24.9.08

Hyperlokal funktioniert

Ja, dass der Bundesvorsitzende eines Berufsverbandes, in dem ich (noch) MItglied bin, das nicht sieht, habe ich auch nicht erwartet. Dass und wie er sich auf turi-2 zitiert dazu äußert, ist dann schon noch ärgerlicher. Dazu, dass aus einem Onlineprojekt eine Printzeitung wird.

Ich finde den Schritt, den das Online-Mitmach-Bürgerjournalismus-Portal Gießener Zeitung jetzt gegangen ist, folgerichtig, schlau und naheliegend. Es steht damit nicht allein, sondern überall auf der Welt poppen jetzt diese Konzepte auf. Denn das Jammern der Gutenbergfraktion über das vermeintliche Ende von Print halte ich für ganz, ganz großen Quatsch. Schon immer (hoffe ich mal, obwohl sich bestimmt auch Aussagen von mir finden lassen, in denen ich behaupte, Print sei tot oder so).

Meine Meinung:

Print ist dann relevant (jaja, schon wieder dieses Wort), wenn ich das, was ich da lese, lesen will, wenn es mich interessiert und betrifft. Darum sind Print-News überflüssig, denn was interessieren mich beim Frühstück die Nachrichten von vor ein oder eineinhalb Tagen, die ich schon gestern online gelesen habe. Aber sehr vertikale Angebote (wie brand eins beispielsweise) oder hyperlokale (wie mein Käseblatt, wir haben in den Walddörfern ein richtig gutes mit einer Redaktion und so) sind etwas, das ich auch auf Holz lesen mag.

Das, was da in Gießen passiert, ist genau das: Die Wiederentdeckung des Hyperlokalen. Denn nur mit Bürgerjournalismus kann ein Bericht vom Spiel der 2. C-Jugend des Meiendorfer SV realistischerweise stattfinden. Und das interessiert dann Menschen in unserem Umfeld (sonst würde das eben gerade verlinkte Bürgerjournalismusdingens, das ich genau über diese 2. C führe, ja nicht so viele Zugriffe haben).

Da kann der olle Konken so viel Unken wie er will: Der Trend geht zum Hyperlokalen. Und den verpasst die klassische Gutenbergfraktion gerade. Und darum machen es andere.

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