall von Pest* in der Familie aufgereten. Zumindest ist es so bei denen angekommen, was wir Tage später durch Zufall erfahren haben.)
Zweieinhalb Lehren:
Dem Stress mit Quarantäne und Pest* folgt der Sozialstress auf dem Fuß, wahrscheinlich sollten Betroffene weit offensiver und klarer und proaktiver und fordernder die aktuellen Regeln, die im Krankheitsfall gelten, weiter erzählen, als wir es getan haben. Das war blauäugig.
Das Vertrauen, dass gebildete Menschen erst denken und dann reden oder handeln, ist nicht unerschütterbar.
Die Pest* ist echt nicht schlimm, zumindest zurzeit und zumindest bei uns hier.
Es war kein Spaß, auch wenn ich inzwischen darüber lachen kann. Auf die noch nicht formale Beschwerde bei einer beamteten Leitung angesichts ihres Verhaltens und Eingriffs in unsere Privatsphäre haben wir noch keine Antwort. Kann man in den Ferien wohl auch nicht erwarten. Aber die sind ja nächste Woche vorbei...
* Weil es ja immer wieder Menschen gibt, die alles wörtlich nehmen: Nein, niemand bei uns hatte die Pest. Wohl aber hatten wir einen Fall von so genannter Schweinegrippe in der Familie. Die geschilderten Verhaltensweisen im Umfeld haben wir aber so erlebt.
Ein paar Tage frei in den Herbstferien, kurz bevor es mit dem Jobwechsel weiter geht. Und heute mal wieder eine Reitstunde, muss auch sein zwischendurch.
Morgen für ein paar Tage zum Wandern in die Rhön. Drückt mal die Daumen, dass es halbwegs trocken ist, dann ist es ja doch schöner da.
Vorab muss ich wohl sagen, dass ich Oskar immer mochte. Ja, ich fand ihn feige, als er 1990 nicht den ihm von Vogel angebotenen Parteivorsitz annahm - und im Nachhinein muss man wohl zugeben, dass damit sein weiterer Weg vorgezeichnet war. Dass ich dann trotzdem wieder in die SPD eintrat, als er Ziege Scharping gestürzt hatte. Dass ich aus der SPD wieder austrat, als niemand von den "Linken" nach seiner Fahnenflucht Schröder stoppen mochte oder auch nur gegen ihn kandidieren.
Und ebenfalls vorab erinnere ich mich noch gut an ein langes Gespräch mit meinem Freund (ja, so kann ich das wohl formulieren, auch wenn es immer so war, dass ich zu ihm, der mehr als 50 Jahre älter ist als ich, aufgeschaut habe und mich extrem freute, als er sich nach dem Tod meiner Mutter nach vielen Jahren, die wir uns nicht gesprochen hatten, bei mir meldete) Alfred Schulz über die Frage einer linken Alternative zur SPD. Wir gehörten damals beide zum linken Flügel der Partei und unmittelbar nach Engholms Abgang gab es schon einmal Überlegungen, eine Partei links von der SPD zu gründen - Alfred sagte damals hellsichtig, dass es nur gehen würde, wenn es, beispielsweise durch den Wechsel von prominenten Abweichlern, eine Chance auf eine gewisse Größe gäbe.
Ich kann nicht glauben, dass er nicht wusste, was passiert, wenn er androht, sich persönlich um das Saarland zu kümmern. Ja, er schäumt jetzt, ja, er macht die große Pose, die er so liebt. Aber am Ende wird er es bewusst kalkuliert und provoziert haben. Und das ist sowohl aus linker als auch aus grüner Sicht auch sinnvoll.
Nur so, mit der Jamaika-Entscheidung, passiert mittelfristig zweierlei:
Die Pattsituation zwischen den beiden alten Lagern wird aufgebrochen.
Die Linke stabilisiert sich mit linken Grünen auf der westdeutschen Funktionärsebene und mit einigen ehemals grünen Wählerinnen.
Beides können wir in Hamburg beobachten:
Die Grünen gewinnen Stimmen hinzu, vor allem in bürgerlichen Zusammenhängen und solchen, denen es um die konkreten Inhalte geht, für die grün steht.
Die Linke hat einige Ex-Grüne gewinnen können, teilweise habe die sogar ihre für die Grünen gewonnenen Mandate mitgenommen.
Und beides (bis auf die Mandatsmitnahme) finde ich ok.
Denn der Abgang derer bei den Grünen, für die Kompromisse an sich ja schon Teufelszeug sind, bedeutet doch vor allem, dass es immer mehr darum geht, grüne Kerninhalte in Koalitionen durchzusetzen, ohne auf ideologische Vorbehalte Rücksicht zu nehmen. Und damit übernehmen die Grünen eine wichtige Scharnierfunktion zwischen dem "alten" Politiksystem der BRD und dem neuen, offeneren, mehr an Inhalten orientierten Politiksystem, mit dem sich zurzeit vor allem SPD und FDP (und eben ein Teil der Linken, ironischerweise auch und gerade der Teil, der von den Grünen dahin gewechselt ist) noch so schwertun.
Interessanterweise sehe ich bei Teilen der Linken durchaus auch genau diese Tendenz - dass es ihnen um Inhalte und die Umsetzung von Kernbereichen ihrer Forderungen geht und weniger um rituelles Gehabe. Dass Ramelow und Kaiser auf Ämter in Regierungen verzichten würden, ist dafür nur ein Indiz.
Ich denke, dass Lafontaine das durchaus sieht, auch wenn er selbst in diese Zeit nicht reinpasst und nicht auf sein Gockelsein verzichten kann. Aber mit seiner Zuspitzung hat er der Zukunftsfähigkeit von Politik in diesem Land und von Linken und Grünen im Besonderen einen guten Dienst erwiesen. Die Linken werden sich damit stabilisieren, weit mehr als eine Regierungsbeteiligung es ihnen ermöglichte (ich denke, dass er bewusst verhindern wollte, dass die Linken an der Saar mitregieren müssen) - und die Grünen werden sich weitere Wählerinnen erschließen, ohne die meisten ihren Kerngruppen zu verlieren, wie Schläfrigeswig-Holstein eindrucksvoll zeigt.
Insofern ein weiteres Mal Hut ab vor Oskars Strategie. Und danke, dass er ein so deutliches Votum (fast 80%) der Saar-Grünen für Jamaika ermöglicht hat.
pausenbrote sind ein kleiner gruß an die kinder, wenn man selber nicht da ist. für mich war und ist das immer auch ausdruck von liebe und zuneigung, ich habe das so erfahren und ich gebs so weiter an meine.
Für mich war es bis einschließlich heute nur ein mehr oder weniger gerne ausgeführter Bestandteil des Morgendienstes, den ich in unserer Familie verrichte, wenn ich nicht reise oder aus anderen Gründen zu früh aus dem Haus muss. Irgendwie genieße ich den Morgendienst auch, trotz Chaos und Nervkram, den zwei Kesselflicker, ein Morgenmuffel und eine viel zu früh Wache nun mal auch bedeuten.
Aber ab morgen werde ich die Brote gerne schmieren. Jawoll. (Und wenn mal nicht: erinnert mich an diesen Satz, ok?)
Seit rund vier Jahren höre ich wieder mehr Hörbücher, ich hab so ein Abo bei audible, mit dem ich jeden Monat ein Hörbuch bekomme und ein Audiomagazin (wodurch ich wieder zur Zeit komme, weil ich sie eben auf dem Weg zur und von der Arbeit auf dem Rad hören kann). Meistens bestelle ich mir ungekürzte Bücher, was viele ja ein bisschen mühsam finden, weil man sie - anders als in der Papierform - nicht vorblättern kann, wenn die langen Landschaftsbeschreibungen kommen...
Nun habe ich, weil sie bei einem anderen Paket dabei waren, zwei gekürzte Bücher gehört - und weiß endlich, warum ich immer die ungekürzten nehme. Gekürzte Hörbücher sind richtig doof.
Einerseits sind sie zu Ende, wenn ich mich gerade eingehört habe - gestern reichte ein Mankell gerade mal für den Hin- und Rückweg, heute ein Schätzing nur für den Weg zum Open Coffee Club und den Weg von dort ins Büro. Das ist doch absurd.
Und andererseits: Ja, beide sind gut gekürzt, aber doch recht hektisch dadurch. Keine Entwicklung, keine retardierenden Elemente (die mir vor allem in Krimis und Thrillern wichtig sind), keine Nebenstränge. So ein Buch würde ich nie lesen, warum sollte ich es dann hören?
Ich frag mich ja, für wen diese Abkürzungen gemacht sind.
Für Leute, die Lesen nicht mögen? Ich lese ja auch noch parallel richtige Bücher, so aus Papier und so, vielleicht bin ich die lange Form einfach zu sehr gewohnt. Aber das waren ziemlich sicher die letzten gekürzten Bücher, die ich gehört habe.
(Und, mal ganz am Rande: Manche Bücher werden auch durch Kürzen nicht besser, beispielsweise die unnötig zu Büchern aufgeblähten Artikel von Chris Anderson. Aber das ist ein anderes Thema....)