25.11.04

Nie und nimmerwohl doch*

war es 1987, was Don Alphons beschreibt aus seiner Zeit als Ingolstädter Gymnasiast aus gutem Hause. Aber ja, diese ungebremste Dekadenz, diese wunderbare pubertäre Hybris von uns epigonalen Nichtmehrganzpoppern (unter denen ich karft meiner Herkunft geduldet, dank meines damaligen intensiven Marxstudiums, der Überzeugung, Kommunist sein zu müssen, und der insofern wohl unvermeidlichen Attitüde des überlegenen Intellekts aber doch nicht angenommen war) trifft er. Was haben wir für schöne Stunden mit Tempo verbracht, so lange, bis wir dann so erwachsen waren, dass wir lieber zu Zadek ins Schauspielhaus mussten.
Echt: So was wie Neon wäre für uns Trendsetter undenkbar gewesen. Kindisch. Ibäbäh.
Vielleicht ist es deshalb auch konsequent, wenn wir dann irgendwann froh waren, 30 zu werden und offiziell als Erwachsene anerkannt zu sein. Mitsamt der Doppelhaushälfte, den zwei Kindern und der wunderbaren Frau. Und die von uns, die er geschafft haben - und darunter auch einige Startupper der New Economy, diesem letzten Aufstand der Popper - haben von all dem dann ein bisschen mehr.

* wer hätte gedacht, dass Tempo erst 1986 auf den Markt kam? Langsam werde ich alt, scheint mir

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