14.12.05

Fürn Arsch

Inklusive Bebilderung drückt Katja Husen sehr präzise aus, was ich auch denke zu der absurden Diskussion rund um Folter oder ihre Androhung oder - wie es vom göttlichen Statler möglicherweise in einem Anfall von Absinth-Missbrauch (anders kann ich es mir nicht wirklich erklären) ins Spiel gebracht wurde - die zum Schein eingeführte Folter, die nicht durchgeführt wird.

Das Problem mit jeder Form von Gedankenspiel rund um Folter, ihre Androhung oder eine irgendwie geartete Unklarheit von staatlicher oder gesellschaftlicher Seite kann man in der "Diskussion" rund um das oben verlinkte Statler-Dingens besichtigen - es bedarf kaum eines weiteren Kommentars. Wer dennoch dazu noch Gesprächsbedarf haben sollte, wird spätestens kuriert sein, wenn er Statlers weinerlichen und unterirdischen Versuch besichtigt hat, auf die Suche nach intellektueller Redlichkeit zu gehen.
(Wobei dieser zweite Eintrag nahelegt, dass er eben doch nicht dem Absinth oder einem anderen Mittel zugesprochen hat, sondern wirklich so denkt. Sieh mal einer an.)

In dem Zusammenhang noch ein abschließendes Wort zu Daschner und Folter und ihre Androhung:
Gerade Daschner und die Ermittlungen in Frankfurt rund um den Metzler-Mord sind ein gutes Beispiel dafür, wie eine liberale Demokratie mit Folter und ihrer Androhung umgehen kann. Auch damals haben die Verteidiger von Daschner dafür plädiert, das generelle Folterverbot zu lockern. Zwar finde ich das Urteil nicht befriedigend, das schließlich gefällt wurde, aber wie in so vielen Grenzsituation hat auch dieser Fall deutlich gemacht: Ja, Daschner musste es mit sich slebst ausmachen - und ja, man kann geteilter Meinung sein, ob es ethisch richtig war (was ich nicht vollständig bestreite). ABER: Ja, dafür muss er sich dann verantworten. Und Ja, damit wird er dann so oder so schuldig.

Meine Kritik an Daschner und vielen anderen ist gerade nicht, dass er mit Folter gedroht hat. Sondern dass er es juristisch zu rechtfertigen versucht hat.

Grundsätzlich gesprochen:
Weder Recht noch Ethik lässt sich an Extremsituationen ausrichten - das ist eine Erkenntnis, die ein nur leises Nachdenken recht schnell zu Tage fördert. Aber Recht und auch Ethik muss sich in Extremsituationen bewähren. Und die sind nie eindeutig. Wer Rechtssicherheit für solche Situationen fordert (wie es ja auch das abstruse Flugzeugeabschießgesetz versucht), hat schlichtweg einen Knall. Finde ich.

Kommentare:

  1. Trolle muss man ignorieren. Auch in ihrem eigenen Blog.

    Anfangs dachte ich ja, es geht um Provokation zum Nachdenken, dann dachte ich die Püppchen sind Traffic-Vampire. Aber nachdem Statler zwei Runden in seinem Blog zum Thema "das bisschen Folter" verloren hat, versucht er es nun ein drittes Mal. Da es zweimal nicht geklappt hat und er auch ohne seine sssi-Kumpels und zuwenige Typen wie kew*l sich zutrauten einzusteigen werden nun alle Argumente und Beispiele der einfach weggewischt, indem man sie für blöde und die Kommentatoren zu PISA-Versagern erklärt.

    Eben nicht. Soll er doch alleine vor sich hin brabbeln.

    Und leider hat es so gar nichts von seinen Titelfiguren. Es sei denn auslachen und darüber lachen ist dasselbe.

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  2. Einersetis ja, marc, obwohl ich mit dem Wort "Troll" immer etwas vorsichtig wäre, denn es ist ja doch ein Kennzeichen erfolgloser Jung-Blogger, andere damit zu beschimpfen.

    Andererseits ist mir das Thema Folter und das Thema Demokratie gerade als Ethiker zu wichtig, um es den Puppen zu überlassen. Ich weiß, dass es nichts nützt, aber ich muss irgendwie gegenhalten - auch der Suchmaschinen wegen...

    Und dann: Ich freue mich immer, wenn dann mal wieder jemand von der RWTH Aachen hier ist. Da waren schon zu meiner Zeit die schrägsten Typen. Was für merkwürdige Jungs ich von da auf den Sommerakademien der Studienstiftgun des deutschen Volkes kennen gelernt habe, glaubst du gar nicht :-) und auch WiWi Marburg kommt nur vorbei, wenn ich von denen hier jemanden beschimpfe. Hihi.

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