9.12.04

Einmal im Jahr

Immer im Dezember, in sachlicher und zeitlicher Nähe zu meinem Geburtstag, gehen wir mal richtig ins Theater. Das ist, wenn wir es zusammen machen wollen, ja doch ein großer logistischer Aufwand mit Kinderbetreuung und -insbettbringen und so.

Gestern also die Hamburger Inszenierung von Verdis Nabucco. Sehr schön, übrigens. Beruhigt modern, nah am Stück und sehr nah an Verdis Subtext (nur das Ende ist von einer etwas geschmäcklerischen Idee geprägt). Zwar hatte der Dirigent Chor und Orchester nicht wirklich im Griff (teilweise klapperte es gefährlich, und der Chor war oft nicht voll synchron mit dem Orchester) und der erste und der dritte Kontrabass haben sich in einer Pause fast geprügelt, aber alles in allem war es ein Genuss...

Bedenklich aber erstens, dass die Oper offenbar ein Zweigenerationen-Projekt geworden ist: Menschen zwischen Ende dreißig und Ende sechzig fehlten irgendwie. Und zweitens, dass unsere beiden größeren Söhne erstaunt fragten, was denn eine Oper sei, als B ihnen eröffnete, dass wir beide da hingehen werden. Der Mittlere wollte dann gleich mitkommen und mitspielen (er überlegt gerade, ob er lieber Querflöte oder Klarinette lernen soll, wenn er die Blockflöte erstmal fertig gelernt hat). Kurz entschlossen haben wir also die Geschenkeplanung für Weihnachten über den Haufen geworfen, und werden mit ihnen (aber ja nicht verraten!) in Hänsel und Gretel gehen. Ein guter Anfang. Und Zeit wirds, immerhin sind sie inzwischen fast neun und siebeneinhalb.

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