31.7.05

Von wegen Qualität - sofort kaputt


Wir haben schon viele HSV-Trikots für die Jungs gehabt. Aber noch nie eines von so mieser Qualität wie die neuen von Puma. Nicht nur, dass der HSV dafür die Preise um gut 10 EUR erhöht hat und ein Trikot für Kinder mit Rückennummer nun rund 60 EUR (!!!) kostet - nach der ersten Wäsche sieht es so aus*.

Der Schriftzug des Sponsors löst sich. Es hat diese Waschknötchen, die die Nike-Trikots auch nach Jahren noch nicht haben (direkt neben dem "A" beispielsweise). Scheiße. Ich werde nächste Woche sofort hinrennen und mich so was von beschweren...

* Bevor die Fragen kommen: Nein, wir wissen, wie man so was behandeln sollte. Ja, wir haben mehr als eine Woche gewartet mit dem Waschen. Und Nein, die Beflockung hinten löst sich nicht - ist also wirklich die beschissene Fabrik-Qualität....

29.7.05

Mach mit!

Ich hab nun mitgemacht bei der Online-Aktion, die die Grünen für den Wahlkampf gestartet haben.



Zwei Themen, die mir erstmal wichtig sind: Familien- und Bildungspolitik und positive Globalisierung.

Sire, Geben Sie Redefreiheit

Während die w&v in der gestrigen Printausgabe noch spekulierte, ob die Redefreiheit-Plakate und die freedom-of-speech-Website zu der neuen Flatrate von E-Plus gehören mögen (und das mit messerscharfem Recherchejournalismus erhärtete), stellt sich raus: Logo ist es so und die Seite bietet nun wirklich die Flatrate an. Heute ist das ja auch in allen Medien.

Ich finde die Kampagne richtig doof.
Also nicht von ihrem Aufmerksamkeitswert, den hatte sie für mich. Sehr sogar. Aber ich finde sie platt. Und es ärgert mich, wenn ein unglaublich wichtiger Wert, der weltweit verdammt unter Druck ist und auch in unserem Land keine Selbstverständlichkeit, für ein billiges Wortspiel missbraucht wird.

Dass ich dafür an akuter Blog-Sucht leide, wurde daran deutlich, dass ich die letzten Tage jedes Mal an Blogs denken musste, als ich den Claim 1. August: Tag der deutschen Redefreiheit las...

Lustige Idee

Nico wird umziehen und hat dazu ein Umzugsblog gestartet. Finde ich gut, zumal rund um Planung und Durchführung ja so Einiges passiert, sagt mir die selbst erlittene Erfahrung. Und klar, dass gleich die ganzen dummenguten Tipps kommen. Also auch von mir einer:

Nennt euch doch "Ehepaar mit Kind" - klingt nicht so abschreckend für bekloppte Vermieter wie "Familie"....

28.7.05

Onffline bei der Bahn

Ich gehöre, neben der Kaltmamsell und vielleicht noch einem anderen oder so, zu den letzten drei Kunden der Deutschen Bahn, die sie gerne nutzen. Objektiv ist sie einfach eher besser als jedes andere Verkehrsmittel und ich habe vor allem die DB Lounges sehr genossen, weil ich die Wartezeiten sinnvoll mit Arbeit kombinieren konnte und gut online gehen.

Damit ist es erstmal vorbei. Und das ärgert mich sehr. Denn die Bahn ist von Ision zu T-Mobile gewechselt. Und nun kann ich nicht mehr - sehr praktisch bisher - einen Voucher kaufen, mit dem ich in allen Lounges online gehen kann, sondern muss entweder Zugang zu einer Firmen-Kreditkarte haben, ein T-Mobile-Handy nutzen oder eben die Online-Zeit privat berappen. Das wiederum ist für die Reisekostenabrechnung alles andere als trivial, denn dafür kommen die Kreditkartenabrechnungen viel zu spät.

Warum können die das nicht machen wie am Flughafen, wo ich über jeden Mobilfunkprovider an das WLAN komme? Warum muss sich ein Ex-Monopolist an den anderen klammern? Warum schließen die mich aus? Der zweitwichtigste Vorteil der Bahn ist damit hinfällig.

Ja, die Ferres könnte mich interessieren

Liebling, kannst du kurz mal wegschauen? Das hier ist nix für dich.

Also:
Heute flatterte, zwar im Spamfilter und zwar als Worddokument im Anhang (elende Amateure), aber doch als verlockende Einladung die Möglichkeit ins Haus, einen Pressetermin bei den Dreharbeiten zu Die wilden Hühner zu besuchen. Werde ich nicht machen und bin ich wohl auch fehladressiert (insofern hatte mein Spamfilter Recht). Aber das Rückfax sollte ich vielleicht ausfüllen. Da wird mir angeboten:
Ich habe Interesse an (bitte jeweils ankreuzen):
Veronica Ferres
Die Wilden Hühner
Vivian Naefe
Uschi Reich
Peter Zenk
Güzin Kar

Auch wenn das Angebot der Wilden Hühner bestimmt ein Fall für den Staatsanwalt ist, finde ich Veronica Ferres doch verlockend. Mal sehn.

Wie scheiße ist das denn?

Wie bekloppt müssen Werbe- oder Marketingabteilungen eigentlich sein, um sich so was auszudenken? Ich weiß auch nicht genau, ob es Zivicourage oder Blödheit ist, dass die Mitarbeiter das dann auch noch an ihre Kunden weitersagen. Jedenfalls hat Christiane Link einen weiteren Grund geliefert, kein Konto oder sonst was bei der Hypovereinsbank zu haben. Vor zwei Tagen war sie in einer Filiale.
Als ich fertig war, bemerkte ich, dass auf der Taschenablage des Schalters eine Krücke lag. Ich wies den Mitarbeiter darauf hin, dass wohl jemand seine Krücke vergessen hat und er begann zu stammeln. Die Bank hätte die Krücke dahin gelegt, um mit den Kunden über das Thema Unfallversicherung ins Gespräch zu kommen. (aus Christianes Blog)

Ich bin begeisterter Verkäufer. Ich liebe originelle Verkaufsansätze. Ich finde es toll, wenn jemand Gesprächsanlässe schafft. Aber das geht gar nicht. Pfui.

27.7.05

Blogger gegen Blog-Sucht

Lasst uns einen Verein gründen. BgBS e.V. oder so. Denn so kann es nicht mehr weiter gehen. Immer wieder werden Blogger in Verbindung gebracht mit Onlinesucht. Doch damit ist jetzt Schluss!

Darum kurz vorweg: Mir ist klar, dass es schlimme Fälle von Onlinesucht geben kann und bestimmt auch gibt. Ich finde es toll, wenn Menschen sich ehrenamtlich um Süchtige kümmern. Ich finde es wichtig, wenn neue Süchte in das Blickfeld der Öffentlichkeit kommen, denn nur so können Menschen für die Probleme, die Süchte mit sich bringen, sensibilisiert werden. Schade, wenn aber bei Protagonisten der Verdacht nicht nur des besinnungslosen Amateurtums aufscheint, sondern es auch noch zu einer grotesken Verknüpfung mit Geschäftsinteressen kommt. Dass so jemandem dann auch noch eine große Plattform gegeben werden soll, ärgert mich. Auf diesen Fall bin ich gestoßen, als ich die Moderationseinladung zu den diesjährigen Medientagen erhielt.

Es ist schon schlimm. Denn die selbst ernannte Expertin für Onlinesucht, Gabriele Farke aus dem schönen Buxtehude, definiert diese Sucht so:
Onlinesucht nennt man den exzessiven Gebrauch des Internets. ... Ein Verzicht auf das Internet erscheint ihm (dem Betroffenen) völlig undenkbar. (aus onlinesucht.de)

Damit sind alle Menschen, die ich kenne, onlinesüchtig. Ich mein: Wer findet diesen Verzicht schon denkbar?? Aber Frau Farke schließt mal eben von sich auf andere und schüttet jedes erreichbare Kind mit ihrem eigenen Bade aus. Damit hat sie es im Februar nicht nur bis in die Süddeutsche geschafft, in der sie Blogs explizit als große Gefahr darstellt, die der Onlinesucht eine "neue Qualität" hinzufügten. Ha!

Und nun ist sie sogar eingeladen, mit auf dem Podium zu sitzen, wenn ich die Diskussion über Blogs bei den Medientagen München moderieren darf. Noch hat sie offenbar nicht zugesagt. Aber ein bisschen schräg ist es schon, dass sie da überhaupt auftaucht - geht es doch darum, dass Entscheider aus dem Medienbereich sich mit aktuellen Themen der Branche beschäftigen. Naja.

Es lohnt der Blick auf ihre Seiten:
Am 18.06.1999 gründete ich aufgrund einer selbst erlebten damaligen "Onlinesucht" den Verein HSO e.V. - Hilfe zur Selbsthilfe für Onlinesüchtige. ... Zum 30.04.2001 mussten wir unsere Vereinsarbeit einstellen, da wir leider keinerlei Unterstützung öffentlicher Stellen erfuhren. (Private Homepage von Gabriele Farke)

Guckt man auf die Seiten des Vereins (O-Ton: Willkommen auf den Original-Seiten zum Thema Onlinesucht!), dann fällt auf, dass die überwiegend Farkes Buch vorstellen und promoten. Geile Idee eigentlich. Hut ab. In der Rubrik Was ist Onlinesucht? wird dann lang und breit erklärt, was die Symptome sind und wie man ihnen begegnet, bevor am Ende der Seite der treuherzige Rat folgt:
Sie möchten endlich wieder etwas Sinnvolles tun? Sie suchen Heimarbeit? Sie wollen Geld verdienen? Dann vertrauen Sie mir und machen Sie mit: (von Was ist Onlinesucht?)

Es folgt ein Link auf den "Tintensparmarkt", dessen Lizenznehmer ausweislich des Impressums - wer hätte das gedacht - Gabriele Farke ist.

FUD at it´s bestworst, würde ich sagen. Die Frau hat kein Podium der Welt verdient. Naja, wenn sie wirklich die Stirn hat zu kommen, kann ich sie ja mal danach fragen...

E-Mail ist toll

Unter dem Betreff Verhandlungmanagerposition bekam ich heute dieses verlockende Angebot:
Wenn Sie Bankkonto haben oder, Sie können Neues öffnen, dann, das wir Sie BENÖTIGEN! Ausgezeichnetes Einkommen, keine Ausgangs-Investitionen. Nicht mehr als Paare von Stunden pro Tag erforderten. Minimales Wissen von Englisch.

Mach ich. Wo muss ich klicken? Ich glaube, dafür reicht sogar mein Schwedisch.

Nachzutragen: Experimentelles Kochen

Vom Wochenende ist noch ein Triumph nachzutragen: Es ist mir tatsächlich gelungen, einen Nudelstrudel zu kochen. Wir hatten ihn ein paar Mal in einem unserer bevorzugten Italiener gegessen und schon häufiger vergeblich nach einem Rezept gesucht. Also hab ich es einfach mal ausprobiert.

Der Anfang ist ganz einfach: Einen Nudelteig machen und zu langen, wirklich langen "Platten" ausrollen. Für die Füllung dann Spinat und Frischkäse kombiniert - mit ein bisschen Muskat und etwas mehr Knoblauch. Den Teig übrigens etwas salziger als üblich, da ich den Strudel dann ohne Salz gedämpft habe.

experimentelles Kochen: Nudelstrudel

Überhaupt war der Einsatz des Dampfgarers der entscheidende Schritt. Die Idee kam mir in der Nacht vorher, als ich darüber grübelte, ob der gerollte Strudel dann wie ein Serviettenknödel ins Wasser sollte oder ob er direkt zum Gratinieren in den Ofen gehört. Also Dampfgarer, den ich ohnehin gerne einsetze. War die richtige Entscheidung.

Nudelstrudel im Dampfgarer

Vorteile: Die Strudel zerlaufen nicht, der Teig wird gar und bleibt dennoch fest genug, alle Strudel (in diesem Fall immerhin vier) passen zugleich rein. Gerade mal fünf Minuten, klar bei frischen Nudeln. Etwas ambitionierter war dann der Versuch, die Strudel aus den gelochten Einsätzen zu lösen - da muss ich noch was Besseres finden. Die Ersatznudeln, die ich schon bereit gestellt hatte, um die Tomatensauce einer anderen Verwendung zuzuführen, falls es den Strudel im Garer zerlegt hätte, konnte ich jedenfalls getrost wieder in den Schrank räumen.

Am Ende blieb dann nur noch, den Studel in Scheiben zu schneiden, und ihn mit der Tomatensauce und etwas Parmesan doch noch zu gratinieren. Leider hab ich nicht so viel abbekommen dann, weil alle Jungs ihn wider Erwarten verschlungen haben.

Ich denke, wir werden ihn zur Taufe noch mal machen - dann etwas reichlicher...

26.7.05

wieder aufgetaucht

Nach rund 24 Stunden Migräne wieder aufzutauchen, ist ein wunderbares Gefühl. Die Sonne ist wieder erträglich, die Stimmen auch. Zum ersten Mal seit Monaten einen Film: Was das Herz begehrt. Endlich mal wieder. Gerade hat Harry Erika nackt gesehen, göttlich.

25.7.05

Brigitte Pothmer bloggt mit



Es war eine schwere Geburt, vielleicht auch, weil ich nicht soooo viele Spitzenleute in meiner Partei kenne. Aber nun haben wir fürs Wahlblog die Zusage von Brigitte Pothmer, die Spitzenkandidatin der Grünen in Niedersachsen ist. Nächste Woche wird sie einsteigen. Ich bin gespannt und freu mich drauf.

sie wächst und wächst und wächst

61/6150

Heute die U3: 61 cm, 6.150g. Riesenkind, das.

24.7.05

wie hab ich das nur jahrelang ausgehalten?

Ich war lange in dieser weinerlich-linksradikalen Szene aktiv, die sich vor allem bei Kirchens häuft. Unter Theologiestudenten war das auch sehr verbreitet damals bis in die erste Hälfte der 90er. So wie dieser Kommentar von "mikel" bei Nico und noch mehr seiner zwei Kommentare darüber. Erinnerte mich sehr an meinen Lieblingstroll Rolf in der letzten Mailingsliste, in die ich hin und wieder reinschaue. Und an so viele, die damals bei den religiösen Sozialisten rumturnten.

Dieses "so lange bis, ..., niemals". Dieses freudlose und jedem Unernst, der das Leben doch erträglich machen könnte, abholde. Es ist schon lustig. Und gruselig in der Rückschau, dass ich das mal normal fand.

etwas irritiert

Mein Großer hat mir gestern abend in der Sauna gebeichtet, dass er neulich bei einem Freund Star Wars III gesehen hat. Wir hatten vorher schon mehrfach über den Film gesprochen - und meine Position war, dass ich ihn erst selbst gesehen haben will, um zu entscheiden, ob die Jungs ihn werden sehen dürfen oder nicht. Dafür hatte ich einfach zu viel drüber gelesen, dass er eben nicht für Kinder geeignet sei.

Schön, dass er es mir dann noch erzählt hat. Das überwiegt sogar den Ärger darüber, dass er sich nicht an das gehalten hat, was wir von ihm wollten. Auf unsere Aussage, dass es den ja ohnehin noch nicht auf DVD gebe, sondern dass das noch dauere, gibt er andererseits ja nun nicht mehr so viel. "Der Onkel von X hat ihn doch aus dem Internet", sagte er ganz selbstverständlich. Ich werde alt. Das irritiert mich fast so sehr wie die Tatsache, dass mein Sohn den Film vor mir gesehen hat. Geht nun also los...

23.7.05

Reiterferien


Die beiden Großen waren eine Woche auf einem Reiterhof. Zu Bs Freude ein Islandhof. Zur Freude der Jungs wars richtig toll. Fein.

21.7.05

Anjatanja in der Falle

Aha, immerhin was. Und wenn sie die Süddeutsche lesen, ist ja vielleicht sogar die Chance da, dass sich auf lange Sicht etwas ändert:
Wer sich als "nettes PR-Mädel" zu lange auf dem stereotypen Frauenimage als "begnadete Kommunikatorin" ausruht, läuft Gefahr ... in eine "Freundlichkeitsfalle" zu tappen.

Ich wusste es: Die piepsige Unfähigkeit und das Wickeln der langen Haare um den Zeigefinger, bevor sie dann in Gedanken durch den Mund gezogen werden, sind eigentlich nur das falsch interpretierte Zeichen von vermeintlich weiblicher Kommunikationskompetenz. Die koste aber auch die Karriere, meint die Studie. Pech gehabt.

(Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass eine meiner besten Freundinnen Tanja heißt und ich mindestens einedrei Anjas kenne, die ich wirklich mag? Abgesehen davon, dass irgendwie immer alle Mädchen damals so hießen. Oder Katja wenigstens.)

Wir stehen von einer gigantischen Kriminalitätswelle

Oh Gott! Was soll nur werden! Zeit, eine Law-and-Order-Partei zu wählen, damit wir das überhaupt noch mal in den Griff bekommen! Alle Faktoren, die zur nachweislichen Senkung von Kriminalität beitragen, gehen an unserem Land vorbei. Es wird nicht geheiratet, kein Krieg geführt und die Menschen sind ja schon sprichwörtlich unflexibel. Ausgerechnet der ruhige National Geographic sagt uns das Chaos voraus:
(Ein Forscher) konnte nachweisen, dass die häufigste Ursache für die Beendigung
einer kriminellen Karriere die Heirat war. Weitere "Ausstiegs"-Hilfen waren ein Umzug ... und der Einsatz als Soldat in einem Krieg. (so in einer Pressemitteilung zur morgen erscheinenden Ausgabe)

20.7.05

Lustiges Outing erster Gehversuche

Ja, diesen Sommer legen sie alle los. Nun auch der Verlag Axel Springer. Ein Blog ist schon offiziell draußen, ix hat es heute vormittag entdeckt. Keine zwei Stunden später hat dann dogfood an der Blogbar noch viel mehr entdeckt, was eigentlich wohl noch in der Testphase ist oder vielleicht ja auch nie das Licht des Internet erblicken sollte. Beim Abendblatt, bei der Welt, bei der Berliner Morgenpost - überall bplogts nun.

Witzig, ihnen beim Entwickeln zuzugucken. Und naja, die meisten gehen dann ja doch recht schnell den Weg alles Irdischen. Obwohl das Einstellen eines Blogs wie im Fall von Bloggers Liebling von Randow bei der Zeit durchaus die Beförderung bedeuten kann (obwohl im dortigen Impressum noch Melanie Ruprecht geführt wird, die ja aber an einem Buch u.a. über Blogs schreibt).

Satz des Tages

Im Stern von morgen hat der Dominikanerpater Basilius Streithofen über Claudia Roth gesagt:
"Ich muss Ihnen sagen, die Frau wirkt auf mich hochgradig zölibatverstärkend." (laut Pressemitteilung von heute morgen)

Fremde Federn schmücken keinen Zirkel des Managements

Ich kenne auch Leute, die schon mal gute Erfahrungen mit einem Seminar bei Management Circle gemacht haben. Meine waren als Teilnehmer eher durchwachsen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Sehr merkwürdig finde ich aber diese Einladung, die mir neulich in die Box flatterte - und die mich auf eine falsche Spur lenkte.
"Man sollte Weblogs wahrnehmen, bevor man von ihnen wahrgenommen wird."
Klaus Eck, PR Magazin 3/2005

Sehr geehrter Herr Haltungsturner,

die neue Kommunikationstechnik ist derzeit in aller Munde. Weblogs sind ein wichtiges Instrument der Meinungsbildung und bieten eine große Chance, Multiplikatoren und Meinungsführer zu kontaktieren.

Unternehmen beobachten derzeit die Entwicklung der Weblogs kritisch. Vielen ist noch nicht ganz klar, wohin die Reise geht, ob und wie Sie Weblogs für ihre eigene PR nutzen können. Die Einsatz von Weblogs kann sehr viele Vorteile mit sich bringen, insbesondere in Krisensituationen. Daher ist es unabdingbar, dass Sie als Marketing oder PR-Verantwortlicher in Ihrem Unternehmen sich das notwendige Basiswissen zur Nutzung von Blogs aneignen. usw usf blabla

Da ich ja weiß, dass Klaus auch mit Seminaren zu Blogs experimentiert, war ich ganz begeistert, dass er die offenbar an Land gezogen hatte und eines dieser hochpreisigen Seminare geben kann (die bestimmt auch sehr gut bezahlt werden). Ich also ihm gratuliert, worauf er leicht verwirrt war.

Nun - das entsprechende Seminar gibt er gar nicht. Sie werben nur mit seinem Namen, den durch die kluge Domain pr-blogger.de in der PR-Szene inzwischen die meisten kennen, und lassen statt dessen die multithematischen Seminarhengste Dirk Jasper und Dieter Herbst, beide ja irre bekannte und langjährige Blogger und ausgewiesene Experten mit hohem Renommee in der Szene (/ironie), auf die Teilnehmer los.

Kann man machen, ist auch ok, warum auch nicht, da bekommt man handwerklich verlässliche Seminarqualität. Aber dann als einzigen Namen im Mailing (und als gefetteten Aufmacher!) Klaus zu missbrauchen, finde ich nicht ok. Das ist wirklich ganz, ganz schlechter Stil!

19.7.05

Abschlussarbeit aus Bamberg zu Blogs und Kommunikation

Nun ist sie fertig, die Arbeit, die im Seminar bei Jan Schmidt angefertigt wurde über Blogs und Unternehmenskommunikation. Ein paar von uns (neben mir vor allem Martin Röll und Klaus Eck) haben da ja insofern zu beigetragen, als wir einen Fragebogen beantwortet haben. Ganz spannend, wo wir gleicher und Meinung waren und wo wir unterschiedliche Erfahrungen haben.

Die Arbeit ist als Wiki online zu lesen. Kurz aber ok...

EDIT
Spannend ist ja auch, was dann sofort als Diskussion einsetzt: Ist es ok, die Quellen und die Interviews online zu stellen? So weit ich mich erinnern kann, habe ich in meinem Mailwechsel damals von mir aus bereits mein Einverständnis erklärt, dass meine Antworten veröffentlicht werden - Geheimnisse hätte ich eh nicht weiter gegeben. Das ging aber nicht allen Befragten so. Aber in der Wissenschaft ist das Thema OpenSource halt ohnehin noch nicht so richtig angekommen.

Ich finde es wichtig, dass so etwas frei zugänglich ist. So haben alle am meisten davon. Mal sehen, ob nach und nach noch weitere Quellen dazu gestellt werden.

Manchmal kotzt mich meine Partei an

OK, man kann darüber streiten, ob es sich schickt, als Uni-Präsident in einem Interview über mögliche oder unmögliche Intelligenztests von Einwanderern zu schwadronieren. OK, man kann das politisch bewerten, wie es die Grüne Hochschulgruppe getan hat. Und OK, man kann es für unglücklich halten, in Zeiten von Wahlkämpfen sich verkürzt zitieren zu lassen.

Aber wieder einmal ist eine Pressemitteilung von Claudia Roth so weit über jedes denkbare Ziel hinaus, dass ich mich gehörig fremdschäme:
Chancengerechtigkeit statt dunkles Raunen

Die Mutmaßungen von Prof. Lenzen zur niedrigeren Intelligenz bei türkischen Migranten schüren Vorurteile. Sie zeugen von einem unverantwortlichen und nicht zielführenden Umgang mit Problemen in unserem Bildungssystem.

Was not tut, ist eine bessere Integrationspolitik. Dazu brauchen wir klare Vorschläge aus der Pädagogik und den Erziehungswissenschaften - und kein dunkles Raunen, das sich wissenschaftlich verbrämt. (leider wieder mal noch nichtinzwischen endlich online, sondern per Mail rumgeschickt. Noch nicht mal per ots, das die Amateure als einzige Partei dieses Mal wieder nicht nutzen...)

Ich bin ja ein begeisterter Anhänger geschmeidigen Schwarzweißdenkens. Ich liebe holzschnittartige Zuspitzungen. Aber ich hasse solche Plattitüden. Wetten, dass Claudia die von Lenzen angeführte Studie nicht kennt? Ist es ausgeschlossen, dass sie stimmt? Oder darf sie nur nicht stimmen?

Als wir noch im langsam verslumenden Horn wohnten, sprach die Nachbarin über uns oft davon, dass nun mal leider nur die dummen Türken nach Deutschland ausgewandert seien, jedenfalls täte in der Türkei niemand ein Kopftuch tragen, außer eben die Dummen. Ihre These war, dass unter ihren Landsleuten überdurchschnittlich viele Fundamentalisten hierher ausweichen und auswichen, weil sie eben in der Türkei keine Chance hätten. Bis in die 70er hinein lässt sich ja auch zeigen, dass in der fundamentalistsch-katholischen Landbevölkerung Deutschlands weit weniger Bildung und, wenn ich mich recht erinnere, auch mit landläufigen Methoden gemessene Intelligenz anzutreffen war als in städtischen Bevölkerungen.

mich kann so was ja begeistern


Ich mag ja auch Escher. Irgendwie. Bei meinem schwulen Zahnarzt damals auf der Uhlenhorst (brr, war der ansonsten schrecklich eingerichtet, ganz in rosa) hingen die Dinger über den Folterstühlen. Lustig.

Hier: Die Felder A und B haben die gleichen Grauwerte. Überraschend, finde ich. Auflösung gibts auch.

via 6b

18.7.05

Feine Plakate

Ich bin ja nun nicht dafür bekannt, ein Fan der SPD zu sein. Aber anerkennend muss ich schon zugeben, dass die orange Serie richtig gut ist.



Haben sie eben gemeinsam mit anderen Motiven (beispielsweise PDWAS?) der Presse angeboten. Nett. Ich mag ja Orange ohnehin, die "neue" CI-Farbe ist auch fast das beste an der CDU, oder?

Köhlers Hüpfburg


Auch lustig: Da schreibe ich einen weiteren brillanten Artikel im Wahlblog über den BBAZ* - und was ergeben die kontextbezogenen Anzeigen? Eine Hüpfburg und Fertigreden werden mir angeboten. Ja, das passt zum Horscht, finde ich.

*Bester Bundespräsident Aller Zeiten

16.7.05

so geht man mit Kunden um, jawoll!

Früher war es meine Aufgabe, einzukaufen. Im Reformhaus Bein in Berne war ich als älteres Kind und als Jugendlicher deshalb Dauergast. Inzwischen wohnen wir ja wieder da in der Gegend - und heute bin ich zum ersten Mal seit bestimmt 15 Jahren der Chefin begegnet, Frau Bein. Sie stand in der Tür und begrüßte mich mit meinem Namen.

Ich war total perplex und fasziniert. Bs Kommentar war, dass man daran merke, wie wenige Kunden die haben. Ich neige ja zu der Interpretation, dass ich sie als alter Stammkunde einfach nachhaltig beeindruckt habe. Ja.

9.7.05

Gute Idee für den Wahlkampf...


Bs Bruder vom Niederrhein ist da (aus da wo Diebels von wech is, wo die Griechen 333 eins auf den Allerwertesten bekommen haben oder so ähnlich). Und obwohl er Polizist ist, haben sie nicht deshalb grüne Eier, sondern weil sie grüne Hennen haben. Ich habs nicht geglaubt.

Das könnte doch ein tolles Giveaway für den Wahlkampf sein, oder?

7.7.05

Mulmig

Normalerweise kann ich ja sehr wohlfeil den Medienverweigerer geben, sitze ich doch im Hauptberuf recht dicht an der Quelle und habe Zugang zum Nachrichtenticker - oder zumindest Kollegen, die so etwas wie heute gleich weiter geben.

So bin ich auf London erst am späteren Abend gestolpert, als ich erstmals heute online ging, um nachzugucken, was in Blogs so los war, und meinen Newsletter vorzubereiten. Immerhin bin ich durch Konstantin dann recht umfassend informiert.

Ein mulmiges Gefühl bleibt nicht nur wegen der Anschläge, sondern auch irgendwie angesichts der Tatsache, dass das alles an mir vorbeirauschen könnte und ich, wenn ich nicht morgen zufällig einen Blick auf die Tageszeitung täte, gar nichts mitbekommen würde. Aber nur deshalb Radio hören? Nee. Wie gut, dass es unter meinen Lieblingsblogs oder denen, die ich sonstwie lese, genug gibt, die so etwas sofort aufnehmen...

6.7.05

Mitten am Tag im Dorf

Das ist ja einer der Vorteile, wenn ich Urlaub habe und zu Hause bleibe: Ich erlebe den Alltag in unseren Dörfern hier im Speckgürtel. Beispielsweise gestern in Volksdorf...

B und die Jungs waren beim Frisör, als ein ichweißauchnichtsorecht reinkam. Ich war längere Zeit unsicher, ob es ein Bettler oder ein Schutzgelderpresser war. Vielleicht auch beides. Ein Dicker, leicht herunter gekommen, lange fettige Haare, drei Meilen gegen die Wind nach Rauchen stinkend. Er hebt nur die Hand, sagt Moin. Der Frisör geht an die Kasse und nimmt, auch nur ein Moin sagend, ein bisschen Kleingeld raus. Gibt es dem Dicken, der sagt kein Wort, sondern geht.

Später sitzt er in der Fußgängerzone mit einem anderen Mann auf der Bank. Komisch bleibt es. Für einen Bettler ist er eindeutig zu gut gekleidet - jedenfalls nach den Maßstäben dieser Stadt. Aber die örtliche Mafia wird zwar auch von einem Dicken geleitet, aber der hat ein Geschäft am anderen Ende des Dorfes. Und das ist eine andere Geschichte.

3.7.05

Pottkieker-Alarm


Gleich gibts jedenfalls Fisch. Fischfrikadellen für die Kinder, obwohl Jul nicht nur Pottkieker spielt, sondern auch verkündet hat, dass er Scholle mag. Mal sehn...

1.7.05

Zeit, zu bekennen

Ja, ich in dabei!



Der Karikaturist Götz Wiedenroth hat das Emblem voller Begeisterung entwickelt, das zur Aktion Ohne Beckmann zur WM 2006 gehört, die Klaus gestartet hat. Fein.

Es kann auch in klein ins eigene Blog eingebunden werden, so wie ich es unten bei den anderen Bekennerbuttons gemacht habe...

Wenn die Vorschrift 254.6a nicht alles regelt,

dann muss sich der arme Mensch schon selbst überlegen, was da mehr Ärger bringen könnte. Gerade noch hatte ich jenen brandeins-Artikel über die neue Servicequalität der Bahn gelesen und ihm innerlich sogar zugestimmt, da bietet die auch für mich Fußgänger etwas nervige Baustelle am Mittelweg einem Busfahrer die Chance, sich erwachsen, normal und kundenorientert zu verhalten. Oder auch nicht. Wie gut für ihn, dass Christiane Humor hat...

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