31.7.07

Kindersicherung

Medienerziehung ist schwer. Und während ich einerseits das Geflagge von bedenklichen Inhalten bei US-Portalen wie YouTube oder auch hier bei blogger.com irgendwie albern finde, lerne ich doch gerade auch den Vorteil sehen: Wenn meine Kinder anfangen, sich im Internet zu bewegen, sind ihre ersten Seiten nach MSN und E-Mail (die sie teilweise ja nicht über den Browser bedienen) deutsche Videoportale - vor allem solche mit trashigen Inhalten und Anbindung an TV-Netzwerke. Viel Fantasie braucht man da ja nun nicht mehr.

Ich bin etwas ratlos, was zu tun ist. Noch kann ich vor ihnen den an sich fiesen Kontrollmechanismus verbergen, wie ich sehen kann, welche Seiten sie aufgerufen haben. Und auhc Gespräche mögen zunächst helfen. Und dann? Irgendeine Idee oder Erfahrung? Ich mein, ich will ja das Internet und die Selbstständigkeit nicht wirklich beschränken...

Wieder da

Ja, ich war wirklich offline die zehn Tage, die wir unterwegs waren. Bin tatsächlich intuitiv den Tipps von Christopher gefolgt und habe nicht einmal getwittert. Heute ist mir bewusst geworden: Das war so das erste Mal, seit ich bei Edelman bin....

Und dieser Urlaub war wunderschön. Familienzeit, die für uns entspannend und anregend war, denn wir konnten sie sowohl zusammen als auch aufgeteilt verbringen, je nachdem, was jede und jeder von uns vorhatte (Familienkurs ist und bleibt ein irgendwie doofes und irreführendes Wort für das, was wir da erleben und schätzen). Mit fünf Familien und der "Leitungsfamilie", für die es kein Urlaub sondern Arbeit ist, waren wir in einem herrlichen Ex-Kloster in der "wilden" Nordtoskana untergebracht. Mit der Mischung aus Kreativität, offenen Angeboten, gemeinsamen Aktionen für die eigene Familie, Aktivitäten mit den Kindern anderer Leute und sogar einer Wanderung, die meine Süße und ich ohne die Kinder unternehmen konnten, die derweil Schwimmen waren...

Für uns zurzeit die schönste und stressfreieste Form, Urlaub zu machen. Und, Kinder, ich bin beeindruckt, wie ihr die Fahrt mitgemacht hat, die auf dem Rückweg schon eine Tortur war mit ingesamt 21 Stunden an zwei Tagen und zweieinhalb Stunden vor dem Gotthart (nächstes Mal fahre ich durch den Bernardino, versprochen...).

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19.7.07

In die Hitze

Ist ja auch Sommer. Und wir haben die letzten Tage ausführlich geübt mit dem Wetter. Zurzeit soll es dort 38 Grad sein, wo wir unseren Familienkurs verbringen. Wird trotzdem schön. Ein bisschen steht mir die Fahrt bevor, mit den Kindern ab heute Nacht erstmal 1000 km bis Bellinzona und dann am Sonnabend den Rest runter nach Italien...

Nun werde ich also für gut zehn Tage offline sein, macht also hier keinen Scheiß und redet nichts wichtiges, während ich weg bin. Thomas glaubt mir ja nicht, dass ich es schaffe, wirklich offline zu bleiben. Wollen wir wetten?

Ich freu mich drauf.

16.7.07

Placebo

Vorweg: Wieder hatte ich mit einem Ortsamt zu tun, wieder war ich überaus angetan davon, wie wir dort bedient wurden und mit welcher stoischen Ruhe sie unseren Überfall mit allen vier Kindern über sich haben ergehen lassen. Wie auch schon neulich, als ich auf die Schnelle einen Pass organisieren musste, war ich erstaunt über die Serviceorientierung, die Freundlichkeit, Ruhe und die geringen Wartezeiten.

Aber: Dieses Mal mussten wir Kinderausweisepässe haben, da wir nicht nur nach Italien fahren, sondern auch noch durch die Schweiz. Besser also, so was dabei zu haben. Und absurderweise müssen die heute mit biometrischen Fotos ausgestattet sein. Was bei einer Zweijährigen echt - nunja - klasse ist. Und auch die eigenhändige Unterschrift unseres Fünfjährigen ist, hmmm, zukunftsfähig.

Ich sehe ein, dass es im Prinzip zur Sicherheit der Kinder beträgt, wenn sie erkennbar sind und eben nicht ohne Schwierigkeit über Grenzen geschafft werden können. Aber alles in allem erinnert es mich doch an die Placebo-Politik an den Flughäfen und in neurotischen Gesellschaften. Nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was Schäuble an anderer Republik will.

Die Fotos, die die beiden Kleinen nun in ihren Pässen haben, wären auch gar nicht geeignet, um beispielsweise in die USA zu fahren. Wobei ich mich frage, wie es andere hinbekommen, mit ganz kleinen Kindern so steife Verbrecherfotos hinzubekommen, wie sie heute Pässe schmücken (sollen).

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13.7.07

Die Tücken digitaler Kommunikation in einem stark wachsenden Unternehmen

Gerade heute früh habe ich auf dem Weg zur Arbeit noch den brand eins Artikel über digitale Kommunikation gehört, da passiert es:

Es werden kryptische Karten angeliefert, die ein neuer Mitarbeiter in Empfang nimmt - der nicht wirklich weiß, was er damit soll und also @alle schreibt:
hier ist was angekommen, irgendwas mit ner Hochzeit von *piep* und *piep*
Wenn man bedenkt, dass das noch kaum jemand wusste im Büro, war die Freude bei fast allen groß. Und die Hauptbeteiligte hat glücklicherweise einen sehr feinen Humor:
Danke ... Und damit wissen's dann auch alle ;-))
Es ist dann gleich jemand losgelaufen, um Sekt zu kaufen. Schöner Abschluss für einen Freitag, den 13.

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Neuer Workshop

Wenigstens kurz erwähnen (auch wenn ich gar nicht weiß, ob überhaupt noch ein Platz frei ist) will ich doch, dass ich gemeinsam mit dem mediaworkshop-Team von news aktuell einen neuen (offenen) Workshop entwickelt habe, der das Thema Online Conversations in einem Tag beleuchtet und in einer Art Crashkurs in die wunderbare Welt der kleinteiligen, spannenden, inspirierenden und für immer mehr von uns Kommunikatoren notwendig zu beachtenden Gespräche einführt.

Während ich die Workshops, die ich mit Kunden mache, immer sehr stark auf ihre konkreten Bedürfnisse zuschneide und es oft auch sehr direkt um Strategien und Konzepte geht, wird dieser Tag stärker die Kultur und das in den Blick nehmen, was da draußen passiert. Oder, um den Ausschreibungstext zu zitieren,
- Sie lernen, Gespräche zu finden, die online über Ihre Marken geführt werden. - Sie erleben Gesprächsentwicklungen und ihre Konsequenzen für die Markenführung. - Sie erfahren, wie sich die Kultur durch die neuen Feedbackmöglichkeiten verändert. - Sie lernen die Instrumente kennen, die Sie einsetzen können, um online mit Ihren Kunden ins Gespräch zu kommen. - Am Ende können Sie einschätzen, ob das Thema Web 2.0 für Sie und Ihr Unternehmen relevant ist. (workshop)


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12.7.07

Ein iPhone blenden...

Ja, Blendtec fährt eine irre gute Online-Kampagne. Aber dieser Spot von gestern ist einfach nur Klasse (selbst wenn er - nun ja - ein bisschen an David Pogues Blackberry's Magic aus dem März erinnert):

Aus iPhone wird nach iBrick ein iSmoke - dank Blendtec....



Und ja, tatsächlich, das iSmoke steht bei eBay nun schon bei 570 $ - es hat sich also selbst finanziell gelohnt....

(via David Brain)


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Ruhe vor dem Sturm

Nur kurz zwischendurch, warum ich eigentlich so wenig über meine Arbeit schreibe in letzter Zeit: Vor allem deshalb, weil es so viel ist. Und weil so viel noch nicht zu sehen ist, sondern sozusagen "unter der Haube" passiert. Denn Blog- und Social Network-Projekte haben nun mal, wen würde das überraschen, einen größeren Vorlauf. Das macht es nicht weniger spannend, aber eben nicht so richtig blogable...

In der Zwischenzeit habe ich mich sehr viel mit Social Networks beschäftigt, auch selbst immer mehr ausprobiert. Und mit unserem Edelman PR 2.0 Weekend Summit, der im Oktober stattfindet und 50 jüngere PR-Profis aus ganz Europa zusammen bringen wird.

Ich denke, dass er sehr spannend wird, denn das Berufsbild von PR verändert sich gerade derart rapide und grundsätzlich, dass der internationale Austausch, wie ich persönlich ihn hier bei Edelman jeden Tag erlebe, irre wichtig und inspirierend ist.

Insofern schon mal vorab die Bitte um Entschuldigung, dass es auch bis zu meinem Urlaub (und dann ja sowieso) hier eher ruhiger zugehen wird...

9.7.07

Meta Social Network

Unabhängig vom Sponsoring durch Google ist das, was Socialstream über ihr Projekt schreiben, spannend, finde ich: Eine Art Meta Social Network, mit dem ich - in der Theorie - über eine Oberfläche in andere Networks posten kann (was beispielsweise für MySpace noch nicht geht, da die (noch?) keine offene Schnittstelle haben).

Mal abgesehen von den für mich auch beruflich lustigen Veränderungen in der Nutzung von Social Networks und der Frage, ob nicht bereits Facebook das eigentliche Meta Network ist, klingt auch das Präsentationsvideo vielversprechend:



Lohnt sicher auf jeden Fall die Beobachtung...


(via Mashable)


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8.7.07

Danke für ein schönes Jahr

Als sie vor einem guten Jahr zu uns gekommen ist, war es für uns alle ein Experiment - nach einem nicht so sehr geglückten Versuch mit einem Au Pair Mädchen sechs Jahre vorher haben wir einen neuen Anlauf genommen, um die Kombination auf Großfamilie und zwei vollen Jobs meistern zu können.

Morgen früh wird sie wieder fahren und es kommt mir noch gar nicht wie ein Jahr vor. Zeit, Danke zu sagen für dieses Jahr, in dem wir neben allem Stress auch viel Spaß hatten in der nun größeren Familie. Uns verlässt ein Au Pair, das hoffentlich hin und wieder als Freundin wieder vorbei kommen wird, wenn es das Studium zulässt.

Ich kann, auch wenn ich weiß, dass wir mit ihr wirklich Glück gehabt haben, das Modell Au Pair nur empfehlen. Klar, es ist jemand weiteres im Haus. Und klar, es geht nur, wenn ihr ein Zimmer frei habt. Aber ich habe es alles in allem als Gewinn empfunden, für uns und für die Kinder.

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7.7.07

Just because today is Live Earth

Interesting: A lot of Americans I spoke to the last weeks think, Al Gore will be their president after the 08 election. They say he will start his campaign if Hillary, who is much too controversial will not be able to convince her huge amount of enemies.


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5.7.07

Na also, geht doch!

Ja ich weiß - es ist der ausgelutschteste Running Gag der Journalistenausbildung schlechthin. Und trotzdem ist es immer noch eine der einfachsten Beschreibungen von Newswert. Kein Wunder also, dass es heute das Zahnärtzeblatt groß bringt. Ha!

4.7.07

Wie ich auf Richard Edelman aufmerksam wurde

english summary:
Because my boss Richard Edelman is in town right now to participate in the opening of Ballinstadt, it's time to remember my frist online contact to Edelman and Richard himself - his post about his visit to Hamburg and about the history of his familiy was the frist one, I ever read. Although I knew the Edelman firm as a client, since this day I was following Richard's blogging and his ideas and thinkings about social media and me2revolution. And now I am here at Edelman Germany for almost a year - loving it.


Seit gestern abend ist unser Boss Richard Edelman in der Stadt, um heute bei der offiziellen Eröffnung des Auswanderermuseums Ballinstadt teilzunehmen. Für mich ist es auch deshalb etwas Besonderes, weil es eng damit zusammenhängt, dass ich heute bei Edelman arbeite.

Denn Richards Post "A Personal Journey" aus dem November 2004 (!) war der erste, den ich von ihm gelesen habe - und er hat mich sehr berührt.
I gave the approximate dates of emigration from Europe of my father's parents to the Hamburg officials. Amazingly, they came back with photocopies of the original passenger logs. My grandfather, Selig Edelmanova (note the ova), age 6, left Hamburg on June 4, 1888 with his mother and two older sisters. He came from Minsk, Russia. My grandmother, age 3, left Hamburg on March 6, 1890 with her father, mother and three siblings. She came from Kalisch, Poland. I am even the proud owner of a photo of the ship Warrington, which carried my grandfather to Liverpool and then to New York. (Richard Edelman)
Bereits vorher kannte ich Edelman als Firma und als Kunden. Aber seit diesem Tag habe ich Richards Blog gelesen und mich mit seinem Unternehmen beschäftigt, mit dem, was er selbst in diesem neuen Web macht, und damit, wie er nach und nach das Thema Social Media auf die Agenda gesetzt hat - bis hin zum Aufbau der me2revolution ab 2005.

Und jetzt bin ich seit fast einem Jahr hier - in einem großartigen Team in Deutschland und international.

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