24.8.06

Geschäftsmodelle im Web_2.0

Zu der auf mich auch immer etwas dümmlich wirkenden Frage danach, wo denn das Geschäftsmodell hinter Web_2.0 sei, hat Anfang August Martin ausreichend was gesagt - zusammen mit den Links, die er dort zusammengetragen hat. Für mich als Kommunikationsheini ist ja ohnehin die Gesprächsform im Web_2.0 das, was wirklich spannend ist (weshalb wir bei dem Geschäftszweig, den ich aufbaue, auch nicht von Online Communications, sondern von Online Conversations sprechen, denn es geht um nicht weniger als um - haut mich ruhig - PR2.0).

Angesichts des aktuellen Vermarktertrollalarms ist es aber trotzdem gut, sich auch um Erlösmodelle für Blogs und Web_2.0-Seiten Gedanken zu machen. Kann ja nicht jeder Chief Blogging Officer werden. Nico hat endlich mal wieder eine seiner grundsätzlichen Wochen und schreibt lauter kluges Zeug dazu, weshalb ich einfach mal darauf verweise, dass es sich lohnt seine Überlegungen zum Mainstreambloggen und zur Blogvermarktung durchzulesen. Beides stimmt. Basta.

Andererseits weist Steve Rubel heute darauf hin, dass die Vermarktungen über Werbebuchungen, wie sie manche Mainstreamblogs und Web 2.0-Seiten machen, durchaus gefährlich sind:
Quietly, an entire Web 2.0 economy has blossomed. The Web sites and blogs that cover Web 2.0 ... are largely supported by ads from startups that also are hoping to capitalize in the rising interest in online advertising. This creates a vicious cycle that's unhealthy for the earning potential of bloggers who cover Web 2.0. ... If the economy hits a speed bump it will upset the apple cart enough to cause the Web 2.0 advertising economy to sink. And while it won't spell the demise of these popular blogs, it might mean these bloggers will need to return to their day jobs.
Das spricht nun gar nicht gegen die Versuche, neue Konzepte und auch neue Geschäftsmodelle mit Web_2.0 zu entwickeln und auszuprobieren. Es richtet nur den Blick aus das ewige Problem der Selbstreferenzialität innerhalb einer Szene. Und es hilft, noch einmal darüber nachzudenken, dass es vor allem spannend sein kann, gerade nicht innerhalb dieses Schwarms zu schwimmen, sondern die neuen Möglichkeiten, die das Web_2.0 bietet, zu nutzen, um mit ganz normalen Menschen ins Gespräch zu kommen. Solchen, die noch nie von Web_2.0 gehört haben. Die das nicht interessiert. Und die es einfach täglich nutzen.

Und das sind mehr, als ihr glaubt.

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