29.12.08

Das war Weihnachten

ok, ich bin immer noch in slow motion, was ja auch mal richtig gut tut für ein paar Tage im Jahr. Und langsam geht es auf den Jahreswechsel zu.

Das hier aber war unser Weihnachten:




... und hier die storytlr-story:

24.12.08

Gesegnete Weihnachten / Merry Christmas

Die letzten Vorbereitungen sind getan, die Familie übt noch die Musik, die sie spielen werden, Kartoffelsalat fertig, Baum geschmückt, russische Eier unterwegs. Um vier gehen wir in die Kirche und dann beginnt der heilige Abend.

Ich wünsche euch friedliche, gesegnete Weihnachten. Bleibt offline, seid für die Familie da. Alles Gute für euch.

Everything ready, christmas tree up, meal prepared, kids and my sweet are doing some last music. in four hours we will go to church, this will be the start of this year's christmas.

I wish you all a merry christmas and peace and some time with your family. Stay offline for some time, take care.

Wolfgang

23.12.08

Zurück zu den Wurzeln

Naja, nicht ganz. Aber wie ihr wahrscheinlich wisst, habe ich meine ersten beruflichen Schritte nach dem Studium im Radio gemacht. Von Anfang 1996 bis Ende 1999 war ich kirchlicher Redakeur und Moderator für mehrere norddeutsche Privatradios von Alsterradio, als es noch ein Oldie- und Schlagersender war, über den Sender, der damals dauernd seinen Namen geändert hat, bevor er jetzt bei Oldie95 angekommen ist, bis hin zu einer Art Talkshow auf Radio Paradiso in Berlin.

Insofern habe ich das Thema Podcast immer mit etwas mehr als nur kleinem Interesse verfolgt (und immer auch kritisch, was sich jetzt vielleicht rächen könnte).

Im November haben der Mr Podcast von Deutschland, Alex Wunschel, und ich dann spontan entschieden, wir wolles es mal zusammen machen, denn im Bereich Kommunikation und Social Media fehlt noch ein Podcast in deutscher Sprache, fanden wir. Idee ist, dass wir uns regelmäßig (mal sehen, monatlich wohl) ein Thema rausgreifen und darüber reden, was da passiert ist und was wir und andere Marketer und Kommunikatoren daraus lernen können. An sich soll es sich mal bei rund 10 min Länge einpendeln, das haben wir bei unserer Nullnummer nicht geschafft.

Alex, danke, dass du eine super Verpackung gebastelt hast und es online gestellt hast - unter Brouhaha alle (noch rudimentären) Infos. Hier die Nullnummer. Wir freuen uns über jedes Feedback. Und werden 2009 richtig loslegen....

Download MP3 (15,8 MB)




18.12.08

Zeit, Jahresrückblicke zu beginnen

Ich weiß nicht, ob ich es dieses Jahr schaffen werde, den einen oder anderen Gedanken zum Jahresrückblick zu schreiben. Aber da mich eine Freundin, die auch bei uns draußen wohnt, gerade fragte, ob ich eine Idee hätte, wo sie mit ihren Kindern gut in den Gottesdienst gehen könnte, fiel mir wieder ein, dass ich Anfang Januar geschrieben hatte:
Eines der Projekte, die ich mir und uns als Familie für dieses Jahr vorgenommen habe, ist, eine Gemeinde zu finden, in der die Gottesdienste einerseits geistlich nahrhaft sind - und andererseits ein paralleler Kindergottesdienst stattfindet, auf den unsere vier Kinder Lust haben (und das theologisch nicht völlig gaga ist).
Auf dem Weg
Und dass ich nun zugeben muss, dass wir, also vor allem ich, daran grandios gescheitert bin. Denn schon Ende Februar haben wir den ersten Versuch aufgeben müssen, weil es gar zu schrecklich war. Und dass ich seitdem eher zögerlich weiter gesucht habe und eher verzagt war. Die wenigen Gottesdienste, die ich danach noch besucht habe, waren - von der Beerdigung meiner Mutter und vom Ewigkeitssonntag abgesehen (die ja eine andere Funktion haben) - schrecklich und entmutigend. Die Kandidaten zur Kirchenwahl in unserer Ortsgemeinde waren dazu angetan, aus der Kirche auszutreten (nicht alle, aber doch viele). Die geistliche Armut in unserer Region ist erschütternd und traurig.

Entweder ich mache nach der Weihnachtszeit einen neuen Anlauf. Oder ich weiß auch nicht. Vielleicht passt es lebensweltlich zurzeit auch nicht rein bei uns. Obwohl Primus jetzt in den Konfirmandenunterricht gehen wird. Aber wie soll er in dieser Gemeinde ernsthaft eine Beziehung zur kirchlich geprägten Religion bekommen?

(Das klingt jetzt verzweifelter, als es ist - denn ich merke, dass mir nicht wirklich im Alltag und am Sonntag etwas fehlt, weil ich persönlich einen Glauben habe. Aber das, was ich als geistliche Heimat bezeichnen würde, das fehlt mir schon eher. Und dass meine Kinder auch an unseren Glauben herangeführt werden könnten, ohne dass sie alles nur von uns oder ihren einen Großeltern hörten.)

15.12.08

Adventstisch



Im Hintergrund mein Räuchermännchen (der Wanderprediger, nicht rauchend) und unsere kleine Pyramide. Dieses Jahr hatten wir keine Lust auf die große. Aber neben dem (neuen) Rotweinglas ist es doch vor allem die aparte rosa Legokutsche, die es mir angetan hat.

Muss das eigentlich sein, dass immer alle alles da ablegen, wo wir es mal gemütlich haben wollen? *seufz*

8.12.08

Nikolaus und Weihnachtsmann

Es hat  mich ja wieder gewundert, wie viele Nikoläuse als Weihnachtsmann verkleidet auf den Straßen waren. Und ich bin stolz, dass meine Jungs genau das erkannt haben, als sie beim Sky bei ihren Großeltern in Neustadt eigentlich den Nikolaus abgreifen wollten. Ob das an Rolf Zuckowski liegt?



*****

Und dann waren wir in der Kirche, weil es seit fast 30 Jahren Tradition ist, dass am Sonntag vor den Weihnachtskonzerten meiner alten Schule (und der Schule meiner beiden Großen) Chöre und Orchester im Gottesdienst mitmachen. Eigentlich gehört Pastor Christiansen ja zu den sehr wenigen genießbaren Predigern in unserer Ortsgemeinde. Aber noch nie hat mich so genervt, dass er immer so besoffen ob seiner eigenen (linken) Frömmigkeit ist, wie gestern. Es war (zumindest für mich) nicht zum Aushalten. Dass er immer erste den dritten guten Schluss findet, den er in seiner Predigt versteckt hat, macht es dann nicht besser.

Richtig geärgert aber habe ich mich, dass er - mal wieder, wie es so oft der Fall ist in der Szene, in der ich ja auch groß geworden bin, also bei den spirituell ambitionierten Linken in meiner Kirche - am Glaubensbekenntnis rumgeschraubt hat. Ich finde es unerhört, wenn ich als Gottesdienstbesucher gezwungen werde, meinen Glauben mit Worten zu bekennen, die ich zum ersten Mal lese, während ich sie spreche. Und wenn dann wie gestern die Auferstehung Jesu und auch die Auferstehung der Toten "vergessen" werden, weil sie verschwurbelt in irgendso ein mitten im Leben Dingens reingetextet wurden, könnte ich heulen.

Für mich war es schon vor vielen Jahren Augen öffnend, als nach einem Gottestdienst, den ich mitgestaltet hatte, jemand auf mich zukam mit genau dieser Beschwerde. Denn er hatte Recht - nicht umsonst haben sich unsere Kirchen auf gerade mal zwei Bekenntnisse wirklich einigen können (und sind die Ost- und die Westkirchen 381 schon am filioque des Nicänums zerbrochen). Daran zu rütteln und zu schrauben, gehört sich nicht. Jedenfalls nicht so aus dem Off.

6.12.08

wie sein Idol



Ich bin ja auch einer von vielleicht drei Männern in meiner Generation, die gerne Hüte tragen. Secundus hat das heute für sich entdeckt. Und das nicht nur, weil er dann seinem aktuellen Idol nacheifern kann. Ob er deshalb jetzt Bass lernen will?

3.12.08

Wenn der Adventskranz schon nur noch vier Kerzen hat

Nur um mal in den Klugscheißmodus zu verfallen. Ich mein, wir haben nicht umsonst jahrelang in Spuckweite zum Erfindungsort des originalen Adventskranzes mit seinen 24 Kerzen gewohnt....

Ja, das ist eine der wichtigsten Fragen in fast allen Familien, die ich kenne. Bei uns auch. Jedes Jahr.
Und es bleibt die Frage, ob man die Kerzen des Adventskranzes der Reihe nach anzünden soll, so dass man zu Weihnachten vier unterschiedlich lange Kerzen hat oder ob man jeden Tag eine andere anzündet, damit sie schön geleichmäßig runterbrennen.

die Frage im Advent « Frau Antonmann
Und was mich am meisten überrascht: Die einhellige Meinung der Kommentierenden. Auch wenn ich ihnen zustimme. (Mit einer Ausnahme: unterschiedlich lange Kerzen gehen ja mal gaaaar nicht.)

Diskussionen, die abwandern

Ich liebe Twitter, das hab ich, glaube ich, schon mal gesagt, oder? Darum ist es auch kein Zufall, dass es in meinem neuen Lifestream den größten Raum einnimmt. Es führt aber auch dazu, dass Gespräche über Gedanken, die ich hier oder in anderen Blogs formuliere, dorthin abwandern. An sich kein Problem, im Gegenteil: Es ist ja auch angenehmer, direkt zu antworten, direkt zu sprechen, in einer Gruppendiskussion sozusagen.

Besonders aufgefallen war mir das beim Jane Austen Beitrag und bei Fu und Fara neulich. Jeweils ein längeres Gespräch mit Freunden, Bekannten und Fremden auf Twitter - und bei Fu und Fara hat es sich auch so verselbstständigt, dass es zu Menschen weiter getragen wurde, die ich nicht "verfolge", also nicht lese. Fein, das freut mich.

Auf meinen Wunschzettel kommt dann nur, dass es toll wäre, diese Gespräche irgendwie an den Blogpost ranzuhängen. Ich weiß, das geht nicht, weil bei Twitter immer so viel nebeneinander gesprochen wird. Aber toll wäre es, oder?

2.12.08

Feuerhut



Noch ein Foto nachgetragen vom Beginn der kalten Jahreszeit, als Tertius mit seiner Klasse zum Laternelaufen war (und einen tollen Feuerhut hatte, oder?)

25.11.08

What Would Jane Do? Don't Walk!

Warum nur? Das frage ich mich ja jedesmal, wenn jemand nicht an sich halten kann und in der großen Mittvierziger Mittleifkreisis mal eben so alles wegwirft, was bis dahin wichtig war. Im Wissen, dass Menschen sich verändern können, ist mir doch immer noch und immer mehr schleierhaft, was sie dazu treibt, allem dann auch nachzugeben.

Nein, ich will gar nicht religiös argumentieren. Oder damit, dass Vertrautheit und das Wissen, wie der oder die andere ist, nichts mit Langeweile zu tun hat. Auch nicht damit, dass ich es wichtig finde, um eine Beziehung zu kämpfen.

Sondern ich frage mich eher, warum so viele Geschlechtsgenossen so feige sind, sich um eine kritische Entscheidung herum zu drücken - und den Weg des scheinbar geringeren Widerstandes gehen. Und mal eben 15 Jahre Ehe und zwei pubertierende Kinder wegwerfen. Es macht mich zorning und traurig und es bleibt mir, wenn es im direkten Umfeld passiert, trotzdem unverständlich. Und zu sehen, wie es überall drum herum Verunsicherung auslöst bis hin zur Angst um die je eigene Beziehung, macht mich fast hilflos.

Passend dazu haben wir gestern mal wieder The Jane Austen Book Club gesehen, einen wunderbaren Film, der mit jedem Mal schöner wird und in dem ich jedes Mal neue Details entdecke (es hat lange gedauert, bis ich zum ersten Mal sah, dass Prudie in den Schlussszene schwanger ist). So wie den wahren und wunderbaren Satz, den Bernadette zu Jocelyn sagt, als sie im Starbucks den Chai Latte holen (der absurderweise mit "Sojacappuchino" übersetzt wird) und sich fragen, ob Daniel wohl Austen gelesen habe:

Kein Mann, der Jane Austen liest,
würde eine Frau abservieren,
nur weil es für die andere besser ist.

24.11.08

Offline tut gut (hin und wieder)

Auch, wenn der Schnee ausgeblieben ist (was mich nicht so traurig machte, da wir noch keine Winterreifen haben an unserem neueren Wagen), war es ein nahezu offline verbrachtes Wochenende - ohne Barcamp (nein, ich gehe da nicht hin, denn Wochenenden sind, wenn irgend möglich, Familienzeit. Und Arbeit für Kunden muss so schon oft genug an Wochenenden sein), dafür mit Freunden und mit Familie.

Wieder einmal habe ich gemerkt, dass Diskussionen, die offline stattfinden, nicht zwingend ergiebiger oder sinnvoller sind als online - und dass auch in persönlichen Gesprächen trollartiges Verhalten genau so nervt wie online. Nur dass es schwieriger ist, sich dem zu entziehen, weil ja eben alle in einem Raum sind. Und weil es mir "offline" noch weit schwerer fällt, Nicht-Argumente zu akzeptieren und unwidersprochen stehen zu lassen. Während ich online ja ein Verfechter dessen bin, dass kein Lesezwang besteht, ist eine "Diskussion" am Esstisch, in der argumentfrei nur aus einer Mischung aus Angst, Verachtung und Hass gesprochen wird, zumindest für mich nicht so leich zu ignorieren. Zumal ich traditionell gerne und auch zugespitzt diskutiere (Ich erinnere mich noch mit freudigem Schaudern an die jahrelangen Diskussionen mit meinem Großvater, der partout nicht einsehen wollte, dass er ein entfremdetes Mitglied der ausgebeuteten Klasse der Werktätigen ist).

Dass ich dann in einer Diskussion (offline) nicht mal eben schnell auf den guten Aufmacher der aktuellen Zeit verlinken kann, um kurz zu begründen, warum ich den Rechtsstaat nicht am Ende sehe, macht es noch mühsamer.
Wobei ironischerweise ein Teil der Tischgesellschaft ja sogar die Papiervariante der Zeit zu Hause rumliegen hat, ich dagegen nur die Audiovariante auf dem Weg zur Arbeit gehört hatte. Eine weitere Bestätigung meiner zynischen These, die Zeit sei die einzige Zeitung mit einer höheren verkauften als gelesenen Auflage.

Andere Teile des Wochenendes spüre ich noch (jaja, wieder einmal der Muskelkater nach dem Reiten). Oder sie hängen mir noch in Gedanken nach. Wie kibbelig beispielsweise Beziehungen sein können, wenn nicht beide achtsam damit umgehen oder einer zu feige ist. Oder wie es doch immer wieder erstaunlich ist, wie wenig ich aktuell von guten und sehr guten Freunden aus ihrem Leben weiß, wenn die nicht so online sind wie ich. Und wie viel mehr ich von Menschen weiß, denen ich - eigentlich - nicht so nahe stehe.

Ist Nähe neu zu denken? Ja, bestimmt. Und ich merke, dass ich bei manchen, die mir wichtig sind, in diese Nähe mehr investieren muss (und werde). Denn einerseits findet mich sehr viel. Andererseits muss ich bei anderen eben auch viel suchen. Auch dafür ist es gut und wichtig, zwischendurch dieses andere Leben mal wieder ungefiltert zu haben.

19.11.08

Das beste Phishing/ Spam Dingens seit Jahren

Ich liebe es, hin und wieder die Spam- oder Phishingmails zu lesen. Diese hier von heute um 4:30 Uhr ist doch großartig, oder?

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13.11.08

Das mag ich hier

Ungefähr hundert Bakfiets kamen mir entgegen mit den Kindern vorne drin im Korb, auf dem Weg in die Schule. Und dann dieses Schild. Ich war ja das letzte Mal vor zwanzig Jahren in Amsterdam, aber hier könnte ich leben, glaube ich.

OK, es stellt sich heraus, dass die Gegend, durch die ich vom Hotel ins Büro gelaufen bin, so ziemlich die beste und teuerste der Stadt zu sein scheint.


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Kein Wunder also, dass sie wunderschön ist mit ihren Backsteinhäusern aus den 20ern und 30ern des letzten Jahrhunderts...

Aber überzeugt war ich, als ich an diesem Verkehrsschild vorbei lief. Das ist doch mal was für uns Radfahrer....



11.11.08

Leben

Es ist wunderschön, wenn die Erleichterung Platz greift, dass alle wieder auf dem Damm sind. Denn es ist ja nicht nur die Anstrengung, sondern auch die Sorge und das Mitleiden, das so schlaucht. Ich kann mich nicht erinnern, was es uns als Familie das letzte Mal so komplett erwischt hat.

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Meine erste Reaktion, als die Lehrerin von Tertius uns eröffnete, dass sie den Leselernkurs Fu und Fara für die Klasse nutzen wird, war ja, dass schon meine Grundschullehrerin 1976 nicht diese Fiebel genommen hat, weil sie sie für veraltet hielt. Ich hab das nach einem strengen Blick meiner Süßen nicht laut auf dem Elternabend gesagt, was völlig richtig war, denn prinzipisch wird der Kurs ja immer wieder upgedatet. Aber jetzt zu erleben, wie grausam dieses Buch ist (dauernd "rufen" die sich was zu und Fara und Fu müssen überall hin mit einem Ballon fahren, damit sie eben rufen können), und zu sehen, wie es der nur bedingt ausgeprägten Neigung zur Binnendifferenzierung in die Hände spielt, frustriert etwas. Einziger Trost: Ein normal begabtes Kind lernt lesen, egal wie. Und ihm macht es Spaß.

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Irgendwie ist es Europa in fünf Tagen vom Gefühl her. Denn in diesen Wochen leite ich in unseren (Edelman) europäischen Büros die große digitale Fortbildungwelle, was mich jeweils für zwei bis drei Tage in tolle Städte führt, die ich dann aus der Perspektive von Konferenzräumen erlebe. Drei Tage am Stück ist einerseits sinnvoll, sicher. Aber es ist eben auch doppelt anstrengend - und die Familie ist alles andere als zufrieden damit. Und es schadet ziemlich der Work-Life-Balance, die ich gerade letzte Woche im Interview mit Jochen von der Karrierebibel als mein Kriterium für Erfolg bezeichnet hatte:

Link: Wolfgang Luenenbuerger Reidenbach über Erfolg



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In dem Zusammenhang: Warum hat eigentlich Sevenload mal wieder so eine grottige Performance? Ich mag den Service, mag ihn viel lieber als MyVideo - aber so geht das gar nicht.

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Dass es keine St. Martin Tradition im Norden gibt, ist schade. Als wir in Duvenstedt wohnten, hat die Gemeinde dort immerhin einen Martinszug gemacht, mit Martin auf Pferd an der Spitze und so. Aber immerhin versucht Djure, mir Weckmänner (oder Stutenkerle) mitzubringen, wenn ich ihn nachher sehe. Denn nichtmal die kann man hier kaufen. Buuuuhhhh.

Dafür fahren wir am Sonnabend zum Martinsgansessen an die See.

9.11.08

Lazarett

Zu behaupten, ein Wochenende, an dem ich der einzige Überlebende in einem virenverseuchten Lazarett @ luebue's house bin, sei ein Spaß, wäre gelogen. Langsam wird es besser.

3.11.08

Ein Schrecken ohne Ende


(Bild von Die Welt ist gar nicht so via Julia Seeliger)

Ich leide. Immer noch nahc so vielen Jahren. Denn ich hänge emotional immer noch an der alten Tante. Und einige meiner besten Freunde sind (immer noch) Sozialdemokraten. Aber in der Selbstdemontage haben sie es zur Perfektion gebracht. Erst Simonis. Dann Müntefehring. Dann Beck. Dann die gesamte Partei heute in Wiesbaden.

Das hat keinen Stil. Und es wogt eine Welle des Fremdschämens durch mich. Das hat auch keine Würde. Heute in einem großen Businessmeeting mit Menschen, die nicht alle verdächtig sind, links von der Mitte beheimatet zu sein, war es ein einziges Kopfschütteln, als es durchsickerte.

Ja, Schwarz-Grün ist alles andere als toll gerade, und ich könnte brechen bei dem, was jetzt gerade aus der Schulbehörde in Hamburg kommt. Aber diese Hinterfotzigkeit, die die SPDisten unter einander an den tag legen, ist unübertreffbar. Und da lobe ich mir die Zuverlässigkeit der CDU. Und sogar der Grünen.

Ich könnte knurren und heulen - und muss doch irgendwie beinahe lachen, wenn ich mir ansehe, wie der letzte Funken Anstand aus einigen entweicht. Und wie die anderen hilflos durch die Welt stolpern.

Verdammt! Dieses Land bräuchte eine SPD. Und hat keine mehr.

26.10.08

Die letzten Sonnenstrahlen

Zum Ende der Schulferien noch einmal ein wunderschöner Sonnentag. Nicht mehr warm, aber das ist auch nicht zu erwarten. Aber Sonne. Und so waren wir noch einmal im Hansapark zur Lichterparade und vorher in Neustadt drüben, am Strand, auf dem Spielplatz, am Hafen. So liebe ich den Herbst mit seinen bunten Blättern, seinem Wind und seiner Sonne....

22.10.08

Zwiegespalten

Ja, ich ärgere mich auch sehr und immer wieder, wenn es Gerichtsurteile gibt, die beispielsweise Kindergärten unter dem Stichwort "Lärm" behindern. Aber weil nicht nur der aktuelle Hamburger Fall (siehe beispielsweise SpOn), sondern auch viele andere Streitigkeiten nicht soooo einfach sind, bin ich nicht mehr so schnell bei der Hand mit meiner Empörung.

Im Fall Othmarschen hier in Hamburg sieht es für mich so aus, als ob der kommerzielle und in seiner Personalpolitik und Medienarbeit umstrittene Träger bewusst das Risiko des Scheiterns eingegangen ist, indem er sich sehr großzügig über das geltende Baurecht hinweg gesetzt hat und die Behörden dann unter Zugzwang setzte. (Das mag jetzt auch verkürzt sein, aber es ist eben auch nicht so eindeutig, wie in der Boulevardpresse suggeriert.)

Und auch der eine oder andere Fall darüber hinaus hat ernst zu nehmende Hintergründe - beispielsweise das Verkehrsproblem, das unverantwortliche Kindergarteneltern auslösen.

Wir wohnen ja selbst in einer Straße, die direkt an einer Schule liegt. Und was es da an Verkehr kurz vor acht gibt, ist absurd und gefährlich. Nur in den seltensten Fällen halten sich die kurz vor knapp kommenden Mütter und Väter, die ihre Kinder am liebsten bis in das Klassenzimmer mit dem Auto fahren würden, an die Verkehrsregeln - weder an die Parkflächen noch an Spielstraße (maximal im ersten Gang rollen) oder an 30er Zone. Nachdem eines meiner kleineren Kinder zweimal fast vom gleichen Vater überfahren wurde, als es aus unserer Ausfahrt trat, habe ich mir den gegriffen - und er hat nicht mal den Hauch von Verständnis gezeigt.

Das Problem ist meiner Meinung nach, dass es nicht nur einen absurden Bildungstourismus gibt, der zu langen Wegen führt, sondern auch zu viele Eltern, die so unorganisiert sind, dass sie den Morgen einfach nicht gebacken kriegen. Und dann auf den allerletzten Drücker bis auf den Schul- und Kindergartenhof brettern wollen.

Ich habe null Verständnis für Menschen, die Kinder und ihr Spielen als unerträglichen Lärm empfinden. Ich habe genauso wenig Verständnis für Eltern und Einrichtungen, die sich nicht an Mittagsruhezeiten halten. Und ich habe fast noch weniger Verständnis für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Tür fahren und dabei alle Verkehrsregeln missachten.

Dass es bekloppte Eltern gibt, darf nicht dazu führen, dass es in Wohngebieten keine Kindergärten geben darf, im Gegenteil. Aber so schwarz-weiß, wie die inszenierte Empörung von SterniPark ist, ist es auch wieder nicht.

19.10.08

ein paar Tage im Herbst

Fast schon Tradition hat es, dass wir im Herbst ein paar Tage in die Rhön fahren. Zum Glück ist unser jährliches großes Familientreffen (nur die allerengste Familie meiner Liebsten, aber das sind auch schon über 50 Leute) in der Rhön - und wenn es in die Hamburger Schulferien fällt, wie jetzt gerade, dann versuchen wir, ein paar Tage ranzuhängen.

Dieses Jahr waren wir also noch zwei Tage wandern von Gersfeld aus (siehe Hotel- und Restauranterlebnisse auf Qype), dabei logischerweise den einzigen richtig ekligen Regentag mit der großen Tour über den Heidelstein. Dass Quarta mit ihren drei Jahren dabei die gut acht Kilometer im Regen und in den Wolken und der Kälte ohne großes Murren tapfer durchgelaufen ist, war allerdings klasse.




Danach dann das Familienwochenende in Mahlerts, was wieder einmal in perfekter Robustkinderhaltung ein tolles Erlebnis für alle war.

9.10.08

Weiter mit Klimaschutz und Umweltpolitik in Hamburg

Die Argumentationen der Leute, die die GAL aus der Koalition mit der CDU rausholen wollten, waren den ganzen Abend über schwach und sehr einheitlich, dennoch war die Debatte auf der Mitgliederversammlung lebhaft und über Strecken auch unterhaltend. Und dass wirklich diskutiert wird und nicht nur geleckte Statements abgelaicht werden, ist einfach auch gut. Nur die beiden Reden aus dem Landesvorstand waren richtig beschissen - und haben der Schröderschen Unsitte absolut unpassender Fußballmetaphern gefröhnt. Anja Hajduk dagegen war ebenso wie Jens Kerstan und ein paar andere sehr gut, sehr engagiert und sehr klar, Christa Götsch dagegen wirkte sehr erschöpft und völlig durch den Wind.

Hier ein Ausschnitt von Hamburg1 aus Anjas Rede:



Und das Ergebnis am Ende war doch eindeutiger, als ich befürchtet hatte. Es zeichnete sich angesichts des Applauses ab, aber soooo deutlich hat es mich doch überrascht.



Ich bin froh, dass also nicht auch noch Hamburg von einer so genannten Großen Koalition gelähmt werden wird und stattdessen eine moderne Umwelt- und Schulpolitik weitergehen kann. Viele kleine Schritte auf einem langen Weg....

Ich bin für die Hamburger Koalition

Ich gehöre zu den kulturell nicht wirklich vorgesehenen weitgehend passiven Parteimitgliedern der Grünen in Hamburg. Meistens beteilige ich mich an Diskussionen, die auf Kreisebene (Wandsbek) per Email stattfinden, ich sage meine Meinung hier im Blog und via Twitter, wo es dann auch hin und wieder zu Diskussionsansätzen mit anderen Grünen kommt.
Übrigens finde ich dazu das auf 140 Zeichen begrenzte Kurzformat ganz praktisch, denn es nötigt zur Zuspitzung und dazu, etwas plakativer zu werden. Gerade in den Gesprächen zwischen den Flügeln ist das erfrischend und witzigerweise meistens sogar weniger verletzend als es in längeren Texten oft zu sein pflegt. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass nur bestimmte Leute Twitter nutzen....
Aber ich war erst einmal auf einer Mitgliederversammlung bisher. Heute wird mein zweites Mal sein. Denn sowohl das Desaster mit Moorburg als auch die andere Politik, die wir Grünen in Hamburg mitgestalten, ist mir zu wichtig, um mich hinterher zu ärgern, falls es anders ausgeht, als ich entscheiden würde.

Ich bin für die Fortsetzung der Koalition.

Moorburg ist scheiße, um es mal ganz deutlich zu sagen. Zwar hielt ich die extreme Fixierung auf Kohle von Beust im Wahlkampf auch für einen Fehler, aber das macht es ja nicht besser.
Nur: Es ist keine Konstellation in Hamburg denkbar, in der Moorburg besser verhinderbar wäre als die gegenwärtige. Die SPD hätte sich nie darauf eingelassen, das gesamte Verfahren in unsere Hände zu legen (mal angesehen davon, dass die SPD keinen Machtwillen hat und keine Machtperspektive in der Bürgerschaft, da sie sich in die moralische Gefangenschaft der CDU begeben hat, siehe Linke), ist im Übrigen nicht gegen das Kraftwerk.
Wenn man sich den Koalitionsvertrag anguckt, wird deutlich, dass es selten bis nie eine Koalition gegeben hat, die so viele grüne Möglichkeiten bot. Schon länger bin ich dafür gewesen, mit der CDU zu reden und auszuloten, wie weit sie zu gehen bereit ist, wie sehr sie uns entgegenkommen mag. Und bei den Freunden und Nachbarn, die in der CDU (aktiv) sind, habe ich auch schon länger kulturell mehr Gemeinsamkeiten als bei denen, die in der SPD sind - was die Haltung zum Leben angeht und die Ansprüche an Politik und den Staat. Sicher, viele vor allem sehr junge CDU-Leute in den Vororten mag ich auch nicht mit der Kneifzange anfassen, aber das geht mir bei vielen karrieregeilen Jungpolitikern aller Parteien so. In "unserem Alter" (also leicht gesetzte Leute, die sich noch jung fühlen), ist das aber faszinierender Weise anders.

Ich möchte, dass die erste gute Schulsenatorin seit ich denken kann (und ich kann mich sogar noch an Joist Grolle erinnern, *grusel*) ihre begonnenen Reformen fortsetzen darf und weiter den Weg in ein wirklich gutes Schulsystem ("neunmachtklug") vorbreiten kann. Ich bin heilfroh, dass wir einen grünen Justizsenator haben. Ich sehe, dass das Umsteuern der Verkehrspolitik erstmals möglich ist - anders als in jeder Koalition bisher -, auch wenn es noch nicht wirklich begonnen hat, was mich betrübt.

Das sind nur die drei wichtigsten Punkte, die mich dazu bringen, heute abend nach Wilhelmsburg zu fahren, um mindestens mit abzustimmen, vielleicht auch zu versuchen, was zu sagen. Dass ich daneben die strategische Notwendigkeit sehe, die Grünen weiterhin mit einer Äquidistanz zu den drei konservativen Parteien CDU, SPD und sogenannter Linke zu positionieren - und sie damit nicht nur inhaltlich sondern auch politisch von der FDP abzugrenzen -, ist nochmal ein anderer Punkt.

Und an dieser Einschätzung ändert auch nichts, dass ich weiß, dass meine Süße als Sonderschullehrerin alles andere als begeistert davon ist, dass die Behördenleitung, also "meine" Senatorin, völlig planlos in Bezug auf Sonderschulen ist und Schülerinnen mit Behinderungen (mal wieder) hintenüber zu fallen drohen bei der Reform. Das Thema kann und werde ich dann nach dieser Mitgliederversammlung ansprechen...

8.10.08

Hallo

Für alle, die gerade kommen, weil sie bei einem meiner beiden neuen Workshops auf den Link zu meinem Blog geklickt haben, hier ein paar weitere Hinweise:

  • Ich twittere mehr als ich blogge.
  • Alles, was ich so online mache, läuft in meinem Lifestream zusammen.
  • Über Kommunikationsthemen blogge ich viel häufiger als hier auf PR 2.0.
  • Dort und hier ist oben auch eine kleine Community integriert, richtig, ganz oben am Rand - herzlich Willkommen da.
  • International mache ich bei unserem globalen Blog Authenticities mit.
  • Die Website meines Arbeitgebers Edelman sei auch noch nachgetragen.
  • Und mein liebster Eintrag in der letzten Zeit war der über Relevanz. Jawoll.

  • Hier ist mein eher privates Blog, aber da mein Konzept für Kommunikation bedeutet, dass ich als Person auch im Beruf präsent bin, hat ja alles viel mit allem zu tun...

    2.10.08

    Zehn Gebote für gottgefälliges Bloggen

    OK, der eine oder die andere mag das vor allem lustig finden (und das ist es irgendwie ja auch tatsächlich). Aber das macht die 10 Gebote, die die britische Evangelische Allianz am Montag für das Bloggen vorgeschlagen hat, nicht verkehrter. Und auch für welche, die nicht der gleichen religiösen Überzeugung anhängen, sind das ja durchaus hilfreiche Regeln, finde ich. Coole Idee. Werde ich mir ausschneiden und nach Hause faxen, damit ich daran denke, wenn ich mal wieder am Sonntag vergesse, offline zu bleiben.

    1. You shall not put your blog before your integrity.
    2. You shall not make an idol of your blog.
    3. You shall not misuse your screen name by using your anonymity to sin.
    4. Remember the Sabbath day by taking one day off a week from your blog.
    5. Honour your fellow-bloggers above yourselves and do not give undue significance to their mistakes.
    6. You shall not murder someone else’s honour, reputation or feelings.
    7. You shall not use the web to commit or permit adultery in your mind.
    8. You shall not steal another person’s content.
    9. You shall not give false testimony against your fellow-blogger.
    10. You shall not covet your neighbour's blog ranking. Be content with your own content.


    (Ten Blogging Commandments)
    had tip via mail

    Meine Übersetzung, schneidet es euch gerne auch aus:
    1. Du sollst dein Blog nicht höher schätzen als deine persönliche Integrität.
    2. Du sollst dein Blog nicht zu deinem Gott machen.
    3. Du sollst deinen Nickname nicht missbrauchen, um im Schutze der Anonymität zu sündigen.
    4. Heilige den Feiertag, indem du dir einen Tag in der Woche eine Auszeit von deinem Blog nimmst.
    5. Ehre andere Blogger mehr als dich selbst und zeige nicht auf ihre Fehler.
    6. Du sollst die Ehre, den Ruf oder die Gefühle anderer nicht töten.
    7. Du sollst das Internet nicht dazu nutzen, Ehebruch zu begehen oder auch nur an ihn zu denken.
    8. Du sollst anderer Leute Inhalte nicht klauen.
    9. Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen gegenüber anderen Bloggern.
    10. Du sollst nicht deines Nächsten Blogranking begehren. Sei zufrieden mit deinen eigenen Inhalten.
    Dabei ist die Formulierung des sechsten Gebotes aus der entsprechenden epd-Meldung übernommen, beispielsweise von hier.

    Update: Gerade gemerkt - die Mail, die ich bekam, hatte die Nachricht aus turi-2 kopiert. Hart an der Kante, gegen das achte Gebot zu verstoßen....

    26.9.08

    Sarah Miss Teen USA Palin

    english summary: I'm pretty sure only in the US a candidate and his running mate can survive a week like this. And I'm a bit scared about it, although I love the mashups and mockings.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll, aber in diesen Morgenstunden in den USA zu verfolgen, wie auf Twitter über McCain und Palin gesprochen wird, macht dann doch wieder ein bisschen Mut, immerhin. Wahrscheinlich ist es aber dennoch nur dort möglich, dass ein Kandidat und seine Vize sich nicht nur von dem politischen Desaster dieser Tage sondern auch von einem Interview wie diesem wieder erholen:



    Ich frag mich ja, wie die Reporterin da ruhig und ernst bleiben kann. Hübsch aber in jedem Fall, was in zig Variationen daraufhin durchs Web geistert - von der Idee, die Miss South Carolina sollte lieber Obamas Running Mate werden, bis hin zu aparten Mashups:



    Mein persönliches Highlight ist jedoch dieser Filmtrailer, der genau auf den Punkt bringt, was so absurd an der Gesamtsituation ist.
    Update: Das Video aus YouTube wurde offenbar auf Wunsch von Collegehumor dort wieder entfernt. Also habe ich die etwas ruckeligere Variantedirekt von dort jetzt hier eingebunden:

    24.9.08

    Hyperlokal funktioniert

    Ja, dass der Bundesvorsitzende eines Berufsverbandes, in dem ich (noch) MItglied bin, das nicht sieht, habe ich auch nicht erwartet. Dass und wie er sich auf turi-2 zitiert dazu äußert, ist dann schon noch ärgerlicher. Dazu, dass aus einem Onlineprojekt eine Printzeitung wird.

    Ich finde den Schritt, den das Online-Mitmach-Bürgerjournalismus-Portal Gießener Zeitung jetzt gegangen ist, folgerichtig, schlau und naheliegend. Es steht damit nicht allein, sondern überall auf der Welt poppen jetzt diese Konzepte auf. Denn das Jammern der Gutenbergfraktion über das vermeintliche Ende von Print halte ich für ganz, ganz großen Quatsch. Schon immer (hoffe ich mal, obwohl sich bestimmt auch Aussagen von mir finden lassen, in denen ich behaupte, Print sei tot oder so).

    Meine Meinung:

    Print ist dann relevant (jaja, schon wieder dieses Wort), wenn ich das, was ich da lese, lesen will, wenn es mich interessiert und betrifft. Darum sind Print-News überflüssig, denn was interessieren mich beim Frühstück die Nachrichten von vor ein oder eineinhalb Tagen, die ich schon gestern online gelesen habe. Aber sehr vertikale Angebote (wie brand eins beispielsweise) oder hyperlokale (wie mein Käseblatt, wir haben in den Walddörfern ein richtig gutes mit einer Redaktion und so) sind etwas, das ich auch auf Holz lesen mag.

    Das, was da in Gießen passiert, ist genau das: Die Wiederentdeckung des Hyperlokalen. Denn nur mit Bürgerjournalismus kann ein Bericht vom Spiel der 2. C-Jugend des Meiendorfer SV realistischerweise stattfinden. Und das interessiert dann Menschen in unserem Umfeld (sonst würde das eben gerade verlinkte Bürgerjournalismusdingens, das ich genau über diese 2. C führe, ja nicht so viele Zugriffe haben).

    Da kann der olle Konken so viel Unken wie er will: Der Trend geht zum Hyperlokalen. Und den verpasst die klassische Gutenbergfraktion gerade. Und darum machen es andere.

    21.9.08

    Und sonst so?

    Trainingsweltmeister zu werden ist ist nur so mittelgut irgendwie. Der Freitag abend war insofern auch etwas gemischt. Aber nett war es in Wiesbaden trotzdem. Lustig: Die erste genießbare Rede kam vom ersten Redner, der nicht aus dem Medien-/ PR-Zirkus kommt. Irgendwie latent demütigend für die Branche.

    *****

    Ein Hotel, das nicht an der Dehoga-Klassifikation teilnimmt, muss nicht nur schon deswegen schräg sein. Aber für drei Stunden ist es im Grunde auch egal. Obwohl der Charme und der Staub der letzten sechzig Jahre wiederum etwas haben.

    *****

    "Ich hasse Reklame", sagte Tertius, als wir an einem Plakat vorbei fuhren.
    "Wieso denn?", fragte ich, wirklich neugierig.
    "Weil die da immer voll so angeben", meinte er. Und hat Recht. Ich fühlte mich bestätigt, dass ich in der PR bin und nicht in der Werbung. Und war etwas stolz, dass er mit seinen sechs Jahren das durchschaut hat.

    *****

    Nein, ich denke, es war richtig, auf den Becksteintest zu verzichten. Und da die Kinder uns haben bis fast acht schlafen lassen, geht es mir gut.

    18.9.08

    Drunter und Drüber

    In dieser Woche (und es ist noch nicht vorbei, heute steht noch einer an) haben wir insgesamt fünf Elternabend gehabt. Drei in den Klassen unserer Jungs, einen im Hort von Tertius, einen meine Süße als Klassenlehrerin selbst. Und abgesehen vom üblichen Chaos und der ewig leidigen Frage, wer sich bereit erklärt, Elternvertreter zu werden, war es ruhig. Überall. Nichts vom Schulkrieg zu spüren, der überall herbei geschrieben wird. Auc im Elternrat eines ja doch sehr gefährdeten Gymnasiums nicht. Sondern konstruktive Ruhe vor dem Sturm, der im September losgehen wird mit den Regionalkonferenzen.

    Und deshalb bin ich etwas beunruhigt und sauer, dass der CDU-Senat vor der Wahl noch so massive Tatsachen geschaffen hatte beim Kohlekraftwerk Moorburg, dass nun alles wieder gefährdet wird. Ich bin selbst sehr hin- und her gerissen, denn das mir persönlich wichtigste Politikfeld (Bildung und Schule) läuft in Hamburg gerade gut mit grüner Handschrift, während das ureigene Thema Umweltschutz und Stadtentwicklung sehr mühsam bleibt, um es mal sehr euphemistisch auszudrücken....

    Wie schön, dass wenigstens in Bayern die Verhältnisse klar sind, wie dieses hübsche Motiv der Grünen Jugend dort zeigt:

    15.9.08

    Falls jemand eine kennt, die als Au Pair zu uns will... / If You Know an Au Pair for Us...

    ... wir suchen mal wieder. Sehr gerne schon ab Dezember, damit unser aktuelles Au pair sie noch einarbeiten kann. Und wer dies Blog schon länger liest, weiß ja, dass wir nett sind ;)

    Hier unser Profil bei aupair-world.net. Mit denen haben wir jetzt schon drei Mal gute Erfahrungen gemacht....

    We are once again looking for am Au Pair that speaks at least a bit German, so that she is able to talk to our kids or read them books.... In december our Au Pair leaves so we need her best in december. If you read this blog since some days you know we are nice ;)

    Our profile on the au pair portal is here - it's a good platform btw...

    10.9.08

    Relevanz

    Angesichts einer zyklisch wiederkehrenden Debatte, ob das Daimlerblog (disclosure: Daimler ist ein Kunde von Edelman Deutschland und ich berate Daimler auch beim Blog) relevant sei, beginnt Matthias Schwenk, dessen Blog ich ohnehin schätze, (wieder einmal) die Diskussion um Relevanz. Genau mein Thema.

    Denn die Frage nach Relevanz habe ich mir in der wissenschaftlichen Arbeit (während des Theologiestudiums) und in der politischen Arbeit (vor allem in der Zeit, in der ich mich auch intensiv mit linker Theorie und Marcuse und so beschäftigt habe, von dem ich viel lernen konnte) schon sehr viel gestellt - und spätestens seit der Geburt unseres ersten Kindes vor über zwölf Jahren begonnen, neu und anders zu beantworten.

    Dieser biographische Bruch in politischen und theologischen Denken (obwohl es mehr eine schleichende Änderung war, die erst im Nachhinein als Bruch erkennbar ist) erklärt mir heute noch am besten, wieso Relevanz eben nicht objektiv bestimmbar ist.
    Die Bedeutsamkeit ist weit schwerer zu messen als die reine Datenmenge oder der Informationsgehalt. Nur wenn sich alle Kriterien für die Bedeutsamkeit genau angeben lassen, lässt sie sich quantifizieren – das ist im Allgemeinen aber nicht der Fall. (Wikipediaartikel)
    Was Theoretiker und Ideologen (und beides habe selbst durchlebt und jeweils mehr als genug enge Weggfährten gehabt, die es blieben) oft vergessen, ist eben der Kontext, in dem Relevanz entsteht. Das relevant für jemanden. Das Subjekt der Relevanz.

    Darum ödet es mich, mal deutlich gesagt, massiv an, wenn jemand fragt, ob etwas relevant sei - ohne zu bestimmen, was er oder sie damit meinen könnte. Der Vorwurf, etwas sei nicht relevant oder werde in soundoseiner Zeit nicht mehr relevant sein, ist die beste Ausrede, sein Hirn nicht einzuschalten. Zumal es erstmal gut und informiert klingt, egal wie bereits theoretisch und semantisch absurd es ist.

    Im Beruf ist die ernsthaftere Frage, die mit der Frage nach Relevanz wohl auch meistens gemeint ist, die nach der Angemessenheit, mein Ziel zu erreichen - aber die kann erst beantwortet werden, wenn ich das Ziel kenne und so genau wie möglich als falsifizierbaren Indikativsatz in der Zukunft formuliert habe. Im privaten Rahmen ist wohl meistens gemeint, ob mich etwas in meinem Leben oder Denken betrifft, ob es Auswirkungen auf mich und meine Lieben hat - was ebenfalls meistens nicht so einfach bestimmt werden kann. Ist beispielsweise der Georgienkrieg für mich und meine Familie relevant? Wer soll das ernsthaft beantworten wollen oder gar können? (Und um diese Frage trotzdem einmal zu beantworten: Ja, er ist relevant, weil das ehemalige Au Pair von sehr guten und uns lieben Freunden, zu dem sie noch eine Freundschaft verbindet, dort lebt - und uns das betrifft)

    Es mag wie Korinthenkakken aussehen, aber ich mag mich nicht mit anderen pauschal über Relevanz unterhalten. Und jemand, der mir, einem Projekt oder einer Idee vorwirft, es sei nicht relevant, ist kein Gesprächspartner für mich, bis wir geklärt haben, worüber wir eigentlich reden wollen.

    7.9.08

    Vindholar Keppni

    Einmal im Jahr ist bei uns (ACHTUNG: erst den Ton ausschalten, da läuft irgendwie Musik im Hintergrund, gruselig, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt) auf dem Hof Keppni, ein isländisches Turnier, bei dem es nicht nur um Sport geht, sondern auch um Spaß - beispielsweise beim Fahnenrennen oder beim Triathlon (einer fährt Rad, in diesem Fall ich, einer läuft und einer reitet, in unserer Mannschaft mein Zweiter). Und es gab sogar ein WLAN und eine fast Liveberichterstattung....

    Und dieses Mal hat Secundus in mehreren Prüfungen in der Kinderklasse teilgenommen, so dass wir noch mehr Grund hatten, das ganz Wochenende da zu verbringen.



    (Und zugleich hab ich jetzt erstmals die ins Blog eingebundene Slideshow von Flickr ausprobiert - gibt es die schon länger? Wusste ich gar nicht, dass man die einbetten kann, sehr schön, oder?)

    5.9.08

    Zyklen

    Es ist schon lustig: Ich war etwa im selben Alter wie Secundus jetzt, als ich Andrea Doria im Plattenschrank meiner Eltern entdeckte.



    Damals, in den 80ern, war er schon alt irgendwie. Dann, in den späten 80ern, habe ich sogar mal in einer seiner Shows getanzt, das war irgendwie cool, auch wenn er, als wir ihm vorgestellt wurden nach dem Konzert, etwas weggetreten wirkte.

    Und heute? Entdeckt mein Sohn ihn für sich, hört die neue Platte, die ich mir bei itunes gekauft hab - und ist begeistert. Und Udo ist wieder da, für die nächste Generation, immer noch alt, immer noch toll, immer noch faszinierend....

    Hypocracy

    Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht so schnell damit bin, jemanden ob seiner oder ihrer konservativen religiösen Haltung gleich der Bigotterie zu beschuldigen. Wahrscheinlich, weil ich selbst ja auch aus meinem Glauben heraus Positionen habe, die sonst eher von Rechten geteilt werden, die ich in fast allen anderen Fragen nicht mit der Kneifzange würde anfassen wollen.

    Aber, wie einer meiner Kollegen heute schrieb - dies Video sollten sich Unterstützer von McCain/ Palin wieder und wieder ansehen. Es ist so lustig, dass es traurig ist.

    4.9.08

    Nun haben wir drei Kinder in der Schule



    Mal abgesehen davon, dass so was ja nicht wirklich vorgesehen ist, haben wir jetzt (endlich) die drei älteren unserer vier Kinder in der Schule. Sehr groß und sehr aufgeregt war unser neues Schulkind.

    Aber es ist auch wunderschön, zu sehen, wie da ein weiterer gerne lernen will, motiviert ist, sich freut und jeden Tag begeistert nach Hause kommt.

    Und wieder wünsche ich einem meiner Kinder, dass es ihm so gehen möge wie mir, der ich so viel Glück hatte mit Schule und die ersten 12 1/2 Jahre der 13 Jahre Schule nahezu jeden Tag gerne hingegangen bin....

    1.9.08

    Deine Unterschrift ist mächtiger, als du denkst



    (Hinweis per Mail)

    Die Riesenschritte des Lebens

    In der letzten Woche ist unser jüngstes Kind in den Kindergarten gekommen, morgen wird Tertius eingeschult. Nun sind sie alle weg. Sozusagen. Primus beginnt mit dem Ganztagsunterricht, Secundus lernt seine zweite Fremdsprache. Sie werden einfach größer.

    Und dabei kommt es mir manchmal so vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass ich selbst die Schule verlassen habe, jedes Mal, wenn ich als Elternvertreter mein altes Gymnasium betrete, ist ein immer noch ulkiges Gefühl und der gleioche Geruch wie damals da. Die stundenlangen Gespräche am Mittagstisch vor allem mit meiner Mutter (dazu später noch mal mehr, versprochen) haben den Tagen und der Woche ihren Rhythmus gegeben.

    Das ist heute anders - nicht nur, weil auch meine Süße heute ihre Einschulung hat, wir also beide nicht sooo viel zu Hause sind, sondern auch, weil die Kinder heute so viel früher so viel länger unterwegs sind. Keines ist vor 14 Uhr wieder da, die meisten erst nach 16 Uhr sogar.

    Ein bisschen ist das Gefühl schon da, dass immer mehr von ihrem Leben in Riesenschritten an mir vorbeiläuft. Das muss so sein, das ist auch ok, aber in die Freude und Aufregung des Neuanfangs (vor allem der beiden kleineren) mischt sich ein Tropfen Wehmut, wenn sie nun auch in die Welt hinaus ziehen.

    Andererseits will ich das, wollen wir das ja auch so. Denn nicht umsonst gehören unsere Kinder zu den wenigen, die richtig viel schon alleine mit dem Rad machen dürfen (ok, die Lütte nicht), die nicht überall hinkutschiert werden, die verdammt selbstständig für ihr Alter sind. Was den Wehmutstropfen mit etwas Stolz verdünnt.

    Mehr noch als am zwisckenden Rücken merke ich an meinen Kindern, dass ich doch nicht mehr ganz MItte Zwanzig bin. Was auch irgendwie schön ist.

    21.8.08

    jede Menge Pfifferlinge



    Als kurzes Lebenszeichen: Wir haben heute jede Menge Pfifferlinge gefunden. Und gegessen. Lecker! Das ist das Schöne an einem Augusturlaub.... Nur einfach in den Wald und ernten.

    13.8.08

    Traueranzeige



    Meine Mutter ist ja vergangene Woche gestorben, an diesem Freitag werden wir sie beerdigen. Heute ist die Anzeige im Hamburger Abendblatt erschienen.

    Ich kann noch gar nicht richtig über sie schreiben oder darüber, wie ich mich fühle. Vielleicht mag erstmal das reichen, was ich vor zwei Jahren in diesem Blog geschrieben habe.

    8.8.08

    Auch, wenn man sich zehn Jahre lang im Grunde darauf vorbereiten kann, trifft es einen doch unvermittelt. Ein Trost ist, dass sie den Schritt aus der Dämmerung ins Licht geschafft hat.

    Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Achtsamkeit.
    2. Tim 1,7

    4.8.08

    Habt keine Angst vor Venedig

    Was war uns alles vorher erzählt worden: Venedig sei so teuer geworden, man könne nicht mal einen Kaffee trinken, nichts funktioniere mehr und so weiter und so weiter. Alles Quatsch.

    Mit den beiden Großen waren meine Süße und ich jetzt nach fünf Jahren mal wieder da. Zum ersten Mal in einer Wohnung, die gerade mit Kindern fast optimal gelegen war - fast direkt am Rialto, von dort konnte man die Wohnung gut finden. Und der Rialto ist ja überall ausgeschildert. Die Jungs konnten also sogar das eine oder andere Mal alleine losziehen oder früher als wir zurück in die Höhle gehen. Allerdings würden wir nächstes Mal darauf achten, dass alle Schlafräume eine Klimaanlage haben....

    Was wirklich teuer ist in Venedig ist das Wohnen. Zwar geht eine Wohnung im Vergleich zum Hotel, aber auch die ist in der Hochsaison happig. Doch der Rest ist recht normal. OK, wer sich für einen Kaffee hinsetzen will, muss schon mal 2.50 EUR hinlegen. Aber nun ist es ja so, dass Hinsetzen für einen Kaffee auch nicht so wirklich angesagt ist in Italien. Und an der Bar kostet der Kaffee auch nur 1.10 EUR. Würde ich nicht wirklich überteuert nennen.

    Essen? Genauso - ja, ich kann unverschämte Preise bezahlen für superschlechtes Essen, aber selbst die Touristenfallen haben in der Regel diese komischen Touristenmenüs für unter 15 EUR mit mehreren Gängen und Wein und Wasser und Gedeck. Pizza geht überall in der Stadt schon bei 5.50 EUR los, da bezahlt man in vielen Städten in Deutschland weit mehr.

    Wir waren (nur) zweimal richtig gut essen. In unseren beiden Lieblingsrestaurants über die Jahre, eines ganz versteckt in S. Croce, weit abseits dessen, wo man automatisch vorbeikäme und deshalb vor allem von Einheimischen besucht. Das andere zwar am Trampelpfad (direkt am Campo S. Margeritha), aber unscheinbar, ohne Karte draußen, tagsüber gar nicht zu sehen: ein Sarde, der - einmalig und skurril für Venedig - keinen Fisch auf der Karte führt.

    Lustigerweise wurden wir beide Male österreichisch bedient; am ersten Abend von einer Italienierin, die fast perfektes deutsch sprach mit leichtem wienerischem Akzent. Und am anderen von einer Salzburgerin, die mit einem Sarden verheiratet ist, um in Venedig ein Restaurant zu führen. Wenn das nicht witzig ist.

    Überall gibt es in Venedig Supermärkte, die von draußen etwas ulkig aussehen und wie ein winziger Tante-Emma-Laden, aber hinter der Tür moderne Einrichtung, alles, was es braucht und oft sogar Frischtheken haben. und Preise, die ganz ähnlich sind wie nördlich der Alpen oder letztes Jahr in der Toskana.

    Gespannt war ich auf den Rialtomarkt, immerhin eine Touristenattraktion. Aber auch die Einheimischen kaufen dort ein und so gibt es auch da fast keine Abzocke, sondern - logisch - preiswerstes Obst und Gemüse, jede Menge Fisch und in den kleinen Läden um den Markt herum Gebäck und Fleisch und Feinkost. Das war unser Beginn am Morgen, denn unsere Wohnung war ja nur wenige Schritte vom Markt entfernt, was toll war.

    Fazit: Ja, es ist möglich, Venedig (zu) teuer zu finden. Ja, es ist möglich, 2.50 für einen Espresso zu bezahlen. Aber es ist nicht nötig. Und nächstes Mal fahren wir mit den beiden anderen Kindern. In fünf oder zehn Jahren oder so.

    1.8.08

    In Europa unterwegs

    Zurzeit bin ich wieder einmal sehr viel unterwegs. Heute und morgen beispielsweise in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen.


    old Vilnius.jpg by you.

    Gestern und Vorgestern war ich in Rumänien, wo ich sofort Anschluss gefunden habe an die dortige Onlineszene - siehe meinen englischen und meinen deutschen Blogeintrag in unseren Firmenblogs dazu.... Davor ja wie gesagt privat in Venedig mal wieder, nächste Woche noch einen Tag in London bei meine Kollegen dort und dann Dänemark mit der Familie.

    Ich bin ja immer hin und her gerissen. Denn einerseits mache ich das ja nicht nur freiwillig - ich hätte ja die Leitung von Edelman Digital für Europa nicht annehmen müssen - und macht es mir auch sehr viel Spaß so viele Menschen in so vielen Ländern kennenzulernen und mit ihnen zu arbeiten. Andererseits ist das ziemlich schlauchend auf die Dauer und ich vermisse meine Familie.

    Die Balance ist die größte Herausforderung. Denn "nur" den Job betrifft es ja nicht - arbeiten kann ich von überall aus, wo ich Internet habe, dafür muss ich nicht in Hamburg sein (weshalb ich auch aufgehört habe, ein Out of Office Reply in meine Mailbox zu packen, wenn ich nur reise und nicht Urlaub hab)...

    28.7.08

    Obamaniadingens

    Grundsätzlich ist mir der Obama sehr sympathisch.
    Und wenn ich nicht fürchten müsste, dass ich jemandem sein Geburtstagsgeschenk verrate, würde ich auch erzählen, dass ich in Chicago lange rumgelaufen bin, bis ich ein schwarzes Obama-T-Shirt gefunden hatte.

    Als der Herr Kandidat dann in Berlin war, war ich irgendwie nicht da. Oder noch nicht wieder richtig da oder so, weiß nicht. Wann war das noch? Und beim Nachlesen meiner Lieblingsblogs, bei denen ich im Verzug war über die letzten Wochen, bin ich nun bei Frau Ami darüber gestolpert, warum mir bei aller Freude über gefühlige Politik das gerade irgendwie nicht gefällt, was da passiert (mal abgesehen davon, dass ich irgendwie im Gefühl hab, dass der nicht gewinnt im November):

    wahrscheinlich weil er so spricht:

    “Aber ich bin gekommen um euch zu sagen, dass wir die Erben eines Freiheitskampfes sind. Wir haben eine unwahrscheinliche Hoffnung. Lasst uns auf unserer gemeinsamen Geschichte aufbauen, unser gemeinsames Schicksal annehmen und einmal mehr den ehrenhaften Kampf aufnehmen, der Welt Gerechtigkeit und Frieden zu bringen.”

    klingt doch wie:

    “ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt. Wer meine Worte nur hört und sie nicht befolgt, den richte nicht ich; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern um sie zu retten. (joh. 12, 46.47)

    fühlt sich irgendwie nicht richtig an, dieser hype.

    herr obama! « Ami

    26.7.08

    Ja, ich muss noch was zu Venedig schreiben....

    Aber irgendwie komme ich da gerade nicht zu. Erst gleich wieder Arbeit, jetzt so gutes Wetter, dass ich keine Lust hab, morgen Ostsee. Aber es kommt....

    Und als Vorgeschmack schon mal eine der Schutzmantelmadonnen, die ich da fotografiert hab. Denn Schutzmantelmadonnen sammele ich sozusagen. Ich liebe sie und die (theologische) Aussage dieser Tradition.

    Schutzmantelmadonna V by you.

    Die Venedig-Madonnen bei flickr gibts hier.
    Und hier auch noch ein paar weitere Bilder aus der Stadt des Mondes.

    17.7.08

    Morgen ab in die wunderbarste Stadt der Welt...

    Und dann werde ich auch ein paar Tage weitgehend offline sein, nur ein bisschen vom Handy twittern, denke ich. Venedig ist seit über zwanzig Jahren die Stadt, in die es mich und seit fünfzehn Jahren auch uns beide als Paar immer wieder zieht. Gemeinsam waren wir dort erstmals auf Hochzeitsreise. Danach zum zehnten Hochzeitstag, und nun fünf Jahre später schon wieder, diesmal mit den beiden Großen, denen wir diese tolle Stadt zeigen wollen.

    Wie verrückt, dass gerade eine Woche vorher Bent Szameitat neue Bilder bei uns in der Agentur aufgehängt hat, die - ja wirklich - Venedig zeigen. Ich mag seinen Stil total gerne und auch die Formate. Zwei der Werke habe ich gestern fotografiert.

    Venedig I

    Es hat eine gewisse Komik, Fotografien zu fotografieren. Aber sowohl den Blick auf Zattere als auch den auf Burano (ich hoffe jedenfalls beides stimmt, sieht mir ziemlich danach aus) liebe ich sehr und habe die letzten Tage oft ein paar Minuten davor gestanden.

    Venedig II

    Nun also los, morgen früh mit dem Zug nach Bremen, dann Billigflug nach Venedig. Dort haben wir erstmals eine Wohnung. Und das Tolle an Venedig ist ja auch, dass die Jungs da nicht verloren gehen können - irgendwann landet man am Kanal und nimmt die Linie 1.

    Bis nächste Woche, macht keinen Scheiß hier, bitte....

    15.7.08

    Morgens um halb Zehn im Vorort

    Normalerweise bin ich dann ja im Büro oder auf Reisen. Aber neulich hatte ich mal einen Tag frei und war bei uns in Berne unterwegs - einkaufen bei minimal Rewe, beim Metzger, im Reformhaus, bei Budni, beim Erdbeerstand und so weiter. Ach ja, und auch noch im Getränkemarkt. So viel zum Wocheneinkauf (und dabei lassen wir und das Gemüse und die Milch und so ja sogar liefern). Meistens gehe ich ja sonst nur Sonnabends Vormittag zum Bäcker und Metzger, vielleicht noch zur Reinigung, aber das ist vor dem Aufstehen. Oder abends zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr zu Rewe (da sind dann nur die besoffenen Gymnasiasten der Gegend da, die vor dem Eingang rumlungern).

    Ich hab Berne fast nicht wieder erkannt. Voll! Nicht mal einen Parkplatz hab ich auf Anhieb gefunden. Und dann (ach schade, dass ich keine Kamera dabei hatte): Die gefühlt 57 Hackenporsches, die fein säuberlich aufgereiht neben den Einkaufswagen im Eingangsbereich des Ladens standen. Und gefühlt noch mal doppelt so viele uralte Frauen, meistens allein, aber ein paar auch ihre Männer anschnauzend, die tatterig die Wagen durch die Gänge schoben. Vor der Tür, im Durchgang zum Marktplatz, spielten zwei Zigeuner (ich weiß, dass man das jetzt wieder sagt. Jedenfalls wollen die beiden Zigeunermädchen in der Schule meiner Süßen so genannt werden) Walzer.

    Am Erdbeerstand ein Schwätzchen mit allen. Die Saison geht schließlich bald zu Ende. Und auf dem Markt ist ja der Stand mit dem Viehfutter am eklig interessantesten. Schon damals, vor 25 Jahren, als ich immer Sonnabends auf den Volksdorfer Markt ging, habe ich um den Stand einen großen Bogen gemacht. Pansen sind irgendwie nix für mich.

    Was komisch war: Normalerweise treffe ich immer irgendwelche Leute, die ich kenne. Weil ich mit ihnen oder ihren Kindern zur Schule gegangen bin. Weil unsere Kinder gemeinsam zur Schule gehen oder zusammen Fußball spielen, oder weil wir uns aus der Kirche kennen. Und an diesem Morgen? Nicht ein - nicht EIN! - bekanntes Gesicht. Ich fühlte mich richtig wie in einer Großstadt.

    12.7.08

    erfolgreicher Sommereinkauf



    Endlich. Meine Süße wollte keine und Primus war nicht dabei. Muss er halt noch mal selbst los, wenn er welche will. Und seitdem sie die anprobiert haben, weigern sie sich, die auszuziehen. hmmm.

    7.7.08

    Mein Kind, mein Pferd, mein Haus oder so

    Nicht ganz. Aber eines meiner Kinder und unser Familienpferd (das eigentlich gar kein Familienpferd ist, weshalb ein anderes meiner Kinder und ich auf einem anderen reiten, wie ihr wisst, aber das ist eine andere Geschichte) mögen sich wirklich gern.


    Ist schon ein paar Tage her, die Bilder haben wir beim Midsommarturnier auf Godemmoor gemacht, Secundus' erstem Turnier überhaupt. Aber schön sind die trotzdem, oder?

    30.6.08

    Es geht voran mit der Umgestaltung von Schule in Hamburg

    Es hängt nicht nur am Regierungswechsel, aber der beschleunigt den Umbau aller Schulen und der Unterrichtsorganisation doch gerade sehr in dieser Stadt. Und fast noch mehr als alles andere mag viele überraschen, wie fortschrittlich und sinnvoll die Vorschläge (oder soll man angesichts der sehr deutlichen Formulierungen sagen: Anweisungen?) der Schulaufsicht sind, die in der vergangenen Woche an die Gymnasien gegangen sind.

    Teile dieser Empfehlungen Anweisungen sind beispielsweise an unserer Schule schon umgesetzt. Aber noch längst nicht alle. Wenn ich so etwas lese, macht mir die Elternmitarbeit (ich bin ja im Elternrat, der Elternvertretung des Gymnasiums, auf das unsere beiden Großen gehen) richtig Spaß.


    Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Schule und Berufsbildung Behörde für Schule und Berufsbildung , Postfach 76 10 48, D – 22060, D – 22060 Hamburg An die Schulleitungen der Gymnasien in Hamburg Amt für Bildung Schulaufsicht und Schulberatung Gymnasien B 12 i.V. Leitung Dr. Michael Just Hamburger Str. 31 D – 22083 Hamburg Raum 1109 Telefon 040/428 63 – 2249 Telefax 040/428 63 – 4011 E-Mail: Michael.Just@bsb.hamburg.de Vorzimmer: Susanne Bohne Zimmer 1111 Telefon: 040 – 42863 2257 Telefax: 040 – 42863 4011 Hamburg, den 23. Juni 2006 Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter, das Schuljahr 2007/2008 geht in die letzte Phase. Abiturientenentlassungen und Zeugniskonferenzen liegen vor Ihnen. Sie stecken mitten in den Planungen für das kommende Schuljahr. In den vergangenen Monaten stand die Schulform Gymnasium im Mittelpunkt des Interesses: Als Teil des Wahlkampfes, als bundesweites Thema durch die Gy8-Diskussion sowie durch die vom Senat geplante Einführung der Primarschule. Über die Veränderungen der Schulstruktur hat Sie Frau Senatorin Goetsch in der Dienstbesprechung vom 9. Juni informiert. Bis zu den Herbstferien wird es zu ersten Treffen der regionalen Schulentwicklungskonferenzen kommen, die von einem Moderator und dem regional zuständigen Schulaufsichtsbeamten geleitet werden. Genauere Informationen erhalten Sie noch vor den Sommerferien. Die Auswertung der Gy8-Zwischenbilanz, über die ich im Rahmen der Schulleiterkonferenz vom 5. Mai 2008 berichtet habe, wurde inzwischen auch mit dem Vorstand der Elternkammer erörtert. Aus den Ergebnissen lassen sich folgende Handlungsfelder für Hamburgs Gymnasien ableiten: 1. Um die tägliche Belastung der Schüler zu reduzieren und um die Voraussetzungen für neue Unterrichtsformen zu schaffen, wird mindestens 75% des Unterrichts in Doppelstunden organisiert. 2. Der Unterrichtstag wird durch angemessene Pausen ( Empfehlung: 30 Minuten nach jeder Doppelstunde) gegliedert. 3. Eine Mittagspause (45 Minuten), die dem gemeinsamen Essen und der Erholung der Schülerinnen und Schüler dient, eröffnet den Schülern durch vielfältige Angebote die Möglichkeit zum Regenerieren und zur Kommunikation. Öffentliche Verkehrsmittel: Hamburger Str.: U2, 117 Mundsburg: U2, 106, 37,172, 173 -2- 4. In Abstimmung mit Eltern und Schülern erstellt die Schule ein Konzept, wie Übungs- und Wiederholungsphasen in den Unterricht integriert werden und die Zeit für Hausaufgaben begrenzt wird. Eine Empfehlung finden Sie in der Anlage dieses Schreibens. Die Gymnasien schaffen durch das Angebot von Hausaufgabenzirkeln attraktive Möglichkeiten für Schülerinnen und Schüler, die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts in der Schule durchzuführen. 5. In Fach- und Jahrgangskonferenzen legen die Gymnasien auf der Grundlage der geltenden Rahmenpläne ein schulinternes Curriculum fest. Sie berücksichtigen dabei die Vorschläge der Behörde zur Reduzierung der Unterrichtsinhalte (Rundschreiben vom 30.3. 2007 sowie Arbeitsfassung der Rahmenpläne für die Sekundarstufe I, vgl. http://www.li-hamburg.de/publikationen/publikationen.Bild/publikationen.Bild.bildsekI/index.html). Durch gemeinsame Lernerfolgskontrollen in den Jahrgangsstufen werden die Standards abgesichert. 6. Die Gymnasien nutzen die Möglichkeiten der flexibilisierten Stundentafel. Durch die Einführung von Studienzeiten und die Umsetzung von Epochenunterricht werden Räume für individuelles Lernen geschaffen. Bei den Präsenztagen legen die Jahrgangskonferenzen Zeiten für themenorientiertes und fächerübergreifendes Unterrichten fest. Viele Gymnasien haben einige der oben genannten Elemente in die künftigen Ziel- und Leistungsvereinbarungen aufgenommen. Die übrigen Gymnasien bitte ich, bei der Organisation des kommenden Schuljahres auf die Umsetzung der Aspekte zu achten bzw. die Voraussetzungen für die Realisierung zu schaffen. Die Schulaufsicht wird die Hospitationen in den Gymnasien im kommenden Schuljahr fortsetzen und im Gespräch mit Eltern, Schülern, Schulleitungen und Lehrern an der Weiterentwicklung des gymnasialen Bildungsgangs arbeiten. Mit freundlichen Grüßen Dr. Michael Just


    Fast noch überzeugender sind die Hinweise - dieses Mal klar als Empfehlungen bezeichnet, aber wieder sehr strikt formuliert - des gleichen Leiters der Schulaufsicht zum Thema Hausaufgaben. Das beste, was ich zu dem Thema seit langem gelesen habe. Und eine gute Handreichung für Elternvertreter, die mit den Lehrerinnen ihrer Kinder diskutieren müssen/ wollen/ werden:

    Read this document on Scribd: Hausaufgaben an Hamburger Gymnasien

    BSB Schulaufsicht und Schulberatung Gymnasien Dr. Michael Just 2249 25.6.2008 Empfehlungen zu Hausaufgaben in der Sekundarstufe I des achtstufigen Gymnasiums Der achtjährige Bildungsgang am Gymnasium mit Nachmittagsunterricht an mehreren Tagen und einer wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung von zum Teil 34 - 36 Unterrichtstunden erfordert eine veränderte Lernorganisation. Die Festigung und Vertiefung von Einsichten, die weitere Einübung, die Anwendung von Fertigkeiten und die Wiederholung werden deshalb verstärkt in den schulischen Unterricht integriert. Dies kann z.B. durch die Einführung von Studienzeiten geschehen oder durch die Integration geeigneter Phasen in den laufenden Fachunterricht (integrativ). Hausaufgaben setzen die im Unterricht eingeleiteten Lernprozesse fort. Sie können den Unterricht ergänzen und den Fortgang des Unterrichts vorbereiten. Hausaufgaben sind verbindlich. Die Formen der schulischen und häuslichen Aufgaben sind vielfältig: • • • • • • • • • Übungen und Wiederholungen Vorbereitung auf die nächste Unterrichtsstunde Lernen von Vokabeln, Formeln, Begriffen oder Merksätzen Auswendiglernen von Texten Literatur- oder Internet-Recherche Anfertigung von Referaten und Präsentationen Lektüre Praktische Erkundungen Vorbereitung auf Lernerfolgskontrollen Voraussetzung für die sinnvolle Erteilung von Aufgaben, die zu Hause oder in einer additiven schulischen Hausaufgabenbetreuung erledigt werden, ist die Koordination der in einer Klasse unterrichtenden Lehrer im Hinblick auf die Anforderungen an die tägliche Hausaufgabenzeit und die Art der Aufgaben. 1. Die Klassenkonferenz legt in Absprache mit den jeweiligen Fachkonferenzen und Jahrgangskonferenzen die Grundsätze für den Umfang und die Verteilung der Hausaufgaben und der Lernerfolgskontrollen fest. 2. Den Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern wird die Hausaufgaben- und Klassenarbeitsregelung erläutert. 3. Den Schülerinnen und Schülern sowie ihren Erziehungsberechtigten werden die Termine für längerfristige Aufgaben (Lektüren, Projektmappen, Referate) und die Lernerfolgskontrollen zu Beginn eines Schulhalbjahres bekannt gegeben. 4. Die Termine der Hausaufgaben werden im Klassenzimmer gut sichtbar für alle – Schüler und Lehrer - ausgehängt; auch die Lehrer der Fremdsprachengruppen und der Fächer, die im Wahlpflichtunterricht angeboten werden, sind verpflichtet, diese Pläne zur Kenntnis zu nehmen. 5. An Tagen, an denen der Pflicht- bzw. Wahlpflichtunterricht nach 15.30 Uhr endet, dürfen keine schriftlichen Hausaufgaben zum nächsten Tag erteilt werden. 6. Für die Einhaltung der Regelung ist der Klassenlehrer verantwortlich. 7. Das Gymnasium bietet Hausaufgabenzirkel am Nachmittag an, in denen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 ihre Hausaufgaben anfertigen können. Dazu ist es erforderlich, dass ruhige Klassenräume mit PC-Arbeitsplätzen und Handbibliotheken zur Verfügung gestellt werden. Für Aufsicht und Hilfestellung haben die Gymnasien entsprechende Mittelzuweisungen erhalten.


    Es ist einfach eine spannede Zeit und ich bekomme mehr und mehr das Gefühl, dass meine Kinder Glück haben, dass die jeweils nicht ganz die ersten sind, die das neue System erleben, aber noch so dicht an der Einführung dran, dass die Experimentierfreude und das Engagement hoch ist.

    28.6.08

    My very first baseball match

    I was to my - yes, indeed - very first baseball match. Some weeks ago when my colleague Marshall (now London, but a real American) and I were talking about our trip to Chicago, where we both have been part of the faculty of this year's Edelman Summer School as mentioned before, he had the great idea to take me to the stadium: Wrigley Field to see the Cubs. (Yes, Nico, I finally got there....)

    And what shall I say? It was great. I did not get baseball until we left after the 7th inning (something I did not get neither, but after that there have been no more points or whatever they call these things that, well, you know). But Marshall did a terriffic job, explaining the game to Neville Hobson and me. Neville took even a long video of Marshall ("Baseball for Dummies") that will hopefully be up in some days at his blog.

    My thoughts about this evening:
    Yes, the cultural thing reminds me a little bit about fottball/ soccer back home, although it is totally different. But while I normally stay in offices, conference rooms, restaurants or friends' places that are much more "global" so to say when I am in the US, this was really coming down to this country and its people. Glad I was there and we had a lot of fun as well - Erin, Rick and Marshall are really, really into baseball...



    All these and probably even more photos at my flickr page.

    Mein persönliches Highlight der Woche

    english summary below

    Ich bin, wie so viele in den 70ern und frühen 80ern in der links-christlichen Szene, stabil antiamerikanisch groß geworden. Sozusagen mit der Muttermilch habe ich all das aufgesogen, was schlimm war - zumal wir als Familie in der (damals hieß das noch so) Dritte-Welt- und in der Friedensbewegung aktiv waren. Dafür, Jimmy Carter als Präsidenten bewusst erlebt zu haben, bin ich etwas zu jung, aber an die schockierende Wahl von Reagan erinnere ich mich noch ganz dunkel.

    Dann, 1984, tauchte Jesse Jackson auf. Und auch wenn es irgendwie pathetisch klingt: Er war so etwas wie ein Idol meiner Jugend. Und er war der erste Amerikaner, der mein Bild von den USA zu veändern begann. Dass ich ihn im Haus von Dan und Ruth Edelman am Donnerstag Abend getroffen habe, mit ihm sprechen und Leah dieses Foto machen konnte, ist großartig.

    With Jesse Jackson, taken by Leah Jones (on Flickr)

    This was my personal highlight of this week in Chicago: meeting one of the heros of my youth, Jesse Jackson, at Dan's and Ruth's house. I was raised very anti-american - but Reverend Jackson changed my perception of the US. To meet him and to talk with him was unforgetable.

    25.6.08

    Thank you, USA

    I would have missed that today I kind of have to try to at least follow the match online. Or is there some TV thing covering the match over here in Chicago? Nevertheless, the US State Department send a "warden message" to US citizens in Germany. (had tip from dominik via twitter)
    On Wednesday evening, June 25, Germany and Turkey will meet in the semifinal round of the 2008 European Football Championship in Basel, Switzerland. Various cities in Germany have set up viewing areas for the public to watch the live broadcast of this game. The "Fan Mile" in front of the Brandenberg Gate in Berlin is expected to draw up to 500,000 German and Turkish fans, Frankfurt am Main will host a public viewing area at the Rossmarkt, and Munich is setting up a large public viewing area at the Olympic Stadium where 30,000 fans are anticipated. Similar events are planned in other cities and spontaneous celebrations or demonstrations related to the match may occur throughout Germany.Because of the high fan interest in this prestigious semi-final elimination game between Germany and Turkey, there exists the possibility that disturbances, including violent disturbances may occur before, during or after the match, which begins at 20:45. At a minimum, post-game celebrations will likely result in traffic congestion in larger cities. Crowds celebrating previous German and/or Turkish victories have blocked streets and rocked vehicles attempting to pass through them.We remind American citizens in Germany that even mass gatherings and demonstrations intended to be peaceful can turn confrontational and possibly escalate into violence. American citizens are therefore urged to avoid the areas of demonstrations if possible, and to exercise caution if within the vicinity of any demonstrations. American citizens should stay current with media coverage of local events and be aware of their surroundings at all times. Americans in Germany are encouraged to register with the U.S. Embassy in Berlin, or at either the Munich or Frankfurt Consulate, through the State Department’s travel registration web site and to obtain updated information on travel and security within Germany. Americans without Internet access may register directly with the nearest U.S. Embassy or Consular Section. By registering, American citizens make it easier for the Embassy or Consulate to contact them in case of emergency.
    June 24, 2008 Warden Message

    23.6.08

    Showcasing Social Media

    As you know I am in Chicago right now, teaching our Summer School. Today is all about tools, funstuff and basics - so we showed our favorite tools to the crowd. Mine were plazes (that was bought by Nokia right today) and sixgroups, b/c I wanted to show some European stuff.

    My colleague Monte from the Washington DC office is one of the very few qik users in the US and showcased live streaming form the mobile - here is the film he took with his N75 some minutes ago.

    Erster Tag wieder in Chicago

    Jetlag ist gar nciht so schlimme (klar, in diese Richtung). Und das Hotelzimmer, das ich jetzt gleich in Richtung Kellogg Business School verlasse, ist groß und nett mit einem tollen Blick aus dem 34sten Stock. Der Blick über dne Lake Michigan lässt sich um diese Zeit nicht fotografieren, wenn da die Sonne aufgeht....



    Jedenfalls bin ich wieder des fasziniert von der Stadt. Und werde dieses Mal auch wirklich zu den Cubs gehen und mir von den Kollegen Baseball erklären lassen, zu dem ich bisher nur das Vorurteil habe, es sei seeeeeehr langweilig. Aber wenn ich mal eine Woche hier bin, muss das sein, finde ich.

    Summer School ist ein Programm von Edelman, zu dem jedes Jahr über 70 Kollegen aus (dieses Mal) über 40 Büros weltweit zusammen kommen, um gemeinsam an Themen und Programmen zu arbeiten. Ich selbst bin als Trainer dabei, denn der Schwerpunkt ist Social Media. Die Mischung der Teilnehmer ist großartig und macht Spaß. Vielleicht komme ich zwischendurch ja noch mal zum Bloggen :) Ende der Woche bin ich dann noch als Referent beim New Media Academic Summit dabei.

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