27.7.04

von außen

Es ist eines der Stücke, für die ich immer wieder wirklich gerne die Zeit lese: Ein Essay mit dem Blick von außen auf dieses Land - und damit ohne das geschichtsklitternde Gejammer oder die zeitgeschichtliche Engführung. Steven Ozment hat dieses Mal einen geschrieben unter dem Titel Deutschland, du kannst es besser. Sehr geschmeidig übersetzt von Tobias Dürr (was macht der eigentlich inzwischen?).
In einem historischen Schnelldurchlauf geht es Ozment um die These, dass die Deutschen immer schon "zwei Seelen in ihrer Brust" hatten. Und dass die Analfixierung den Blick auf die Linien verstellt. Das entspricht meiner Erfahrung in Diskussionen mit der Elterngeneration (ich bin ein Kind von 68ern), deren verschwurbelte Selbstkasteiung (stellvertretend für wiederum deren Hitlerjugend-Eltern) mir nicht mal als links erschien, als ich selbst noch in Sachen Antifa und Marxismus unterwegs war.
Ozments Schluss ist mir etwas zu euphorisch - vielleicht, weil ich an dieser Stelle eher dem westlichen radikaleren Liberalismus/ Anarchismus (?) zuneige.

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