22.10.04

Resumee

Auch wenn der eine oder die andere Journalist partout auch dieses Jahr nicht hinwollte (und damit vielleicht doch was verpasst hat? Wer hätte das gedacht): Die Medientage haben sich gemausert. Vom B-Kongress mit vielen Wichtigtuern zum inzwischen wichtigsten Kongress der Medienbranche. Und zum besten aus meiner Sicht. Das Medienforum in Köln ist in den letzten paar Jahren nach so vielem Hin und Her und Hickhack einfach abgestürzt und der Hamburger Dialog, eigentlich ganz geschickt an den Anfang der Saison gelegt, kommt irgendwie nicht so richtig aus dem Quark.
Wobei für mich ohnehin eher wichtiger ist, wen ich dort sprechen kann, als wer dort spricht.

Nachtrag zur Party:
Es macht doch sehr viel Spaß am späteren Abend, deutlich vor dem eigenen Absturz und also noch hinreichend klar, einfach nur still zu beobachten. Strategisch günstig gegenüber der Toiletten positioniert, erlebt man die dollsten Dinge und die skurilsten Menschen: So wie den Mittvierziger mit der fettigen blondierten Jugendlichen-Langhaarfrisur, der mit dem Pelzmantel seiner Freundin auf und ab ging (oder vielmehr irgendwie merkwürdig schlingernd humpelte), alle paar Sekunden mit steif abgeknicktem Bein schief stehen blieb und sich mit der Zunge langsam über die Unterlippe fuhr. Oder das knapp (klar: schwarz) bekleidete Mädchen, das etwas abseits seiner Freundinnen saß und bei jedem Gespräch, das die wiederum mit anderen führten, die beim Rundgang stehen blieben, gekonnt tat, als ob sie etwas mitbekam - was bei dem Abstand und der Kombination aus ihrem Pegel und dem der Musik aber nicht möglich war. Faszinierend. Oder der Werber aus dem Rheinland, der sich uns auf dem Klo anschloss und uns erst verließ, als ihm das nur noch mit Mühe möglich war, ohne direkt über die eigenen Füße zu fallen. und das, obwohl er die frühmorgendliche Weißwurst da schon überlebt hatte.

Kommentare:

  1. Meine Gewährsfrau meinte, es sei leerer gewesen als die letzten Jahre. Und dass die Medientage in Berlin eigentlich besser aufgehoben wären. Ich kann mir zwar nichts Münchnerisches vorstellen, das in Berlin besser aufgehoben wäre, werde mir aber trotzdem in den Herbstferien Berlin anschauen.
    Ich will auch mal auf diese Party! Muss ich da eingeladen werden? Für Reinmogeln bin ich zu stolz, also: Mit wem muss ich schlafen?

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  4. Tut mir leid mit dem dreifachen Posten; kannst wenigstens Du zwei davon löschen?

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  5. Party: Kann man auch Eintrittskarten kaufen. Kleiner dreistelliger Betrag. Im Zweifel die bessere Lösung, oder?
    Und: Klar ist es nicht so voll wie die letzten Jahre (obwohl letztes Jahr? Wars auch nicht so voll). Aber das ist auch eher ein Gewinn, finde ich.
    Und: Nein, alles bis auf die Popkomm, das nach Berlin gegangen ist, wurde dann schlechter. Da sind wir Hamburger und Münchner wenigstens mal einig :-)
    [Irgendwann bekommst du mich so weit, dass ich von blogger.com weg gehe, ok.]

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