9.2.06

Spinnt Nestle total?

Das kann mich wirklich aufregen. Und kotzt mich an, um es mal deutlich zu sagen. Ein Grund an die alten Dritte-Welt-Aktivitäten aus den 70ern und 80ern anzuknüpfen, oder? Jedenfalls stimme ich Nikolaus Piper zu, wenn er heute in der Süddeutschen schreibt:
Oder was ist vom schweizerischen Nestlé-Konzern zu halten, der in Saudi-Arabien die Kunden per Zeitungsanzeige davon unterrichtete, dass sein Milchpulver nicht von dänischen Kühen stammt. Eine von Unbekannten gesteuerte SMS-Kampagne hatte dies behauptet; möglicherweise hatten die Urheber das Schweizer Kreuz mit der dänischen Flagge verwechselt. Ist das so weit entfernt von ausländischen Unternehmen, die in den dreißiger Jahren mit dem Hinweis in Deutschland ins Geschäft kommen wollte, sie beschäftigten keine Juden? (Piper in der SZ von heute)
Dieses Verhalten eines Konzerns - und Piper bringt noch andere Beispiele - ist doch im Grunde ein Zeichen, dass leider, leider die Teile des radikalen Islam bis zu einem gewissen Grad Recht haben, die sagen, bei uns gebe es zu wenig wertegebundenes Handeln - und Europa sei vor allem deshalb dem Untergang geweiht. Nestles Verhalten ist nicht besser als das der Feinde der Freiheit, die gerade dänische Fahnen anzünden und Europäer jagen. Pfui.

Kommentare:

  1. Ein guter Grund mal die Produkte in meinem Haushalt anzuschauen und die von Nestlé erst mal aus dem "Sortiment" zu schmeißen. So eine Reaktion ist schon wirklich erbärmlich...

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  2. Anonym10.2.06

    that´s capitalism.

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  3. Genau. Und als Konsument entscheide ich mich deswegen nun GEGEN Nestle.

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  4. Carrefour wies in seinen (leeren) Regalen darauf hin, daß man keine dänischen Produkte mehr verkaufte.
    In Ägypten.

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  5. Anonym3.3.06

    Ich weiß nicht, warum man sich über derlei Praktiken aufregt. Da hätten Sie ja viel zu tun und Sie könnten Ihren Blog nur noch mit solchen Meldungen betreiben. Oder nennen Sie doch irgendeine (kapitalistische) Firma, die sich heute ehrenvoll verhält. Warum denn nach Saudi-Arabien schielen und sich aufregen? Gucken Sie doch mal in Ihre nächste Umgebung! Alles paletti hier in unserem wunderbaren System, oder? Welchen Einfluß haben Sie denn als Arbeitnehmer? Wissen Sie, welche Schweinereien gerade IHR Arbeitgeber ausheckt? Ich halte nix von solchen Träumern wie Ihnen. Ändern Sie etwas HIER und kümmern Sie sich nicht auch noch um die Dänen und die Saudis!

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  6. Hinterlassen Sie hier einen Namen, ein Blog oder eine Mailadresse und nicht nur den Suchpfad, über den Sie in mein Blog gekommen sind, und den Provider, über den Sie online gehen - und dann können wir weiter reden. Solange wollen Sie in meinem Wohnzimmer die Klappe halten und mich ggf. an anderer Stelle beschimpfen, ok?

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  7. Kampffisch3.3.06

    Aber hallo, Herr Haltungs-Turner! Ich habe nicht geahnt, dass Ihre Empfindlichkeitsschwelle so niedrig angesiedelt ist. Dann hätte ich das Wort "Träumer" nicht verwendet und auch auf andere Beschimpfungen (!?) verzichtet. Und wenn Sie nicht möchten, dass man solche Kommentare wie meinen lesen soll, dann lassen Sie doch einfach keine Öffentlichkeit zu. Ich habe ja nicht in Ihr "Wohnzimmer" gepinkelt, sondern nur etwas hineingerufen. Und wenn man das nur darf, wenn man einen Namen (welchen?) angibt, warum weisen Sie nicht darauf hin, BEVOR man einen Kommentar abgibt und entfernen den Hinweis "Alle diese Felder sind optional"? Aber so ist das eben mit den "Liberalen", die die Freiheit gerne woanders propagieren. Kostet eben nix... Das turnt mich nicht an! Denn: Hic Rhodos, hic salta!
    Ihr Kampffisch

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  8. sagen se mal, Kampffisch (schon besser, obwohl es sich in Blogs gehört, seinen Namen zu verlinken, damit die anderen sehen können, was für eine Nase sich hinter einer Meinung verbirgt, aber Sie üben ja noch, also will ich mal nicht so sein), verstehen Sie das wirklich nicht?
    Das hier ist mein Blog und das ist also mein Wohnzimmer. Doch, echt. Und es ist wie überall im Leben so richtig geil, wenn einem einer nicht nur einfach ohne sich vorzustellen da reinläuft, sondern dann auch noch gleich über die Einrichtung meckert.

    Wissen Sie, Blogs sind auch deshalb so nett, weil die einzelnen Beiträge in einer gewissen zeitlichen Kontinuität stehen. Also seien Sie herzlich willkommen, hier mitzulesen und mich kennen zu lernen, kommentieren Sie gerne, aber laichen Sie keine pseudoprovokanten Stereotypen ab. Der Kollege neulich hat das wenigstens noch mit einem netten und wirklich hilfreichen Hinweis auf Einkaufsmöglichkeiten verbunden....

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