7.2.05

Ohne Ende

Endlich habe ich einen Krimi erlebt, der kein wirkliches Ende hat: Blutiges Eis von Giles Blunt. Der Täter wird weder überführt noch gefasst, dem Polizisten, der ohnehin keine weiße Weste hat, wird der Fall entzogen, sein Vater stirbt auch noch zwischendurch - und dennoch ist klar, dass er den Fall gelöst hat. Der Täter flieht, so wird es im letzten Kapitel erzählt, das mehr ein Epilog ist. Zwischendurch halbwegs spannend, sehr viel mehr historisch-politische Erzählung mit Milieustudie - das, was ich ohnehin so liebe, da geht es mir ähnlich wie der Kaltmamsell.

Ich schlage mich ja nun schon länger mit meinem eigenen Manuskript herum und bin mir sicher, dass der Fall nicht geklärt werden soll, sondern im hoffnungslosen Dickicht aus Zufall, guten Absichten und menschlichen Abgründen versickert. Mit diesem Buch habe ich immerhin ein Beispiel gefunden, dem es ähnlich geht (und das dennoch empfehlenswert ist und schlüssig). Durchaus mit einer erkennbaren Entwicklung der Personen.

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