2.6.08

Es ist gut, dass jemand gegen Horst Köhler antritt

Ich gehöre zu der verschwindenden Minderheit, die Horst Köhler, den Bundeshorst, für einen richtig schlechten Präsidenten hält. Vor drei Jahren und sieben Tagen habe ich dazu im damaligen Wahlblog was geschrieben - und mich erschreckt fast, dass es noch gilt:
[...] Zumal es zu jeder seiner hervorstechenden Eigenschaften einen Präsidenten gab, bei dem sie stärker ausgeprägt waren:
* In aller intellektuellen Schlichtheit kann er doch Heinrich Lübke in dieser Disziplin nicht das Wasser reichen.
* Selbst in der offenkundigen Parteilichkeit wäre ich mir nicht sicher, ob er nicht in Gustav Heinemann seinen Meister findet.
* In einer latent bigotten bodenständig-evangelischen Frömmigkeit kann ohnehin niemand Karl Carstens das Wasser reichen. Ironisch nur, dass ihm nun von SPD-Seite vorgeworfen wird, dass er nicht wie dieser die Verfassung biegen will.
* Ob er in der markigen und nur bedingt demokratieverträglichen Ruckempfänglichkeit an Roman Herzog wird anknüpfen können, muss sich erst noch erweisen.

Komödiantischer Dünnbrettbohrer in der Schönen Aussicht? [Wahlblog]
Insofern bin ich bei aller Skepsis ob des strategischen Eiertanzes der SPD doch froh, dass sie schlussendlich aus der verlogenen Bundeshorst-Wiederwahl-Besoffenheit erwacht ist und sich anders entschieden hat. Denn der Mann ist und bleibt da, wo er gerade ist, an der falschen Stelle, finde ich.

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