27.8.09

Ja, wirklich: Leaving. Moving On.

english summary:
Yes, It's true, I am leaving Edelman to move on and join Achtung, a local german communications firm. From Dec 1st I will be their director digital strategy and work for all their teams - advertising, pr, event and so on. It's exciting. Today, both Edelman and Achtung announced my move, so I already blog it although I will be still with Edelman for the next couple of weeks.


Da Edelman und Achtung es heute bekannt gegeben haben, kann ich auch darüber sprechen: Ja, es ist wahr - ich werde wohl am 1.12. als Managing Supervisor Digitale Strategie bei Achtung anfangen und dann Edelman verlassen. Auch wenn es noch einige Zeit hin ist, freue ich mich darauf.



Für einen Abschied und so ist es noch zu früh, das wird kommen. Aber schon jetzt will ich eines dazu sagen: Mehr als drei Jahre bin ich jetzt bei Edelman, zwei Jahre davon habe ich als Head of Social Media Europe den Ausbau der Teams hin zu einem kreativen und kenntnisreichen Vorreiter in dem, was wir Online Engagement nennen, koordiniert. Und ich habe fast jeden Tag davon genossen. Es ist noch ein gutes Stück Weg zu gehen, wie für alle, aber der Anfang ist gemacht - und die Veränderungen, die das partizipative Netz als Massenphänomen für die Kommunikation bedeuten, sind angenommen. Klingt jetzt irgendwie staatstragend, ich weiß. Aber es ist ein gutes Gefühl, wenn ein Wechsel zur richtigen Zeit kommt - und das denke ich. Dass ich bei Achtung für alle Teams und mit allen Teams - PR, Werbung, Event, CRM und so weiter - werde arbeiten können, tut ein Übriges.

Es kommt eine Zeit des Übergangs für mich. Und dann wird alles neu...

21.8.09

Verrohung der Sitten

Ich werde in meinen Seminaren oft gefragt, warum ich so viel ins Internet reinschreibe, warum andere Menschen und ich so relativ viel von uns preisgeben. Nun finde ich gar nicht, dass ich sooo viel von mir preisgebe, aber das ist ja Geschmackssache. Nicht mehr Geschmackssache ist es, wenn Medien und Arbeitgeber detektivisch vorgehen, um sich über Menschen zu informieren, die ihnen diese Infos nicht freiwillig gegeben haben.

Hier sind - da hat Christian Stöcker auf SpOn Recht gehabt - die Spielregeln unserer Gesellschaft noch nicht fertig ausgehandelt. Ich bin mir nicht zu 100% sicher, wie ich diese Regeln gerne hätte, aber das, was eine Umfrage für die Bundesregierung herausgefunden haben soll, finde ich bedenklich und bezeichne ich als "Verrohung der Sitten". In der Berliner Zeitung lese ich:
Die Arbeitgeber in Deutschland greifen bei ihrer Personalauswahl immer häufiger auf persönliche Daten von Bewerbern aus dem Internet zurück. Dabei werden die Stellensuchenden zum Teil systematisch auf ihre Hobbys, Interessen, Meinungsäußerungen oder auch private Vorlieben hin getestet. Viele von ihnen werden wegen dieser oft arglos ins Internet gestellten Angaben später nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. (Berliner Zeitung, Tipp von @50hz)
Was ich fast noch interessanter finde als die Umfrageergebnisse, ist die Reaktion der Verbraucher(schutz)ministerin:
Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), deren Haus die Studie in Auftrag gegeben hatte, warnte die Bürger vor einem allzu freizügigen Umgang mit persönlichen Informationen im Internet. „Die unbekümmerte Preisgabe persönlicher Daten im Netz kann zum Stolperstein für die berufliche Karriere werden“, sagte Aigner dieser Zeitung. (Berliner Zeitung)
Nennt mich naiv - aber für mich wird eher andersherum ein Schuh draus: Ich möchte nicht bei einem Unternehmen arbeiten, das mich nicht zu einem Gespräch einlädt, weil ich meine Meinung online äußere oder weil ich Bilder meine Kinder irgendwo poste oder sich Bilder von mir auf Partys finden lassen. Ich wäre mir ziemlich sicher, dass ein solches Unternehmen und ich nicht zusammen passen.

Mittelfristig werden sich Unternehmen, die so handeln, wie es die Umfrage für einen Teil (immerhin nur eine Minderheit) beschreibt, ganz sicher Probleme haben, gute und engagierte Mitarbeiter zu finden. Denn Bewerber, die ängstlich auf dieses Thema starren ("Karrierefalle") wie das Kaninchen auf die Schlange, werde ich in vielen Bereichen nicht wirklich brauchen.

14.8.09

Aufregende Zeiten

Wieder einmal liege ich wach und überlege, warum wir so sind, wie wir sind. Ob es uns nicht gelingen kann, einmal ein ruhiges Jahr zu haben, wenigstens mal ein ruhiges halbes Jahr? Oder ob es nun einmal so ist, wenn wir nicht nur viele sind, sondern auch lebhaft, wach, voller Pläne und Ideen.

Und so stehen wieder einmal große Veränderungen an, die wichtigste sicher, dass wir in ein paar Wochen nun wirklich beginnen werden, hier unser neues, eigenes Haus zu bauen:


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Warum wir dann gleichzeitig auch alle anderen Punkte unseres Lebens (jetzt bis auf unser gemeinsames Leben, das steht ja glücklicherweise schon mal gar nicht und grundsätzlich nicht und freudig nicht zur Disposition) überdenken, planen, durchrütteln - das weiß ich auch nicht. Vielleicht, weil es Zeit ist. Vielleicht, weil uns das gefällt. Vielleicht, weil wir nicht anders können und nach einiger Zeit immer unruhig werden.

Andererseits kann es mich nicht schocken, wenn alles in Fluß gerät, denn es ist ja nie alles. Dass es diese wunderbare und beglückende, immer noch nach über 16 Jahren jeden Tag richtige Konstante gibt, diese Stabilität in dem, was wirklich wichtig ist, das Vertrauen und das Wissen, gemeinsam zu gehen, egal was kommt und wohin der Weg führt - dass es dies gibt, macht es leicht und macht mich wirklich, wirklich glücklich.

Und dankbar.

11.8.09

Bis hierhin

Ich bin und bleibe bei Schäuble immer hin und her gerissen, denn ich sehe durchaus seine Überzeugungen an einigen Stellen, die mir auch wichtig sind (Islamdebatte, Wertedebatte), anderes bleibt mir schleierhaft (seine Lektüretipps teilweise) und noch anderes halte ich für gefährlich. Darum ist die Remix-Aktion mit seinem Wahlplakat (Slogan: "Wir haben die Kraft für Sicherheit und Freiheit") so wunderbar. Und während - wie immer - sehr viel Blödsinn dabei rauskommt, gibt es auch sanfte, tolle Entwürfe. Wie diesen hier (direkt von flickr eingebunden, das Bild habe ich also nicht, falls es eine Urheberrechtsverletzung darstellt, wird es hier automatisch mit entfernt, wenn es von flickr entfernt werden sollte):



4.8.09

Zwei Wochen Nordsee

... liegen hinter uns. Sehr wechselhaftes Wetter, das war etwas schade, aber wir waren trotzdem baden, reiten, radeln, grillen, ausfliegen, schlafen, lesen, Softeis essen und so weiter. Sagte ich schon, dass zwei Wochen irgendwie zu kurz sind?

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