26.10.04

Mission

Ich weiß, dass vielen schlecht wird, wenn sie dieses Wort hören. Aber dennoch nutze ich es und finde es auch sinnvoll - und allemal besser als Kommunikation oder so was. Gerade in den "normalen" Kirchengemeinden vor Ort ist es auch wieder ein Thema. Für mich selbst ist ein Ja zur Mission die Bedingung, dass ich mich mit dem, was ich kann oder geben kann, in der Gemeinde engagiere.

Ich hatte gedacht, ich würde Entrüstung ernten, als ich neulich einen kurzen Essay - Von der Notwendigkeit der Mission in der Gemeinde, Link geht direkt aufs pdf (96 kB) - schrieb. Scheint aber konsensfähig zu sein. Wer hätte das gedacht...

Kommentare:

  1. Anonym26.10.04

    Hallo Wolfgang,

    vielen Dank für diesen sehr klaren, interessanten Essay - der m.E. allerdings über das Ziel hinaus schiesst.

    Mir stellt sich die Frage, ob die sich primär auf das Gemeinde-Äußere konzentrierende Arbeit, die Du skizzierst, nicht gerade die Grundlage jeder Mission vernachlässigt - das, was man gemeinhin als 'Kundenbindung' bezeichnet.

    Die Konzentration auf pures Wachstum birgt doch die Gefahr, die 'gewonnenen' Mitglieder schnell wieder zu 'verlieren' - und dabei spielt es m.E. keine Rolle, ob sich dieser Rückzug durch einen Austritt auch offen manifestiert.

    Akzeptiert man diesen Bindungsgedanken, so stellt sich u.a. die Frage, ob das "Ja zum Wachstum" wirklich bedeutet, dass die "wertvolle Ressource Pastor oder Pastorin" nicht für Aktivitäten eingesetzt werden darf, deren Ziel nicht Wachstum ist.

    herzlich, Thomas

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  2. Ja, Thomas, du hast Recht. Der Teil ist unterbelichtet in diesem Text. Bedenke die leicht polemische Situation: Bei uns im Norden wird sehr, sehr viel an Ressourcen eingesetzt, um einige seit Jahren nicht mehr wachsende Gemeindegruppen am Leben zu halten.

    Ganz anders wird es aussehen (und sieht es in wachsenden Gemeinden aus), wenn denn die Grundrichtung wirklich "Wachstum" ist! Das ist ein Thema, das ich allerdings aus eigener Anschauung nicht so gut kenne, leider.

    Erstmal muss der Richtungswechsel geschafft werden. Und schon eine Verabredung auf quantifizierbare Ziele ist zurzeit bei Pastorinnen und Pastoren kaum durchsetzbar. Dein Einwand kann leicht missbraucht werden, um gar nicht erst loszulaufen.

    btw: Wer bist du? :-)

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