12.8.06

Wieder einmal ein längeres Mainstream-Stück über Blogs im Marketing oder so

Heute hat das Hamburger Abendblatt einen weiteren Artikel über Blogs in der Kommunikation gebracht - unter der wenig schmeichelhaften Überschrift Mit Tagebuch im Internet auf Kundenfang.

Für Blogger und Menschen, die sich schon länger als drei Tage mit dem Thema beschäftigen, bringt er nicht nur wenig Neues, sondern auch die altbekannten Fehlinf - ähh - übertreibenden Interpretationen. Zitiert werden die üblichen Verdächtigen mit den üblichen Positionen. Mark Pohlmann hat sich dabei offenbar nicht zum Hypen hinreißen lassen, denn er wird ja nur mit einer wahren Definition von Blogs eingebaut. Fein, Mark, freut mich so sehr, wie ich gerne eure Blogs lese.

Den Grundplot neben den eigentlich wirklichen Beispielen Frosta und HLX liefert mal wieder Klaus Eck. Und so sehr ich Klaus persönlich schätze - und so sehr ich immer wieder voller Anerkennung davor stehe, wie sehr er als Freelancer präsent in Medien und auf Kongressen ist - seine Zahlen und seine Top-100-Business-Blog-Liste haben meiner Meinung nach nur eine einzige Funktion: grandioses Selbstmarketing. Denn, Klaus, ich finde, wie du weißt, weiterhin sowohl deine Definition von Businessblog falsch als auch deine "1.200 deutschen Corporate Blogs und jeden Monat rund 50 neue dazu" absurd. So wird ein Hype herbeiargumentiert, der uns allen, die wir in diesem Geschäft sind, schadet - langfristig auch dir, denke ich.

Denn das tolle ist ja, dass Blogs kein Hype sind, sondern eine Realität. Und sie sind ein Thema bei unseren Kunden und in unseren Unternehmen - auch ohne diese Übertreibungen. Sowohl Frosta als auch HLX zeigen ja auch, dass Hype nun wirklich nicht das ist, was da gerade passiert. Zumal HLX-Kommunikator Herbert Euler sich ja auch seeehr skeptisch zitieren lässt. Seine Einschätzung leuchtet mir ein und überrascht mich nicht - woran es liegt und was anders ginge, sollten wir vielleicht mal besprechen. :-)

Ich finde diese Übertreibungen jedenfalls schade. Fast so schade und für den Artikel wiederum typisch, wie die Kleinigkeit, dass die Autorin nicht mal Klaus Ecks Agentur richtig schreibt....

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