lese oder höre ich gerade (vor)
Frank Schätzing: Limit -
Thomas Nipperdey: Deutsche Geschichte 1866-1918 Bd II -
DIE ZEIT -
brand eins
habe ich gerade (vor)gelesen oder gehört
John Katzenbach: Der Täter -
Philip Pullmann: Der Goldene Kompass -
Stieg Larsson: Verblendung -
Faye Kellerman: Arglist -
Petra Oelker: Tod auf dem Jakobsweg -
Dan Brown: The Lost Symbol -
Erich Schütz: Judengold -
Frank Schätzing: Ein Zeichen der Liebe (gekürzt) -
Henning Mankell - Der Mann am Strand (gekürzt) -
Stig Larsson: Vergebung -
Cornelia Funke: Potilla -
Astrid Lindgren: Madita -
Petra Oelker: Der Klosterwald -
Astrid Lindgren: Ferien auf Saltkrokan -
Donna Leon: Feine Freunde -
John Grisham: A Time To Kill -
Taavi Soininvaara: Finnischer Tango -
Tove Nilsen: Nachtzuschlag -
Chris Anderson: Free -
Volker Kutscher: Der nasse Fisch -
Donna Leon: Lasset die Kinder zu mir kommen -
John Katzenbach: Das Rätsel -
Charlotte Thomas: Die Madonna von Murano -
John Grisham: The Associate -
Jane Austen: Emma -
Cornelia Funke: Tintentod -
Wolfgang Schorlau: Die blaue Liste -
Cornelia Funke: Tintenblut -
Arto Paasilinna: Das Jahr des Hasen -
Arto Paasilinna: Die Rache des glücklichen Mannes -
Cornelia Funke: Tintenherz -
Christopher Paolini: Eragon 3 -
Henry James: Die Aspern-Schriften -
Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes -
Philip Kerr: Dark Matter -
Charlotte Thomas: Die Lagune des Löwen -
Dan Brown: Deception Point -
Donna Leon: Wie durch ein dunkles Glas -
Walter Moers: Der Schrecksenmeister -
Max Kruse: Urmel im Vulkan -
Joan Aiken: Der Schmuck der Lady Catherine -
Max Kruse: Urmels toller Traum -
Dan Brown: Digital Fortress -
John Katzenbach: Der Patient -
Stella Blomkvist: Mord in Thingvellir -
Yrsa Sigurdardottir: Das gefrorene Licht -
Max Kruse: Urmel aus dem Eis -
John Grisham: The Summons -
Aake Edwardson: Zimmer Nr. 10 -
Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz -
Leena Lehtolainen: Im dunklen See -
John Grisham: The King of Torts -
Jane Austen: Die Abtei von Northanger -
Jane Austen: Die Liebe der Anne Elliot -
John Grisham: The Last Juror -
John Grisham: The Street Lawyer -
John Le Carree: Tinker, Tailor, Soldier, Spy -
Gabriele Keiser: Apollofalter -
Olof Franzen: Meisterdetektiv Agaton Sax -
Astrid Lindgren: Karlsson vom Dach -
Robert Harris: Pompeji -
Robert Harris: Imperium -
Christopher Paolini: Eragon 2 -
Faye Kellerman: Serpent's Tooth -
Chris Anderson: The Long Tail -
Thomas Schmid: 33 Bazi- Geschichten -
Astrid Lindgren: Wir Kinder aus Bullerbü -
Christopher Paolini: Eragon 1 -
Petra Oelker: Mit dem Teufel im Bunde -
Astrid Lindgren: Karlsson vom Dach -
Dan Brown: Angels and Demons -
Rick Levine et al.: Das Cluetrain Manifest -
Dan Brown: The Da Vinci Code -
Tanja Kinkel: Die Schatten von La Rochelle -
John Grisham: The Pelican Brief -
John Grisham: The Rainmaker -
John Grisham: The Runaway Jury -
Philip Kerr: Der Tag X -
John Grisham: The Testament -
Robert Bolt: Oblong Fitz Oblong -
John Grisham: The Broker -
John Katzenbach: Die Anstalt -
Tanja Kinkel: Venuswurf -
Ingrid Kampaas: Fein gesponnen ist die Lüge -
Hakan Nesser: Schwalbe, Katze, Tod -
Minette Walters: Das Echo -
Hakan Nesser: Der Tote vom Strand -
Hakan Nesser: Sein letzter Fall -
Henning Mankell: Die fünfte Frau -
Karl May: Winnetou II -
Petra Oelker: Der Tote im Eiskeller -
Henning Mankell: Mittsommermord -
Petra Oelker: Die englische Episode -
Karl May: Winnetou I -
Minette Walters: Das Echo -
Tim Krabbé: Das goldene Ei -
Henning Mankell: Vor dem Frost -
Viveca Lärn: Weihnachten auf Saltön -
Jane Austen: Emma -
Jane Austen: Gefühl und Verstand -
Cornelia Funke: Drachenreiter -
Martha Grimes: Die Frau im Pelzmantel -
Martha Grimes: Gewagtes Spiel -
Donna Leon: Verschwiegene Kanäle -
Jane Austen: Stolz und Vorurteil -
Astrid Lindgren: Die Brüder Löwenherz -
Jonathan Safran Foer: Alles ist erleuchtet -
Heribert Prantl: Kein schöner Land -
Michael Ende: Die unendliche Geschichte -
William Goldman: Die Brautprinzessin -
Giles Blunt: Blutiges Eis -
Michael Ende: Momo -
Leena Lehtolainen: Wie man sie zum Schweigen bringt -
Karlheinz Moosig: Streiten, aber fair -
Albrecht Müller: Die Reformlüge -
Tatjana Ustinowa: Dass du nicht mehr lebst -
Mario Soldati: Briefe aus Capri -
Dietrich Dörner: Die Logik des Misslingens -
Kerstin Ekman: Die letzten Flöße -
Wolfgang E. Müller: Protestantische Ethik -
Anne Holt: Das achte Gebot -
Leena Lehtolainen: Die Todesspirale -
Dirk Olbertz: Das Blog-Buch -
Florian Illies - Anleitung zum Unschuldigsein -
Jesper Juul/ Helle Jensen: Vom Gehorsam zur Verantwortung -
Per Olov Enquist: Der Besuch des Leibarztes -
Anne Holt: In kalter Absicht -
Faye Kellerman: Das Hohelied des Todes -
Henning Mankell: Die Brandmauer -
Friedrich Torberg: Die Tante Jolesch -
C.S. Mahrendorff: Der Walzer der gefallenen Engel -
C.S. Mahrendorff: Und sie rührten an den Schlaf der Welt -
Hope Mirrlees: Flucht ins Feenland -
Steinunn Sigurdardottir: Gletschertheater -
Anna Jansson: Und die Götter schweigen -
Janko Röttgers: Mix, Burn & R.I.P. -
Jacques Berndorf: die Eifel-Krimis -
Leena Lehtolainen: Weiss wie die Unschuld -
Oswald Metzger: Einspruch! -
Zeruya Shalev: Mann und Frau -
Jens Reich: Es wird ein Mensch gemacht -
Christofer Frey: Die Ethik des Protestantismus -
Gidon Kremer: Zwischen Welten -
Aake Edwardson: Das vertauschte Gesicht -
Holger Afflerbach: Das entfesselte Meer -
Frank McCourt: Ein rundherum tolles Land -
Frank McCourt: Die Asche meiner Mutter -
Eric S. Raymond: The Cathedral and the Bazaar
meine Musik
"der Haltungsturner"
(Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach)
arbeitet bei achtung! GmbH.
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"der Haltungsturner"
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Ja, ich weiß - für Katholiken mag es kaum einen Unterschied machen, weil beides Teufelszeug ist. Aber für uns Evangelen, erst Recht für einen orthodoxen Lutheraner wie mich, ist morgen nicht etwa dieser komische irische Totentanzdingens sondern Reformationstag. Zwar haben wir nicht mehr frei und ich bin auch stressig unterwegs, aber es ist doch immerhin der 490ste Jahrestag des faktischen Auftakts zur Reformation.
Aber weil ich zwar Fundamentalist bin aber nicht weltfremd, dürfen meine Jungs (naja, die beiden großen zumindest) trotzdem auf die Partys gehen, die die Heiden rund um diesen anderen Kommerzkram veranstalten. Sagen, was wir davon halten (also nicht von ihrem Partygehen sondern vom Anlass der Party), tun wir dennoch.
Es war ein Schock, zu hören, dass Evelyn Hamann heute Nacht gestorben ist (und auch noch gleich den heute obligatorischen Link auf denwesten untergebracht. Ha). Ich finde sie immer noch großartig.
Und manches ist ja in meiner Generation derart Allgemeingut geworden, dass es zum aktiven und passiven Sprachschatz sicher nicht nur meiner Peergroup gehört. Jodeldiplom. Da hab ich was eigenes. Auch wenn der Sketch selbst irgendwie unvertraut war, als ich ihn eben sah.
Ich bin ihr wirklich dankbar. Auch meine Jungs haben dank Joanne K. Rowling gelernt, dicke Bücher zu lesen. Aber nicht nur das: Zum ersten Mal seit Wochen sind die beiden Großen seit mehreren Stunden friedlich in einem Raum. Einer ist schon ganz heiser.
Nachdem ich jahrelang Jane Austen lesen wollte, nachdem sie in der modernen Adaption (E-Mail für dich) ihres großen Liebesromans (Stolz und Vorurteil) eine so tragende Rolle spielt, bin ich dann vor einiger Zeit wirklich in ihre Welt eingetaucht. Ich liebe ihre Romane, soweit ich sie gelesen habe. Gerade bin ich dabei, Northanger Abbey zu lesen, was mir etwas schwer fiel am Anfang, weil es ein nahezu moderner Roman ist mit seiner aus ihrer Rolle heraustretenden Erzählerin und der überbetonten Ironie, die teilweise ins Klamaukhafte abgleitet (und mich dennoch oft kichern lässt).
Und für vegetarische Abende wählen wir immer häufiger die eine oder andere der Verfilmungen ihrer Romane, die wir inzwischen angesammelt haben. Während also gestern irgendwie alle eine langweilige Latenightshow gesehen oder erlitten haben, traf ich die bessere Wahl - und habe wieder einmal Persuasion gesehen. Was als Film von ein, zwei Ungereimtheiten abgesehen sehr annehmbar ist. Und was ich immer und immer wieder sehen kann.
Immer wieder spannend ist die Suche nach einem neuen Au Pair. Bisher hatten wir ja Glück, beide Male. Und nun suchen wir für irgendwannn zwischen jetzt und Weihnachten eine Nachfolgerin für unsere aktuelle Au Pair, die leider nicht bleiben kann, so sehr wir es uns wünschen würden.
Es ist immer interessant zu erleben, wie sich die Kinder auf eine neue nahezu Erwachsene im Haushalt einstellen, ob sie sie eher als "Tante" oder "große Schwester" sehen, ob sie sie mögen und umgekehrt. Vier Kinder sind ja auch für eine junge Frau eine große Heruasforderung.
Dennoch: Wenn jemand von euch eine kennt, die zu uns kommen mag (Deutschkenntnisse sind uns wichtig, der kleinen Kinder wegen) - mailt mir bitte, ja?
Das macht Spaß: Im Dunkeln in den Hansapark, alles voller Lichter. Und dann noch die Lichterparade und das Feuerwerk. Lustig fand ich vor allem das Rio Dorado mit dem Blick über die dunkle Lübecker Bucht. Morgen werden wir es noch mal versuchen, dann etwas eher, damit noch mehr Geräte offen sind. (Jahreskarte sei Dank....)
OK, wenigstens ein kurzes Lebenszeichen aus dem Urlaub, den wir an der Ostsee verbringen. Und weil ein WLAN erreichbar ist, lade ich hin und wieder Fotos hoch. Mensch, was haben wir ein Glück mit dem Wetter...
Zwei Tage war bei uns zu Hause helle Aufregung: Als wir aus der Rhön kamen, hatte Secundus' Hamster die Tür seines terrariumartigen Stalls geöffnet und war weg.
Dass B berichten konnte, dass ihr eigener Hamster vor hunderten von Jahren mal eine Woche im Heizungskeller überlebt hatte, war nur ein kleiner Trost.
Heute abend ist er dann wieder aufgetaucht - ich saß mit den Großen in Primus' Zimmer, als er reinmarschierte, kurz den Kopf hob - und schnell wieder die Biege machte. Aber nun sitzt er wieder im Stall. Und die Kinder sind langsam im Bett.
Was ich an Familientreffen unter anderem sehr mag: Das Insbettgehen ist kein Problem - die Kinder gehen einfach dann, wenn sie nicht mehr stehen oder sitzen können. Selten gibt es so wenige Proteste, wie mit Kindern, die es fast nicht mehr ins Bett schaffen.
Wir nennen das, was wir auf Familientreffen machen, in Anlehnung an die Art, wie wir Pferde halten, "Robustkinderhaltung" - und das meint, dass sie im Grunde machen, was sie wollen, sie werden schon gegenseitig dafür sorgen, dass es in Ordnung ist.
Eine Folge ist dann, dass die Heimfahrt insofern entspannter ist, als ein bisschen Schlaf nachgeholt wird.
Mir ist klar, was die Diakonie damit sagen will. Und als großer Anhänger davon, die Lebensränder zu Hause zu verbringen (Tertius und Quarta sind beide zu Hause geboren worden, was ich immer wieder machen würde und jeder und jedem nur wärmstens empfehlen kann), teile ich das Anliegen meiner Diakonie.
Aber als ich heute früh auf dem U-Bahnhof das Plakat sah, hab ich schon geschluckt ob meiner ersten Konnotation zum "Dafür setzen wir uns ein"... Oder bin ich pervers?
Es gibt ja den Rechtsgrundsatz Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Und den mag man doof finden, er gilt nun mal. Ähnlich ist es mit der LTI, der Lingua Tertii Imperii. Obwohl es schon vor der LTI übliche Rhetorik des Rassismus und des Anijudaismus war, Vergleiche aus der Schädlingsbekämpfung zu verwenden.
Aber wer auch nur in Spuren Bildung genossen hat, in der Sprache sensibel behandelt wurde, wird Worte wie "Sonderbehandlung", "Entartung" und "Entlausung" nicht ungebrochen verwenden. Meine Ablehnung des Wortes "Einstellung", das in seiner heutigen Bedeutung (und mechanistischen Verballhornung von Haltung) ebenfalls durch die LTI eingeführt wurde, ist zwar konsequent, - aber ich bin bereit, den Gebrauch dieses Wortes zu verzeihnen. Den der anderen nicht. Und wenn Josef Schmid sich so rausredet, wie ihn Spon im Artikel Der ahnungslose Herr Schmid indirekt zitiert:
Ihm sei nicht klar gewesen, dass der Begriff von der Entlausung als Ruf nach der Vernichtung des politischen Gegners verstanden oder mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht werden könne.
Wenn er sich so rausredet, dann ist das für mich der eigentliche Skandal. Dass ein Mann ohne Sprachgefühl und ohne Bildung (von Haltung mal ganz zu schweigen) sich anschickt, Bürgermeister in München werden zu wollen, ist mir völlig unverständlich - und hätte ich nicht mal der CSU zugetraut.
Dass ich dazu bisher nichts gesagt habe, liegt daran, dass ich voller Entsetzen und sprachlos davor stehe. Aber heute ist weltweiter Blogger-Free-Burma-Day. Und ich mache mit, weil es mir wirklich ein Anliegen ist. Bitte unterschreibt auch die Petition!
Was für ein zufälliger Zufall, dass ich gerade gestern meiner impertinenten Gleichgültigkeit der deutschen Einheit gegenüber einen Beitrag gewidmet hatte. Denn es ist ja wirklich so, dass mir dieser Feiertag gerade jetzt, wo wir alle angeschlagen sind, sehr zu Pass kam, aber ich mit ihm nichts verbinde.
Dabei weiß ich noch genau, wie ich ihn damals vor 17 Jahren erlebt habe:
Ich war auf einer Sommerakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes in Molveno im Trentino. Und nahezu allen von uns, so unterschiedlich wir waren (wir hatten im Grunde kaum mehr gemeinsam als dass man uns allen immer wieder erzählte, dass wir die kommende Elite dieses Landes seien), ging die Feier und das Feuerwerk daheim am Allerwertesten vorbei. Wir saßen am Ufer des Sees und hatten ein paar Flaschen Hauswein und etwas Grappa dabei, vielleicht waren wir an dem Abend auch oben auf der Hotelterrasse geblieben. Einige von uns Jungs haben Barbershop geprobt. Es waren zwei tolle Wochen.
Was ich witzig finde, ist, dass auch die wenigen Teilnehmer aus der DDR (als wir losfuhren, gab es die ja noch) da nicht euphorischer waren. Im Gegenteil, kam es mir sogar vor.
Heute haben wir nun ganz standesgemäß auf dem Fahrrad in einem Naherholungsgebiet verbracht, dass wir der deutschen Einheit verdanken - denn der Truppenübungsplatz Höltigbaum war ja nun nicht mehr nötig.
Die Pause hat Quarta verschlafen. Und Tertius war gar nicht erst dabei, sondern mit einem Freund unterwegs. Und abends dann Vacherin aus dem Ofen mit selbst gebackenem Baguette und ein paar Pfifferlingen. Nun aber Sauna...
Im Grunde telefoniere ich recht gerne mit Callcentern. Ja, wirklich - denn ich finde es spannend, zu sehen, wie die ausgebildet sind und welche Methode die anwenden. Dafür habe ich selbst ja genug Telefontraining und Verkaufschulungen genossen (auch wenn ich von den meisten nichts halte). Und Stimmbildung erlebt in meiner Radiozeit.
Aber dann ertappe ich mich dabei, wie stark meine Vorurteile mein Verhalten beeinflussen, wenn ich ein Callcenter am Rohr habe. Und das macht mich nachdenklich, ob die Strategie, mit den Callcentern in strukturschwache Ecken dieses Landes zu gehen, so schlau war. So wie in globalem Maßstab die ersten Unternehmen ihre Servicecenter wieder aus Indien abziehen.
Da ist einerseits Lands' End, wo ich hin und wieder recht gerne einkaufe, immer per Telefon. Die haben alles im Saarland. Finde ich sympathisch (auch wenn ich damit sicher in der Minderheit bin). Erinnert mich immer an den Teil von Bs Familie, der da lebt. Aber: Man hört bei jeder der netten Frauen im Callcenter, dass es Saarland ist. Ich hab noch nie erlebt, dass da jemand hochdeutsch sprach. Aber das störte mich auch noch nie.
Anders ist es mit den Callcentern von Bertelsmann. Selbst schuld, kann man sagen, dass wir irgendwie immer noch in deren Datei als Kunden geführt werden, aber um uns nicht als Kunden zu verlieren, hat der Buchclub uns zugestanden, dass wir einerseits keine Versandkosten mehr zahlen (was ohnehin ein Anachronismus ist, mit dem sie unbedarfte Kunden belästigen) und andererseits auch nicht mehr mindestens einmal im Quartal bestellen müssen. Aber deren Callcenter! Die machen mich, so sehr es mich als liberalen, aufgeklärten Geist schmerzt, das zu sagen, aggressiv. Da würde ich nie was kaufen, schon weil ich ihren Tonfall nicht ertrage. Diese Mischung aus sächsisch und berlinerisch.
Seit Jahren überlege ich, was das bedeutet. Und seit Jahren versuche ich, diese Vorurteile, die ja aus der Ablehnung des Dialekts sprechen, abzulegen. Es gelingt mir nicht.