13.4.07

Oettinger spinnt doch

Mir kann keiner erzählen, dass das nicht kalkuliert war. Und verdammt knapp von der Merkel, noch mal die Kurve zu kriegen. Erinnert sich noch jemand an Jenninger? Der ist wegen weit, weit weniger zurückgetreten, im Grunde nur wegen fehlender Artikulation.

Wenn der Oettinger auch nur ganz, ganz kleine Eier hätte, müsste er nach dieser "Fälschung der Biografie Hans Filbingers" aber sowas von zurücktreten. Mindestens.

Eklig.

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Kommentare:

  1. Filbinger war sowohl Nazi als vor allem auch Karrierist. Karrierist war er aber wohl noch mehr als Nazi. Diese Eigenschaft, die eigene Ideologie immer an den zeitgeistigen Autoritäten zu orientieren, ist typisch für den deutschen Untertanengeist. Heute drückt sich dieser in einem ziemlich inhaltslosen, aber dafür schon fast zur Religion erhobenen Kampf gegen rechts aus.Wer heute Widerstand gegen die Irrungen der Zeit, nämlich Extremkapitalismus und multikulturelle Egalisierungsideologie, leisten will, kommt um die Wahl der NPD kaum herum. Die heutigen Karrieristen laufen den Verirrungen der heutigen Zeit genauso gleichgeschaltet nach wie seinerzeit Filbinger dem Nationalsozialismus.

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  2. Wer heute solche Scheiße formuliert wie "impressum" = Thomas Kurbjuhn, ist nicht nur ein bekloppter Nazi, sondern auch sonst nicht ganz richtig. Ich lasse Ihren Kommentar hier unter der einen Bedingung stehen, dass Sie mich ab sofort mit Ihren Ergüssen in Ruhe lassen.

    Auf krude Nazischeiße gibt es hier nur eine Antwort: nie wieder! niemals!

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  3. K. Heidtmann18.4.07

    Zehn Thesen zu Oettinger

    Man darf darüber einmal offen spekulieren, wie es zu dieser „Entgleisung“ gekommen sein mag.

    These 1: Oettinger wollte der Familie einige tröstende, nette Worte sagen und glaubte, das bliebe „entre nous“.

    These 2: Sein Redenschreiber hat ihm diesen Text untergejubelt, vielleicht weil Oettinger ihn neulich zur Sau gemacht hat.

    These 3: Irgendeiner aus der Partei hat ihm eingeflüstert, dass er doch mal etwas in diese Richtung sagen solle, „um da nachträglich wieder etwas gut zu machen“.

    These 4: Man ist Oettinger in der Partei leid, hat ihn zu diesem Text ermutigt, um ihn nachher schlachten zu können (so was hat ja durchaus Tradition in der CDU).

    These 5: Oettinger bereitet einen Parteiwechsel vor, weil im seine eigene Partei inzwischen zu liberal geworden ist (nachdem man sogar das Soziale und den Umweltschutz entdeckt hat und zukünftig besetzen will).

    These 6: Oettinger wollte nur einmal öffentlichkeitswirksam nach dem Rechten sehen.

    These 7: Oettinger wollte mal ausprobieren, ob so was inzwischen schon wieder geht.

    These 8: Oettinger wollte schon mal Signale an den rechten Rand senden, um eine mögliche Zusammenarbeit in Zukunft zu sondieren (nachdem er gelesen hatte, dass die Rechten inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen seinen).

    These 9: Oettinger hat das alles gar nicht so gemeint und ist bloß völlig missverstanden worden (auch das hat Tradition in der CDU).

    These 10: Oettinger hatte einen „furchtbar“ schlechten Tag.

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  4. Ja und ja und kann alles sein - aber vor fünfzehn Jahren wäre er so oder so dafür zurückgetreten worden. DAS ist es, was mich mehr erschreckt. Denn dass hin und wieder einer von den Kaspern durchdreht, kennen wir ja schon.

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