13.11.04

Essen als Parabel

Essen sagt mehr über fast alles aus. Gestern nach einem weiteren Mal Chocolat hab ich mich gefragt, was eigentlich das Besondere an diesem Film ist - darüber hinaus, dass er toll ist und Spaß macht und dass Johnny Depp mitspielt. Vielleicht ist es dieser ewige Kampf zwischen dem Bigotten und der Zügellosigkeit, die beide irgendwie falsch sind.

Und heute dann war nicht nur die Kaltmamsell Martinsgans essen, sondern wie jedes Jahr haben auch meine Schwiegereltern zur Gans geladen. Dieses Jahr ganz schlicht eine Dithmarscher Gans mit Salz, Pfeffer, nur leicht gespickt mit Apfel und wasweißich und dann sechs Stunden niedrig gegart. Grandios. Und dass B die nächsten Monate wieder fährt, ohne dass wir uns darüber einigen müssen, freut besonders angesichts eines leichten Dornfelders.

Es ist diese Tradition, die so viel mit dem Leben zu tun hat. Die Tradition an sich. Obwohl ich sie erst durch B kennen gelernt habe (denn wir Heiden im Norden haben die ja so nicht), möchte ich sie nicht missen. Wie alle Traditionen, in die ich mich bewusst stelle, geben sie dem Leben Struktur und Berechenbarkeit. So wie die Weckmänner, die man hier nicht beim Bäcker kaufen kann, sondern bei bofrost bestellen muss oder selbst machen...

Kommentare:

  1. Meine Gans war sehr lecker. Nachdem meine Mutter die letzten Jahre immer weniger zufrieden mit den Gänsen war, die sie bei einem persönlich bekannten Bauern aus dem Freilauf gekauft hatte (und zuletzt 65 Euro für ein Tier gezahlt), kam die heutige Gans von Aldi. Und war vorzüglich. Dazu gab es Wirsinggemüse und Knödel, jammmmm!

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  2. Bei uns gab es gans traditionell Kartoffelklöße (halbundhalb), Rotkraut und Maronen (nicht die Pilze, sondern die Kastanien).
    Das ganze zu einer viereinhalb-Kilo-Gans, an der sogar mehr Fleisch als Fett war. Ebenfalls lecker.

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