21.12.04

Nanu?

Wer hätte das gedacht: Ausgerechnet einem Kommentar von Stefan Baron, dem mir sonst so unterträglichen, stimme ich nickend zu, während ihn jemand mit Entrüstung vorliest. Er schließt:
Das muss nicht das Zurück in eine vor-säkuläre Zeit bedeuten, in der der Glaube die Regeln des Zusammenlebens bestimmte. Es kündigt aber das Entstehen einer ?post-säkularen Gesellschaft? an, wie Jürgen Habermas sie nennt, einer Gesellschaft, in der Glauben als wichtige, vielleicht überlebenswichtige Voraussetzung eines Moralgerüsts für den Einzelnen und eines Zusammengehörigkeitsgefühls für die Gemeinschaft neue Anerkennung findet.

Eben!

EDIT: In dem Moment kommt die Zeit dieser Woche auf meinen Tisch. Und hat, klar zu dieser Jahreszeit, auch das Thema. Der Leitartikel von Bernd Ulrich ist überschrieben mitZumutungen des Glaubens und kommt, nachdem er die Alternativen die ziemlich aufgeklärte Religiosität stärken und Säkularisierung weiter vorantreiben verworfen hat, zu der Einschätzung:
Die Frage lautet also nicht: Wie reagieren wir religionspolitisch auf das Vorrücken der Religion? Sondern: In welchem Zustand trifft es uns an, wie sind wir gestimmt? Seit den achtziger Jahren erleben die Deutschen eine schleichende, aber folgenreiche Wende - die vom Nicht-mehr-glauben-Wollen zum Wieder-glauben-Wollen (aber oft nicht mehr können).

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