24.10.05

Please, God, just one more bubble!

Das ist der Untertitel des Bubble2.0-Blogs, das ich durch den Hinweis bei Nico entdeckt hab. In ironisch-zynischer Aufnahme der O'Reilly-Meme-Map zu Web2.0 stammt von dort die hübsche Map Bubble 2.0:


Ich selbst bin sehr hin und her gerissen. Einerseits sehe ich, was sich tatsächlich verändert - und habe das gerade für den Bereich professioneller Kommunikation formuliert (und witzigerweise ironisch auch damals schon in Vorträgen Internet 2.0 genannt), bevor ich den Hype um Web2.0 kannte. Andererseits bin ich immer noch nachhaltig skeptisch gegenüber Hypeversuchen. Rund um kollaborative Systeme und beispielsweise Blogs sehe ich deutlich weniger Bedarf nach geldbringenden Anwendungen als viele Beraterkollegen - und das, obwohl ich das Thema selbst für bereits jetzt geschäftsrelevant und mittelfristig geschäftsentscheidend halte.

Was mich dabei skeptisch macht, ist nicht nur, dass zurzeit die Investition für Unternehmen noch unverhältnismäßig hoch ist (Beispiel Bloggen: Investition vor allem in Zeit und Kreativität - für was? Schon das Frosta-Blog scheint mir angesichts eines wie auch immer definierten ROI ungewiss) - sondern auch, dass es ein wahnsinnig weiter Weg sein wird, bis Unternehmen oder auch nur ihre Kommunikationsabteilungen den Mut aufbringen, für ein damit besseres System Quellen offen zu legen. Gerade dieser kollaborative Ansatz, den ich als besonders "modern" und zugleich als besonders zukunftsfähig halte, ist der Aspekt, der uns bei einer aktuellen Markteinführung noch nicht den entscheidenden Schritt nach vorne bringt, den ich ihm mittelfristig schon prognostiziere. Obwohl diese neue Dienstleistung sich gut im Markt anlässt, ist dieser Open-Source-Gedanke dabei nicht entscheidend.

Deshalb ist der Hype jetzt auch so beknackt - wenn ich mir anschaue, wie lange Open Source im Bereich Software gebraucht hat, um sich durchzusetzen, leuchten mir schnelle Szenarien nicht ein...

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