23.2.07

In the future everyone will be world-famous for 15 minutes

Laut Wikiquote ist dies die originale Formulierung von Andy Warhol, die so oft halb richtig zitiert oder abgewandelt wird, wenn von den kulturellen Implikationen des Web 2.0 die Rede ist.



Gestern von 20 Jahren ist er an den Folgen seiner Gallen-OP gestorben.



Ich weiß nicht, woran es liegt - aber auch bei Warhol ist es so, dass ich zu dem, was ich über ihn und von ihm an Theorie gelesen habe, mehr Zugang hab als zu seinem Werk. Ähnlich geht es mir mit viele Ikonen des letzten Jahrhunderts, Beuys beispielsweise und Nono. Einzig mit Ligeti war es immer anders, zu dessen Musik habe ich sofort gefunden, allerdings habe ich ja sowohl ihn als auch einige seiner (spannenden) Hamburger Schüler kennen gelernt, als ich mich noch intensiver mit aktueller Musik beschäftigt habe.




Was mich fasziniert, ist, wie sehr sich die Utopien und Vorhersagen emanzipatorischer Medien- und Kunsttheoretiker des letzten Jahrhunderts in dem spiegeln, was ich in meinem Umfeld mit den Möglichkeiten dieses Mitmachwebs erlebe. Und wie gleichzeitig das passiert mit all dem immer noch existenten Megafonkram.



Obwohl latent ausgelutscht, illustriert dieses Zitat von 1968 doch sehr gut, wie sich in einem vierzigjährigen Prozess (und nicht etwa in einer Revolution) mindestens in einer (auch für uns Kommunikatoren) spannenden Subszene die pyramidale Kultur in eine kleinteilige, demokratischere, eher in Wolken organisierte gewandelt hat.



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