23.4.05

endlich angekommen

Nun bin ich endlich wirklich angekommen bei del.icio.us. Hat ja auch lange gebraucht. Aber nach den Beobachtungen die letzte gute Woche über bin ich noch mehr überzeugt, dass es was taugt und mir gefällt.

Zwei Erlebnisse damit:
Ich habe einen Teil der Vorbereitung auf das von mir gegebene Blog-Seminar über del.icio.us-Links gemacht und dort auch einige Seiten abgelegt, die wir dann auch im ersten Durchgang Mitte April gemeinsam angesteuert haben. Das ist nicht unbemerkt geblieben - und hat bei einem der Besuchten zu einem launigen Kommentar geführt, der mich gefreut hat.
Zum anderen habe ich am vergangenen Donnerstag begonnen, ein bisschen was zu dem Marie-Fall (oder sollte ich Sebas-Fall sagen? Ich weiß es wirklich nicht) zu sammeln. Erstaunt, dass diese Sammlung dann massiv in den Backlinks einer der großen Seiten auftrat, die zu Maries Outing geschrieben hatten, bin ich etwas aufmerksamer durch die Blogs gegangen. Und wirklich: (Mindestens) Zwei geschätzte Kollegen haben diese Link-Sammlung genommen, um knapp auf den Fall hinzuweisen.

Für mich treffen sich mit so öffentlichen Linksammlungen mehrere Themen, die mich seit Jahren begleiten. Zum einen die Idee von Open Source. Damit hatte ich über einen meiner beiden allerbesten Freunde früh zu tun und habe es weiter verfolgt, auch die ideologischen Grabenkämpfe. Meine Suche war lange, wie das an sich richtige Konzept offener Quellen in andere kreative Bereiche jenseits von Software übertragen werden kann. Zum anderen das, was etwas großspurig als Cluetrain daher kam. Was aber meine Erfahrung als Verkäufer widerspiegelte und weiterhin widerspiegelt, dass es ums wirkliche Sprechen und Zuhören geht - und nicht um das Geschrei des ehemaligen Marketings. Zum dritten die Erfahrung, dass eine gewissen Geschwätzigkeit bei eigenen Projekten und Ideen nicht nur nicht wirklich ein Fehler ist, sondern im Gegenteil oft hilft, das Wissen anderer in Projekte zu integrieren.

Mit del.icio.us lege ich einen Teil meiner Quellen wenigstens offen. Und das tue ich gerne, weil sie als Quelle allein nicht nur für mich wichtig sein mögen und meine - dann bezahlte - kreative Leistung erst später beginnt als beim Finden dieser Links. Dass ich andererseits davon profitiere, wie andere ebenfalls ihre Quellen dort offen ablegen - und ich gezielt einige von ihnen als RSS-Feed lese -, macht del.icio.us für meine Arbeit hilfreich in seiner Mischung aus Offenheit und Geschwätzigkeit.

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