29.3.06

Das passt doch

Fein, dass jetzt, wo die tollste Frau, die ich kenne, Geburtstag haben wird, gerade ein großes Fest in unser alten Schule ist. So kommen viele alte Freunde aus aller Welt zusammen und ein paar zu Besuch.

28.3.06

Gesprächsfaden

Wir saßen im Culinario Tucholsky, Ecke August, da waren wir schon mal, er geht gerne da hin. Ich auch übrigens. Etwas eng, etwas verraucht heute, aber nett, gutes Essen, Preise ok.

Ich genieße diese Treffen sehr, weil er ein toller und kreativer Gesprächspartner, einer der ganz wenigen mit ebenso vielen Kindern und einer ist, mit dem es sich zwischen ernsten Grundsatzdiskussionen, Tipps und Erlebnissen rund um unsere Jobs und leichtem Familienkram hinundherschwanken lässt.

Und bei aller ähnlichen bürgerlich-konservativen Grundhaltung ans Leben sind wir in den meisten Themen so sehr unterschiedlich, dass es nicht ein Schmoren im immer gleichen Meinungsbrei ist, wenn wir von Hölzchen aufs Stöckchen kommen. Vor allem das Thema Ruck treibt uns immer wieder um.

Irgendwann kamen wir zum Kern, wie so oft in einem biographischen Unterschied begründet. Obwohl nur wenige Jahre auseinander, sind wir faktisch verschiedene Generationen: Ich die dritte Nachkriegsgeneration, er die zweite. Und so bin ich eben der klassische Dritte, also jener, der schon immer in Kaufmannsfamilien den Rückschritt hinter den Wohlstand der Vorgängergeneration bringt und sich in snobistischer Dekadenz gefällt. Und er ist noch der hungrige Zweite. Oder so ähnlich.

Ich hatte das sehr bestimmte Gefühl, an ein Gespräch anzuknüpfen, das wir vor einiger Zeit geführt hatten - und war sicher, dass ich damals darüber gebloggt hatte. Und wirklich: Ich fand die Stelle sofort. Und erschrak, dass es schon so lange her ist, zweieinhalb Jahre. Und trotzdem ist es der gleiche Gesprächsfaden, den wir da weiter gesponnen haben. Irre irgendwie.

erstaunlich langweilig

Ja, ich schreibe nun also doch noch was zu Dirty Dancing. Sonnabend waren wir ja in der Medienpremiere und es war erstaunlich langweilig. Bis zur Pause war eindeutig das mir bis dahin unbekannte merkwürdige Biermischgetränk Bit Passion, das angeblich Granatapfelgeschmack hat und guter Weise nicht süß war, das beste an dem Abend. Denn auch das Fingerfood - ein großer Vorteil an Pressevorführungen ist die Verpflegung - war eher durchwachsen.

Dafür hat es Spaß gemacht, strategisch geschickt gegenüber dme Eingang zu sitzen und die Menschen zu beobachten und die Modeverwirrungen der Saison (vor allem die strassbesetzten engen Jeans, in noch engere Fickmich-Stiefel gezwängt, wirkten in der Häufung eher komisch und mitleiderregend auf mich).

Dann das "Musical", auf das ich mich wirklich gefreut hatte - und das nichts war, vor allem irgendwie kein Musical, denn es wird nicht wirklich gesungen. Und Schauspieler sind die Darsteller nun mal nicht, wodurch es alles in allem unbeholfen wirkte, oft unheimlich retardiert bei gleichzeitiger Hektik bei den Filmschnitten nachempfundenen Übergängen. Tanzen ist super, aber trägt nicht einen ganzen Abend, finde ich.

Es war einfach nur der Film einszueins auf die Bühne gehieft mit zwei, drei überflüssigen zusätzlichen Szenen. Leider ist der Film aber um Längen besser.

Lustig finde ich, dass Maike Schiller vom Hamburger Abendblatt das offenbar ähnlich sah, denn ihre Kritik in meiner Regionalzeitung ist - wenn auch freundlich formuliert - vernichtend. Zumindestens mir, der es ja schon gesehen hat, kommt es so vor. Dennoch bezeichnend, dass einerseits der Teaser auf Seite eins in krassem Gegensatz dazu formuliert war und andererseits für den unbefangenen Leser der Text fast wie ein Lob wirken kann. Wäre Frau Schiller ein Mann, würde ich ihm ja fast schon Eierlosigkeit unterstellen...

27.3.06

immer wieder Abmahnungen

Letzte Woche die hübsche Geschichte mit Euroweb - und nun die skurrile Nummer mit Transparacy Deutschland. Klar, dass die nun die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Geht auch gleich los, beispielsweise bei iBusiness (hinter dem kostenfreien Login) vom Hightext Verlag. Und es wird weiter gehen, denn heute ist erst der zweite Tag. Und Don hat auch schon drüber geschrieben...

25.3.06

das bisher beste



War das Bit Passion.

Intellektuelles Tanzen

Früher, als ich jung, hochfahrend und zu allem Überfluss auch noch ein intellektualistischer Snob war, mochte ich keine Musicals. OK, bis heute kann man mich mit Andrew Lloyd Webber jagen, dessen Musik ich einfach nur schrecklich finde. Aber an sich war diese Ablehnung schon albern, oder?

Sie traf sich übrigens mit der Weigerung, Dirty Dancing im Kino oder auf Video zu sehen. Was für ein Schund, dachte ich - und das, obwohl ich mit meiner Tanzpartnerin mehrere Mamboturniere gewonnen hatte, aber das ist eine andere Geschichte.

Heute schließt sich der Kreis, wenn wir zur Medienpremiere des Musicals zu Dirty Dancing gehen werden. Wer hätte vor zwanzig Jahren gedacht, dass ich mich darauf richtig freuen würde?

Schreiben darf ich erst morgen nach 2o Uhr. Sperrfrist....

erste Reitstunde



Stolz wie Oskar...

24.3.06

Dynamik

Die Spitze der Aufmerksamkeit zum berühmenten Euroweb-Fall war fast sofort nach Aufpoppen erreicht. Sehr schön kann man das an dem Technoratichart sehen:

Posts that contain Euroweb per day for the last 30 days.
Technorati Chart

Lustig.

23.3.06

Wanted

Weil es vielleicht nicht sofort jedem auffällt, werbe ich hier nochmal dafür, dass ich gute Leute suche, die gerne verkaufen. Inzwischen bin ich ja lange genug bei Ausschnitt, um guten Gewissens sagen zu können: Ihr würdet in ein nettes Team kommen und mit vielen spannenden Kunden arbeiten. Zumal wir echt viel vorhaben in diesem Jahr.

Also los...

22.3.06

Diamanten

Das gehört zu den wirklich schönen Sachen in einer Familie, die miteinander spricht: Da erinnert mich jemand, der mit ihnen nur verschwägert ist, daran, dass meine Großeltern morgen Diamantenhochzeit haben. Eigentlich ist das Wahnsinn, wenn mans Recht bedenkt. Vor allem, weil sie zwar langsam alt und ein bisschen klappriger werden, aber beide noch hellwach sind und mobil und jeden Tag mehrfach aus dem dritten Stock runter und auch wieder rauf gehen.

Und wenn ich auch oft über sie lächele und manche Schrullen mehr erleide als genieße, stehe ich doch voller Bewunderung vor ihnen.

Fazit dazu, dass ich Deutschland sei

Das passt doch: Pünktlich zum Schicksalstag dieses Landes, an dem sich die Zukunft entscheidet und die tiefe Depression gewendet werden wird - und das ausgerechnet in Dortmund, wer hätte das gedacht, was für eine Ironie -, lese ich im Kommunikationsmanager, der bei der FAZ erscheinenden Mitgliederpostille des immer mal wieder latent schlingernden PR-Berufsverbandes DPRG, ein Resumee des Ex-Bertelsmannes Bernd Bauer, also dem Initiator der Kampagne, die mich zu Deutshcland erklärte.

Nicht der Rede wert? Ein bisschen schon, wenn er seine Sicht auf unsere Gegenkampagne erklärt und auch die teilweise Überraschung und Unzulänglichkeit eingesteht. Vor allem aber wird das für Kommunikatoren zukünftig spannend sein können.

Bauer schreibt unter anderem zum Hitlerbild damals:
Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den Blogs, die in der Debatte eine prominente Rolle spielten. ... Durch den allzeit präsenten Gesprächspartner wurde den Kritikern demonstriert, dass die Forderung nach einer breiten Debatte ernst gemeint war.
Und wirklich war ja besonders Lars Cords damals mit Statements in den Kommentaren vor allem bei Spreeblick dabei. Insgesamt aber gesteht Bauer ein:
Zwar nahmen die Kampagnenmacher in einigen Fällen persönlich in den wichtigsten Blogs Stellung .... Man kann jedoch keinen Hehl daraus machen, dass für eine intensive Beteiligung an der Diskussion keine Ressourcen vorhanden waren - ein wichtiges Learning für zukünftige Kampagnen dieser Art.
Bauer bescheinigt außerdem dem flickr-Pool der Gegenkampagne einen
erheblichen Einfluss auf die Verbreitung von "Du bist Deutschland" ... [Es ging um Motive, die] den Originalplakaten nachempfunden waren und ihnen teilweise in Kreativität und Bildqualität in nichts anchstanden. ... Die Texte waren sicher in den meisten Fällen nicht im Sinne der Kampagnenziele. Aber: Die Gegenentwürfe trugen erheblich zum Bekanntheitsgrad der Kampagne in einer Zielgruppe bei, die man sonst schwer erreicht.
Das war ja auch damals die Kritik an der Kritik: Dass wir, die wir uns mit der Kampagne beschäftigen, sie noch bekannter machen und uns vor ihren PR-Karren spannen ließen. Wobei ich meine, dass das an sich nicht schlimm ist. Bauer schließt seinen Artikel mit der Hoffnung, Maßstäbe gesetzt zu haben. Gerade diese Hybris aber, die auch aus so Blasen wie größte Diesunddasdingens aller Zeiten und 30 Mio Euro sprechen, ärgert mich fast genauso wie der NLP-Dreck, der für mich aus Text und Motiven der Kampagne sprach.

21.3.06

Unfälle

Wenn man mehrere Kinder hat, ist eigentlich immer eines verletzt. Die zerschundenen Beine der Großen sind ja oft die Trophäen des Sports oder der Kämpfe, die sie jeden Tag hier und dort austragen. Blasen an den Fersen kommen immer mal wieder vor, vor allem nach Turnieren und so was. Aber vor allem die ganz Kleinen haben immer mal wieder was ganz neues.

Der Zweite ist beispielsweise damals eine Woche nach dem Einzug in Duvenstedt gleich mit dem Bobbycar die Treppe runtergefahren und musste an der Stirn genäht werden. Ganz originell war gestern die Lütte: Sie hat beim Spielen und dem Schreibtisch eines ihrer Brüder eine Schere in den Mund gesteckt. Die Kinderärztin hat glücklicherweise festgestellt, dass es nur eine kleine oberflächliche Verletzung war. Beim Großen und beim Dritten kann ich mich nicht explizit an herausragende Dinge an der Unfallfront erinnern. Aber insgesamt habe ich das Gefühl, dass die Katastrophen bei jedem Kind andere waren und jedesmal eher schlimmer wurden. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass ich älter werde und nicht bei allem entspannter.

endlich Sonne



Also bin ich heute zu Fuß ins Büro gegangen. Gleich etwas Bewegung. Fein.

18.3.06

schon mal Platz genommen

Wenn ich ja nun schon mal Karten habe für das so ziemlich attraktivste Vorrundenspiel, habe ich mit meinen Jungs schon mal virtuell Platz genommen. Daneben die beiden Deutschland-Fans sind meine Großen. Lustig.

Inspiriert durch Spreeblick.

16.3.06

Medienforum, Podcastday, Bloggen

Die Ankündigung des Podcastday im Rahmen des Medienforums NRW in Köln ist wirklich selten dämlich in Formulierungen und allem. Kein Wunder, dass es nicht nur bei Don Alphonsos, sondern auch beim schließlich absagenden Johnny Haeusler zu herber Kritik führt. Verdient, finde ich.

Und schade insofern, als ich ja auch auf dem Medienforum ein spannendes Projekt mit ein paar Bloggern haben werde. Oder nicht schade? Mal sehen. Vielleicht wird ja unser Dingens umso witziger und besser, je merkwürdiger anderes ist. Muss aber - zwecks Abstimmung - ohnehin noch mit dem Organisator des Poddingsday telefonieren und bin gespannt, was er zu der Kritik sagt....

strikter Lesebefehl

Ein Beitrag, der mich sehr berührt hat und nicht nur meine Erfahrung, sondern auch zu einem großen Teil meine Haltung widerspiegelt. Danke dafür. Ist länger, aber lohnt sich sehr. Ein paar Auszüge:
Es besteht durchaus ein Zusammenhang zwischen der Tatsache, dass wir allgemein immer weniger Kinder bekommen und der Tatsache, dass wir immer weniger behinderte Kinder bekommen. Letzteres ist der Fall, weil wir uns immer weniger in der Lage sehen, diese Kinder in unser Leben und unsere Gesellschaft zu integrieren. Das ist eine Extremausprägung der Tendenzhaltung gegenüber Kindern allgemein.

...

Kinder bedeuten nämlich natürlich immer einen gewissen Kontrollverlust und sie bringen immer einen Unsicherheitsfaktor ins Leben. Wir geben uns heutzutage ja gerne der Illusion hin, wir führten ein sicheres Leben. Wir bauen uns ein Haus und verdienen gut und haben uns in unserem Leben so eingerichtet, dass wir uns sicher fühlen. Das Streben nach Sicherheit, Gesundheit, Normalität (whatever that is) und nach einem bestimmten Lebensstandard ist natürlich zunächst einmal ein höchst verständliches und legitimes Bedürfnis. Nur wird der Preis immer höher, den wir für die übersteigerten Anstrengungen in dieser Richtung bezahlen. Anstatt sich Problemen zu stellen, drehen wir die Schraube der Vermeidung einfach immer etwas weiter.
(wasweissich)
via Jens Scholz

ihr allererstes Dirndl




Ich bin immer schon an dem Trachtenladen in der Müllerstraße vorbei gegangen, wenn ich auf dem Weg ins Hotel war hier in München. Und nun macht er Räumungsverkauf, weil er umzieht. Alles 30% runter. Also bekommt die Lütte nun ihr erstes Dirndl. Kuhl, oder?

allein im Stadion

Es war uns ein bisschen mulmig zumute. Und der Zweite wollte dann doch nicht, was ich ok finde. Mein Großer jedenfalls war zum ersten Mal quasi allein im Stadion. Der HSV-Kids-Club (Vorsicht, fiese Flash-Seite, die wackelt und son Scheiß), in dem er schon länger Mitglied ist, hatte eingeladen, dass Kinder ohne ihre Eltern in einem speziellen Kinderblock sitzen dürfen und die Jugend- und Fußballschultrainer die Aufsicht machen. Schon kuhl, finde ich.

Er ging dann mit einem Freund da hin, dessen Vater ohnehin zum Spiel wollte und sie also bringen und abholen konnte. Glücklich und aufgedreht waren sie also nach einem tragisch-grandiosen Spiel um 23:00 Uhr wieder zu Hause. Sahen ein bisschen aus wie Wurst in Pelle so mit dem Trikot über der Winterjacke. Aber das macht Jungs in dem Alter irgendwie nichts aus.

Nun geht es für mich nach München, vielleicht schaffe ich es heute Abend ja sogar zur Bloglesung...

14.3.06

Nebeneinkünfte offenlegen!

Ich war sehr froh, dass es die scheidende rotgrüne Mehrheit noch geschafft hatte, ein Gesetz durchs Parlament zu bringen, das eine höhere Transparenz bei Nebeneinkünften von Abgeordneten schafft. Nachdem sechs Leute gegen dieses Gesetz geklagt haben (was juristisch keine aufschiebende Wirkung hat, so dass es trotzdem ab April in Kraft sein müsste), nutzt der Oberkasper Lammert das nun als Vorwand, um das Gesetz auf kaltem Wege auszuhebeln. Das sollten wir ihm nicht durchgehen lassen.

Darum hier der Hinweis auf die Kampagne, die Campact! dazu nun weiterführt, nachdem sie im Dezember schon erfolgreich getrommelt hatten.

Mitmachen!

btw: Ob Campact Klasse ist oder nicht, weiß ich nicht so recht. Damals beim Netzwerk Recherche in Wiesbaden habe ich einen der Köpfe kennen gelernt und war nicht wirklich überzeugt - obwohl ich die Idee, ein politischer Dienstleister zu sein, charmant finde. Dass sie mit dieser konkreten Kampagne recht erfolgreich sind, ist aber gut und wichtig.

Design für Kinder und Familien

Jetzt mal abgesehen von der beknackten Idee, keine flashfreie Version anzubieten, finde ich Mamamoto gut. Es geht darum, Design für Kinder und Familien jenseits der Infantilität anzubieten.

Ja, das ist wirklich ein Problem, alles muss niedlich und doof sein. Einer der Gründe, warum wir für die Jungs so gerne auf leider dann auch eher teure Markenklamotten zurück greifen und für die Kleine viel italienischen Kram aus Insolvenzen gekauft haben. Ist ja sonst nicht auszuhalten...

Metzgers Wahlkampf

Einer der wenigen Vorteile am unterwöchigen Single-Dasein ist, dass ich wieder dazu komme, morgens Deutschlandfunk zu hören. Witzigerweise gefällt mir die Morgenandacht recht gut oft - diese Woche nicht so, aber es gab schon echt gute Wochen. Das ist wieder zu einem Ritual geworden und Rituale sind wichtig.

Reportagen aus der Provinz finde ich ansonsten ja spannender als Interviews mit Politikern. Aber ich lese ja auch mehr Blogs als Zeitungen. Heute gab es einen Bericht über Metzgers Wahlkampf in Baden-Württemberg, wo er um mindestens 10.000 Stimmen kämpft, damit er in den Landtag kommt. Sein langweiliges Blog ist ja ein bisschen angetrocknet inzwischen.

Irgendwie fasziniert mich der Typ. Ich mag seinen Alarmismus nicht und seine unglaubliche Ichweißalles-Attitüde. Und seine Rolle bei der INSM kotzt mich an. Aber wie er gegen alle Vernunft immer wieder loslegt und auf der Ichgegendenrestderwelt-Welle reitet, finde ich doch auch spannend. Dass er klassische Bürgerliche an die Grünen heranführt, finde ich gut - wenn es dann noch gelänge, sie auch zu halten. Denn dass dort das eigentliche Potenzial für uns liegt, sage ich ja auch schon lange.

10.3.06

Lebenshilfe, bitte dran erinnern

Nur, damit ich es nicht vergesse, beispielsweise wenn ich nächste Woche hungrig am Münchner Flughafen rumhängen sollte: Unbedingt immer mal wieder Marios Erlebnis mit dem Angus-Burger durchlesen. Die normale Reaktion liegt irgendwo zwischen Tränen vor Lachen und Tränen vor Würgerreizunterdrückung. Wie gut, dass es im Edeka da am Flughafen echten Leberkäse gibt und nicht nur diesen Nachbau. Dabei bekenne ich sogar freimütig, dass es mich hin und wieder in diese Art Etablissmongs verschlägt. Hoffentlich spricht jetzt noch jemand mit mir.

Kann noch knapp werden

Das einzig wirklich Gute, dachte ich, am Wintereinbruch ist doch, dass ich dann endlich mal mit meinen beiden Großen dieses Wochenende in den Harz zum Skifahren sein werde. Und dann das: Ausgerechnet da regnet es!. Also werden wir morgen früh erstmal anrufen und dann entscheiden, ob wir fahren oder nicht. Dabei wäre es sicher total witzig: Mein erster und zugleich letzter Skiversuch ist nun inzwischen mehr als 20 Jahre her und war eine Klassenreise. Mein Zweiter war einmal vor zwei Jahren mit seiner Sportgruppe los und der Große hat noch nie auf Brettern gestanden. Wir wären so ein tolles Team. Bittebittebitte.

Dusie

Eine ulkige Situation, jemanden aus naheliegenden Gründen zu siezen, den man normalerweise und wenn man sich anders kennen lernen würde, duzen würde. Aber so ist es halt. Und noch witziger: Ich hoffe, es bleibt erstmal beim Sie, wäre schön.

8.3.06

endlich mal wieder im Kino: Lord of War

Ewig nicht mehr im Kino gewesen, denn das neulich mit dem Dritten zählt nicht wirklich, wenn man mal von Nachos und Popcorn absieht. Schon direkt, nachdem ich bei Don Dahlmann drüber gelesen hatte, wollte ich in Lord of War gehen, einen dieser Filme, die meine Liebste nicht mag, und mit diesem tollen Schauspieler, über den wir uns immer in die Haare kriegen. Heute bin ich dann endlich mal früh genug aus dem Büro gekommen, um rechtzeitig im Kino zu sein (denn nein, für die Spätvorstellung mitten in der Woche bin ich inzwischen irgendwie zu alt).

Don hatte Recht: Er ist wirklich toll (oder so was ähnliches). Und das Gemecker von zwei Dumpfbacken, die vor mir aus dem Kino gingen, hat mich darin bestätigt. Ich mag diese realistischen, leicht zynischen, die böse Realität anprangernden, zornig machenden Filme einfach. Und dass der hier die Kurve kriegt, den Waffenhändler am Ende wieder in das Arschloch zurück zu verwandeln, das er am Anfang ist und das dann irgendwie immer sympatischer zu werden droht - das ist grandios gelungen. Ethan Hawke bleibt leider merkwürdig blass, aber im Grunde ist der Bulle auch egal in dem Film.

Das einzige, was mich gestört hat, ist der Abspann, der noch einmal betont, dass es so oder so ähnlich in der Wirklichkeit ist und dass die fünf ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat die fünf größten Waffenhändler der Welt sind. Ja, das weiß ich. Und das steht die ganze Zeit im Hintergrund des Films. Es schwächt die Aussage eher ab, finde ich, dass es noch mal demonstrativ nachgeschoben wird. Bedrückend und zornig und bestärkt im militanten Pazifismus gehe ich auch so raus und in die U-Bahn und zurück in meinen Wohnbunker.

Heute in einem Technikmeeting hatte ich ja noch gewitzelt über einen Doppelabend mit Brokeback Mountain direkt hinterher, den die echten Kerle, mit denen ich zusammen saß, alle nicht sehen wollen, weil es - nun ja, im Grunde ganz nach meinem Geschmack, werde ich also auch noch sehen - ein Mädchenfilm sei...

noch nachgetragen: HSV

Weil gerade heute sich jemand über eine Suche zu dem Eintrag im September verirrte, wie meine Jungs den HSV-Sieg über die Bayern feierten, erinnerte ich mich daran, dass ich da noch was nachtragen wollte:

Ist das nicht toll? Und hat mein Großer nicht damals schon Recht gehabt mit seinem Omen? Na? Witzig war am Rande, dass ich erstmals das Ligaradio bei bundesliga.de gehört hatte, weil ich den Braten vorbereiten musste und wir in der Küche kein Radio haben. Kurz nach der 80sten Spielminute kam Dan dann runter, deprimiert und meinte, nun sei es gelaufen - da war in "meinem Radio" der Gegentreffer noch gar nicht gefallen, er kam dann aber gleich. Ha - das Liveradio im Interdingsbums ist gar nicht live! Pfui! Ich war voll schlecht informiert, mein Sohn wusste immer schon vorher alles. Dafür hörte ich ihn dann später jubeln und konnte mich konzentrieren, da ich wusste, gleich passiert noch was Gutes. Nächstes Mal höre ich wieder echtes Radio, glaub ich.

na toll



Soll ich jetzt 11 Stockwerke laufen? Gestern Abend ging er auch schon nicht.

6.3.06

Heimatgefühle



Im Schnee

Das tolle an Arbeit ist ja,

dass man immer wieder mit Menschen zu tun hat und über solche Geschichten stolpert wie die von der Frau, die ihren Hund in Pflege zu einer Freundin geben musste, weil ihr unterwochs fern weilender Freund eifersüchtig auf das Tier war. Sach ich mal nix zu.

Oder wenn sich - ganz was anderes - das Hotel, in dem ich in München immer wohne, an mich erinnert, wenn ich nun auch dort buche, wenn ich für die neue Firma unterwegs bin. Und mir die alten Konditionen und ein Zimmer nach hinten raus gibt. Da ist ja sogar kostenfreies WLAN. Fein.

5.3.06

schon das zweite Iglu dieses Jahr



Und das echt groß und in kürzester Zeit. Die Jungs passen alle rein, selbst ich bin einmal kurz reingekrabbelt bis es mir zu unheimlich und eng wurde. Das mit dem Voodoo hat ja irgendwie nicht geklappt...

3.3.06

sehr gut

Jeder weiß, dass Google immer Recht hat. Ha. Und als ich nachguckte, wie denn der Komiker hier reingestolpert ist (das war vom Suchpfad wirklich ganz spannend und dazu noch tee-offline), ist mir aufgefallen, dass jemand auch dann kommt, wenn er was wirklich Niveauvolles sucht. Platz eins und zwei bei dieser Suche. So soll es sein.

Attraktion



im Kindergarten.

2.3.06

avoiding risk

Was das größere Risiko ist, hab ich ja geschrieben, war die für mich persönlich erhellendste Kleinigkeit am Dienstag bei Edelman. Nun schrieb auch David Weinberger noch mal auf, wie er Vortrag und Diskussion erlebt hat. Und fügt dem Thema Risiko noch einen mir als najaschonklar sofort klaren Gedanken nach. Volle Zustimmung:
Besides, if avoiding risk is your highest goal, you'll never get married and you'll certainly never have children. Loving your children increases your exposure dramatically! (Weinberger)

todo



Ich glaub, als erstes werde ich mal aufräumen...

1.3.06

irgendwie muss das nicht mehr sein



Ich mein - wir haben März! HAAALLOO...

Das Recht auf Unterhaltung

Ich selbst bin ja auch ein eher oft Vortragender. Und der festen Überzeugung, dass Menschen, die eine Stunde ihrer Zeit opfern, um mich anzuhören, ein verdammtes Recht darauf haben, gut unterhalten zu werden. Das gelingt mir nicht immer, aber doch hin und wieder ein bisschen, wenn ich dem Feedback glauben darf.

Aber wieder einmal stehe ich voller Bewunderung vor der großen Begabung, klare Fakten und brillante Visionen auf eine Art zu vermitteln, die pures Entertainment ist. Ja, Thomas Knüwer hat Recht, wenn er für Theaterunterricht plädiert - wobei ich denke, dass er einfach in die Ausbildung zum Verkäufer gehört.

Was ich besonders toll fand an David Weinberger: Wie er es verstanden hat, Blogger und (Noch-)Nicht-Blogger gleichermaßen mitzunehmen auf seinem Weg. Ich hätte noch stundenlang zuhören können- und er hätte auch noch stundenlang geredet, scheint mir, wenn nicht Powerpoint eine (vielleicht die einzige) gute Eigenschaft hat: Irgendwann baut man nun mal eine Thank you-Folie ein. Und dann ist erstmal Schluss.

Was ich konkret mitnehme, ist einersetis die Auffrischung von Cluetrain und der feste Vorsatz, es auch ins neue Verkaufsteam mitzunehmen. Denn Märkte sind nun mal Gespräche - und ich werde auf Dauer nichts verkaufen, wenn ich nicht als Mensch und als Person erkennbar bin. Punkt. Und andererseits noch einmal der sehr starke und wichtige Hinweis, dass es ein größeres Risiko ist, das Risiko zu fürchten als es zu suchen (jedenfalls, wenn es um Offenheit und Kommunikation geht). Nur wenn ich Kontrolle aufgebe, werde ich mich auf den Markt begeben können. Oder etwas konkreter formuliert: Während herkömmliches modernes Marketing darauf zielt, mit möglichst vielen Zielgruppen insofern ins Gespräch zu kommen, als es sie an sich zu binden sucht, wird ein neues Marketing, ein neuer Verkauf das Gespräch mit den Kunden dort suchen, wo sie bereits sind. Und zuhören.

Das ist mehr als nur Theorie...

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