20.9.06

Statt eines eigenen Fazits

Eines, was ich in Blogs so liebe, ist, dass man sich die Arbeit teilen kann. Heute kann ich beispielsweise auf eine Nacherzählung des ersten media coffees seit langer Zeit, bei dem ich nicht oben (oder vielmehr unten) auf dem Podium saß, sparen, weil Felix es - kalter medien-kaffee zu web2.0 - wie immer bravurös erledigt und das meiste anspricht, was ich auch beobachtet habe.

Ich würde sein Fazit nicht so radikal formulieren, weil ich Lars schätze und er ja ein Konkurrent von uns ist, aber dafür ist Felix halt Schwenzel:
am ende musste ich mir eingestehen, derjenige in der runde der am besten verstanden wie das mit diesem internetdings und diesem angeblichen webzwonulldings läuft war mathias müller von blumencron. lars-christian cords steht wie der ochs vorm webwzonullberge und versteht die welt nicht mehr. er kann seinen job nicht mehr ordentlich machen weil er nach 5-9 jahren blogdings immer noch nicht rausbekommen hat wie man dieses ding beeinflussen kann. (wirres.net)
Gut finde ich aber so oder so, dass verschiedene gute Agenturen zu unterschiedlichen Schlüssen und Einschätzungen kommen. Da haben die Kunden dann eine echte Auswahl.

Ach ja, weil da verschiedene Zahlen reingeschrieben wurden ins Internet, hier aus erster Hand nachgeliefert: Cords hat von 99,99% Schrott [siehe den Kommentar, den Lars hier hinterlassen hat] gesprochen.

Kommentare:

  1. Tatsächlich habe ich gesagt: "99,99% des Inhalts im Web 2.0 ist das Ergebnis von egozentrischen Selbstreflektierern und hat das Niveau von Teenager-Tagebüchern"

    Und ansonsten dazu mein Beitrag zru Debatte auf Spreeblick: "Ich darf noch einmal in Erinnerung rufen, welchen Titel die gestrige Veranstaltung hatte und worüber wir diskutiert haben: ?Web 2.0 ? wie verändern sich klassische Medien und PR??

    Keine Frage, dass Weblogs weltweit und inzwischen auch endlich in Deutschland ?Teil einer Kultur? sind. Und dieser Hinsicht will auch niemand ihre Relevanz in Frage stellen. Aber um diesen soziologischen oder gesellschaftspolitischen Ansatz ging es gestern nicht ? sondern um ihre Relevanz in Hinsicht auf die Kommunikation von Unternehmen.

    Und aus diesem Blickwinkel ist nun einmal der derzeitige Content im Web 2.0 zum allergrößten Teil komplett irrelevant. Da das aber ja auch erklärtermaßen gar nicht das Ziel der ?Szene? ist, in erster Linie Meinungsbildung in Fragen von Produkten oder Unternehmensimage zu betreiben, verstehe ich die Aufregung nicht ganz.

    Es ist ja gerade meine These, dass sich die Blogosphäre nicht dazu eignet, aktive Unternehmenskommunikation zu betreiben in dem Sinne, dass man Blogger wie Journalisten behandelt. Und auch ein eigenes Unternehmensblog macht eben nur Sinn, wenn ich entsprechend attraktive, aktuelle und authentische Inhalte zu bieten haben und vor allem die Transparenz und Offenheit für Kritik mitbringe, die dieses Format der Kommunikation nun einmal erfordert. Und da habe ich so meine Zweifel, dass schon sehr viele Unternehmen in Deutschland soweit sind, ihr doch immer noch eher hierarchisch geprägtes System der Kommunikation umzuschmeißen."

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  2. Die Unternehmen nicht, aber ihre Kunden. Die tun es einfach. Natürlich können Unternehmen es unterlassen, darauf angemessen zu reagieren. Aber um welchen Preis?

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